Uno: Klimawandel beschleunigt sich dramatisch

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piano
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Uno: Klimawandel beschleunigt sich dramatisch

Beitrag von piano »

Uno: Klimawandel beschleunigt sich dramatisch

Die Temperaturen auf der Erde werden bis zum Jahr 2100 wahrscheinlich mehr als doppelt so schnell steigen wie im vergangenen Jahrhundert. Dies geht aus einem Uno-Bericht hervor, der in Paris vorgestellt wurde.


Die Studie prognostiziert eine durchschnittliche Erwärmung zwischen 1,8 und 4 Grad in diesem Jahrhundert - in den vergangenen hundert Jahren waren die Temperaturen um 0,8 Grad gestiegen. Der Meeresspiegel steigt laut dem Bericht des Uno-Klimaausschusses bis 2100 zwischen 18 und 59 Zentimetern an.
Weiter heisst es in der Studie der weltweit führenden Klimaforscher, der Mensch trage die Verantwortung für die globale Erwärmung. Die Veränderungen in der Atmosphäre und den Weltmeeren sowie der Verlust von Packeis seien ohne äussere Einwirkung nicht zu erklären. Es sei «sehr wahrscheinlich», dass diese Entwicklung nicht allein auf natürliche Ursachen zurückzuführen sei.
Die mehr als 500 Autoren äusserten sich damit schärfer als noch 2001. Damals erklärten sie lediglich, es sei wahrscheinlich, dass der Mensch die Verantwortung für die Erderwärmung trage. (cpm/ap)
und:
Mit klaren Signalen gegen Klimaskeptiker

Die USA und Ölkonzerne versuchten jahrelang, den Uno-Wissenschaftsrat für den Klimawandel IPCC in Frage zu stellen.


Von Martin Läubli

Fünfzehn Seiten Umfang, sechs Grafiken und Tabellen. Nicht mehr. Der vierte Bericht des Uno-Klimawissenschaftsrates IPCC an die politischen Entscheidungsträger fasst den 800 Seiten starken Zustandsreport der Arbeitsgruppe I zusammen. Hunderte ausgewählte Wissenschaftler sammelten, beurteilten und interpretierten die neusten Forschungsergebnisse zur Klimaerwärmung der letzten sechs Jahre. Die erste von drei Zusammenfassungen des vierten IPCC-Berichts wird morgen Freitag in Paris offiziell vorgestellt. Kurz und prägnant soll sie sein - und doch auf alle Unsicherheiten hinweisen, die beim Messen und Modellieren der globalen Klimaerwärmung auftreten. Transparenz ist oberstes Gebot des IPCC.

Seit Montag prüfen die federführenden Klimaforscher und Regierungsdelegierten Satz für Satz - und segnen den «Bericht an die politischen Entscheidungsträger» erst ab, wenn jedes Wort auf die Waagschale gelegt wurde. Da kann, so der Berner Klimaforscher Thomas Stocker, schon ein Nachmittag vergehen, bis die Botschaft, ob und wie der Mensch das Klima beeinflusst, ausgewogen genug formuliert ist. Stocker weiss, wovon er spricht. Er war bereits bei den Beratungen zum dritten Zustandsbericht vor sechs Jahren dabei.

Noch nie hat ein IPCC-Report bereits im Vorfeld der Veröffentlichung ein solch grosses Interesse der weltweiten Medien ausgelöst. Schon ist die Hauptbotschaft durchgesickert, die bereits im Entwurf des Berichts Ende letzten Jahres feststand: Die vom Menschen verursachten Treibhausgase sind mit mindestens 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit hauptverantwortlich für die Klimaerwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

Die physikalischen Grundlagen zum Klimawandel, die morgen der IPCC präsentiert, sind der Konsens von Hunderten von Wissenschaftlern und Regierungen der Uno-Staaten. Ist bei dieser Beteiligung überhaupt eine Einigung ohne politische Beeinflussung möglich? «Wir hatten stets die Kontrolle, was passiert», sagt Andreas Fischlin. Der Forscher am ETH-Institut für Integrative Biologie ist ein altgedienter Autor der zweiten IPCC-Arbeitsgruppe, die sich unter anderem mit den Folgen des Klimawandels beschäftig. Der Bericht erscheint Anfang April.
4000 Kommentare beantwortet

«Die Politik beeinflusst den IPCC nicht, das ist eine unabhängige Arbeit», ist sich José Romero von der Abteilung Internationales beim Bundesamt für Umwelt sicher. Über 3000 von Experten geprüfte Arbeiten haben beispielsweise die Forscher der zweiten IPCC-Arbeitsgruppe berücksichtigt. Gegen 4000 Kommentare zu den zwei ersten Reportentwürfen hatten die Wissenschaftler zu beantworten.

Fachleute der Regierungen begutachteten den zweiten und machten letztlich abschliessende Kommentare zum Schluss-entwurf. «Der Bericht reflektiert den Wissensstand von heute», sagt Fischlin. «Die Richtlinie im IPCC heisst: Die Wissenschaft hat das letzte Wort.» Trotzdem: Der ETH-Forscher, der seit Jahren die Wissenschaft in der Schweizer Delegation an den Uno-Klimakonferenzen vertritt, gibt zu, dass Regierungen immer wieder versuchten, die Interpretation der Ergebnisse nach ihren Interessen zu lenken. «Es gibt ab und zu beteiligte Wissenschaftler, die offensichtlich eine politische Agenda im Hinterkopf haben», sagt Fischlin. Das Schlussresultat sei aber dadurch niemals verfärbt worden.

Wer den IPCC in Frage stellen wollte, versuchte es auf subtilem Weg. Das letzte Beispiel geht auf das Jahr 2005 zurück. Das Komitee für Energie und Handel des amerikanischen Repräsentantenhauses stellte die Seriosität und Unabhängigkeit des IPCC in Frage. Anlass waren neue Studien über die natürliche Klimavariabilität, die in den letzten Jahrhunderten grösser waren als bisher angenommen. Das Komitee zweifelte damit die im letzten IPCC-Report abgebildete Temperaturkurve und damit den Einfluss des Menschen auf das Klima an.

Die Forscher der neuen Studien hatten allerdings nie die Absicht, den Faktor Mensch in Frage zu stellen. Sie zeigten im Gegenteil den Fortschritt neuer Modelle auf, deren Ergebnisse innerhalb des Unsicherheitsintervalls waren, die in der Zusammenfassung des IPCC-Reports 2001 auch aufgeführt waren. Ein Fehler war: Die Temperaturkurve kursierte an Vorträgen oft ohne die Fehlerbereiche. Der IPCC hat nun reagiert: Der neuste Bericht wird keine Grafiken ohne Unsicherheitsmarken mehr zeigen.

Vor der zweiten Uno-Konferenz 1996 lobbyierte der amerikanische Anwalt Donald Pearlman intensiv gegen die Erkenntnisse des Uno-Klimawissenschaftsrates. Dafür erhielt Pearlman persönlich, so das Gerücht in gut informierten diplomatischen Kreisen, zwölf Millionen Dollar Honorar; die Mitarbeiter seines Anwaltsbüros wurden mit weiteren zwanzig Millionen entschädigt. Einer der wichtigen Geldgeber: die «Global Climate Coalition», der damals die amerikanische Erdölindustrie angehörte. Der gleiche Mann war vermutlich auch mitverantwortlich, dass vor vier Jahren der Vorsteher des IPCC, Robert Watson nicht mehr gewählt wurde. Der Umweltforscher hatte auf Grund des dritten IPCC-Klimaberichtes engagiert vor einer fatalen Klimaerwärmung gewarnt.

IPCC-Vorsteher abgewählt

Für die amerikanische Regierung ging die offensive Haltung Watsons zu weit. Auch der Erdölkonzern Exxon Mobil drängte, den für sie unbequemen Zeitgenossen von seinem einflussreichen Posten zu stossen. Das IPCC-Panel, das aus Vertretern der Mitgliedsstaaten und Forschungsinstituten besteht, wählte Watson schliesslich überraschend ab. Für ihn kam der Inder Rajendra Pachauri, damals Direktor des Energieforschungsinstituts TERI in Delhi und Verwaltungsrat der Indian Oil Corporation. Heute berät der Ingenieur und Ökonom neben seinem IPCC-Vorsitz den indischen Premierminister in ökonomischen Fragen.

Wie stark ein IPCC-Präsident Einfluss auf die Arbeit der Wissenschafter nehmen kann, sei schwierig abzuschätzen, sagt Fischlin. Pachauri gilt im Gegensatz zu Robert Watson als blasse Figur, und sein Einfluss wird als gering eingeschätzt. Die aktuellen, bedeutend verbesserten Klimaprojektionen zeigen jedenfalls keine Trendwende. Im Gegenteil: Die Einschätzungen der ersten Berichte haben sich bestätigt (siehe unten) und teilweise verschärft. Die beobachtete Erwärmung liegt weit über der oberen Grenze, welche die Modellrechnungen des zweiten IPCC-Berichtes 1995 schätzten. «Im Allgemeinen ist es Tradition des IPCC, eher vorsichtig in den Aussagen zu sein», sagt Klimaforscher Thomas Stocker.

(Tages-Anzeiger)

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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Ich glaub, ich werd mich mal geistig auf ein Leben einstellen, das mittelfristig ohne Skifahren auskommt. Dann triffts einen ned so hart.
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piano
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Beitrag von piano »

Weltklimabericht

Eine Superwarmzeit steht bevor

Von Peter Lemke


02. Februar 2007
Das Klimasystem gibt es, seitdem die Erde Atmosphäre, Ozeane und Kontinente gebildet hat und durch Pflanzen und Tiere besiedelt wurde. Es erzeugt durch komplexe Wechselwirkungen einen relativ stabilen Gleichgewichtszustand mit mehr oder weniger großen Schwankungen. Instrumentelle Beobachtungen des Klimasystems wurden erst mit der Entwicklung des Thermometers durch Galilei im Jahr 1597 und des Barometers durch Torricelli 1643 möglich. Nach der Entwicklung des Telegraphen 1845 war die Übermittlung von Wetterdaten schneller als das Wetter selbst. Seither bekommen wir weltweit genaue Klimazeitreihen.

Aus historischen Aufzeichnungen und aus der Struktur der Jahresringe in Bäumen und Korallen wird der starke Einfluss des Klimas auf die geschichtliche Entwicklung der Menschheit deutlich. Man denke an die Völkerwanderung in Mittel- und Nordeuropa um das Jahr 400 vor Christus unter kalten Klimabedingungen, die Kolonisation von Grönland um das Jahr 900 unserer Zeitrechnung in einer warmen Periode, den Verlust dieser Wikingersiedlungen, Hungersnöte und einen damit einhergehenden Rückgang der Einwohnerzahl in Europa während der Kleinen Eiszeit.

Einfluss des Menschen offenkundig

Will man längere Zeitskalen untersuchen, muss man auf geologische Befunde zurückgreifen, etwa aus Ablagerungen in marinen Sedimenten und aus grönländischen und antarktischen Eiskernen. Wir wissen dank dieser Methoden, dass sich das Klima im Laufe der Geschichte beträchtlich geändert hat. Aber nur bis vor zweihundertfünfzig Jahren war der Einfluss des Menschen vernachlässigbar. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich die Zusammensetzung der Atmosphäre, insbesondere der Gehalt an Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan durch menschliche Aktivität signifikant erhöht.

So hat sich der Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre im Laufe der Eiszeiten und Warmzeiten seit 650.000 Jahren immer zwischen 180 und 280 ppm (Teilchen pro eine Million Teilchen) bewegt. Gegenwärtig liegt der Kohlendioxid-Gehalt der Luft aber bei 380 ppm. Wir haben seit Beginn der Industrialisierung das Erdsystem mit einer ähnlich hohen Störung belegt, wie es ein Eiszeitzyklus in hunderttausend Jahren getan hat. Zudem hat der Mensch durch die Landwirtschaft und den Bau von Städten und Kommunikationswegen die Strahlungs- und Energiebilanz der Erdoberfläche sowie den Wasserkreislauf verändert.

Meeresspiegel steigt stetig an

Diesen menschlichen Aktivitäten schreiben wir heute einen beträchtlichen Anteil an der globalen Erwärmung der letzten hundert Jahre zu. Die globale Temperatur an der Erdoberfläche ist bereits um 0,74 Grad Celsius gestiegen. 1996 bis 2005 war die wärmste Dekade und 1998 das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen 1861, ja seit tausend Jahren. Die schneebedeckte Fläche auf den Kontinenten hat sich stark verringert. Gletscher und Eisschilde sind geschrumpft und tragen derzeit etwa 1,2 Millimeter pro Jahr zum Meeresspiegelanstieg bei. Insgesamt steigt der Meeresspiegel zurzeit mit 3,1 Millimeter jährlich an, wobei der größte Anteil, etwa 1,6 Millimeter, von der Erwärmung des Ozeans herrührt. In Nordeuropa hat der Niederschlag insbesondere im Winter zugenommen, während er im Mittelmeerraum abgenommen hat.

In der Arktis nimmt das Meereis gegenwärtig etwa 2,7 Prozent pro Dekade ab. Im Sommer sind es sogar 7,4 Prozent pro Dekade. Dieser Rückgang hat drastische Folgen für das an das Meereis angepasste arktische Ökosystem - vom Einzeller bis hin zu den Eisbären. Ebenso sind die Bewohner der arktischen Küsten betroffen, denen der starke Seegang auf dem länger eisfreien Ozean die auftauenden Permafrostküsten erodiert, so dass Dörfer weiter ins Inland verlegt werden müssen.

2100: Eisfreie Arktis im Sommer

Die nächste Eiszeit kommt mit ziemlicher Sicherheit, aber wohl erst in einigen zehntausend Jahren. Unser Problem sind nun vielmehr die nächsten hundert Jahre, in denen wir eine Superwarmzeit erzeugen werden - mit einschneidenden Konsequenzen für die menschliche Gesellschaft durch Überschwemmungen, Stürme, Hitzewellen. Klimaprojektionen für die nächsten hundert Jahre lassen sich überzeugend durch Klimamodelle simulieren.

Solche Modelle sagen - je nach Energienutzung - im Mittel eine Temperaturerhöhung von 1,7 bis 4,0 Grad Celsius und einen entsprechenden Meeresspiegelanstieg um 28 bis 43 Zentimeter bis zum Jahr 2100 voraus. Dabei sind die höheren Werte gegenwärtig wahrscheinlicher, da sich der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre ungebremst rasant nach oben bewegt. Hitzewellen wie im Sommer 2003 in Europa werden die Regel sein, und die größte Erwärmung wird in den Polargebieten auftreten. So wird gegen Ende des Jahrhunderts das Meereis in der Arktis im Sommer nahezu vollständig verschwinden, mit katastrophalen Konsequenzen für die arktischen Küstenbewohner und für das Ökosystem im Nordpolarmeer.

Unsere Zivilisation wird sich verändern

Klimaänderungen werden unsere Zivilisation verändern, und viele Länder werden nicht in der Lage sein, sich effektiv anzupassen. Eine Beschränkung des Klimawandels und eine effektive Anpassung werden global nur durch ernsthafte und zügige internationale Kooperation möglich sein. Die Botschaft ist einfach: Die Kohlendioxidemissionen müssen viel stärker reduziert und Vorbereitungen für den Klimawandel getroffen werden, denn der kommt bestimmt. Die Zeit drängt: Durch die Trägheit des Klimasystems wird die durchschnittliche Temperatur selbst dann um weitere 0,6 Grad Celsius steigen, wenn wir heute weltweit die Kohlendioxid-Produktion vollständig einstellen würden.

Kernaussagen der Klimaberichts

So sicher wie nie zuvor steht fest, dass der Mensch das Klima der Erde und damit seine Lebensgrundlage verändert.

Anstieg der Temperaturen in den nächsten 30 Jahren um rund 0,7 Grad Celsius, hierüber bestehen wenig Zweifel.

Bis 2100 könnte die mittlere Temperatur gar um bis zu 5,8 Grad steigen - abhängig von der Menge der freigesetzten Treibhausgase.

Die stärkste Erwärmung wird in den hohen nördlichen Breiten erwartet, daher wird viel Eis schmelzen und der Meeresspiegel steigen.

Weniger betroffen sind die südlichen Ozeane und der Nordatlantik.

Stärkere Niederschlagshöchstwerte in den Tropen, Grönland möglicherweise innerhalb der nächsten 1000 Jahre eisfrei.

Verlagerung der wirtschaftlich bedeutenden ertragreichen Fischgründe.

(2500 Forscher seit 1990, 450 Autoren des Berichts)

Text: F.A.Z., 02.02.2007, Nr. 28 / Seite 33
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Beitrag von piano »

Den ganzen Bericht gibts hier zu lesen:
http://www.ipcc.ch/SPM2feb07.pdf
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YESHAR
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Beitrag von YESHAR »

Von der "BILD" (Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/20 ... richt.html)

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Klima-Horror
Der Mensch ist schuld, wenn unsere Erde stirbt
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Wir müssen Fabriken schließen!

Noch nie hat es jemand so deutlich gesagt: Unser Planet stirbt – wir Menschen sind schuld daran!

2500 Wissenschaftler aus 130 Ländern haben es in einer Klimastudie für die Vereinten Nationen festgestellt, die gestern in Paris präsentiert wurde.

Das Horror-Klima der Zukunft:

Die Konzentrationen von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan) in der Atmosphäre ist so hoch wie seit 650 000 Jahren nicht mehr. 78 Prozent der Erhöhung gehen auf die Nutzung fossiler Brennstoffe (Öl, Kohle usw.) zurück, 22. Prozent auf das Vernichten von Waldflächen (Rodung, Holz- und Papierproduktion, Feuerholz).

Elf der vergangenen zwölf Jahre finden sich unter den zwölf wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen um 1850.

Die Erde hat inzwischen die höchste Durchschnittstemperatur seit mindestens 1300 Jahren. Das hat die Auswertung von Altersringen an Bäumen ergeben.
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Die Temperaturen werden bis 2100 mehr als doppelt so schnell steigen wie im vergangenen Jahrhundert.

Die schneebedeckte Fläche hat seit 1980 um etwa 5 Prozent abgenommen.

Die Temperaturen in den oberen Schichten des Permafrostbodens haben sich seit 1980 um 3 Grad Celsius erwärmt, die Ausdehnung des saisonal gefrorenen Bodens hat seit 1900 um 7 Prozent abgenommen, im Frühling sogar um 15 Prozent.

Der Nordpol wird künftig im Spätsommer eisfrei sein.

Die Ozeane haben sich seit den 1960er-Jahren bis in eine Tiefe von 3000 Metern erwärmt.

Der Meeresspiegel ist im 20. Jahrhundert um 17 Zentimeter gestiegen. Bis 2100 kommen weitere 59 Zentimeter dazu (nach einer anderen Studie bis 2 Meter). Schuld sind zu 25 Prozent die schmelzenden Gebirgsgletscher.

Der Klimawandel verändert auch den Vogelbestand in Mitteleuropa. Im Mittelmeerraum heimische Arten wandern neu ein und vermehren sich. Vögel, die sonst am Bodensee heimisch sind, verlagern ihre Brutgebiete nach Norden!

Eisverluste in der Antarktis und auf Grönland tragen zum Anstieg des Meeresspiegels bei. In diesen Regionen fließen etliche Gletscher zudem schneller.

Kalte Tage, kalte Nächte und Frost sind seltener geworden. Heiße Tage, heiße Nächte und Hitzewellen treten dagegen häufiger auf.

Die Winter werden künftig fast immer regenreich und stürmisch.

Die tropischen Stürme im Nordatlantik sind stärker geworden. Wegen der höheren Oberflächen-Temperaturen der tropischen Meere. Es drohen Horror-Orkane.

Zum Ende des Jahrhunderts könnte Grönland eisfrei sein, küstennahe Städte wie London und Sydney unter Wasser stehen. In Irland drohen ab 2020 Dürren, in der Hauptstadt Dublin (4,2 Millionen Einwohner) Wassermangel! Indonesien könnte dagegen 2000 seiner 18 000 Inseln verlieren.

In der ganzen Welt diskutierten Wissenschaftler die Ergebnisse der Schock-Studie: Sie fürchten furchtbare Überflutungen, den Verlust ganzer Städte!

„Die Zukunftsprojektionen aus dem Bericht legen nahe, dass wir bis 2100 an den deutschen Küsten einen zehn bis zwanzig Zentimeter höheren Meeresspiegelanstieg haben könnten als an anderen Meeresküsten“, sagte Prof. Stefan Rahmstorf (47) vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

Er ist einer der Mitautoren der Studie. „Aus geologischer Sicht ist es völlig unproblematisch, wenn der Meeresspiegel um einen Meter steigt“, sagte er. „Das ist nur sehr schlecht für uns, weil wir die Städte dort gebaut haben, wo bislang die Küstenlinien gewesen sind.“

Der veränderte Regenfall überfordert die Gewässer: „Unsere Flussläufe sind darauf ausgerichtet, die Wassermassen aufzunehmen, die erfahrungsgemäß in den letzten Jahrhunderten immer wieder vorgekommen sind. Wenn sich das ändert, bekommen wir Probleme wie beim Hochwasser 2002 in Dresden.“

Prof. Hans Joachim Schellnhuber (56), Klima-Chefberater der Bundesregierung, hat ebenfalls an der Studie mitgearbeitet. Er ist sicher: „Bei einer Erderwärmung um fünf Grad kann langfristig die Sahara bis nach Berlin reichen.“

Der Klimaforscher weiter: „Hamburg bräuchte Sperrwerke, um das Wasser fernzuhalten. Das wäre zu machen. Große Probleme bekäme London, weil es näher am Meer liegt und sehr niedrig. Ähnlich ist es in allen großen Flussdelten der Erde, zum Beispiel Ganges, Nil und Niger.“

Er fürchtet: „Eine einigermaßen lebenswerte Zivilisation, wie wir sie heute kennen, wäre für die dann acht oder neun Milliarden Menschen aber nicht mehr möglich. Es würde wohl ein Klima der Gewalt herrschen. Die Welt, die jetzt schon explosiv genug ist, würde noch heftigere Auseinandersetzungen erleben.“

Dr. Hermann E. Ott (45) vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie sieht ebenfalls mit größter Sorge auf die deutsche Küste: „Das Abschmelzen der Polkappen macht auf lange

Sicht Städte wie Rostock, Hamburg und Kiel unbewohnbar. Was mit den Inseln wie Sylt passiert, kann man sich vorstellen.“

Können wir überhaupt noch etwas retten? Klimaforscher Prof. Dr. Martin Classen (51), Max-Planck-Institut für Meteorologie: „Selbst, wenn wir alle Emissionen stoppen würden – das Klima erwärmt sich weiter. Die Treibhausgase halten sich über 100 Jahre in der Atmosphäre.“

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Weiter gehts:

Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/20 ... biete.html


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durch Hitze

Frankfurt – Es stürmt, es nieselt – nur schneien will es nicht. Die Temperaturen des lauen Winters liegen immer noch weit über dem Gefrierpunkt. Das hat nach Meinung von Experten brettharte Folgen für Wintersportfreunde.

Nach Einschätzung des Klimaforschers Wolfgang Seiler wird sich innerhalb der nächsten 30 Jahre die Schneefallgrenze so weit nach oben verschieben, dass in den meisten deutschen Wintersportgebieten Rodeln und Skifahren nicht mehr möglich sein wird.

„Wintersport wird sich praktisch auf zwei Gebiete konzentrieren, die hoch gelegene Skigebiete haben: Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf“, sagte der Experte der „Frankfurter Rundschau“.

Seine trostlose Prognose: Touristen werden per Seilbahn in immer höhere Lagen gebracht, während auf allen anderen Pisten das Grün sprießt.

Doch auch wer schneelos Urlaub macht, sollte aufpassen: Der laue Winter erhöht das Risiko von Murenabgängen und Felsstürzen – milde Temperaturen schwächen die Bindungskraft des gefrorenen Wassers im Boden.

„Wenn der Boden auftaut, dann wird das feuchte Lockermaterial aus Regionen zwischen 2000 und 2500 Metern leicht talwärts verfrachtet“, sagt der Nürnberger Alpen-Forscher Werner Bätzing. „Dann entstehen Muren-Lawinen aus Schlamm, Geröll, Erdmassen und Wasser.“

Schöne Aussichten!

Da hat man in Amerika ganz andere Probleme: Dort gefährdet eine ungewöhnliche Kältewelle mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Ernte von Zitrusfrüchten – ausgerechnet im sonnigen Kalifornien.
LINUX IS LIKE AN INDIAN TENT: NO GATES, NO WINDOWS AND AN APACHE INSIDE!
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Als ob diese Klimamodelle nicht schon apokalyptisch genug wären, ... jetzt muss auch noch die "Bild" draufhauen.
Die Frage ist doch: Was können wir jetzt überhaupt noch machen? Wird uns das Kyoto-Protokoll vor Hunger, Leid, Naturkatastrophen und Tod retten? Ist die USA schuld am Klimawandel, weil sie sich nicht am Kyoto-Protokoll beiteiligen will?
Es ist gesellschaftlicher Konsens, dass wir unser Leben im Prinzip grundsätzlich ändern müssten, wenn wir diesen prognostizierten Klimakollaps verhindern oder nur herausschieben wollen. Aber wer wäre, wenn es drauf ankommt, wirklich bereit auf wesentliche Annehmlichkeiten der westlichen Zivilisation zu verzichten um die Erderwärmung um 0,2°C in einem Zeitraum von hundert Jahren abzuschwächen? Wenn man wirklich konsequent wäre, müsste man seine Ansprüche doch praktisch auf null zurückfahren. Im Zentrum der Berichterstattung stehen dabei immer nur Autoabgase oder Kohlekraftwerke. Aber wahrscheinlich müssten wir auch auf saftige Steaks oder Milchprodukte verzichten. Rinder stoßen doch unmengen von Methan aus, welches doch bekannterweise das klimaschädlichste Gas von allen ist. Es gäbe tausend solcher belangloser Beispiele für Auswirkungen auf unser Leben, die sich einstellen würden, wenn wir wirklich konsequent unsere Schlüsse aus den immer negativeren Zukunftsprognosen der Wissenschaftler ziehen würden. Im Prinzip müssten wir doch den Morgenthauplan auf die gesamte Welt anwenden. Ein Tabu in diesen Betrachtungen ist doch meistens auch die gnadenlose Überbevölkerung der Erde. So rasch wie die Erdbevölkerung sich vermehrt, so rasch steigen auch die Temperaturen an. Wenn wir Menschen an der Klimakatastrophe schuld sind, warum reduziert man nicht die Menschen?
Wenn man nach Lösungen sucht muss man aber auch eine vernünftige Input-Output Analyse anstellen. Wollen wir 100 Milliarden € in Maßnahmen stecken die Klimaveränderung nur um ein paar wenige Jahre abschwächen oder herauszögern? Mit den Folgen müssten wir uns dabei aber trotzdem noch auseinandersetzen, halt meinetwegen nur 5 Jahre später.
Von daher müssen wir uns fragen, worauf es uns ankommt: Wollen wir dem Klima etwas gutes tun, oder wollen wir uns etwas gutes tun? Ich komme zu letzterem Schluss.
Daher bin ich der Meinung, dass wenn man investiert, nicht in solche sinnlosen Klimamaßnahmen wie "Kyoto" investieren sollte. Wenn es uns im Endeffekt um die Menschen geht, warum investieren wir diese 100 Milliarden € nicht in die Bekämpfung von Aids? Das wäre eine viel greifbarere und realistischere Möglichkeit der Menscheit einen Dienst zu tun. Hunderte Milliarden Euro auszugeben für etwas, was Computermodelle berechnet haben, und von dem man überhaupt nicht weiß, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, den Klimawandel zu beeinflußen, ist doch ein unberechenbares Risiko.
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Beitrag von Af »

Hmm, also wem erst jetzt klar wird, dass der Klimawandel stattfindet, und dieser vom Menschen verursacht wird, der sollte weiter in seinen Winterwunderland leben.....auch wenn das langsam schwerer wird. :-))

Für mich wird langsam klar, dass es keinen Sinn macht, das Klima zu schonen. Wozu auch, dir Industrie will sich nicht einschränken, die Politik steht dieser bei (ganz toll Frau Merkel) und den restlichen Ländern ist das Klima eh egal....so gesehen, bleibt mir nur übrig, mich bei meinen (zukünftigen) Kindern zu entschuldigen, das u.a. meine Generation nichts gegen den Klimawandel tun konnte.

Und @ Aidsmittel: Sorry Marius, aber glaubst du wirklich, dass ein mögliches Aidsmittel schnell nach Afrika gelangen würde? Was wäre der Vorteil für die Medikament-produzierenden Länder? Kaufen kann sich da keiner die Medikamente, durch Heilung von Aids würde die Welt-Bevölkerung nocht drastischer Wachsen als sie das eh schon tut(ich weiss ist etwas krass), und wie sollte diese boomende Bevölkerung dort Versorgt werden? Dort gibts für den Grossteil der Bevölkerung eh schon zu wenig zum Essen....

So gesehen, sind Aids, SARS und Hühnergrippe ein praktisches Mittel, um die Weltbevölkerung auf einem vernünftigen Mass zu halten. Sicher weis ich, dass diese Einstellung etwas hart ist, aber solche "regulierenden" Krankheiten gabs schon früher, als Beispiel nur mal die Pest.

So, ich hoffe, ihr seid von meiner Meinung nicht zu sehr geschockt, und hoffe, dass wir alle noch einige gute Winter mit viel Schnee erleben.
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2014: MkRo
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2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Af hat geschrieben: Und @ Aidsmittel: Sorry Marius, aber glaubst du wirklich, dass ein mögliches Aidsmittel schnell nach Afrika gelangen würde? Was wäre der Vorteil für die Medikament-produzierenden Länder? Kaufen kann sich da keiner die Medikamente, durch Heilung von Aids würde die Welt-Bevölkerung nocht drastischer Wachsen als sie das eh schon tut(ich weiss ist etwas krass), und wie sollte diese boomende Bevölkerung dort Versorgt werden? Dort gibts für den Grossteil der Bevölkerung eh schon zu wenig zum Essen....

So gesehen, sind Aids, SARS und Hühnergrippe ein praktisches Mittel, um die Weltbevölkerung auf einem vernünftigen Mass zu halten. Sicher weis ich, dass diese Einstellung etwas hart ist, aber solche "regulierenden" Krankheiten gabs schon früher, als Beispiel nur mal die Pest.

So, ich hoffe, ihr seid von meiner Meinung nicht zu sehr geschockt, und hoffe, dass wir alle noch einige gute Winter mit viel Schnee erleben.
Ist das Prinzip der natürlichen Auslese. Den Punkt habe ich auch leicht angeschnitten. Auch über solche Sachen muss man reden. Tabus bringen einen nicht weiter.
Was meinen Vorschlag mit der Aidsforschung angeht: Ich wollte deutlich machen, dass es sinnvoller wäre sich wirklich einmal intensiv (also auch auf politischer Ebene) um dieses Problem zu kümmern (nämlich indem man versucht genau die von dir geschilderten [aktuellen] Hürden zu überwinden) als Milliarden von Euros in den Klimaschutz zu investieren um nachher festzustellen, dass man das Klima doch nicht mehr beeinflußen kann. Das ist ganz einfach eine Kosten-Nutzen Frage. Ich sehe den größeren Nutzen für die Menschheit halt eher darin die unmittelbar beeinflußbaren Probleme zu bekämpfen.
Ich bin der Meinung, dass man die Klimaproblematik nicht nur von einer Seite diskutieren darf, daher habe ich einmal versucht andere Lösungsvorschläge wiederzugeben.
KnM
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Beitrag von KnM »

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