Schnee: Beschneit sehr gut, unbeschneit eher dürftig
Los: wenig. Samstag geht es dort nie zu sehr zu.
http://www.bergfex.at/bergbahnen-oetz/panorama/
Same procedure as every year, kaldini! Jedes Jahr im Januar gibt es ein Familientreffen in Ochsengarten. Ist sehr nett, an einen Ort fast 2 Stunden von zu Hause entfernt zu kommen und sich doch fast schon wieder wie zu Hause zu fühlen. Ok, das erste Mal war ich da, als ich 6 Monate alt war. Dann fast 20 Jahre lang jede Weihnachtsferien. Das prägt!
Meine Anreise Freitag abend verlief problemlos über Garmisch-Partenkirchen, Seefeld und dann das Sellraintal rauf.
Am Samstag stand dann Hochoetz auf dem Programm. Durch die vor ein paar Jahren gebaute 4EUB nun sehr gut zu erreichen und die Abfahrt nach Ochsengarten zurück ist zwar an vielen Stellen nur ein guter Ziehweg, dafür kann man da gut gleiten üben.
Also stand ich um kurz nach 9 (von unserer Pension aus kann man den ersten Teil der Strecke der EUB sehen, und wenn die roten Gondeln entgaragieren werde ich einfach zappelig) an der Talstation. Oben angekommen ging es erst ein paar Mal zur Brunnenkopfbahn. Etwas kurze DM-KSB, dafür mit einem knackig direkten Hang zurück. Die Umfahrung an der Bielefelder Hütte vorbei macht die Abfahrt nicht sehr viel länger, dafür etwas leichter. Da der steilere Hang aber sehr breit präpariert ist, ist es dort gut fahrbar (je näher am Lift man fährt umso steiler ist es). Nach ein paar Fahrten dort ging es wieder runter nach Ochsengarten. Balbach-Wiesenlift hat noch zu, na gut wieder rauf. Nun war es kurz nach 10, also Zeit für meinen Lieblingsschlepplift. Auf wieder nach Ochsengarten. Sehr positiv überrrascht war ich übrigens von den hervorragenden Schneeverhältnissen im vorderen Bereich des Gebietes (Brunnenkopf bis Ochsengarten). Super Kunstschnee, kein Eis, griffig, toll! Der Schnee nachher im Bereich der Balbachalm war dann überraschend schlecht – hier fehlt einfach eine Beschneiung.
Nun denn, ich greife der Zeit voraus. Unten lief dann der gute alte DM-Dieselschlepper, der Liftwart war von mir am Vortag mit reichlich Joghurt bestochen worden, so dass es ihm auch wieder gut ging und ich freudig mit dem doch recht gemütlich fahrenden Kurzbügler mich nach oben ziehen ließ. Meine Cousine mit ihrer Tochter waren auch am Hang unterwegs, was mich doch daran erinnerte, dass genau hier auf dieser Wiese vor mehr als einem Vierteljahrhundert meine Skifahrerkarriere anfing. Und wenn ich mir überlege, welche Rückschläge es hier gab, vom Ausscheiden beim Gästeskirennen bis zum Zähneverlieren bei Stürzen. Alles an diesem einen, roten Hang (manchmal für mich wörtlich zu nehmen) und dem guten alten Schlepper. Ich glaube sogar, sollte ich mal ins Koma fallen (kann ja passieren, Skiunfall, Autounfall, beim Versuch Ram-Brand in einen Leitner Lift zu bekommen etc.) dann muss man mich nur nach Ochsengarten bringen, wenn um 9:45 der Diesel anfängt warmzulaufen bin ich wieder wach. Dieses Geräusch würde mich glaub ich immer wieder wecken.
Nichtsdestotrotz sind wir hier, um vom Skitag zu berichten und nicht der nostalgischen Gedanken des kaldini zu lauschen (oder zu lesen in unserem Fall nun). Nach 2 Fahrten wollte ich wieder etwas Höhenluft schnuppern, also wieder per 4EUB rauf. Nun war es Zeit, sich mal den Balbachalm Bereich anzuschauen. Hierhin kommt man entweder wenn man an der Bergstation der 3SB Kühtaile (auch ein „Geschenk“ der Söldener) links einen Ziehweg entlang fährt oder aber indem man mit dem 1-SL Zirbenlift sich rüber ziehen lässt. Ich entschied mich diesmal für die 3SB, da ich den Zirbenliftweg eh schon ausreichend kenn. Nun gings mit der 2SB Balbach (Baujahr Ende der 90ger, diese und die als Rückbringer dienende Mohrenkopf-2SB haben den Bergbahnen Hochoetz damals zur Jahrtausendwende den Insolvenzstoss versetzt – daraufhin stiegen dann die Söldener ein – eine Entwicklung zum Guten meiner Meinung nach). Die Abfahrt 9 war hier die einzig offene und auch deren Schlusshang war zu (bzw. durch die protestierenden Massen an Alpenrosen blockiert), so dass man nur die blaue Umfahrung nutzen konnte. Im untersten Bereich versuchte eine einzelne Kanone ganztags, Schnee zu produzieren. Hier merkt man diesen Winter doch sehr, dass die Beschneiungsanlage diesen Teil des Gebietes nicht inkludiert (so viel ich weiss ist momentan noch das Problem, Wasser in diesen hinteren Bereich zu bekommen). Deshalb ging es auch direkt zurück per Mohrenkopf-2SB. Noch eine Fahrt mit der Brunnenkopfbahn, dann war es Zeit Mittag zu essen. Tscha, in gewissem Sinne leider (damit ich euch Tipps geben könnte) war ich in diesem Gebiet noch nie in einer Hütte bzw. dem vor einem Jahr erweiterten Restaurant essen – im Tal gibt’s eh was. Also runter und erst mal etwas ausgedehnter als normal Mittag gemacht. Um kurz vor 2 gings wieder auf die Piste. Die schwarze Abfahrt am Mohrenkopf sah noch sehr gut aus – war sie auch, nur dass man nach einem kurzen Vergnügen dann erst den Ziehweg zur Balbachalm und dann den unbeschneiten Bereich befahren muss. Aber eine Wiederholung war schon drin. Nun noch ein paar Fahrten mit der Kühtailebahn, der Brunnenkopfbahn und der Ochsengartenbahn und um 16:01 Uhr war ich, pünktlich eine Minute zu spät, wieder am Balbachwiesenschlepper, so dass mir die letzte Fahrt des Tages damit nicht mehr möglich war. Auf EUB hatte ich auch keine Lust mehr, also gings zum Kuchen essen.
Trasse der 4EUB.
Bergstationskomplex.
Piste an der Kühtaile 3SB.
Auf der Abfahrt nach Ochsengarten.
Trasse der 4EUB.
Talstation der Ochsengartenbahn. Bei der Ausfahrt verläuft ein Gebirgsbach, deshalb ist alles ein Stockwerk höher. Hier wird auch das Wasser für die Beschneiung entnommen.
Blick auf das Balbachalm Gebiet. Wenig Schnee...
schwarze Abfahrt an der Mohrenkopfbahn.
kaldinis Lieblingsschlepper
sozusagen mein Haushang
Brunnenkopfhang. Gut fahrbar, schön geneigt.
Blick gen Imst.
Bielefelder Hütte. Früher wohl eine urige Alpenvereinshütte, heute immer mehr Apres Ski Tempel. Gibt dort aber noch Übernachtungsmöglichkeiten.
Kühtaile 3SB.
Das obligatorische Pirchkogelbild.