Nach ausgiebigem Berichte lesen, entschloss ich mich für die Silvretta Nova, da der Bericht von Oscar übers Hochjoch die Woche vorher sehr positiv war.
Eigentlich hatte ich geplant, mit nem Kumpel zu gehen, die hatten aber entweder keine Zeit oder keine Lust, also hab ich kurzer Hand meine beiden Brüder eingepackt. (Der eine stand zum ersten Mal auf richtigen Ski, vorher nur drei Tage auf Kurzski, dafür wirklich 1a!)
Die Anfahrt gestaltet sich problemlos, wenn man von einem Ministau nach dem Ambergtunel absah. (Dieser sollte aber laut Verkersnachrichten noch deutlich anwachsen. Gebraucht haben wir ca. 2h15. Mit unserer Ankunft füllte sich der Parkplatz aber sehr schnell. An der Kasse haben wir gar nicht gewartet, an der Valiseragondel vielleicht. 5 Minuten. Der größte Fehler war aber, dass wir eine Holländergruppe übersahen die ihre Wochekarten mit 1 Tag Restgültigkeit verscherbelten übersahen, hier hätten wir 20€ gegenüber dem Normalpreis sparen können.
Die Auffahrt stand ganz unter dem Motto: Vom Frühling in den Winter oder auch vom Braunen ins Weiße, ab der Mittelstation war die Landschaft in ein wunderschönes weißes Kleid gehüllt. Die Abfahrten sahen schon aus der Gondel top präpariert aus.
Oben angekommen starteten wir in Richtung Madrisella Bahn (G) über die rote 22. Der optische Eindruck der Pisten sollte nicht täuschen: Ein absoluter Traum zum fahren. Fast den ganzen Vormittag hielten wir uns im Bereich der Madrisella und Schwarzköpflebahn (H) auf und nahmen die verschiedenen Pisten unter die Bretter. Gegen halb 12 wechselten wir an die Rinderhüttenbahn (I, wer hat den Name ausgesucht?) und fuhren dort noch zweimal. Auch hier optimaler Pistenzustand. Einzig und allein an der unbeschneiten schwarzen 20 kam an ganz wenigen Stellen ein bisschen Gras raus, allerdings keinerlei Steine.
Vor dem Mittagessen (natürlich aus dem Rucksack) fuhren wir noch zweimal die megabreite Carvingpiste 25/26 (leider ein bisschen kurz), bevor wir das Vesper mit tollem Blick auf die Silvretta im Bereich der Bergstation des Heimbergliftes einnahmen.
Zum warmwerden nach dem Mittagessen noch einmal die 25/26, um dann auf die andere Seite des Gebietes um die Nova Stoba (hier steppte der Bär!) zu wechseln (Die Westhänge waren nun auch sonnig) Mit dem Nova Lift(F, wer macht bei 8° die Sitzheizung an???) hinauf und auf der anderen Seite einmal zum Spatla 4er (D) über die Pisten 1/2 hinuter, auch hier gute Pistenverhältnisse aber eher voller. dann noch eine Abfahrt zur Mittelstation der Versettla EUB. hier im unteren Berich nicht mehr ganz so schöne Pisten (mehr Kunstschnee und vermutlich hats auch mal reingeregnet) aber trotzdem gut fahrbar. Danach entschlossen wir, über die 5/7 wieder auf die Valisera Seite zu wechseln, allerdings gefielen uns hier die Pisten dann doch ganz gut, sodass wir noch einige Male mit dem Nova 6er KSB fuhren, meine Brüder blieben brav auf den blauen Pisten, während ich die schwarze 6 und 8 testete. Ein Wahnsinn zum fahren! Absolut griffig und keine Steine! Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einigen Fahrten am Rinderhüttensessel, der Heimspitzbahn, bevor nochmal zum Nova Lift wechselten. Danach Abfahrt zur Mittelstation, und mit wenigen Minuten Wartezeit hinuter ins Tal.
Gefallen: Alles! Trotz voller Lifte, keine überfüllten Pisten
Nicht gefallen: Eigentlich nichts, außer der Sitzheizung bei 8°
Schnee: ganztags pulvrig (vermutlich durch die gerine Luftfeuchtigkeit, nur ganz am Schluß wenige Eisplatten)
Wartezeiten: meistens ca 5 Minuten. ab 14.30 meist 0 - 2 Minuten.
Nicht gefahren mit: allen Schleppliften, im Garfrescha Gebiet waren wir gar nicht und die 3er Sesselbahn unter der Valisera Gondel haben wir auch nicht benutzt.
Hoffe der Bericht gefällt trotzdem obwohl mir klar ist, dass ich mit Trincerone oder Dachstein nicht mithalten kann