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----------------------------------------------------------------------------------Alpenjodler, Dirndlkleid und Tiroler Grцstl
Цsterreichischer Unternehmer stellt Moskauer Skifans den „Berg“ vor das Haus
MDZ 17-06-2003
Alexander Grasmuck
Skivergnьgen gespickt mit Volksmusik, Mдdchen im Dirndlkleid und deftigen Speisen: All das soll ab Dezember in einem „Tirol-Dorf“ bei Moskau Wirklichkeit werden.
Tausende von russischen Touristen schwingen jedes Jahr ьber die цsterreichischen Skipisten. Mit gekonntem „Einkehrschwung“ stьrmen sie bei gefrierenden AuЯentemperaturen die idyllischen Alpenhьtten und erwдrmen sich bei hochprozentigem Glьhwein und Jagatee. Selbst Prдsident Wladimir Putin konnte es sich nicht verkneifen, bei seinem Staatsbesuch vor zwei Jahren die „Bretter, die (fьr Цsterreicher) die Welt bedeuten“, anzuschnallen und sich vom Arlberg ins Tal zu stemmen.
Grьnde genug also, den Moskauern ein eigenes „Tirol-Dorf“ mit allem, was dazugehцrt – Berg, Lift und Gastronomie – , vor die Haustьr zu setzen, bietet doch gerade das im Westen Цsterreichs gelegene Bundesland eine bunte Palette an Wintersport-Aktivitдten. Spiritus Rector dieses Projektes war niemand geringerer als Bьrgermeister Jurij Luschkow hцchstpersцnlich. Er feierte vor einigen Jahren seinen Geburtstag in Цsterreich und ьberzeugte sich von der Qualitдt der alpinen Schneehдnge sowie ihrer „Aprиs-Ski“-Stдtten.
Mit der Durchfьhrung des Projektes beauftragt ist der 60-jдhrige Innsbrucker Unternehmer Thorolf Dold, der ebenso Vorsitzender der „Цsterreichisch-Russischen Gesellschaft“ in seinem Heimatland ist. Gerade diese Funktion und seine Leidenschaft fьr die Weiten zwischen Pskow und Kamtschatka – eine Leidenschaft, die aus Dolds jungen Jahren herrьhrt, war doch sein erstes Kindermдdchen eine Russin – habe ihn letztendlich veranlasst, den alpenlдndischen Wintertourismus nach Russland zu exportieren. Mitte Mai dieses Jahres habe er – nach langem und zдhem politischen Hickhack – in einer entscheidenden Verhandlungsrunde mit russischen Politikern die offizielle Genehmigung fьr die drei Millionen Euro teure Errichtung seines „Tirol-Dorfes“ bekommen. Ab erstem Dezember sollen sich nun die Moskauer Schneehungrigen vom „Fuchshьgel“ in Balaschicha, etwa 25 Kilometer sьdцstlich der Metropole gelegen, in die Tiefe stьrzen. Dold fand dort eine rund 200 Hektar groЯe Parklandschaft mit kleinen Flьssen, Seen und einem 40 Meter hohen Hьgel, der auf 60 Meter aufgeschьttet wurde. Auf dessen „Gipfel“ werden die russischen Wintersportler von zwei Dreier-Sesselliften gehievt. Zwei Pisten, die eine fьr Anfдnger (250 Meter lang), die andere fьr Fortgeschrittene (370 Meter lang) fьhren die Schneeartisten direkt ins Tal und somit ins „Tirol-Dorf“, das aus fьnf Gebдuden besteht, wo die Sportskanonen bei Volksmusik, attraktiver weiblicher Bedienung mit tiefem Dekolletй und Tiroler „Grцstl“ – eine kulinarische Spezialitдt aus dem Alpenland – wieder frische Energie tanken kцnnen. Auch auf die Sicherheit dieses halb kьnstlichen Gelдndes wurde Wert gelegt. Dold: „Mitglieder des Tiroler Skilehrerverbandes wurden extra nach Moskau eingeflogen, damit diese sich von der Qualitдt der Anlage ьberzeugen konnten. Aus ihrer Expertise ging hervor, dass dieses Projekt den im Westen ьblichen Sicherheitsstandards vollkommen entspricht.“
Mich persönlich freuts sehr, da unsere Ferienwohnung nur 12 km davon entfernt ist. Falls möglich versuch ich Bilder zu machen.
Dieses Projekt zeigt in meinen Augen den derzeitigen Boom in Russland.
Rheini.......im September in Moskau unterwegs[/img]