Serie Arbeitsplatz Skigebiet

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
Antworten
esa
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 332
Registriert: 30.01.2006 - 18:30
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Rödermark
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 114 Mal

Serie Arbeitsplatz Skigebiet

Beitrag von esa »

Quelle: http://www.snow-online.de/magazin/repor ... huette.php

Kristallhütten-Chef Stefan Eder im Interview
Präsidenten beim Qualitätseinkehrschwung

Seit November 2004 verwöhnt das mittlerweile über 30-köpfige Team der Kristallhütte im Skigebiet Hochzillertal auf 2.147 Metern seine Gäste. Chef auf der Kristallhütte ist der 29-jährige Stefan Eder, der aus einer Zillertaler Hoteliersfamilie stammt. im Interview mit SNOW-ONLINE.DE gibt Stefan Eder einen Einblick in seine Arbeit.

Stefan, 2004 habt Ihr die Kristallhütte eröffnet. Mittlerweile ist die Hütte vor allem dank ihres gastronomischen Konzeptes, das sich deutlich von dem in Skigebieten weit verbreiteten 08/15-Essen abhebt, weit über das Zillertal hinaus bekannt. Wie bist Du auf die Idee für das Konzept gekommen?

Mich hat früher immer gestört, dass bei uns im Zillertal am Berg ein lässiges Restaurant mit Lounge-Musik und gutem Essen gefehlt hat. So ist mir die Idee zum Konzept für die Kristallhütte, die einen Qualitätseinkehrschwung bieten soll, gekommen. Mit der Hütte hat sich schon ein Traum für mich erfüllt.

Was unterscheidet die Kristallhütte von anderen Skihütten?

Da ist zunächst einmal das wunderschöne Panorama, dass wir unseren Gästen hier oben bieten können. Zudem ist das Essen ein sehr wichtiger Faktor. Wir verarbeiten nur hochwertige Produkte. Das fängt bei den Nudeln an, geht über Filetsteak und frischen Thunfisch, auf Wunsch kochen wir auch Gourmet-Menus. Wir wollen, dass das Essen auch in dieser Höhe einen besonderen Touch hat. Außerdem haben wir für unsere Übernachtungsgäste acht Panorama-Doppelzimmer, die sehr gut ankommen. Neu ist in diesem Jahr die Kristall-Lounge auf der Terrasse mit Außenfeuerstelle, Liegebereichen, Wasserbetten und Whirlpool.

Du hast Euer kulinarisches Angebot schon angesprochen. Welche Speisen kommen denn am besten bei den Gästen an?

Einerseits bieten wir die traditionellen Hüttengerichte an. Da steht bei den Gästen unser frisch gekochter Kaiserschmarrn an erster Stelle. Dann gibt es die Gourmetschiene. Da ist das Filetsteak der Klassiker.

Die Kristallhütte ist im Winter nur per Schlepplift oder mit der Pistenraupe erreichbar. Ist es da eine besondere Herausforderung, die ganzen Speisen auf die Hütte zu kriegen?

Es ist natürlich nicht so wie bei Betrieben im Tal, dass der LKW einfach an die Garage ran fahren kann. Wir kriegen die Waren alle an die Talstation geliefert und verladen sie dann in die Gondel. Von der Bergstation der Seilbahn geht es weiter mit der Pistenraupe. Jede Schachtel, jeden Karton haben wir mindestens vier, fünf Mal in den Händen, bis er da ist wo er hin gehört. Das ist ein sehr hoher logistischer Aufwand. Aber nach drei Jahren sind wir mittlerweile ganz gut eingespielt.

Welche Gäste kommen denn zu Euch?

Die Palette ist groß. Das geht vom Bundespräsidenten bis zum Handwerker. Wir haben bei der Preisgestaltung darauf geachtet, dass jeder in den Genuss einer Übernachtung auf der Kristallhütte kommen kann.

Wer waren denn die prominentesten Gäste?

Neben den drei Präsidenten Horst Köhler (Deutschland), Heinz Fischer (Österreich) und Václav Klaus (Tschechien) waren unter anderem der Sänger Sasha und die Moderatorin Ulla Kock am Brink schon bei uns zu Gast.

Wie lange im voraus muss man buchen, um bei Euch übernachten zu können?

Wenn man zu einem Wunschtermin kommen will, muss man mittlerweile ein Jahr im voraus buchen. Es gibt aber auch Wartelisten. Wenn jemand storniert, schicke ich die Freimeldungen an alle, die auf der Liste stehen.

Kommst Du bei all der Arbeit selbst noch zum Skifahren oder Snowboarden?

Ich nehme es mir zwar jeden Winter vor, aber leider geht es sich dann doch nicht aus. Bei mir ist immer in der Früh recht viel zu tun. Und deshalb klappt es nur zwei, dreimal in der Saison, dass ich selbst auf dem Snowboard stehe.

esa
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 332
Registriert: 30.01.2006 - 18:30
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Rödermark
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 114 Mal

2. Teil Berni Huber (Skigebiets-Chef Grasgehren)

Beitrag von esa »

Quelle: http://www.snow-online.de/magazin/repor ... ihuber.php

Ex-Weltcup-Fahrer und Grasgehren-Chef Berni Huber im Interview
"Skifahren ist und bleibt mein Leben"

Seit 2003 ist Berni Huber, der frühere Weltcupfahrer und Olympiateilnehmer von 1992, Geschäftsführer des Skigebietes Grasgehren, einem kleinen aber sehr schneesicheren Skigebiet im Allgäu. 2007 startete der Skibetrieb bereits Ende Oktober.

Berni, 1997 hast Du deine Karriere im Alpinen Ski-Weltcup beendet. Was hast Du seitdem gemacht?

Ich war zunächst vier Jahre lang als Nachwuchstrainer im Allgäuer Skiverband tätig. In dieser Zeit habe ich an der Sporthochschule in Köln auch mein Trainer Diplom abgelegt. Danach habe ich noch zwei Jahre für den Deutschen Skiverband als Trainer im Herren-Europacup gearbeitet. Unter anderem habe ich den Felix Neureuther trainiert.

2003 hast Du dann als Trainer aufgehört und die Nachfolge Deines Vaters als Geschäftsführer der Skilifte in Grasgehren angetreten. Was waren waren die Gründe hierfür?

Die Trainertätigkeit hat mir riesigen Spaß gemacht. Ich habe aber so viele Jahre das „Zigeunerleben“ genossen und war viel unterwegs. Jetzt habe ich selbst Familie, da musste ich irgendwann sesshaft werden.

Du bist Chef eines kleinen Skigebietes. Was ist das Besondere an Grasgehren?

Das Gebiet ist sehr schneesicher. Außerdem sind wir bekannt für unsere top präparierten und abwechslungsreichen Pisten, die alle maschinell beschneit werden können. Trotz des vielen Schnees haben wir relativ viel Sonne. Mit diesem Hochkessel sind wir vom Herrgott begnadet worden.

Ist es als kleines Skigebiet schwer, sich gegen die großen Gebiete zu behaupten?

Ja, das ist schwierig und es wird auch immer schwierig bleiben. Wir haben glücklicherweise viele Stammgäste, die jedes Jahr wiederkommen und unseren Service schätzen.

Wenn Rekordschneehöhen gemeldet werden, könnte man meinen, dass alle Liftbetreiber jubeln. Ist das bei Euch auch so?

Das muss man bei Grasgehren ein wenig differenziert betrachten. Wenn es überall zum Skifahren geht, dann macht sich das in unserer Bilanz eher negativ bemerkbar. Wenn dagegen weniger Schnee liegt, dann kommen sie alle in unser schneesicheres Gebiet.

Was erhoffst Du dir für dein Gebiet in der Zukunft?

Ein Wunschtraum wäre eine Liftverbindung hinüber nach Balderschwang, dass ja auch als sehr schneesicher gilt. Ob es klappt, weiß ich nicht. Aber wir werden es auf jeden Fall versuchen.

Alle Pisten in Grasgehren können bewschneit werden. (Foto: esa)

Verfolgst Du den Ski-Weltcup nachwievor?

Natürlich, ich sitze immer noch mit großem Interesse vor dem Fernseher. Skifahren ist und bleibt mein Leben, ich habe ja auch in meinem jetzigen Job noch jeden Tag damit zu tun.

Was sagst Du als sein ehemaliger Trainer zur Entwicklung von Felix Neureuther?

Es freut mich, wie stark er fährt in letzter Zeit. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er ein Rennen gewinnt. Hauptsache ist, dass er gesund bleibt, dann werden wir noch viel Freude an ihm haben.
esa
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 332
Registriert: 30.01.2006 - 18:30
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Rödermark
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 114 Mal

Pistenraupenfahrer auf der Planai

Beitrag von esa »

Quelle: http://www.snow-online.de/magazin/repor ... nraupe.php

Bei Neuschnee wird der Arbeitstag zweigeteilt

Wolfgang Perhab ist einer der Routiniers unter den Pistenraupenfahrern auf der Planai, dem bekanntesten Skiberg der Steiermark. Seit über 20 Jahren verschwindet er mit den bis zu 400 PS starken Kettenfahrzeugen in der Einsamkeit der Nacht.

Wolfgang, schon viele Jahre arbeitest Du als Pistenraupenfahrer auf der Planai. Wie bist Du zu dem Job gekommen?

Ich war erst Mitarbeiter bei der maschinellen Beschneiung. Dann hat man mich aber bald gefragt, ob ich nicht als Pistenraupenfahrer arbeiten möchte. Da ich ein Nachtmensch bin, habe ich gedacht, das probierst du mal. Und mittlerweile fahre ich jetzt schon über 20 Jahre.

Ist das ein Traumjob für Dich?

Wenn wir in der Nacht unsere Ruhe haben, die Pisten gut präpariert werden können und die Gäste zufrieden sind, dann ist es schon ein Traumjob. Aber derzeit haben wir relativ viele Probleme mit alkoholisierten Skifahrern, die im Dunkeln von der Hütte abfahren und die Pisten zerpflügen. Da macht es dann oft keinen Spaß mehr, weil man die Arbeit nicht sieht, die dort geleistet wurde. Am nächsten Tag beschweren sich dann die Leute, dass die Pisten nicht präpariert wurden, dabei sind wir bis um 2 Uhr nachts gefahren. Außerdem ist es auch gefährlich, wenn Leute im Dunkeln während der Präparierungsarbeiten abfahren. Vor allem dann, wenn wir mit der Seilwinde arbeiten, die im Dunkeln fast nicht zu sehen ist. Das ist derzeit ein großes Problem.

Wie sieht der Tagesablauf bei Euch aus?

Bei normaler Witterung treffen wir uns um 16.30 Uhr bei den Maschinen. Dann wird besprochen, was an Arbeiten anfällt. Um 17 Uhr fahren wir dann los. Fertig sind wir zwischen 0 und 2 Uhr. Bei Neuschnee ändern wir den Ablauf. Dann fahren wir meist bis 21 Uhr eine Runde und gehen dann nach Hause. Um 4 Uhr morgens fangen wir dann noch einmal an und fahren bis etwa 10 Uhr.

Ist das Präparieren im Gegensatz zu früher einfacher geworden?

Durch die modernen Maschinen ist es schon einfacher geworden. Allerdings sind die Anforderungen in den vergangenen Jahren auch enorm gewachsen. Durch den Anstieg der Gästezahl und die Carving-Ski werden die Pisten stärker beansprucht. Bis etwa um elf Uhr ist die Piste perfekt, dann kommen aber einfach die Hügel, wenn in der Hochsaison sehr viele Leute fahren. Daran ändert auch die beste Pistenraupe nichts.

Wie kommst Du mit den ungewöhnlichen Arbeitszeiten zu Recht?

Für uns Fahrer ist das meist kein so großes Problem, eher schon für die Familien.

Zu welcher Zeit habt Ihr Pistenraupenfahrer am meisten zu tun?

Im November und Dezember. Um die Pisten zum Saisonstart herzurichten, ist einiges an Arbeit nötig. Auch beim Weltcup-Nachtslalom Ende Januar wird es noch einmal stressig.
esa
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 332
Registriert: 30.01.2006 - 18:30
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Rödermark
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 114 Mal

Arbeitsplatz Skigebiet: Snowpark-Designer

Beitrag von esa »

Quelle: http://www.snow-online.de/magazin/repor ... ufmann.php

Interview mit Snowpark-Designer Wille Kaufmann
"Nur wer selbst springt, der ist auch glaubwürdig"

Wille Kaufmann ist Snowpark-Designer. Unter anderem betreut er den Betterpark am Hintertuxer Gletscher, der das ganze Jahr über geöffnet ist und viele Anhänger hat. Im Interview mit SNOW-ONLINE.DE spricht er über seinen nicht alltäglichen Job.
.........................................
Antworten

Zurück zu „Medienberichte“