Aufatmen bei den Verantwortlichen in Matrei und Kals: Um die Skischaukel zu verwirklichen, benötigt man kein zeitaufwendiges Umweltverträglichkeits-Verfahren. Der Preis dafür: ein 4 km langer Skiweg anstelle einer breiten Piste.
Die Erleichterung ist beim Matreier Bürgermeister LA Dr. Andreas Köll deutlich spürbar: „Ein absolutes Aufatmen. Sonst hätte die touristische Zukunft im Sommer und Winter nicht gut ausgesehen.“ Und vor allem wären die Fristen für EU-Gelder überschritten gewesen.
Um unterhalb der Kriterien für ein aufwändiges so genanntes UVP-Verfahren zu bleiben, wurde das Projekt nach dem ersten Feststellungsbescheid im Mai des Vorjahres abgespeckt. Allerdings nicht ganz im Sinne der Kalser, wie Bgm. Klaus Unterweger meint. Denn es seien in Matrei nachträglich drei Hektar hinzugekommen. „Aufgrund der Flächen, die dort überschritten wurden, mussten in Kals massive Flächeneinbußen hingenommen werden.“ Konkret bedeutet das: „Statt der Figeralmpiste und eines kurzen Skiweges steht jetzt nur mehr ein 4 km langer Skiweg als Verbindung ins bestehende Kalser Skigebiet zur Verfügung.“
Köll sieht das Ganze anders: Die geplante Erweiterung der Happeck-Piste sei von 3,5 auf 1 Hektar zurückgenommen worden. Eine schon bestellte kuppelbare Sechserbahn als Ersatz für die Doppelsesselbahn II habe man aufgrund der unsicheren Situation um die Umweltverträglichkeitsprüfung zurückgestellt.
Herzstück der Liftanlagen in Kals ist hinkünftig die 8er Einseilumlaufbahn in zwei Sektionen von den Dorfer Feldern, zur Mittelstation Gliberalm und weiter zur Bergstation Cimaross mit Restaurant für 500 Gäste. Hinzu kommt ein Tellerlift ins bestehende Kalser Skigebiet. Eine neue Piste entsteht zwischen Cimaroß und Kals Matreier Törl und von dort zur Mittelstation der Seilbahn.
Skischaukel-Betreiber Heinz Schultz sagte auch zu den 4 km langen Verbindungsweg entsprechend zu verbreitern und in die Vollbeschneiung des Kalser Skigebietes zu investieren.
Wie geht es weiter? Voraussetzung für die Bauarbeiten sind positiv verlaufende umwelt- und eisenbahnrechtlichen Verfahren. Schultz: „Ich gehe davon aus, dass wir im Dezember in Betrieb gehen können, wenn die Bescheide rechtzeitig da sind.“
Keine UVP für Skischaukel Kals-Matrei
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