Lammeralm: Genug Schnee, aber zu wenig Strom

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snowflat
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Lammeralm: Genug Schnee, aber zu wenig Strom

Beitrag von snowflat »

Irgendwas ist ja immer ...
Lammeralm: Genug Schnee, aber zu wenig Strom

Der milde und schneearme Winter hat heuer einigen Skigebieten in der Steiermark Probleme bereitet - die Skiarena Lammeralm im Bezirk Mürzzuschlag kämpft unterdessen mit dem Mangel an Strom. Vor wenigen Tagen ging zum fünften Mal in diesem Winter nichts mehr gegangen: 150 Skifahrer waren vom Stromausfall bei der letzten Großveranstaltung betroffen. Die geplante Mahlzeit musste abgesagt werden, und auch die Siegerehrung konnte nicht mehr über die Bühne gehen.

Enorme Negativwerbung und Verluste
Die Negativwerbung sei enorm, so die Geschäftsführerin der Skiarena, Sabine Lair. Die Liftbetreiberin schätzt, dass durch die Stromausfälle in den letzten beiden Saisonen rund 50.000 Euro verloren gingen: "Unser Skigebiet ist seit drei Jahren betroffen. Immer, wenn es schneit oder relativ stark der Wind geht, gibt es Stromausfälle seitens der Steweag, weil auf der Hochspannungsleitung Richtung Krieglach, Sommerberg und Kindeberg, wo wir als Gewerbebetrieb draufhängen, immer die Bäume drauf fallen, und das ist seitens der Steweag noch nie korrigiert worden."
Schon unzählige Male habe man die Steweag auf die Stromausfälle aufmerksam gemacht, aber nichts sei passiert, so die Liftbetrieberin.

Steweag: Exponierte Lage schuld
Von seiten der Steweag heißt es, dass vor allem die exponierte Lage des Skigebiets die Probleme verursache. Der Energiekonzern investiere jährlich rund 60 Millionen Euro in die Instandhaltung des Stromnetztes, so Konzernsprecher Urs Harnik: "Klar ist für uns, dass diese Leitung, die auf die Lammeralm führt, absolut intakt ist, aber gegen Stürme, gegen Fälle höherer Gewalt ist man grundsätzlich nicht gefeit. Und hier gibt es auch nicht wirklich eine Alternative, die man realisieren kann."

"Probleme kaum zu lösen"
Das Problem könnte, so Harnik, auch durch eine breite Ausästung nicht gelöst werden; zudem sei eine Schneise mit einer Breite von 50 bis 60 Meter ein massiver Eingriff in die Natur.

Sabine Lair hofft unterdessen darauf, dass seitens der Steweag ein Signal Richtung Sanierung und Überprüfung der Leitungen kommt; andersfalls überlegt sie auch rechtliche Schritte.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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