Schauinsland 1954 und 2000

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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Michael Meier
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Schauinsland 1954 und 2000

Beitrag von Michael Meier »

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^^Bild aufgenommen 1954 Schauinslandbahn mit 22er Kabinen.
(Bild A. Meier)

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^^Bild aufgenommen 2000 Schauinslandbahn mit 11er Kabinen.
(Bild M. Meier)

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starli
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Beitrag von starli »

warum hatte man die kabinen eigentlich ausgewechselt? Wie hoch war die Kapazität früher, wieso hatte man die überhaupt kuppelbar gebaut?
Petzi
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Beitrag von Petzi »

Mein lieber Freund

Das sollte man doch wissen, dass die Schauninslandbahn die erste kuppelbare Seilbahn war (System Heckel) Obwohl Wallmannsberger bereits 1927 eine kuppelbare ZUB erfunden hatte, waren die Deutschen mit Ihrer Stotterbahn in der Realisation schneller! Warum Stotterbahn - da diese bei jedem Kuppelmanöver anhalten musste. Aber Förderleistung betrug 300 P/h daher Umlaufbahn.
Übrigens die Steht heute unter Denkmalschutz - nur die Kabinen wurden gegen neue getaucht, da die alten auseinanderfielen (Holz mit Stahlblechverkleidung) Zudem fahren heute wesentlich mehr (kleinere) Kabinen anstelle von ich glaube 8 Grossen. (oder 10 das muss ich erst nachschlagen)

Grüsse

Petzi
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Hat ja niemand gesagt das mans nid weis! http://www.schauinsland.com/schauinslan ... hichte.htm

Der Turm hinter dem Haus ist zum wenden der Kabinen. Die Archidektur der Station find ich absolut Geil! Hab noch diverse Farbdias. Die Kabinen waren so weiss Richtug braungelb. Neu wird die Bahn nicht zum einkuppeln abgestellt. Die Laufwerke wurden gewechselt.
Jetzt wisst ihr woher ich den Spleen mit der kuppelbaren Gruppenbahn hab! :lol:
Zuletzt geändert von Michael Meier am 03.07.2003 - 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
Petzi
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Beitrag von Petzi »

Hallo Mike

Mit dem Nicht wissen hab ich eigentlich Starli gemeint, da er so verwundert war, dass die Bahn kuppelbar ist (war). Dass wir zwei besondere Bahnen mögen (und keine UNI G) weiss eh mittlerweile jeder.
P.S. Mindestens eine Kabine ist heute vor der Zentralverwaltung der Freiburger Verkehrsbetriebe erhalten und auch die Mittelstation besteht noch, auch wenn sie mittlerweile nicht mehr zum Auststeigen genutzt wird. Die Schauinslandbahn ist aber sicher würdig für die Abteilung Museumsbahnen - nicht nur die Stationsbauten, alle Stützen und Kuppengerüste sind erhalten geblieben, womit der Eindruck kaum verfälscht wird!

Grüsse

Petzi
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starli
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Beitrag von starli »

petzi: Nur, ich weiß immer noch nicht, warum die kuppelbar gebaut wurde...

War die Kapazität anderer Lifte zu niedrig, weil die Strecke vielleicht sehr lang ist? Wieso waren die der Meinung, so eine hohe Kapazität zu brauchen? Man hätte ja z.B. auch 2 Sektionen machen können.. und 300-500 p/h erscheinen mir jetzt nicht grad viel für eine Umlaufbahn :)

Oder war sie tatsächlich nur eine Machbarkeitsstudie eines Unternehmers?

.. außerdem gab's doch bei Materialseilbahnen kuppelbare ZUBs schon viel länger... wieso das eigentlich so lange gedauert hat, bis (kuppelbare) Materialseilbahnen zu Personenseilbahnen "mutiert" sind, hab ich auch noch nicht verstanden ..
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

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^^Stationseifahrt Bergstation

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^^Bergstation Kuppengerüst.
Petzi
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Beitrag von Petzi »

Also Starli ein Tipp: heuer im Herbst erscheint von einem Tiroler Kollegen von mir die "Seilbahngeschichte Tirols", wo aber auch auf andere Bahnen eingegangen wird.

Nun anno 1927/28 hatte eine normale Bleichert Pendelbahn eine Förderleistung von 100 P/h und Richtung. Die damaligen Materialbahnen hatten alle Schwergewichtsklemme ohne Sicherheiten bei Versagen der Klemme (und die Behörde war damals sehr streng). Wallmannsberger bastelte erst an seiner Kuppelklemme (1927 fertig, aber erst 1950 genehmigt) und am Schauinsland sollte eine Zahnradbahn oder Standseilbahn mit bis zu 500 P/h und Richtung entstehen. Fazit Geld reichte für eine bodengebundene Bahn nicht, Luftseilbahn hatte zuwenig Kapazität - Lösung mehrere grosse Wagen (22 - 25 Personen + Führer) damit Kapazität von ca. 300 P/h heute 700 P/h oder in eurer Umlaufbahnsprache eine 1400 P/h insgesamt Bahn (Berg und Tal).
Hoffe alle Klarheiten beseitigt

Grüsse

Petzi

P.S. Neu erschienen: Stadtflucht: 10 m/sec 75 Jahre Nordkettenbahn - ein Muss für jeden Seilbahnfan :D
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

^^Petzi: Kannst du mir eins von diesen Büchern auf die Seite legen? :lol:
Glaub nicht das so etwas auch mal in die Schweiz kommt! Zumal ich hier fast das Doppelte dafür Berappen muss!

die Kapazität einer Pendelbahn ist Abhängig von:
-Länge
-Fahrgeschwindikeit
-Fassvermögen

Aus Geschwindikeit und Länge Resultiert die Fahrzeit. Je Kürzer diese Fahrzeit ist desto Höher die Kapazität. Je Mehr Personen mit einer Fahrt transportiert werden desto Höher wird die Kapazität. Bei einer Umlaufbahn ist die Länge und die Resultierende Fahrzeit nicht Rlevant. Zumindest nur geringfühgig.

Was gabs damals schon anderes? Von Roll Doppelsessellifte erst am 45 ESL kurz davor.
Nur Pendelbahn und Standseilbahn oder eben dieses System. War etwa das gleiche wie die Umlaufbahn da in Unterammergau mit den 4 mal 11er Kabinen die fix ans Seil geklemmt ist und der Wagen samt Laufwerk und Stationsschie um die Umlenkrolle 180° gedreht werden.

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tipe
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Beitrag von tipe »

Sagst du nochmal bescheid sobald das Buch erschienen ist und wo man es bekommen kann?
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