Ein Winter, der keiner war

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Jay
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Ein Winter, der keiner war

Beitrag von Jay »

Das tagblatt berichtet:
Ein Winter, der keiner war
Ostschweizer Seilbahnen klagen über massive Umsatzverluste
Die Ostschweizer Seilbahnunternehmen haben im Geschäftsjahr 2006/07 zum Teil massive Umsatzeinbussen erlitten. Dennoch wollen sie weiter in neue Anlagen investieren, wie es am Mittwoch in Elm hiess.

LEO CORAY

«Das letzte Geschäftsjahr war gekennzeichnet von einem Winter, der keiner war», sagte Hubert Gmünder (Appenzell), Präsident des Ostschweizer Verbands der Seilbahnunternehmungen (OSVS) am Mittwoch an der 12. Generalversammlung in Elm. Im Voralpengebiet hätten einzelne Skilifte den Betrieb gar nicht oder nur einige Tage aufnehmen können. In den höhergelegenen Regionen hätten vor allem die Tagesgäste gefehlt, was zu Umsatzeinbussen bis zu 30 Prozent geführt habe. Es sei in der Bevölkerung keine Winterstimmung aufgekommen, stellte Gmünder fest.

Mitschuld der Zürcher Medien
Vizepräsident Bruno Landolt (Elm) ortete eine Mitschuld bei den Zürcher und Mittelland-Medien. Statt über jene Skigebiete mit guten Schneeverhältnissen – auch in der Ostschweiz – zu berichten, hätten sie monatelang vom Sommer und der Klimaerwärmung geschrieben, kritisierte er. «Das war demoralisierend für die Bergbahnen», zumal es solche Winter schon früher immer wieder gegeben habe. Den Sommer 2006 bezeichnete Gmünder dafür als sehr gut, trotz des rekordnassen Augusts. Vor allem der schöne Herbst habe Rekordumsätze gebracht.

Hohe Zukunftsinvestitionen
«Die Seilbahnen glauben an die Zukunft», stellte Gmünder mit Blick auf die Investitionsfreudigkeit in der Ostschweiz fest. Als Beispiele nannte er die Neubauten der Achter-Gondelbahn in Bad Ragaz-Pizol, einer Kombi-Bahn in Braunwald, des Drehrestaurants auf dem Hohen Kasten, von Beschneiungsanlagen in Wildhaus und eines Hochseil-Parks der Kronbergbahn. Diese Investitionen im hohen zweistelligen Millionenbereich seien wichtig, denn «die Seilbahnen gelten als Motoren des Tourismus und haben eine Leaderfunktion», betonte der Präsident.

Wie Gmünder weiter mitteilte, sind im letzten Jahr dem OSVS vier neue Unternehmen beigetreten. Es waren die Skilift Schilt AG, Mollis, die Luftseilbahn Matt-Weissenberge, Matt, die Skilift und Seilbahn Kleinberg AG, Flums-Saxli, und der Kinderskilift am Bischofsberg, Heiden. Im Weiterbildungsbereich, der Kernaufgabe des Verbands, wurden ein halbes Dutzend Kurse durchgeführt, die von über 200 Seilbahnangestellten besucht wurden.



Fünf-Franken-Aktion
Dem Schneemangel zum Opfer fiel bei den Bergbahnen auch die Fünf-Franken-Aktion für dritte und vierte Schulklassen. Obwohl das Interesse im Vorfeld sehr gross war, konnte die Aktion statt in zwölf Gebieten nur in Flumserberg und Malbun durchgeführt werden. Es nahmen sieben Schulklassen mit 228 Kindern daran teil, nach 72 Klassen mit 2579 Kindern im Vorjahr.

Im kommenden Winter findet die Schneesportaktion in der Woche vom 14. bis 18. Januar statt. Wiederum können von Kindern und Lehrkräften aus sieben Kantonen an einem Tag drei Module frei gewählt werden. Je fünf Franken kosten die Tageskarte, das Mittagessen in einem Bergrestaurant und die Miete von Ski, Skischuhen oder andern Wintersport-Geräten. (lco)

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