Niederösterreich: Raxseilbahn: Passagiere wurden abgeseilt
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Niederösterreich: Raxseilbahn: Passagiere wurden abgeseilt
Raxseilbahn: Passagiere wurden abgeseilt
Reichenau - Ein technisches Gebrechen hat die Seilbahn Freitag Nachmittag lahmgelegt. Ursache war wahrscheinlich ein Seilüberschlag. 14 Menschen müssen von den Gondeln abgeseilt werden.
Die Bergung hat sehr gut geklappt, so die NÖ Rettungsstelle. Ein technisches Gebrechen hat Freitag Nachmittag die Raxseilbahn im Gemeindegebiet von Reichenau a.d. Rax, Bezirk Neunkirchen, lahmgelegt. 14 Passagiere mussten von den Gondeln aus abgeseilt werden, so ein Sprecher der Bergbahnen GmbH. Eine Rettung aus der Luft sei nicht vorgesehen. Der Einsatz klappe "sehr gut", teilte Stefan Spielbichler von der NÖ Rettungsleitstelle LEBIG mit. Die Bergungsaktion dauerte etwa zwei Stunden.
Etwa 70 Menschen befanden sich gegen 16.00 Uhr noch auf der Bergstation. Eine Gruppe trat den Rückweg zum Tal zu Fuß an, die anderen werden mit Hubschraubern abgeholt. Ein Hubschrauber wurde vom Bundesheer zur Verfügung gestellt. Landeshauptmann Erwin Pröll hatte den Assistenzeinsatz angefordert. Auch zwei Hubschrauber des Innenministeriums werden eingesetzt.
Rettungsaktion
Die Passagiere mussten aus 25 bis 30 Metern Höhe gerettet werden, berichtete Hans Hirschler, Gebietsleiter der Bergrettung NÖ Süd. Der Vorgang dauere rund drei Minuten pro Person. Jeder Fahrgast werde dabei einzeln vom Schaffner an Bord festgeschnallt und abgeseilt. Das dazu nötige Equipment befinde sich von vornherein in den Gondeln. Die Schaffner seien "sehr gut für so einen Fall geschult", betonte Hirschler. Zweimal pro Jahr werde dies trainiert.
Zu dem Zwischenfall kam es wahrscheinlich durch einen Seilüberschlag. Das Trag- und das Zugseil einer Gondel sollen sich überschlagen haben.
Artikel vom 10.08.2007, 16:55 | KURIER |
Quelle: http://www.kurier.at/nachrichten/nieder ... 102534.php
Foto: Kurier
Reichenau - Ein technisches Gebrechen hat die Seilbahn Freitag Nachmittag lahmgelegt. Ursache war wahrscheinlich ein Seilüberschlag. 14 Menschen müssen von den Gondeln abgeseilt werden.
Die Bergung hat sehr gut geklappt, so die NÖ Rettungsstelle. Ein technisches Gebrechen hat Freitag Nachmittag die Raxseilbahn im Gemeindegebiet von Reichenau a.d. Rax, Bezirk Neunkirchen, lahmgelegt. 14 Passagiere mussten von den Gondeln aus abgeseilt werden, so ein Sprecher der Bergbahnen GmbH. Eine Rettung aus der Luft sei nicht vorgesehen. Der Einsatz klappe "sehr gut", teilte Stefan Spielbichler von der NÖ Rettungsleitstelle LEBIG mit. Die Bergungsaktion dauerte etwa zwei Stunden.
Etwa 70 Menschen befanden sich gegen 16.00 Uhr noch auf der Bergstation. Eine Gruppe trat den Rückweg zum Tal zu Fuß an, die anderen werden mit Hubschraubern abgeholt. Ein Hubschrauber wurde vom Bundesheer zur Verfügung gestellt. Landeshauptmann Erwin Pröll hatte den Assistenzeinsatz angefordert. Auch zwei Hubschrauber des Innenministeriums werden eingesetzt.
Rettungsaktion
Die Passagiere mussten aus 25 bis 30 Metern Höhe gerettet werden, berichtete Hans Hirschler, Gebietsleiter der Bergrettung NÖ Süd. Der Vorgang dauere rund drei Minuten pro Person. Jeder Fahrgast werde dabei einzeln vom Schaffner an Bord festgeschnallt und abgeseilt. Das dazu nötige Equipment befinde sich von vornherein in den Gondeln. Die Schaffner seien "sehr gut für so einen Fall geschult", betonte Hirschler. Zweimal pro Jahr werde dies trainiert.
Zu dem Zwischenfall kam es wahrscheinlich durch einen Seilüberschlag. Das Trag- und das Zugseil einer Gondel sollen sich überschlagen haben.
Artikel vom 10.08.2007, 16:55 | KURIER |
Quelle: http://www.kurier.at/nachrichten/nieder ... 102534.php
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Wie man sieht kann auch im äußersten Osten Österreichs so etwas passieren. Und Kompliment an die Verantwortlichen, soweit ich das überblicke, dürfte die ganze Aktion gut organisiert gewesen und in Ruhe abgelaufen sein. War übrigens auch ein ehemaliger tschechischer Minister in der Gondel und ein Hund, der mußte am längsten aufs abseilen warten, da erst ein geeignetes Abseilgeschirr organisiert werden mußte. (für den Hund!
)
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Hier der (etwas ausführlichere) Bericht von orf.at:
Rax: 14 Personen aus Gondeln abgeseilt
Ein technisches Gebrechen hat am Freitag die Raxseilbahn im Gemeindegebiet von Reichenau an der Rax (Bezirk Neunkirchen) lahmgelegt. Insgesamt 14 Passagiere mussten aus zwei Gondeln in 40 Metern Höhe gerettet werden.
Frau konnte sich nicht von Hund trennen
Eine Frau konnte nicht sofort geborgen werden. Sie wollte sich offenbar nicht von ihrem Hund trennen, mit dem sie in der Gondel gefangen war.
Für den Vierbeiner wurde spezielles Abseilgerät herangeschafft, berichtete der Sprecher der niederösterreichischen Rettungsleitstelle LEBIG, Stefan Spielbichler.
Bergungsvorgang dauert drei Minuten
Die Rettung der Insassen verlief sonst "sehr gut", sagte Hans Hirschler von der Bergrettung NÖ Süd. Der Vorgang dauere rund drei Minuten pro Person.
Jeder Fahrgast werde dabei einzeln vom Schaffner an Bord festgeschnallt und abgeseilt. Das dazu nötige Equipment befinde sich von vornherein in den Gondeln.
Die Schaffner seien "sehr gut für so einen Fall geschult", betonte Hirschler. Zweimal pro Jahr werde das trainiert.
"Schroffes Gelände" unter Gondeln
Die Passagiere wurden von den Einsatzkräften in Empfang genommen, nachdem sie den Boden - laut Hirschler "schroffes Gelände" - erreicht hatten.
Für den Transport der aus ihrer Zwangslage geretteten Fahrgäste zur Talstation waren Mitglieder der Feuerwehr abkommandiert, so die Angaben des Landesfeuerwehrverbandes.
Die Bahnleitung hatte den Verkehr eingestellt, nachdem sich das Trag- und das Zugseil einer der Gondeln überschlagen hatten. Was diesen Seilüberschlag ausgelöst hat, ist unklar.
"Es war wirklich ein Abenteuer"
Der ehemalige tschechische Justizminister, Karel Cermak, war in einer der Gondeln gefangen und wurde mit dem Hubschrauber gerettet. Er zieht das passende Fazit des Ausflugs auf der Rax: "Ich glaube, es war wirklich ein Abenteuer, das Ende war gut, und so war alles gut."
70 Personen saßen auf Berg fest
Jene Personen, die sich auf der Bergstation befanden und für die ein Abtransport notwendig war, wurden mit Hubschraubern ins Tal gebracht. Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) forderte einen Assistenzeinsatz des Bundesheeres an, teilte der nö. Landespressedienst mit. Das Heer sollte einen Helikopter zur Verfügung stellen.
Insgesamt befanden sich etwa 70 Personen auf der Bergstation der Raxseilbahn. Eine Gruppe sei zu Fuß ins Tal gegangen. Neben dem Helikopter des Bundesheeres wurden auch zwei Maschinen des Innenministeriums eingesetzt, um Personen sicher von der Station zu holen.
In der Zwischenkriegszeit eröffnet
Die Aufstiegshilfe zur Raxalpe im Gemeindegebiet von Reichenau an der Rax wurde am 9. Juni 1926 eröffnet. Den Angaben der Betreiber zufolge gelangt man "mühelos in acht Minuten auf 1.545 Meter Seehöhe". Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges seien die höchsten Besucherzahlen, bis zu 240.000 beförderte Personen pro Jahr, erzielt worden.
- gerrit
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Ich hätte meinen Hund da oben auch nicht alleingelassen!!!!!
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Ich hätte mich vor Angst in die Hose gemachtgerrit hat geschrieben:Ich hätte meinen Hund da oben auch nicht alleingelassen!!!!!
Ein Überschlag des Zugseils über das Tragseil soll übrigens damals (1962 oder 1963) den Absturz der Silvrettaseilbahn in Ischgl bei einer Probefahrt verursacht haben. Der Seilbahnführer wurde dabei schwer verletzt.
- gerrit
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Und das sagt gerade der, der sich ununterbrochen frierend und schwitzend an glitschige und brüchigen Eiszapfen hochhangelt!Gletscherfloh hat geschrieben:Ich hätte mich vor Angst in die Hose gemacht![]()
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Quelle: ORFRax-Seilbahn: Seit Vormittag wieder in Betrieb
Nach genauen Kontrollen ist die Raxseilbahn im Gemeindegebiet von Reichenau wieder in Betrieb. Freitagnachmittag war sie wegen eines technischen Defekts stehengeblieben, 16 Urlauber waren in einer Gondel eingeschlossen.
Technischer Defekt behoben
Nachdem Freitagnachmittag alle Insassen der Gondel ins Tal gebracht wurden, begaben sich die drei Betriebsleiter gemeinsam mit Seilbahntechnikern auf die Fehlersuche.
Zug- und Tragseil hätten keinen Schaden erlitten, so Seilbahnbesitzer Scharfegger. Auch Bremsproben und zahlreiche andere Kontrollen wurden bis in den späten Abend hinein durchgeführt. Mittlerweile wurde der technische Defekt behoben.
Stimmung in der Gondel gut
Einige der Geretteten schildern den Zwischenfall als wenig dramatisch. Der britische Urlauber Andrew Baily war mit seiner Familie in der Gondel. Nach zwei Stunden sei die Bergrettung gekommen. Die Stimmung in der Gondel sei gut gewesen, nur sein Sohn habe beim Abseilen Angst gehabt.
"Es war schön, nur der Wind war zu stark"
Auch der ehemalige tschechische Justizminister Karel Cermak war gemeinsam mit seiner Frau und seinem Hund Aris in der Gondel. Der Hund musste mit einem speziellen Gerät abgeseilt werden.
Sein Resümee des ungewöhnlichen Ausfluges: "Es war sehr schön, aber der Wind war zu stark." Gelandet sind beide dann auf dem Sportplatz von Reichenau. Über die Stimmung in der zweiten Gondel sagte Cermak, es sei spannend gewesen. Da ein kleines Mädchen keine Angst hatte, wären auch die anderen Gondelinsassen ruhig gewesen, so Cermak. Bei der Talstation konnte Cermak seinen Hund wieder in Empfang nehmen.
Gondel begann zu schwingen
Gegen 13 Uhr blieb die Seilbahn plötzlich stehen. Ein technischer Defekt dürfte die Gondel gestoppt haben. Was es genau war, weiß man nicht. Durch den plötzlichen Stillstand begann die Gondel zu schwingen, dadurch sei es zu einem sogenannten Überschlag gekommen, sagte der Seilbahnbesitzer Fritz Scharfegger. Zugseil und Tragseil hätten sich quasi überschlagen, die Seilbahn konnte nicht mehr weiterfahren.
16 Wanderer aus Gondel abgeseilt
Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. 14 der 16 Wanderer wurden aus der Gondel abgeseilt, durch ein Waldstück geleitet und dann von einem Bus ins Tal gebracht. Nur zwei ältere Gondelinsassen mussten per Seil am Hubschrauber hängend nach Reichenau gebracht werden. Auch die rund 80 Menschen auf der Bergstation wurden teils per Hubschrauber gerettet, teils gingen sie zu Fuß ins Tal.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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- Christoph Lütz
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So ein Seilüberwerfer ist bei einer Pendelbahn kein so ungewöhnliches Ereignis. Das kann vorkommen, wenn aus irgendeinem Grund die auf die Antriebsscheibe wirkende Sicherheitsbremse einfällt, da diese ungeregelt ist. Durch den Erdschluss wird die Anlage aber bei funktionierender Steuerung sofort stillgesetzt.