Grauzone: Salzburgs Almen mit Ausschank legalisieren

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snowflat
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Grauzone: Salzburgs Almen mit Ausschank legalisieren

Beitrag von snowflat »

Forderung: Almen mit Ausschank legalisieren

Almhütten mit Ausschank für Gäste bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. Die Landespolitik müsse das endlich beenden, fordern nun neuerlich Pongauer Bürgermeister. Sie haben schon vor zwei Jahren auf das Problem hingewiesen.

Von Landestourismus beworben
Die Salzburger Land Tourismus Gesellschaft bewirbt seit zwei Jahren den Almsommer - mit großem Erfolg. Passt das Wetter, pilgern tausende Menschen auf die Almen im Land Salzburg. Und: Die Gäste kaufen sich etwas zu essen und zu trinken und einige übernachten auch dort.

Doch nach dem Raumordnungsrecht gelten die meisten Almhütten als landwirtschaftliche Objekte, die nicht touristisch genützt werden dürfen, sagt der Hüttschlager (Pongau) Bürgermeister Josef Lederer (ÖVP). In Hüttschlag gibt es besonders viele Almhütten.

"Bürgermeister darf das nicht sehen"
"Es praktisch so: Der Bürgermeister darf das gar nicht sehen", sagt Lederer, "Wenn tatsächlich einmal etwas ist, dann ist es für den Bauern und die Gemeinde nicht einfach. Es gehört die Raumordnung geändert. Sie wissen's beim Land, dass die Situation unbefriedigend ist."

Zweiwohnsitze durch die Hintertür verhindern
Raumordnungslandesrat Sepp Eisl (ÖVP) ist sich des Problems bewusst. Eine Lösung sei aber nicht ganz einfach: "Wir wollen, dass es dann möglich ist, dass die Nutzung von Almgebäuden zeitweise für touristische Zwecke erlaubt und möglich ist - aber immer innerhalb der landwirtschaftlichen Nutzung, nicht eine eigene Widmung, die dann zu einem Ausbau von Zweitwohnsitzen führen könnte."

Bisher ist die touristische Nutzung der Almhütten "nach dem Raumordnungsgesetz sicher ein Graubereich", stimmt auch Eisl zu.

Novelle scheitert an SPÖ-ÖVP-Streit
Bisher ist eine Novellierung des Raumordnungsgesetzes aber an Meinungsverschiedenheiten in der rot-schwarzen Koalition im Land gescheitert: SPÖ und ÖVP kommen in einigen Fragen nach wie vor nicht zusammenkommen - zum Beispiel bei den Einkaufszentren.

Die Landtagsparteien versichern aber, im Herbst das neue Gesetz zu beschließen.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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