Rohbau einer Tiefgarage in Serfaus eingestürzt

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mic
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Rohbau einer Tiefgarage in Serfaus eingestürzt

Beitrag von mic »

nanu, über die Garage hatten wir es ja schon mehrfach.
Warum war das Dingen den noch im Rohbau wenn am Freitag die Saison losgeht?
Wohl doch "zu nah" an der Kapelle gebaut!
Bild
Beim Rohbau für eine Tiefgarage in Serfaus ist am Dienstag ein großer Teil der Decke eingestürzt. Beide Decken des Baus liegen am Boden, nur der vordere und hintere Teil stehen noch.

Über die Ursachen für den Deckeneinbruch konnte die Polizei vorerst keine Angaben machen. Ein Materialfehler oder falsch verlegte Stahlteile kämen infrage.

Gegen 06.30 Uhr haben Anwohner der Baustelle dumpfe Geräusche und ein "Knacken" wahrgenommen.

Ein Augenzeuge befand sich gerade auf dem Balkon des gegenüber liegenden Wohnhauses, als es einen dumpfen Knall gab und aus der Garageneinfahrt eine Druckwelle mit Staub und Dreck herausschoss.

Ein Sachverständiger muss jetzt beurteilen, ob ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt.

Es könnte sich entweder um fahrlässige Gemeingefährdung oder eine Gefährdung der körperlichen Sicherheit handeln, erklärte der zuständige Innsbrucker Staatsanwalt Wilfried Siegele.
http://www.tirol.com/chronik/oberland/73380/index.do
Zuletzt geändert von mic am 04.12.2007 - 16:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Af
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Beitrag von Af »

Das gibt ja mal ne tolle Optik, diese Wintersaison.

@ Loch: Naja, wenn die kompletten Decken runtergebrochen sind, ist das aber kein Loch mehr.... :lol:

Da werden wohl grad Statiker und Polier schwitzen. :?
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Af hat geschrieben:Das gibt ja mal ne tolle Optik, diese Wintersaison.
Die Baustelle ist komplett abgehängt. Schön sieht es trotzdem nicht aus ...

Heute ist ein Bericht erschienen:
Serfaus: Mittelalterliche Gräber am Plateau

Was den Einsturz der Serfauser Tiefgarage verursachte, steht- noch nicht fest.

Bild
Die Risse in der Muirenkapelle haben sich laut Mangott durch den Tiefgarageneinsturz etwas verstärkt.
Bild: TT/Schnegg


Nachdem das fast fertige Bauwerk am 4. Dezember 2007 plötzlich einbrach, wurden auch die Stimmen nicht mehr ruhig, die von entweihter Erde und gestörter Ruhe mystischer Wesen sprachen, die sich auf diese Weise rächen wollen.

Dass der Muirenbichl kein "normaler" Ort ist, hat auch das Bundesdenkmalamt von Anfang an vermutet und den Bereich als so genannte Verdachtsfläche ausgewiesen. Bereits vor den Bauarbeiten wurden deshalb Ausgrabungen durchgeführt, deren Finanzierung die Gemeinde Serfaus trägt.

"Wir haben mehrere Körpergräber gefunden", bestätigt Johannes Pöll vom Bundesdenkmalamt, "sie wurden alle geborgen und in München untersucht." Die Ergebnisse liegen seit Kurzem vor und sind archäologisch äußerst interessant: Demnach stammen die Gräber aus dem frühen Mittelalter, aus der Zeit zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert.

Gebäuderest aufgetaucht
"Das war da oben nicht zu erwarten", klärt Pöll auf, "so etwas kennt man im Oberen Gericht eigentlich gar nicht." Es sei eher zu vermuten gewesen, "dass die Gräber aus römischer Zeit stammen.

Einige wenige römische Fundstücke sind auch tatsächlich aufgetaucht." Bei den Gräbern wurde auch ein Gebäuderest gefunden. Der fiel allerdings der Baugrube zum Opfer. Endgültigen Aufschluss über das Alter der Funde wird allerdings erst eine Datierung der Knochen nach der C-14-Methode bringen.

Damit die Fundstelle nicht in Vergessenheit gerät, soll laut Pöll nach Abschluss der Bauarbeiten und Wiederherstellung des Muirenbichls eine Erinnerungstafel vor Ort darauf hinweisen.

Nichts Neues gibt es hingegen bei der Suche nach der Ursache des Tiefgarageneinsturzes. "Das Salzburger Büro, das damit beauftragt ist, wird wohl noch ein bis zwei Wochen brauchen", erklärt Bürgermeister Georg Mangott.

Gefährlicher Klettersteig
Und er lässt den Vorwurf einiger Gegner des Bauwerks nicht auf sich sitzen, dass er am Sebastianitag (20. Jänner) die Serfauser Gläubigen mit Absicht nicht in der Muirenkapelle beten lassen habe. Obwohl das Ansuchen bereits zwei Wochen vorher bei der Gemeinde einlangte.

"Das ganze Gebiet ist abgezäunt, weil es gefährlich ist. Die alten Leute müssten über einen verschneiten Weg klettern. Wer ist da wohl der Teschek, wenn jemand in die Tiefgaragengrube fällt?

Der Bürgermeister." Er habe den Obmann des Pfarrgemeinderates in Kenntnis gesetzt und aufgetragen, seine Leute zu informieren. "Außerdem hätten wir ja noch die Lourdeskapelle", sagt Mangott.
Quelle: TT
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Einsturz der Tiefgarage in Serfaus: Schwere Mängel bestätigt

Der Verdacht, dass gravierende Berechnungsfehler zum Einsturz der Serfauser Tiefgarage führten, hat sich inzwischen erhärtet.

Bild
Die oberste Decke der Tiefgarage stürzte ein und durchschlug die zweite.
Bild: TT/zoom-titol


Am 4. Dezember 2007, gerade eine Woche vor der Inbetriebnahme, krachte die fast fertig gestellte Tiefgarage mitten in Serfaus in sich zusammen. Gottlob zu einer Tageszeit, zu der die Arbeiter noch nicht am Werk waren.

Die erste Decke brach ein, die zweite folgte. Auch die Säulen wurden beschädigt, die Tiroler Tageszeitung berichtete. Seit dort ist der Bauherr, die Gemeinde Serfaus, auf der Suche nach der Ursache. Immerhin geht es um viel Geld bei dem 1,35-Millionen-Euro-Projekt.

Gutachten wurden in Auftrag gegeben, um rasch Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Kurz nach dem Vorfall wurde der Verdacht laut, dass es sich um Mängel in der Berechnung der Bewehrung handeln könnte.

Der Verdacht scheint sich inzwischen erhärtet zu haben, wie Bürgermeister Georg Mangott erklärt: "Wir haben das entgültige Gutachten zwar noch nicht vorliegen, aber unsere Befürchtung wurde bestätigt: Gravierende Mängel bei den Berechnungen."

Mehrere Fehler auf einmal
Allerdings nicht nur bei jenen der Bewehrung: Hinzugekommen sind laut Bürgermeister auch falsche Berechnungen bei der Überschüttung (die Tiefgarage hätte nämlich wieder unter dem ehemaligen Muirenhügel verschwinden sollen) und bei der Berechnung der Massen.

Wer nun tatsächlich schuld an dem Schlamassel ist, bauausführende Firma oder Statiker, will Mangott erst dann definitiv sagen, wenn das entgültige Gutachten vorliegt: "Das ist eine Versicherungsangelegenheit, mit der wir derzeit herumkämpfen."
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Beitrag von S04-Mutschler »

Serfaus 06.03.2008

Gutachten nach Garageneinsturz fertig
Vier Monate nach dem Garageneinsturz in Serfaus hält der Serfauser Bürgermeister Georg Mangott das Überprüfungsgutachten in Händen. Darin ist von massiven Berechnungsfehlern die Rede.


Berechnungsfehler bestätigt
Viel wurde in letzter Zeit über Berechnungsfehler beim Bau der sogenannten Muirengarage im Ortszentrum spekuliert. Die Bestätigung für diese Vermutungen steht laut dem Serfauser Bürgermeister Georg Mangott jetzt im Gutachten des Überprüfungsstatikers.

Demnach hätten aber nicht nur massive Berechnungsfehler des Statikers zu dem Einsturz geführt. Gleich zwei Decken des Rohbaus sind in den Morgenstunden des 4. Dezembers 2007 eingebrochen. Ein Grund für den Einsturz sollen auch falsche Aufschüttungen und Lastannahmen gewesen sein.

Statiker unterversichert
Jetzt, sagt Bürgermeister Georg Mangott, gehe es darum zu klären, wer für den Schaden von mehreren hunderttausend Euro aufkommt. Denn der Statiker sei für den entstandenen Schaden unterversichert.


Unklar sei auch noch, ob es ein Mitverschulden weiterer am Bau beteiligter Firmen gibt oder nicht. Mit dem Gutachten in Händen will der Serfauser Bürgermeister Gespräche führen, um mit den Versicherung eine Lösung für das Finanzierungsproblem nach dem Einsturz zu finden.

Der Bau selbst steht seit dem Einsturz still. Weil die umstrittene Garage aber gebraucht wird, sollten die Arbeiten Anfang April wieder aufgenommen werden können, so der Wunsch von Bürgermeister Mangott.

Quelle: orf.at
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