Auf Dobratsch soll wieder Seilbahn gebaut werden

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lanschi
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Auf Dobratsch soll wieder Seilbahn gebaut werden

Beitrag von lanschi »

Scheinbar gibt´s in Kärnten nicht nur einen narrischen Politiker :wink:
19.09.2007 13:25
Auf Dobratsch soll wieder Seilbahn gebaut werden
Für mehr Wallfahrer und Naturpark-Besucher: Kabinenbahn könnte alte ORF-Seilbahn ersetzen. Es gab bereits Gespräche mit Firma Doppelmayr.
Nach der Eröffnung des Naturparks Dobratsch im Jahr 2002 wurden die alten Schilifte abgetragen. Jetzt soll wieder eine neue Seilbahn her, und zwar aus der Richtung Bad Bleiberg. Der dortige Vizebürgermeister Luis Fuchs (Unabhängige Liste Bad Bleiberg) will, um auch den Wallfahrts-Tourismus zwischen Dobratsch und Erzberg anzukurbeln, eine neue Seilbahn auf den Gipfel schicken. Gestern fanden Gespräche mit der Firma Doppelmayr statt, die international im Seilbahnbau tätig ist.

Vorbild Luschariberg. "Wenn man sich den Luschariberg in Tarvis anschaut und die vielen Menschen, die zur Marienkirche pilgern, ist das ein Vorbild", sagt er. "Wir haben am Dobratsch auch zwei Marienkirchen." Eine geeignete Trasse, die auch bei Umweltschützern des bestgeschützten Berges der Alpen außer Streit stehen dürfte, hat Fuchs gefunden: "Die Seilbahn zum Sender wird fast nicht mehr gebraucht, der ORF muss uns dankbar sein, wenn wir sie für unsere Pläne übernehmen."

Kosten noch ausständig. Bad Bleiberg würde mit dem Ausbau des Thermen- und Kurtourismus viele Gäste beherbergen, die sich für Bergerlebnis und Naturpark begeistern, dies jedoch nicht aus eigener Kraft zu Fuß bewältigen können. "Zustimmung der Bevölkerung und der Wirtschaft ist uns sicher", sagt Fuchs. "Die Finanzierungszusage des Landes und genaue Kosten stehen noch aus." Als Konkurrenz zur Alpenstraße sieht Fuchs die Seilbahn nicht: "Wir würden damit den CO2-Ausstoß verringern." Die Kabinenbahn sollte 600 Besucher pro Stunde von Bad Bleiberg auf den Dobratsch-Gipfel befördern.
9.09.2007 22:04
Abfuhr für Seilbahn auf den Dobratsch
Luis Fuchs, Vizebürgermeister von Bad Bleiberg, erntet für seine Bemühungen, eine neue Seilbahn auf den Dobratsch zu bauen, herbe Kritik.

Bild

Eine neue Seilbahn auf den Dobratsch hat derzeit wenig Fans Foto: Santner
Um mehr Wallfahrer auf den Dobratsch-Gipfel und in die dortigen Kirchlein zu bringen, will der Bad Bleiberger Vizebürgermeister Luis Fuchs eine neue Kabinenseilbahn errichten (wir haben berichtet). Am Dienstag gab es bereits Gespräche mit der Seilbahn-Firma Doppelmayr.

"Unausgegoren." "Dieser Plan ist so unausgegoren wie seinerzeit die Rogner-Seilbahn, dass ich ihn in die Kategorie Sommerloch einreihe", sagt Bürgermeister Helmut Manzenreiter. "Was will Fuchs mit hunderten Personen am Dobratsch-Gipfel anfangen? Hier gibt es keine Spazierwege, hier ist das Gelände hochalpin und alles andere als ungefährlich, da kann man keine Niederländer losschicken, die noch nie höher als zehn Meter waren." Völlig ungelöst wäre, ob man ein Restaurant errichten müsste, weil das Wetter rasch umschlagen könne, Nebel und Wind sehr unangenehm werden.

Wirtschaftliches Desaster. "Dort oben gibt es kein Wasser, auch die Verbringung des Abwassers ist aufwändig", so Manzenreiter. Die Alpenstraße würde völlig ausreichen, um Interessierte in die Bergwelt zu bringen. "Das Seilbahnprojekt schaut eher von Beginn an nach einem wirtschaftlichen Desaster aus."

Lieber Kabinenbahn. Sepp Götz, Grüner Gemeinderat in Bad Bleiberg, sähe lieber eine Kabinenbahn von Heiligengeist auf die Rosstratte und nur noch Busse auf der Alpenstraße: "Trinkwasser hat Vorrang, nicht Tourismus um jeden Preis."

Verhandlungen. Alpenvereins-Chef Karl Pallasmann führt kommende Woche Verhandlungen über die Zukunft des Ludwig Walter-Hauses am Dobratsch-Gipfel: "Der Rückbau der Dobratsch-Lifte war ein mutiger und richtiger Schritt. Alles, was hier am Berg passiert, muss dem Wasser und der Natur unterstellt werden."
ELENA MOSER
Beide Artikel: Kleine Zeitung

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miki
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Beitrag von miki »

Leider schliesse ich mich der Meinung an, das es sich hier wirklich nur um eine Sommerloch - Diskussion handelt. Es geht mir aber um was anderes:
Hier gibt es keine Spazierwege, hier ist das Gelände hochalpin und alles andere als ungefährlich, da kann man keine Niederländer losschicken, die noch nie höher als zehn Meter waren
Ein Bürgermeister einer touristischen Gemeinde sollte diese Meinung lieber für sich behalten, das grenzt schon an Beleidigung! :sonicht: Der denkt wohl dass Niederländer so deppert sind dass sie gleich in Scharen vom Gipfel runterfallen werden, falls man sie mit ner Seilbahn hinaufbefördert?! Da gab es in unserem Forum schon bei geringeren Anlässen Verwarnungen von den Mods :wink: .

(übrigens, an diesem so schrecklich hochalpinen Gipfel steht ein riesiger ORF - Sendeturm, zwei Kirchen und wir waren schon mehr als einmal mit der Schwiegermutter oben, dort sind wir etlichen Familien mit Kindern, Omas &Opas, Hunden etc. begegnet ... also soo schlimm kanns auch nicht sein. Wenn der Herr Bürgermeister also gegen die Bahn ist - und dazu hat er auch gutes Recht - soll er sich ein anderes 'Argument' einfallen lassen :evil: )
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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