Meinung über Einheimischen Tarife

Allgemeine Diskussionen zu Skigebieten weltweit: Erfahrungsaustausch, Reisetipps und Entscheidungshilfen für die Planung des nächsten Skiurlaubs.
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Jay
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Meinung über Einheimischen Tarife

Beitrag von Jay »

Moin
Viele Skigebiete bieten spezielle Tarife für Einheimische. Ich finde diesen irgendwie problematisch: Warum soll jemand aus Hamburg nach einer 1000km Anreise einiges mehr auf den Tisch blättern als einer mit kürzerer Anreise? Oder wie seht ihr das?

Jakob

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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

Ist wirklich problematisch, aber warum gibt es übehaupt Einheimischentaife?

Dazu sei angemerkt: ich habe selber die Regiocard, die gewissermaßen auch ein Einheimischentarif ist.

Stelle man sich vor: man will für seine ganze Familie ein Ticket kaufen. Die Kinder sind klein, lernen also gerade Skifahren. Selber will man nur ein paar Stunden auf den Brettern stehen. Und dann kommt man an die Kasse, und muss da 30 Euronen für eine Halbtageskarte hinblättern. Da vergeht selbst dem hartgesottenen Skifahrer das Skifahren, denn irgendwann spielt das Konto nicht mehr mit.

Folglich hat das Skigebiet ein Problem: irgendwoher muss man ja Tagesgäste requirieren. Also macht man das über Einheimischentarife. Damit holt man sich einerseits Tagesgäste, andereseits macht das Skifahren auch für Familien interessant.

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Beitrag von PRINOTHfan »

ja,bin ich vollkommen deiner meinung! :lol:
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Beitrag von TPD »

Ich denke dieses Thema wurde schon hier ausreichend diskutiert:

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=16416
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Re: Meinung über Einheimischen Tarife

Beitrag von Olli »

jwahl hat geschrieben:Moin
Viele Skigebiete bieten spezielle Tarife für Einheimische. Ich finde diesen irgendwie problematisch: Warum soll jemand aus Hamburg nach einer 1000km Anreise einiges mehr auf den Tisch blättern als einer mit kürzerer Anreise? Oder wie seht ihr das?

Jakob

Einiges ist auch übertrieben, meistens sind es nur ein paar Euro.


Und außerdem muss man bedenken, dass dafür die Lebenshaltungskosten in den Urlaubsgebieten höher sind.

Urlauber brauchen nur im Urlaub in teueren Supermärkten einkaufen, Einheimische jedoch das ganze Jahr.
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Beitrag von Foto-Irrer »

ich wohne in Kiel und Hamburg, hier gibts auch keine Einheimischentarife auf Strandtaxe, Segelbootverleih oder Hafenrundfahrten.
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Re: Meinung über Einheimischen Tarife

Beitrag von broki »

Olli hat geschrieben:
jwahl hat geschrieben:Moin
Viele Skigebiete bieten spezielle Tarife für Einheimische. Ich finde diesen irgendwie problematisch: Warum soll jemand aus Hamburg nach einer 1000km Anreise einiges mehr auf den Tisch blättern als einer mit kürzerer Anreise? Oder wie seht ihr das?

Jakob

Einiges ist auch übertrieben, meistens sind es nur ein paar Euro.


Und außerdem muss man bedenken, dass dafür die Lebenshaltungskosten in den Urlaubsgebieten höher sind.

Urlauber brauchen nur im Urlaub in teueren Supermärkten einkaufen, Einheimische jedoch das ganze Jahr.
Jedoch ist dort das Durchschnitteinkommen meistens höher als in einem normalen Ort in Deutschland.

Ich habe ehrlich kein Verständnis die Einheimischen auch noch über einen Skipass mitzufinanzieren. Schließlich trägt man meist mit einer Hotelübernachtung, die meistens auch wesentlich teurer ist als in einem normalen, genug Geld in die Region, womit die allermeisten Einheimischen in Skiregionen auch ihr Geld verdienen.
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Beitrag von trincerone »

Ich finde Einheimischentarife ein sehr gute Sache. Erstens fördern sie in sportlicher Hinsicht den Nachwuchs und zweitens seh ich da auch sowas wie einen regionalen Gebietsanspruch. M.E. "gehört" das Land / der Landstrich nunmal den Leuten, die da wohnen, warum sollen die also teuren Touristenpreise zahlen? Aus einem ähnlichen Grund finde ich auch die Regelungen günstige Skipässe für Angestellte anderer Liftunternehmen auszustellen sehr gut. Das wär ja noch schöner, wenn man sich auch noch gegenseitig abzockt.

Wenn ich mit Bands im Studio arbeite, dann mach ich Hannoveraner Nachwuchsbands, wenn sie was drauf haben, auch ganz andere Preise, als irgendwelchen Bands aus anderen Städten. Man muss ja ein bisschen zusammen halten und die eigenen Leute unterstützen. :D

Aber ganz abgesehen davon ist das ganz einfach Marktwirtschaft: wer gut wirtschaftet bekommt von jedem den Preis, der derjenige bereit ist zu zahlen. VW nimmt auch den Golf, klebt vier Ringe drauf und lässt sich den dann besser bezahlen. Warum auch nicht - es steht ja jedem frei sich zu entscheiden.
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Beitrag von 720° »

find das mit den Einheimischentarifen ziemlich unkorrekt. War mal mit einem Freund auf dem Kaunertaler Gletscher. Mein Freund kommt aus Oberbayern und kann seinen Dialekt anpassen und bekommt einen Einheimischentarif. Bei mir als gebürtiger Düsseldorfer hat das ncht geklappt... wie nett.

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Beitrag von 720° »

Dachstein hat geschrieben:Für einen Einheimischentarif musst aber normalerweise schon einen Ausweis vorlegen. Bei der Regiocard geht ohne Meldezette, Versicherungskarte oder Inskriptionsbestätigung gar nichts.

MFG Dachstein
dann hatten wir wohl einen unnormalen Tag erwischt
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

Ja, denke, dass da was schiefgelaufen ist. Beispielsweise habe ich Bekannte, die leben schon 20 Jahre in Tirol, kommen aber aus der Steiermark. Da gibt es immer wieder Probleme bei der Kassen, weil sie zwar in Tirol leben und wohnen, aber nicht tirolerisch sprechen. Der Ausweis hilft dann immer.

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Re: Meinung über Einheimischen Tarife

Beitrag von maartenv84 »

Olli hat geschrieben: Und außerdem muss man bedenken, dass dafür die Lebenshaltungskosten in den Urlaubsgebieten höher sind.

Urlauber brauchen nur im Urlaub in teueren Supermärkten einkaufen, Einheimische jedoch das ganze Jahr.
Der vergleich hinkt wohl. Was hat denn die Preisstrategie einen Bergbahnunternehmen mit die preisen in Supermärkten zu tun....Gar nichts :)
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Beitrag von thun »

Ein Einheimischer kauft oft Tageskarten. Das ist ja wesentlich teurer, als der Wochenskipass für den Hamburger.
Und diejenigen Einheimischen, die oft genug beim Skifahren sind kaufen eh einen Saisonpass, bei dem es oft die entsprechenden Ermäßigungen nicht gibt.

Ich find's ehrlich gesagt auch gut so. Wenn es solche Verbilligungen nicht gäbe müssten sich grade viele Familien überlegen, ob sie sich Skifahren leisten wollen. Somit fördern die Liftbetreiber eigentlich ihre künftige Klientel.
Ganz zu schweigen davon, dass viele Einheimische das ganze Jahr über die Auswirkungen des Tourismus zu tragen haben (z. B. der Inntaler, der an der Autobahn wohnt und sein Geld nicht im Tourismus verdient).
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Roberto
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Beitrag von Roberto »

thun hat geschrieben:Wenn es solche Verbilligungen nicht gäbe müssten sich grade viele Familien überlegen, ob sie sich Skifahren leisten wollen. Somit fördern die Liftbetreiber eigentlich ihre künftige Klientel.
Das Argument wäre auch anwendbar auf Familien, die zur Zeit NICHT in den Genuss des Eingeborenentarifs kommen.
So what.
thun hat geschrieben:Ganz zu schweigen davon, dass viele Einheimische das ganze Jahr über die Auswirkungen des Tourismus zu tragen haben.
Der Tourismus ist mangels sonstiger Industrie die EINZIGE Einnahmequelle, die die Einheimischen haben. Ich denke, die können mit den "Auswirkungen des Tourismus" (=Infrastruktur, Kanalisation, fließendes Wasser, Straßenbau, Ärzte, Geschäfte etc.) sehr gut leben.
So what.
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Beitrag von Baldwin »

Die Einheimischen, mit denen ich mich bis jetzt unterhalten habe, sind im Gegensatz zu Touristen keine Toujours-Fahrer. Die meisten fahren nur am Morgen und machen gegen 12-13 Uhr Schluss, wenn der Schnee schlechter wird.

Von dem her denke ich schon, dass ein Rabatt für Einheimische zu gerechtfertigen ist; wobei die 2-3 €uro Unterschied zu verkraften sind :wink:


Und den dummen Touris aus Deutschland kann man ja ruhig das Geld aus der Tasche ziehen - die schmeissens eh im hohen Bogen raus :twisted:
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molotov
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Beitrag von molotov »

Baldwin hat geschrieben: Und den dummen Touris aus Deutschland kann man ja ruhig das Geld aus der Tasche ziehen - die schmeissens eh im hohen Bogen raus :twisted:
warst bisher nur mit deinen eltern unterwegs oder?
wart mal bis dir deinen skiurlaub selbst finanzieren musst, dann denkst vielleicht auch adnerst!
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Hägar
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Beitrag von Hägar »

xx
Zuletzt geändert von Hägar am 19.08.2007 - 22:37, insgesamt 2-mal geändert.
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Baldwin
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Beitrag von Baldwin »

molotov hat geschrieben:
warst bisher nur mit deinen eltern unterwegs oder?
wart mal bis dir deinen skiurlaub selbst finanzieren musst, dann denkst vielleicht auch adnerst!
Ja, bis jetzt war ich nur mit meinen Eltern Ski fahren. Ja und?

Mir ist bewusst, das Skifahren nun mal ein ziemliches kostspieliges Hobby ist, vor allem im Vergleich mit anderen Freizeitbeschäftigungen.
Und klar, es zwingt einen ja niemanden dazu, Ski zu fahren und diese Preise zu zahlen.
Was ich aber eigentlich mit dieser Aussage sagen wollte, ist, dass bei denen Preisen, die das Skifahren einem abverlang, diese marginalen 3-4 Euro nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

Aber muss man eigentlich immer jedes Wort oder in diesem Fall jeden Smiley auf die Goldwaage legen? Nun gut, hätte ich statt :twisted: "^^" verwendet, dann wäre wohl möglicherweise ersichtlich geworden, dass ich diese Aussage nicht 100% so sehe wie ich es hingeschrieben habe, sondern eher leicht ironisch.


P.S. Mit den "dummen deutschen Touris" habe ich mich selbst übrigens nicht ausgeschlossen. ;)
Zuletzt geändert von Baldwin am 02.03.2007 - 20:30, insgesamt 1-mal geändert.
max
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Beitrag von max »

diese ganze kritik an einheimischentarifen würde jetzt der typische durchschnittsösterreicher als musterbeispiel für die arroganz "der deutschen" (bewusste pauschalierung) hinnehmen, die meinen, dass sie, nur weil sie das geld den ösis quasi nachschmeißen, die kings sind :twisted: . "weil immerhin hab ich als deutscher ja auch noch die anfahrt von 1000 km und drum sogar noch mehr rechte als die einheimischen... die sollen froh sein dass wir überhaupt kommen! ohne tourismus wär ja österreich sowieso noch in der steinzeit... die ganze infrastruktur verdanken die österreicher sowieso deutschland..." typische stammtischgespräche in der sommersaison, wenn mal nix zu tun ist :lol:

jetzt was von mir ohne ironie: ich glaube, es dürfe keinem so schwer fallen, einheimischen den ein oder anderen vorteil mal ohne neid zu gönnen... ich hab auch kein problem, wenn italiener an den überfüllten obere-adria-stränden billigere sonnenschirme als österreicher bekommen. sollte auch so ein, denn: es gibt auch einen teil der einheimischen bevölkerung, der definitiv unter dem tourismus leidet.
und: gerade solche negative ansichten z.b. über einheimischentarife - und die kommen nun mal zwangsläufig hauptsächlich von deutschen, die in österreich nun mal über 50% der nächtigungen ausmachen - fördern die zwiespältige meinung vieler österreicher über ebendiese kunden: einerseits wichitg, weil in der Überzahl, auch durchaus gute und "pflegeleichte" (:wink:) kunden, andererseits ist die meinung über den "arroganten deutschen" schon auch irgendwie verständlich...

wer das jetzt falsch versteht soll sich einfach noch mal die piefke-sage (am besten 1 bis 4 *gg*) anschaun - in der ja nicht nur die deutschen, sondern auch die österreicher vera***** werden.

ich weiß, das war jetzt doch tlw. OT, aber vielleicht ein betrag der doch ein bisschen zum nachdenken anregt.
urlaub ist an sich wirtschaftlich gesehen ein blödsinn: man schmeißt viel geld, für das wohl die meisten hart arbeiten müssen, für eine oder zwei wochen im jahr raus. und doch macht es verständlicherweise jeder gern, denn es ist nun mal die schönste zeit im jahr. dann über ungerechte behandlung wegen einheimischentarife zu meckern find ich eigentlich sinnlos. und ich kann mir auch schwer vorstellen, dass es in keinem strandbad deutschlands einheimischentarife gibt.
und nochmals, dass es wirklich klar ist: ich will hier keinen angreifen oder so, jeder sollte seine meinung sagen, drum ist das ja auch eine diskussion... ich hab meine ansicht eben etwas direkt formuliert :wink:
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Beitrag von trincerone »

wer das jetzt falsch versteht soll sich einfach noch mal die piefke-sage (am besten 1 bis 4 *gg*) anschaun - in der ja nicht nur die deutschen, sondern auch die österreicher vera***** werden.
Das kann ich allerdings auch nur empfehlen, v.a. Teil 1 ist jawohl so unglaublich treffend. Allein diese verbreitete Ansicht, man könne, wenn man geschickt genug ist, heimlich Vesperbrote vom Buffet stehlen und was da für ein Sport draus geworden ist. Zum Totlachen, wenn man es mal ehrlich betrachtet.

Ich kann bestimmte Ressentiments, die Einheimische gegenüber Gästen aus Deutschland haben, in vielen Punkten sehr gut verstehen - auch wenn ich diesen Zustand bedaure.
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Beitrag von Roberto »

Ich nicht.
Ressentiments sind ein Zeichen von Intoleranz, Selbstgefälligkeit, Pauschalisierung und Unaufgeklärtheit.
Und wer Ressentiments auch noch bewusst hegt und pflegt, ist ein Chauvinist.

Und jetzt zurück zum Thema Einheimischentarif.
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Beitrag von trincerone »

Nö, nimm doch ma n Extrembeispiel da wirds deutlich: Ressentiments gegen NeoNazis (habe ich z.B. ziemlich große!). Zeichen von Intoleranz und Unaufgeklärtheit? Will ich mal sehen, wer das ernsthaft vertritt!

Das Ressentiments das was du gesagt hast sein können bestreite ich ja nicht. Aber sie können auch auf negativen Erfahrungen beruhen, und das scheint mir hier doch wohl naheliegender zu sein.
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Beitrag von Roberto »

1. Bei Neonazis pflege ich keine Ressentiments, sondern totale Ablehnung. Ist etwas unglücklich gewählt, dein Extrembeispiel, denn die Gruppe der Neonazis ist per Definition ablehnungswert.

2. Negative Erfahrungen sind Einzelerfahrungen. Daraus Ressentiments gegen eine ganze Gruppe abzuleiten bedeutet Pauschalisierung und resultiert aus Unaufgeklärtheit.
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Beitrag von trincerone »

zu 1.: Gut, ist dann aber eine semiotische Frage, da in unserem Fall die Signifikaten des Signifikanten "Ressentiment" inkongruent sind (deiner ist der ursprünglichen Wortbedeutung näher, meiner der umgangssprachlich verbreiteten). Insofern nicht weiter zu erörtern.

zu 2.: Relevant ist nicht die Einzelerfahrung, sondern die Summe der Einzelerfahrungen. Eine solche ist Grundlage statistischer Erhebungen und gerade auch in Form der Verallgemeinerung, des intelligenten Denkens (Schließen aus Erfahrung auf neue Sachverhalte: z.B. Menschen in der U-Bahn mögen Drängeln nicht -> an der Supermarktkasse würd es wohl ähnlich sein - dazu muss ich es aber nicht dort auch ausprobieren oder jeden einzlenen fragen). Die Gefahr von Verallgemeinerungen liegt in falsch interpretierten Erfahrungen, nicht ausreichenden Erfahrungen und unzulässigen Schlüssen. Deshalb wär sowas wie "alle Polen klauen gern" Schwachsinn, weil in Prämisse und Schluss unzulässig. Jemandem der hingegen fünf Jahre lang in einem 5-Sterne Hotel in St. Anton gearbeitet hat, traue ich durchaus zu, sich eine eigene Meinung über allgemein übliche Verhaltensweisen der deutschen Oberklasse zu bilden.

Ich will das aber hier jetzt nicht vertiefen, auch wenn das an für sich eine sehr interessante Diskussion ist. Veralllgemeinerungen werden oft als etwas Negatives betrachtet, dabei ist es erst ihr Missbrauch, der gefährlich ist.

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