Österreich: Tourismus steuert auf Rekordwinter zu

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snowflat
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Österreich: Tourismus steuert auf Rekordwinter zu

Beitrag von snowflat »

Trotz Schneemangels : Tourismus steuert auf Rekordwinter zu

Trotz des Schneemangels steuert der Tourismus auf eine neue Rekordwintersaison 2006/07 zu. Da auch der März und das Ostergeschäft gut liefen, steigt die Zahl der Nächtigungen um etwa 0,7 Prozent und der Umsatz um etwa zwei Prozent. Das sagt Hans Schenner, Tourismusspartenobmann in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Profitiert haben vor allem Skigebiete in höheren Lagen, der Thermen- und der Städtetourismus.

Die Gewinner der Saison
Die absoluten Gewinner der Saison seien die höher gelegenen Skigebiete mit einem Umsatzplus von etwa sechs Prozent und die burgenländischen Thermen mit einem Umsatzplus von zwölf Prozent, sagt Schenner. Auch der Städtetourismus habe auf Grund von "klaren Angeboten" gepunktet.

Nur sechs Betriebe gefährdet
Niedrig gelegene Skigebiete hätten hingegen Umsatzeinbußen von fünf bis sechs Prozent hinnehmen müssen. Wirklich existenzgefährdend sei der schneearme, warme Winter aber nur für sechs der insgesamt 90.000 österreichischen Tourismusbetriebe gewesen, die Hilfe im Zuge des von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) geschnürten Förderpakets in Anspruch nehmen würden, so Schenner.

Viele Frühbucher
Den Grund für die trotz des warmen Wetters erfolgreiche Wintersaison sieht Schenner darin, dass es viele Frühbucher gegeben habe und der Wintertourismus ein "klares nachvollziehbares Produkt" sei, das etwa Skifahrer und Snowboarder gezielt anspreche.

Für die kommende Wintersaison sei aber ein früher Schneefall - nicht nur in den Skigebieten, sondern auch in den Herkunftsmärkten, etwa in Deutschland, außerordentlich wichtig: Wenn es im November in Berlin oder Hamburg nicht schneie, würden die Gäste mit Buchungen abwarten, meint Schenner.

Optimismus für Sommertourismus
Für den Sommertourmus gibt sich Schenner optimistisch: Wandern komme- auch vor dem Hintergrund der Klimadiskussion - wieder in den Trend, und hier könne Österreich punkten.


Übergangsfristen bei Arbeitsmarktöffnung
Zum touristischen Arbeitsmarkt sagt Schenner, dass Saisonniers aus Drittstaaten für den Tourismus auch im Falle einer früheren Lockerung der Übergangsfristen notwendig seien.


Kritik an "Abgangsgemeinden"
Kritik übt Schenner an so genannten Abgangsgemeinden, "die mit ihrem Budget nicht zurechtkommen" und Investitionen in die örtliche Infrastruktur - etwa die Straßenbeleuchtung und in Kinderspielplätze - dem Tourismus anzulasten versuchten. Das sei etwa in Obertraun oder Hallstadt der Fall, berichtete Schenner.

VwGH-Entscheidung verblüfft WKÖ
Für Überraschung in der Tourismuswirtschaft sorgt indes eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes (VwGH), der auf eine Klage eines Tiroler Hoteliers hin kürzlich das Ende 2000 beschlossene Saisonverlängerungsmodell, das die Einbringung von Urlaub und Überstunden in die Arbeitszeit zur Saisonverlängerung vorsieht, gekippt hat.

Auf das Modell hatten sich die Sozialpartner auf Initiative von Bartenstein geeinigt, der der Tourismuswirtschaft wiederholt vorwarf, um 150 Mio. Euro mehr aus der Arbeitslosenversicherung herauszunehmen als dort einzuzahlen. Das Saisonverlängerungsmodell habe diesen Betrag um 40 Prozent reduziert, daher sei die Abschaffung des Modells nicht nachvollziehbar, heißt es von Seiten der WKÖ.


Die Zahlen von November bis Februar
Von November bis Februar hat der österreichische Wintertourismus den Zahlen der Statistik Austria und des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) zufolge ein geringfügiges Nächtigungsplus von 0,3 Prozent auf 40,4 Mio. und ein Umsatzplus von 1,9 Prozent auf 6,65 Mrd. Euro erzielt. Die Zahlen für März liegen noch nicht vor.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Erst so dann so ...
Erstmals seit zehn Jahren
Weniger Nächtigungen im Winter 2006/07


In der vergangenen Wintersaison haben die Tourismusbetriebe erstmals seit zehn Jahren ein Nächtigungsminus verzeichnet. Die Nächtigungen gingen in der Zeit von November bis Ende April im Jahresvergleich um ein Prozent auf 59,4 Mio. zurück.

Leichter Anstieg bei Österreichern
Im Detail sanken die Nächtigungen der ausländischen Gäste in der Wintersaison (November bis April) in Österreich mit 45,7 Mio. Nächtigungen im Jahresvergleich um 1,3 Prozent.

Bei den Inländern hingegen gab es ein Plus um 0,1 Prozent auf den neuen Rekordwert von 13,7 Mio. Nächtigungen. Das berichtete die Statistik Austria am Freitag.

Insgesamt mehr Gäste
Die Zahl der Gäste insgesamt bilanzierte positiv und konnte mit 14,1 Mio. Ankünften um 0,5 Prozent zulegen. Ausschlaggebend dafür war das Inländerplus von 2,6 Prozent auf 4,2 Mio. Die Zahl der ausländische Gäste sank um 0,4 Prozent auf 9,8 Mio.

Deutsche Gäste blieben aus
Den stärksten Rückgang gab es bei den deutschen Gästen. Die Zahl der Nächtigungen aus Deutschland schrumpfte um 6,1 Prozent oder um 1,6 Mio. auf 24,2 Mio. Nächtigungen

Auf das nächtigungsstärkste Herkunftsland Deutschland entfallen rund 53 Prozent der Ausländernächtigungen in heimischen Tourismusbetrieben. Der Rückgang bei den deutschen Nächtigungen hatte bereits in der Wintersaison 2001/02 begonnen und sich kontinuierlich fortgesetzt.

Kürzer Urlaub gemacht haben auch Italiener und Franzosen und zwar um 4,5 bzw. 1,1 Prozent. Die Niederlande, das zweitwichtigste Herkunftsland legte hingegen mit 5,5 Mio. Übernachtungen um 1,8 Prozent zu. Zugenommen hat auch das Nächtigungsaufkommen britischer Gäste, die mit 2,5 Mio. Nächtigungen ein Plus von 9,4 Prozent erzielten.

Bereits mehr russische Gäste als Amerikaner
Den prozentuell stärksten Zuwachs gab es bei den Gästen aus Russland: Die Nächtigungen kletterten im Jahresvergleich um 20,6 Prozent auf 557.600. Damit waren im vergangenen Winter mehr Russen als Amerikaner (485.600) in Österreich.

Elf Mio. mehr Nächtigungen in zehn Jahren
Im Zehnjahresrückblick zeigt sich, dass die Winternächtigungen zwar erstmals seit 1996/97 wieder rückläufig sind, aber während der vergangenen zehn Jahre um rund elf Mio. gesteigert werden konnten.

Trend zu teueren und noblen Hotels
Der Trend zu teueren und noblen Hotels hat sich auch in der vergangenen Wintersaison fortgesetzt: Vier- und Fünfsternhotels legten bei den Übernachtungen um 2,6 Prozent zu.

Hotels der Dreisternkategorie mussten hingegen Rückgänge um 2,6 Prozent, Zwei-/Einsternhotels sogar um 5,1 Prozent hinnehmen. Private Ferienhäuser bzw. -wohnungen verloren bei den Nächtigungen 2,4 Prozent. Die größten Verlierer waren die Privatquartiere mit einem Minus von 9,6 Prozent.

Aufenthaltsdauer weiter rückläufig
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist weiter rückläufig und erreicht mit 4,2 Tagen einen neuen Tiefstwert: Vor zehn Jahren blieben die Gäste noch durchschnittlich fünf Tage.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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