Einsturz einer Stützmauer in Obertauern

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ThomasZ
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Einsturz einer Stützmauer in Obertauern

Beitrag von ThomasZ »

OBERTAUERN 09.04.2007
Sechs Verletzte durch einstürzende Mauer
Sechs Mitarbeiter eines Hotels in Obertauern (Pongau/Lungau) sind am Ostermontag verletzt worden - einer davon schwer, als bei einem Hangrutsch der Personaltrakt der Anlage eingedrückt wurde.



Stützmauer hielt Bergdruck nicht stand
Das Unglück ereignete sich gegen 5.00 Uhr früh beim Hotel Tauernkönig. Ein Verletzter konnte erst nach etwa einer Stunde aus den Trümmern befreit werden, berichtet die APA.

Eine vor vier Jahren zur Hangbefestigung errichtete Stützmauer aus Beton hatte dem Bergdruck nicht mehr Stand gehalten. Nach der Entdeckung von Baumängeln im Vorjahr ist deswegen bereits ein Gerichtsverfahren anhängig. Der Hotelbesitzer soll den zuständigen Baumeister geklagt haben.

Trümmer auf Schlafende
Die Betonwand stürzte Montagfrüh gegen die Außenmauer der Personalunterkunft des Hotels und drückte die Wände von vier Zimmern ein. Das Mauerwerk fiel auf schlafende Angestellte.

Über die Herkunft der Verletzten, die in ein Krankenhaus gebracht wurden, gab es zunächst keine Angaben.


Zehn Meter hohe Betonmauer
Insgesamt wurden sechs Menschen bei dem Zusammenbruch verletzt, wobei eine Person erst nach rund einer Stunde aus den Trümmern befreit werden konnte.

Nach ärztlicher Versorgung an Ort und Stelle wurden die Betroffenen ins Krankenhaus Tamsweg eingeliefert.

Sachverständiger ermittelt
Laut Auskunft des behandelnden Notarztes in Obertauern dürften die Verletzungen bei fünf Personen leicht und bei einer schwer sein.

Der Personaltrakt wurde bis zur Begutachtung durch einen Bau-Sachverständigen gesperrt.


Zuerst von Lawine die Rede
Ursprünglich wurde der Alarm ausgelöst, da angeblich eine Schneelawine bei einem Hotel in Obertauern nieder gegangen und mehrere Personen verschüttet haben soll.

Beim Eintreffen der Erhebungsbeamten befanden sich die Freiwillige Feuerwehr Obertauern mit 30 Mann, vier Notärzte und 20 Rotkreuz-Helfer an Ort und Stelle.

Quelle: salzburg.ORF.at

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Enigma
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Beitrag von Enigma »

Scheint ja noch mal so gerade glimpflich abgegangen zu sein.

Weiß jemand, welches Hotel betroffen ist?
Winterurlaub 2007/08:
NIX GEPLANT :(
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Enigma hat geschrieben:Weiß jemand, welches Hotel betroffen ist?
Hotel Tauernkönig

Stützmauer stürzt in Hotel 6 Verletzte in Obertauern

Gegen 5 Uhr Morgens des Ostermontages stürzte eine Stützmauer welche einen Hang zum ca. 100 Betten Hotel Tauernkönig stützen sollte ein. Die Mauer brach über eine Länge von ca. 20 Meter ein und stürzte gegen den Wohntrakt der Mitarbeiter des Hotels. Dabei wurde der Zweite Stock des Hauses teilweise komplett eingedrückt und die gerade schlafenden Mitarbeiter überrascht. In drei Zimmern wurden die Mitarbeiter teilweise Verschüttet und mussten erst Geborgen werden. Insgesamt wurden 6 Mitarbeiter unbestimmten Grades Verletzt und wurden durch das Rotekreuz, welches mit 6 Fahrzeugen und 3 Notärzten im Einsatz versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Die Freiwillige Feuerwehr Obertauern war mit 4 Fahrzeugen und 30 Mann im Einsatz und barg die eingeschlossenen und sicherte die Unglücksstelle ab. Der Besitzer des Hotels selbst Feuerwehrmann sprach von einem Osterwunder das bei diesem Unfall nichts schlimmeres passiert ist. Die weiteren Mitarbeiter wurden Psychologisch. Gäste des Hauses waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Der Wohntrakt der Mitarbeiter wurde durch die Polizei wegen Einsturzgefahr gesperrt, die Genaue Schadensursache und Schadenshöhe wird nun durch einen Sachverständigen ermittelt.
Quelle: aktivnews.de
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

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Quelle: SN


Text von der SN:
Zehn Meter hohe Mauer stürzte auf Hotel
9. April 2007 | 12:42 |
Eine Stützmauer ist in der Nacht auf Montag im Skiort Obertauern gegen den Angestelltentrakt eines Hotelgebäudes gestürzt und hat mehrere Zimmer verschüttet. Sechs Mitarbeiter wurden verletzt, einer davon schwer.

ST. JOHANN (SN, APA). Ein Personalgebäude eines Hotels in Obertauern ist Montag Früh gegen 5.00 Uhr von einer zehn Meter hohen Stützmauer eingedrückt worden. Dabei wurden sechs Angestellte verletzt.

Zur Hangsicherung wurde 2003 nordseitig in einer Entfernung von fünf Metern des Hotels eine etwa zehn Meter hohe Vollbetonstützmauer errichtet. Gegen 5.00 Uhr hielt diese dem Bergdruck nicht mehr stand und fiel gegen die Außenmauer, wo sich die Mitarbeiterunterkunft befindet.

Durch die Wucht des Aufpralles wurde die Außenmauer von vier Personalzimmern nach innen gedrückt und das Mauerwerk fiel auf die schlafenden Angestellten.

Insgesamt wurden sechs Menschen verletzt, wobei eine Person erst nach rund einer Stunde aus den Trümmern befreit werden konnte. Nach ärztlicher Versorgung an Ort und Stelle wurden die Betroffenen ins Krankenhaus Tamsweg eingeliefert. Laut Auskunft des behandelnden Notarztes dürften die Verletzungen bei fünf Personen leicht und bei einer schwer sein. Der Personaltrakt wurde bis zur Begutachtung eines Bausachverständigen gesperrt.

Ursprünglich wurde gegen 5.00 Uhr in Obertauern Alarm ausgelöst, da angeblich eine Schneelawine bei einem Hotel in Obertauern nieder gegangen und mehrere Personen verschüttet haben soll. Beim Eintreffen der Erhebungsbeamten befanden sich bereits die Freiwillige Feuerwehr Obertauern mit 30 Mann, vier Notärzte und 20 Rot-Kreuz-Helfer an Ort und Stelle.

Kurz vor sieben Uhr waren die Bergungsarbeiten am Gebäude abgeschlossen.
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Jens
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Beitrag von Jens »

"Personalhaus war Schwarzbau"

Das Personalhaus des Hotels in Obertauern, auf das eine Mauer gestürzt ist, war ein Schwarzbau und sollte abgerissen werden. Der Pongauer Bezirkshauptmann Guntram Maier bestätigt einen Bericht der "Salzburger Nachrichten".

SN-Bericht: Aktiver Abrissbescheid der BH
Sowohl bei der eingestürzten Stahlbetonmauer als auch bei dem zerstörten Personaltrakt soll es sich laut SN um einen Schwarzbau handeln.

Bezirkshauptmann Maier bestätigte gegenüber der APA, dass es für den Personaltrakt einen aufrechten Abrissbescheid gibt.

Maier: Beseitigungsauftrag seit 2004
Für das Personalhaus besteht seit Jänner 2004 ein rechtskräftiger Beseitigungsauftrag, sagte Maier. Vor Ablauf der Frist sei ein Antrag auf Baubewilligung eingelangt.

"Das Objekt ist aber nicht bewilligungsfähig, weil die zulässige Bebauungsdichte überschritten wurde", betonte Maier gegenüber der APA.

Seit 2004 nichts weitergangen
Die Gemeinde Untertauern habe eine Abänderung des Bebauungsplan eingeleitet: "Das war Mitte 2004. Bisher ist aber nichts weitergegangen", so Maier. Die Mauer sei den Behörden wegen eines Ansuchens für eine Gasanlage aufgefallen.

"Um eine Bewilligung für eine Mauer ist bei uns nie angesucht worden." Er halte es aber für nicht ausgeschlossen, dass die Stützmauer nicht Teil der gewerblichen Betriebsanlage sei und sie "von der Gemeinde Untertauern bewilligt wurde".

Kompetenz-Wirrwarr
Der Bürgermeister von Untertauern, Johann Habersatter (ÖVP), betonte am Dienstagabend, dass nicht die Gemeinde für die Bewilligung der Mauer zuständig sei, sondern die Bezirkshauptmannschaft.

Hotelier Bernhard Lürzer meinte gegenüber der APA, ein Teil des Personaltrakts sei sehr wohl bewilligt worden.

Benutzung der Tiefgarage untersagt
Auch bei der Tiefgarage sei von der Baubewilligung abgewichen worden. "Die Benützung wurde auf Grund einer Verfügung vom 13. Februar 2006 untersagt", so Maier. Die Benützung der Garage sei daher unzulässig.

Laut Lürzer seien jedoch die Auflagen für die Garage, die im September des Vorjahres erteilt worden seien, "bereits erfüllt. Wir haben eine neue Lüftungsanlage und eine Brandmeldeanlage eingebaut."
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Beitrag von bkk »

by the way, ist zwar jetzt doof, über den Hotelier jetzt auch noch herzuziehen - aber ich habe da Anfang Dez. eine Pizza gegessen, die schlechter war wie eine Tiefkühlpizza. Und der Ober wollte mir weismachen, die wäre frisch aus dem Pizzaofen :twisted: Und der "frische" Salat war so stark gekühlt, dass die Blätter regelrecht gefroren waren (das ist nicht übertrieben!) :roll:
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Unglücksmauer war ein Schwarzbau
10. April 2007 | 16:31 |

Die umgestürzte Mauer in Obertauern war illegal errichtet. Gegen Hotelier Lürzer ermittelt nun die Polizei wegen Körperverletzung und Gemeingefährdung.

UNTERTAUERN (SN). Der Fall um die eingestürzte Stützmauer beim Hotel Alpenkönig in Obertauern spitzt sich zu: Sowohl die Stahlbetonmauer als auch der zerstörte Personaltrakt waren Schwarzbauten. Das teilt der Pongauer Bezirkshauptmann Guntram Maier im Gespräch mit den SN mit. Wie berichtet, war der sieben Meter hohe Bau am Montag früh ohne Vorwarnung auf den Personaltrakt des Hotels gestürzt. Angestellte wurden in ihren Betten unter Betonbrocken verschüttet. Vier Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht, durch Glück gab es keine Todesopfer.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung
Gegen Bauherrn Bernhard Lürzer ermitteln nun Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Vorwürfe der fahrlässigen Körperverletzung in mehreren Fällen und der Gemeingefährdung stünden im Raum, heißt es bei der Polizei Obertauern. Das berichten die Salzburger Nachrichten exklusiv in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Konkret hatte die Bezirkshauptmannschaft bereits am 20. November 2003 die nicht genehmigte Bautätigkeit auf dem Gelände Bernhard Lürzers festgestellt. Einen Tag später ordnete Bezirkshauptmann Maier nach eigener Aussage „die Einstellung des Baus“ an. Zwei Monate später folgte der Abrissbescheid für den Personaltrakt.

BH Maier: „Bauherr trägt die volle Verantwortung“

Lürzer habe sich dagegen mit einem Ansuchen für eine nachträgliche Baubewilligung gewehrt, „um uns lahmzulegen“, wie Maier meint. Schnell sei klar geworden, dass es für die Anlagen nie eine Baubewilligung geben werde – der Bebauungsplan der Gemeinde sei dem entgegen gestanden. „So hat Lürzer versucht, den Bebauungsplan ändern zu lassen. Doch es blieb beim Versuch“, sagt der Bezirkshauptmann. Auch die Tiefgarage unter dem Hoteltrakt dürfe nicht benutzt werden. Denn sie verfüge über eine zu schlechte Lüftung und sei so nie bewilligt worden. Nun müsse der Bauherr „die volle Verantwortung übernehmen.“ (Bild: SN/APA/AKTIVNEWS)

Wie sich Bauherr Bernhard Lürzer verteidigt und was der ausführende Bauunternehmer zur Causa sagt lesen Sie am Mittwoch im Lokalteil der Salzburger Nachrichten.

© SN/SW
Quelle: SN
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Beitrag von snowflat »

STÜTZMAUER-EINSTURZ: Demnächst gerichtliches Nachspiel

Der Einsturz einer Stützmauer beim Hotel Tauernkönig in Obertauern (Pongau) im April 2007 mit vier zum Teil Schwerverletzten hat am 17. Dezember in Salzburg ein gerichtliches Nachspiel.

Polier und Bauleiter müssen sich verantworten
Der 44-jährige Baupolier und der 58-jährige Bauleiter einer Lungauer Baufirma werden der fahrlässigen Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen und des Vergehens der Gefährdung der körperlichen Sicherheit beschuldigt.

Das Strafverfahren gegen den Hotelbesitzer Bernhard Lürzer wurde hingegen eingestellt, teilte am Dienstag die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Barbara Feichtinger, der APA auf Anfrage mit:

"Ihm kann kein Vorwurf wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht gemacht werden. Er ist nur ein Laie und musste der Baufirma vertrauen", sagte Feichtinger.

Zwei Personen schwer, zwei leicht verletzt
Zur Hangsicherung wurde im Jahr 2003 nordseitig in einer Entfernung von fünf Metern des Hotels eine etwa sieben Meter hohe und 40 Zentimeter dicke Vollbetonstützmauer errichtet.

Am 9. April, gegen 5.00 Uhr hielt die Mauer dem Bergdruck nicht mehr stand. Sie fiel gegen die Außenmauer des Gebäudes, wo sich die Mitarbeiterunterkunft befand.

Durch die Wucht des Aufpralles wurde die Außenmauer von vier Personalzimmern nach innen gedrückt. Das Mauerwerk fiel auf die schlafenden Angestellten: "Zwei Personen wurden schwer, zwei weitere leicht verletzt", erläuterte die Staatsanwältin. Eine weitere Person, die sich im Personalzimmer 17 aufgehalten habe, sei in ihrer Gesundheit gefährdet worden.

Baumeister macht Statiker verantwortlich
Kurz nach Errichtung der Stützmauer seien bereits Risse aufgetreten, schilderte der Hotelbesitzer einen Tag nach dem Unfall. "Die Mauer hätte nach den Vorgaben des Statikers nicht Umfallen können."

Der zuständige Baumeister hatte gemeint, ein Gutachten habe bestätigt, dass der Stahlanteil im Beton zu gering war. Er habe die "falsche Vorgaben vom Statiker" nur ausgeführt. Nun muss ein Einzelrichter des Landesgerichts Salzburg über die Schuldfrage entscheiden.
Quelle: ORF
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Beitrag von snowflat »

Nach Mauereinsturz in Obertauern: Baupolier aus dem Lungau verurteitl

Der Einsturz einer Stützmauer bei einem Hotel in Obertauern (Pongau) am 9. April dieses Jahres mit vier zum Teil Schwerverletzten hatte am Montagnachmittag in Salzburg ein gerichtliches Nachspiel.

Salzburg (APA). Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war die Mauer weitaus zu schwach ausgeführt worden und konnte deshalb dem Bergdruck nicht mehr standhalten. Schuld daran sollen der Bauleiter und der Polier einer Lungauer Baufirma haben. Der 44-jährige Baupolier wurde von Einzelrichter Manfred Seiss zu einer bedingten Freiheitsstrafe in der Höhe von fünf Monaten im Sinne des Strafantrages verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der 58-jährige Bauleiter wurde freigesprochen.

Die Mauer war im Jahr 2003 rund fünf Meter vom Hotel entfernt zur Hangsicherung errichtet worden. Heuer am Ostermontag gegen 5.00 Uhr stürzte die Mauer gegen die Außenwand der Personalunterkunft, die dabei nach innen gedrückt wurde. Teile des Mauerwerks fielen auf die schlafenden Mitarbeiter.

Kurz nach Errichtung der Stützmauer seien bereits Risse aufgetreten, schilderte der Hotelbesitzer einen Tag nach dem Unfall. „Die Mauer hätte nach den Vorgaben des Statikers nicht Umfallen können.“ Ein Gutachter soll bestätigt haben, dass der Stahlanteil im Beton zu gering gewesen sei. Das Strafverfahren gegen den Besitzer wurde mittlerweile eingestellt. Ihm könne kein Vorwurf wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht gemacht werden, hieß es.

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