KITZSTEINHORN 15.02.2007
Große Invesitionen im Gletscher-Skigebiet
Die Gletscherbahnen Kaprun (Pinzgau) wälzen große Pläne. Bis 2010 investieren sie 40 Mio. Euro für Lifte, Pisten und Beschneiungsanlagen auf dem Kitzsteinhorn. Teile des Gletschers sollen im Sommer mit weißem Vlies abgedeckt werden.
Pläne in Zeiten des Klimawandels
Weiters sollen dunkle Ablagerungen auf dem Eis im Sommer abgeschabt werden, um das Speichern von Wärme und das Abschmelzen zu verlangsamen. Parallel sollen die Zahl der Schneekanonen verdoppelt und neue Lifte gebaut werden.
Priorität hat der neue Sechsersessellift, die so genannte "Kristallbahn". Sie wird den 20 Jahre alten "Krefelderhüttenlift" ersetzen und neue Pistenbereiche erschließen.
Baubeginn ist im Mai 2007. Fertig soll die gut sieben Millionen Euro teure Anlage im November sein, sagt Vorstandsdirektor Peter Präauer:
"Kreuzungen fallen weg"
"Zusätzlich ist der alte Lift in einem Bereich, wo wir die Piste zwei Mal kreuzen müssen. Auch dadurch gibt es künftig eine wesentliche Verbesserung, weil diese Kreuzungsbereiche dann einfach wegfallen."
Symbolfoto: Kunstschnee-Anlage Pumpwerk für Stausee-Wasser
Zum Schutz des im Sommer ständig kleiner werdenden Gletschers wollen die Bergbahnen die Beschneiungsanlagen verdoppeln - von 25 auf 50 Stück. Mehr Kunstschnee bedeutet mehr Wasserverbrauch.
Deshalb ist eine neue Leitung von einem Stausee des Kapruner Kraftwerkes auf das Kitzsteinhorn geplant. Dazu ist ein Pumpwerk auf dem Berg nötig, sagt der technische Direktor Norbert Karlsböck:
"Kunstschnee UND Energieerzeugung"
"Wir pumpen das Wasser aus dem Triebwasserstollen in den Speicherteich für den Kunstschnee hoch. Theoretisch können wir auch überlaufendes Wasser im Sommer in begrenztem Umfang nutzen.
Dieses Wasser könnte dann wieder zur Energieerzeugung im Kraftwerk genutzt werden. Es wäre dann möglich, insgesamt mehr Energie zu erzeugen, als man zur künstlichen Beschneiung benötigt."
"Seilbahner" als neuer Beruf
Die Gletscherbahnen wollen außerdem ein neues Berufsbild einführen. Ab Mai 2007 beginnen zwei Lehrlinge die Ausbildung zum Seilbahner. Es gibt nämlich zu wenig Fachkräfte für den technischen Bereich.
Weitere Pläne für die nächsten drei Jahre: Der "Kees Schlepplift" wird durch einen modernen Sessellift ersetzt. Und auch neue Betriebsgebäude sind notwendig. Außerdem wird mehr in Pisten und Lawinenschutz investiert.
Richtig so!
Kitzsteinhorn baut aus
- McMaf
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Das mit dem Keeslift ist ja interessant. Müsste dann ja Gletscherstützen bekommen, außer man wartet so lange bis der Bereich eisfrei ist.Weitere Pläne für die nächsten drei Jahre: Der "Kees Schlepplift" wird durch einen modernen Sessellift ersetzt. Und auch neue Betriebsgebäude sind notwendig. Außerdem wird mehr in Pisten und Lawinenschutz investiert.
Auch der Ausbau der Beschneiung ist sehr erfeulich.