Auf Wunsch erläutere ich hier nochmals den Aufwand, der zur Wiederaufstellung der Steinmähderbahn nötig war.
Begutachtung der schon abgebauten Steinmäderbahn in Lech.
Dadurch habe ich festgestellt, die Bahn ist sehr gut gewartet und gepflegt, und auch fachgerecht demontiert worden.
Die Anlage hatte auch nur 10 jahre auf dem Buckel und ist eine 5meter bahn mit Förderbandeinstieg und umgerüsteten Sessel mit Komfortpolster.
Danach folgten Preisverhandlungen und einige Sitzungen mit dem TÜV Bayern und der Seilbahnaufsticht.
Unter folgenden auflagen durften wir die Bahn kaufen und montieren;
Komplett neue unterlagen nach CEN.
Neues Förderseil nach BO Seil.
Umbau der Bahn auf CEN Norm und Verstärkung der Tragenden Teile.
Brandschutzkonzept mit Brandmeldeanlage.
Umbau und Revision der bahn durch die Firma Dopelmayr/Girak.
Komplette neue Steuerung durch die Firma Siemens.
SPS/Thyristor/Trafo einfach alles.
Doppelmayr erneuerte die Klemmen, baute die Klemmen auf CEN um.
Doppelmayr revisionierte die kompletten Rollenbatterien und baute sie auf CEN um.
Doppelmayr revisionierte die Antriebs und Umlenkscheibe und verstärkte die Umlenkscheibe, sowie neue Lagerungen und scheibengummis.
Der Gleichstromantrieb wurde komplett revidiert.
Die Antriebswelle des Unterflurantriebs wurde bei leitner um 1,50 meter gekürzt.
Das kuppengerüst der Bergstation wurde neu eingekleidet.
Der Bahnhof wurde neu konzeptiert, da die Bahn vorher einen unterirdischen Bahnhof an der Talstation hatte, und wir den Bahnhof am Berg haben.
Die Talstationseinhausung wurde nach Brandschutzrichtlinien komplett nue errichtet.
Die Podeste an den Stützen wurden komplett erneuert.
Die Stütze 10 ist komplett neu.
Das Seil ist von der FA. Teufelberger.
Ich denke, das ist es im großen und ganzen.
Der ganze aufwand hat sich für uns soweit rentiert, dass die Bahn im endeffekt um die hälfte günstiger war, als eine vergleichbare Neuanlage.
Wiederaufbau einer 4er KSB (Steinmähder-Rossalm)
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Die sache ist die, dass bei einem kleinen Unternehmen wie wir es sind die Preisnachlässe extrem gering sind, da sich die Seilbahnbauer nicht viele Folgeaufträge versprechen. deshalb wollen die das maximum herausholen.
Eine Neuanlage wäre auf ca. 7millionen euro gekommen.
Und die Steinmäderbahn wollte der Bitterl (Chef der Girak) unbedingt in Deutschland oder Österreich als letzte Referenz wieder aufbauen.
Eine Neuanlage wäre auf ca. 7millionen euro gekommen.
Und die Steinmäderbahn wollte der Bitterl (Chef der Girak) unbedingt in Deutschland oder Österreich als letzte Referenz wieder aufbauen.