Die Zwangsheirat scheiterte am Alltag. St. Johann mag Rennradeln, Kitzbühel Golf, das Brixental Mountainbiken. Das Produkt der Zwangsheirat nennt sich Kitzbüheler Alpen Marketing GmbH, kurz KAM - und wird nun vollkommen neu konstruiert.
Die KAM, sagt Martin Kraus, sei eine politische Konstruktion. Und sie sei "nicht ideal", ergänzt Peter Marko.
Kraus ist Geschäftsführer des Tourismusverbandes St. Johann; Marko von Kitzbühel. Und beide sitzen im vierköpfigen Vorstand der KAM. Marko ist "ein Freund von schlanken Strukturen" - Ein "Köpferollen" bei der KAM sei jedoch "im Moment nicht geplant".
Als ersten Schritt drehte die KAM ihre so genannten Kompetenzzentren wieder ab. Jeder Verband bewirbt seine Spezialthemen wieder selbst.
Die KAM werde "auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gesund geschrumpft", sagt Marko: "Größtes Skigebiet Österreichs mit Schneesicherheit und größtes Seilbahnwandergebiet im Sommer."
Mit der thematischen Reduktion soll eine geografische Expansion einhergehen. Sprich: Die Kitzbüheler Alpen Marketing GmbH soll sich mit den Kitzbüheler Alpen decken. Statt der bisherigen drei, so der Plan, sollen sich acht, neun Regionen dem Verbund anschließen.
Es gebe Regionen, sagt Kraus, die ohne einen Euro einzubezahlen vom Verbund profitierten. "Die Wildschönau etwa. Der Grund: Die Seilbahnen seien bereits Mitglied, die Regionen nicht."
Thomas Lercher leitet die Geschäfte des Wildschönauer Tourismusverbandes. Er findet, wie er sagt, "die Idee der KAM nicht schlecht." Nur: "Der Finanzierungsschlüssel ist nicht akzeptabel."
Sein Ort liege zu abseits. Statt der geforderten 100.000 Euro Beitrag sei er maximal bereit, rund 50.000 Euro zu bezahlen.
Quelle: Tirol.com
sobald sich die Politik einmischt, geht immer irgendwas schief.
PS. Eine eigene Rubrik für Tourismusbeiträge wäre im Alpinforum noch ein i-Tupferl.
mfg
freak