Quelle: TTMilder Winter lässt Ski-Jobs wegschmelzen
Während der milde Winter 70 Atomic-Jobs gekostet hat, stellte Head gestern auf Kurzzeitarbeit um. Bei Kneissl soll der Personalstand stabil bleiben.
Experten gehen davon aus, dass der heuer schneearme Winter den Weltmarkt für Alpinski um 15% auf 3,8 Mio. Paar und jenen bei Langlaufski sogar um 30?% auf etwa 1,3 Mio. Paar schrumpfen ließ.
Die heimische Skiindustrie kann die damit verbundenen Umsatzeinbrüche offensichtlich nicht ohne personelle Konsequenzen verkraften. Nachdem Atomic bereits 30 Angestellte in der Produktion in Altenmarkt gekündigt sowie die Verträge für rund 40 Leiharbeiter aufgelöst hat, setzt Head auf Kurzarbeit. "Diese und nächste Woche steht die Produktion still", hieß es gestern in der Head-Skifabrik im Voralberger Kennelbach. Die davon betroffenen rund 170 Mitarbeiter beziehen für die Zeit der Kurzarbeit Arbeitslosengeld und haben laut AMS-Vorarlberg Weiterbeschäftigungsgarantien. Ende April sollen die Produktionsstraßen in Kennelbach dann nochmals für zwei Wochen stillstehen.
Während Fischer bereits im Herbst Stellen gestrichen habe und aktuell auf natürlichen Abgang setze, wie Geschäftsführer Gregor Dietachmayr betont, denkt der Tiroler Skiproduzent Kneissl nicht an Jobbabbau.
"Kneissl ist mit 30 Mitarbeitern schlank genug, wir brauchen keine Abmagerungskur", meinte Kneissl-Chef Andreas Gebauer gestern. Da man bei der Skiherstellung auch auf Lohnfertigung baue, "führen Produktionsschwankungen nicht zu Personalabbau", kündigte Gebauer an, nächsten Winter jedenfalls mehr Ski zu verkaufen als diesen.
Milder Winter lässt Ski-Jobs wegschmelzen
- snowflat
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Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Atomic: Starke Umsatzeinbrüche im ersten Quartal
Umsatzrückgang um 47 Prozent. Ursache der extrem milde Winter. Jeder zehnte Arbeitsplatz wurde abgebaut. Schineis: „Langlaufgeschäft ist in Österreich insgesamt um 50 Prozent zurückgegangen“. Atomic will mit neuen Produkten Nomad-Ski und Hawx-Skischuh punkten.
ALTENMARKT (SN, APA). Einen dramatischen Umsatzrückgang musste der Altenmarkter Skierzeuger Atomic im ersten Quartal dieses Jahres hinnehmen. Der Umsatz ging von 23,7 Mio. Euro um 47 Prozent auf 12,5 Mio. Euro im ersten Vierteljahr zurück. Den Grund sieht Atomic ganz alleine im extremen Schneemangel in diesem Winter. Andere Skihersteller muss es noch ärger getroffen haben, denn Atomic konnte den Marktanteil halten oder sogar erhöhen. „Das Langlaufgeschäft ist in Österreich insgesamt um 50 Prozent zurückgegangen, in Deutschland um 60 bis 70 Prozent“, sagte Atomic-Geschäftsführer Michael Schineis zur APA. Er gehe aber davon aus, dass dieser extreme Winter ein klimatischer Ausreißer war und der kommende wieder normal verlaufen werde. Das Betriebsergebnis lag mit einem Minus von 13,3 Mio. Euro ebenfalls deutlich unter Vorjahresniveau (-9,4 Mio.).
80 Arbeitsplätze wurden im ersten Quartal abgebaut
Atomic hat bereits während des ersten Quartals reagiert und insgesamt etwa 80 Arbeitsplätze abgebaut, was ungefähr zehn Prozent des Personals bedeutet. Zudem habe man in den Semester- und den Osterferien jeweils die Produktion eingestellt. Bei 50 der abgebauten Jobs handelte es sich um Leiharbeiter. Die Händler hätten zwar im Vorjahr im Herbst bestellt, danach seien aber die Nachbestellungen ausgeblieben, weshalb die Produktion sofort gedrosselt wurde. „Die Ware aus der Saison 2006/07 ist draußen, wir haben nichts mehr auf Lager und können jetzt für den kommenden Winter produzieren“, so Schineis.
Atomic will mit neuen Produkten Nomad-Ski und Hawx-Skischuh punkten
„Wir haben für die Saison 2007/08 zwei neue Produktkonzepte eingeführt - Nomad-Ski und den Hawx-Skischuh, der den European Ski Award auf der ISPO gewonnen hat. Beide Konzepte werden vom Handel bereits sehr gut angenommen“, zeigte er sich zuversichtlich. Nach ersten Schätzungen seien heuer bisher die Voraufträge um 15 bis 20 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt zeige sich, dass in Zukunft die Kapazitäten und Strukturen noch mehr an wetterbedingte Schwankungen angepasst werden müssten, sagte der Atomic-Chef.
© SN/SW
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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