Mal wieder verirrte Skifahrer in Salzburg...

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lanschi
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Mal wieder verirrte Skifahrer in Salzburg...

Beitrag von lanschi »

Skifahrer im Tiefschnee verirrt
Bergretter mussten in Saalbach-Hinterglemm und Uttendorf (beiden Pinzgau) ausrücken, um Skifahrer aus dem Tiefschnee zu bergen. Die Urlauber waren abseits der Piste abgefahren und konnten nach einiger Zeit nicht mehr weiter.

Orientierung, Ski und Stöcke verloren
Ein 19- und ein 20-jähriger Deutscher waren Montagmittag beim Bernkogelschlepplift in Saalbach im Tiefschnee abgefahren. Dabei fanden sie aber nicht mehr rechtzeitig den Weg zurück auf die Piste und gerieten in unwegsames Gelände.

Die beiden verloren zunächst die Orientierung und dann ihre Ski und Stöcke. Sie versuchten zu Fuß durch den bauchhohen Schnee zur Piste zurückzukehren - aber vergeblich. Gegen 17.00 Uhr erreichten die beiden schließlich telefonisch den Vater der 20-Jährigen, der dann die Rettungskräfte informierte.

Einsatzkräfte bringen Verirrte sicher ins Tal
Eine Suchtruppe von Alpinpolizisten und Bergrettern mit einem Lawinenhund fanden mit Unterstützung von Liftbediensteten die beiden dann kurz nach Einbruch der Dunkelheit auf der Sahatalm im Gemeindegebiet von Fieberbrunn (Tirol). Die Deutschen wurden sicher ins Tal gebracht.

In Schnee und Nebel von Piste abgekommen
Bereits Sonntagnachmittag hatte sich im Weißsee-Skigebiet ein 42-jähriger Deutscher abseits der Piste verirrt. Der Mann kam bei der Abfahrt von der Rudolfshütte in dichten Nebel und Schneetreiben von der Piste ab. Er blieb im hüfthohen Schnee stecken.

Andere Skifahrer hörten die Hilferufe des 42-Jährigen. Die Pistenrettung rückte daraufhin aus und fand den Mann etwa 400 Meter abseits der Skiabfahrt. Auch er kam unversehrt ins Tal.
Snowboarder unverletzt gerettet
Im gefährlichen "Zeferetgraben" auf dem Kitzsteinhorn bei Kaprun (Pinzgau) hat sich am Sonntag wieder ein Snowboarder verfahren. Bergretter und das Team des Notarzthubschraubers Alpin Heli 6 bemühten sich um ihn.

Anstieg über Lärchwand-Trasse
Der 19-jährige Lette fuhr gegen 14.00 Uhr vom Kitzsteinhorn ab und geriet bei sehr schlechter Sicht und Schneetreiben in den "Zeferetgraben".
Als er im hochalpinen Steilgelände nicht mehr vor und zurück konnte, alarmierte der junge Snowboarder seine Eltern via Mobiltelefon. Diese wiederum verständigten Pistenrettung und Bergrettungsdienst.

Alpin Heli 6 doch im Anflug
Wegen der schwierigen Wetterlage konnte vorerst kein Hubschrauber eingesetzt werden. So machten sich 14 Mann der ÖBRD-Ortsstelle Kaprun - im untersten Teil des langen Anstieges über die Trasse des Lärchwand-Schrägaufzuges - zum Zeferetgraben auf; bei weiter oben sehr hoher Lawinengefahr im Steilgelände.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit wurde das Wetter kurzzeitig besser, und die Besatzung des Notarzthubschraubers Alpin Heli 6 aus Zell am See (Pinzgau) konnte den Letten an Bord nehmen.

Gefährliche Rückkehr des Teams
Die 14 Bergretter befanden sich in dem schwierigen Gelände bereits sehr nahe an dem Snowboarder und konnten wegen erneuter Wetterverschlechterung nicht mehr mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen werden. Sie traten den gefährlichen Rückweg zu Fuß an.
salzburg.ORF.at

Die Anzahl der Idioten, die einfach irgendwelchen Spuren nachfahren oder einfach, ohne zu überlegen, in den ersten schönen Hang einfahren, wird scheinbar immer größer.

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BigE
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Beitrag von BigE »

naja, es kann schon sehr sehr nervig sein bei schlechter sicht im tiefschnee. beispielsweise heute auf madrisa^^ zeitweise dichter nebel und starker schneefall, man konnte nicht erkennen obs vor einem nun bergauf oder bergab geht. bin deshalb nur in regionen eingestiegen, wo es eine klare auffanglinie ( = markierte piste) gab. und obwohl ich mich auskenne hab ich kurzfristig die orientierung verloren. deshalb finde ich es schon etwas gewagt, die leute als idioten zu bezeichnen und ihnen zu unterstellen, sie wären einfach irgenwelchen spuren gefolgt.
wobei ich natürlich auch vermute, dass es sich tendenziell um ortsunkundige leute handelt, die sich hoffnungslos verirren.
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Ich kenne beide Orte - die Tatsache, vom Bernkogel "zufällig" nach Fieberbrunn zu kommen sagt doch schon einiges aus.

Und in den Zeferetgraben am Kitzsteinhorn fährt man auch nicht einfach so ein.

Und wenn die Sicht so schlecht ist, und ich mich nicht auskenne, dann MUSS ich auf den markierten Abfahrten bleiben. Ich kenne das Gefühl selber sehr gut, auf den eigenen Hausbergen nur mehr nach Markierungsstangen zu suchen.

Es ist ja beileibe nicht der einzige Fall in Salzburg in den letzten Wochen - im Zeferetgraben waren bereits vor wenigen Wochen mehrere deutsche Jugendliche abgefahren, in Sportgastein haben Norweger einfach mal das falsche Kar erwischt (um die Nordabfahrt zu verfehlen braucht es auch schon Einiges) - das geht heuer den ganzen Winter schon so dahin.
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peppY
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Beitrag von peppY »

Tja ist zum Teil unglaub. Zufällig von Piste abkommen ist besser als gegen 10m hohes Liftseil zu springen. Der Idioten Anteil is schon seit Jahren am Boomen. Seit diesem Jahr fahre ich auch Abseits der Funparks etc mit Rückenprotektor und Helm. Weihnachten hats meinen Coussain in SBH erwischt (umgenietet) und von meiner Freundin die Mutter hat sich heute in Odorf das Knie zerlegt (Kreuzband etc durch). Letzteres hat den Vorteil das ich am WE das Auto mit abholen fahr und dann noch 2 Skitage in den Alpen bekomme heuer ;)
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Dazu noch ein Artikel aus den SN:
Ab in den Graben
18.03.2008 | SN
Skifahrer verirren sich ständig im Zeferetgraben

Kaprun (SN). Die Kapruner Bergrettung muss mehrmals jährlich in den unwegsamen Zeferetgraben in rund 1300 Metern Seehöhe ausrücken. Immer wieder fahren Wintersportler vom Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn in den gesperrten Graben ab und kommen nicht mehr weiter.

So ignorierte zuletzt am Sonntagnachmittag ein 19-jähriger Lette die Absperrung und verließ die markierte Piste. "Der Graben schaut von oben sehr verlockend aus. Man glaubt, es gibt eine Tiefschneeabfahrt bis ins Tal. Bei einem Geländeabbruch weiter unten steht man dann an: Dort gibt es einen Wasserfall, der komplett vereist ist. Ohne entsprechende Ausrüstung kommt man nicht mehr weiter", schildert Thomas Leitner, der Ausbildungsleiter der Bergrettung Kaprun.

So erging es auch dem Urlauber aus Lettland: Der Snowboarder geriet immer weiter in das unwegsame Gelände, ehe er schließlich seine Eltern anrief und über die missliche Lage informierte. Das Ehepaar alarmierte die Einsatzkräfte. Wegen der äußerst schlechten Sicht war zunächst keine Bergung mit dem Helikopter möglich. Weil die Abfahrt vom Skigebiet in den Graben wegen extremer Lawinengefahr unmöglich war, mussten die Bergretter mit 14 Mann über den Lärchwand-Schrägaufzug aufsteigen und dann einen Kilometer in den Zeferetgraben queren.

Das Gelände ist extrem unwegsam, nach einem Sturm im Jahr 2002 liegen die Bäume noch immer kreuz und quer. "Das ist wie Schwammerlsuchen mit Ski", sagte Leitner mit einem Anflug von Ironie. Tatsächlich ist das Queren des Hangs äußerst kräfteraubend und gefährlich.

Der Lette konnte schließlich gegen 18 Uhr geborgen werden. Kurz bevor ihn die Bergretter erreicht hatten, stieg der Notarzthubschrauber Heli Alpin 6 doch noch auf; die Crew holte den Mann per Seilbergung aus dem Gelände. Die Bergretter mussten zu Fuß den Rückweg antreten.

Es war bereits der vierte Bergrettungseinsatz im Zeferetgraben in diesem Winter. Zuletzt wurden fünf Urlauber aus Irland mit dem Polizeihelikopter aus dem Graben ausgeflogen.
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Beitrag von TPD »

So ignorierte zuletzt am Sonntagnachmittag ein 19-jähriger Lette die Absperrung
Ehrlich gesagt frage ich mich schon, weshalb überhaupt noch Absperrungen gemacht werden ? Die meisten Leute ignorieren sie ja eh...
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Kaprun

Beitrag von schifreak »

also bei der Kapruner Bergrettung möcht ich net arbeiten... wegen solchen unvernünftigen Menschen sei Leben riskieren.
Da müßt ma ganz groß hinschreiben, bei der Absperrung: Wer trotzdem dort reinfährt, kann nicht gerettet werden, weils selbst für ExtremBergsteiger und Schifahrer / Rettungskräfte nicht möglich iss, dort einzusteigen, um unvernünftiges Leben zu retten. Irgendwo iss Schluß, und am Kitzsteinhorn iss halt mal ausserhalb vom Gletscher einfach Extremgelände. Das können die blöden Menschen sich einfach nicht vorstellen, daß ein Gletscherhang oben ganz leicht aussieht, aber dann irgendwann mal steil abfällt. Das könnt ma sich aber denken, wenn ma die erste Sektion rauffährt. Und warum ein Berg keine Talabfahrt hat, iss bestimmt net zwegs der gaudi, sondern hat seine Gründe.

Wie gesagt, man sollt sich die Berge halt erstmal anschaun, dann sieht ma, daß es dort keine Möglichkeit gibt, heil ins Tal runter zu kommen.

Übrigens, eins meiner Lieblingsbilder...
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Beitrag von PB260D »

Super schifreak endlich mal einer der sagt wies ist ! :respekt: :gut:
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Übrigens, für alle, die nicht wissen, wo der Zeferetgraben ist: Das ist der Graben, der unterhalb der Sonnenkarbahn bzw. des Alpincenters runter in Richtung Staumauern führt. Die ersten 500 hm wirklich genial, dann wird´s aber blöd (sieht man aber von oben nicht).

Bild

^^ Ungefährer Verlauf Zeferetgraben, zumeist hinter den Felswänden versteckt. Aber man kann das extreme Gelände erahnen.

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schifreak
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Kaprun

Beitrag von schifreak »

Hi, Super. Ich wollt schon fragen, ob jemand den Graben einzeichnen könnt.
Kriegst nen Einser dafür... :lol:
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Oh mein Gott, nicht schon wieder...
Niederösterreicher aus Bergnot befreit
20. März 2008 | 21:40 |

Zwei Snowboarder hatten sich am Kitzsteinhorn im ungesicherten Gelände verfahren und konnten nur mittels Seilbergung mit dem Rettungshubschrauber aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

ZELL AM SEE (SN). Zwei Snowboarder aus Niederösterreich mussten Mittwochnachmittag am Kitzsteinhorn mit dem Rettungshubschrauber geborgen werden, nachdem sie sich in unwegsamen Geländer verfahren hatten.

Die beiden jungen Männer (21 und 24 Jahre) sind derzeit auf Skiurlaub in Zell am See. Die Freunde der Niederösterreicher sind gegen 15 Uhr mit der Gondel ins Tal gefahren, während die beiden mit ihren Snowboards abfahren wollten.

Als sie schließlich in einen Wasserfall gerieten und nicht mehr weiter wussten, riefen die Männer per Mobiltelefon Hilfe. Die Niederösterreicher mussten schließlich mit dem Alpinheli 6 mittels Seilbergung aus dem so genannten Breitenrießgraben gerettet werden. Die Beiden wurden mit dem Rettungswagen wegen des Verdachts einer Unterkühlung ins Krankenhaus nach Zell am See gebracht.

Die Bergrettung Kaprun war mit sieben Mann im Einsatz.
Den Breitenrießgraben kennt jeder, der schon am Kitzsteinhorn war. In dem fahren nämlich das Funitel und die 8EUB. Tja... :roll:
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Beitrag von OliK »

:(

Also ich kapiers echt nicht, wie blöd manche sein können....

Gibt es denn überhaupt ne Möglichkeit vom KHS ins Tal (ohne abseilen)
zu kommen?
Also irgend ne Locals-Geheim-Tour :wink: oder sowas in die Richtung, bei
der die DAFs sich nur verfahren?
Es grüsst der Oli
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Beitrag von extremecarver »

Das Problem ist in meiner Sicht eher, dass die wenigsten Ski und Snowboardfahrer die richtige Ausruestung mithaben und benutzen koennen fuer die Abfahrten die sie waehlen, so kommt es zu zig Einsaetzen die leicht verhinderbar waeren. Am Kitzsteinhorn hats ja recht guten Handyempfang, bloeder ist es in Gebiete wo kein Handyempfang moeglich ist, und die Bergrettung auch noch den halben Berg absuchen muss, um Vermisste zu finden.

Zum KSH

Also die Strecke unter der Funitel ist je nach Schnee schon fahrbar - hat halt eine schwere Stelle. Wenn ich sowas fahre, dann aber nur mit 50m Seil im Rucksack, um mich ueber evtl je nach Schneelage nicht fahrbare Passagen abzuseilen (=25m lange Passage kann kommen, falls ein paar Baume rumstehen oder noch besser Abseilhaken, dann geht natuerlich mehr). Die schwierigste Stelle schaut aus der Gondel aber einfacher aus, als wenn man drinnensteht!

Eine weitere Möglichkeit ist die Abfahrt nach Niedernsill. Diese ist jedoch stark lawinengefährdet. Weiters kann man zum Maiskogel abfahren, beides erfordert aber etwas Aufstieg bzw Gehweg.

Zu den Stauseen runter geht es auch, je nach Technik und Schnee auch ohne Seil, besonders hier waere aber ein Kletterseil das mindeste zum mitnehmen. Sicher mit Steigeisen falls man mal steckenbleiben sollte geht der Sommerweg Nr. 726 über Hochschober zur Ebmatenalm. Ich hab gehoert die hintere Baerrinne sei auch fahrbar, persoenlich aber noch nicht gemacht, ich bin erst spaeter weg vom Weg. Einfahrt ist hier ueber Kitzsteinhorn und Kammerkees. Dies faellt aber eher in den Bereich hochalpine Bergtour und nicht Abfahrt. Ohne Steigeisen und Seil wuerde ich nicht zum Stausee abfahren.
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OliK
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Beitrag von OliK »

Danke für die Erläuterungen :D , also wie ich es vermutet habe. Keine "normale" Abfahrt möglich.
Umso mehr wundert es mich, daß immer wieder irgendwelche DAFs meinen, es probieren zu müssen. :evil:
Es grüsst der Oli
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Beitrag von Emilius3557 »

Naja, ich denke die eigentliche Abfahrt vom KSH zieht nicht unterhalb der Bahnen hinunter sondern direkt nach Norden von der alten Mittelstation der Seilbahn über die Eder-Almen. Aber auch dort wird es ganz unten wohl "krawuttisch" :D
Nachzulesen bei Pause Senior.
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...
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Beitrag von Af »

Heh, ich brauche Absperrungen noch, im Gegensatz zu einigen anderen Wintersportreibenden in den Bergen, orientier ich mich sehrwohl daran.

@ Idiotenanteil wächst:
Jup, kommt mir auch so vor.... Karte kaufen und gleich Hirn abgeben.
"Wenn was passiert werd ich eh gerettet". Aber leider müssen die Retter die verunglückten Retten, und ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.

Gut, es kann mal passieren, dass man von der Piste abkommt, aber sich so dermassen "verfahren", dass man auf der anderen Seite eines Grates abfährt, das grenzt schon an pure Dummheit.
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Beitrag von extremecarver »

Emilius3557 hat geschrieben:Naja, ich denke die eigentliche Abfahrt vom KSH zieht nicht unterhalb der Bahnen hinunter sondern direkt nach Norden von der alten Mittelstation der Seilbahn über die Eder-Almen. Aber auch dort wird es ganz unten wohl "krawuttisch" :D
War diese Strecke frueher nicht sogar einmal in den Skigebietskarten des KSH eingezeichnet?
Dass die super geht ist eh klar, ueberall wo ein Wanderweg, da auch ein Abfahrt, kritischer wirds halt dort wo unmarkierte Steige oder Klettersteige in der AV25/AV50 drinnenstehen. Leider gibts es noerdlich der Salzburgerhuette nur die AV50er sowie BEV50 (und wohl noch Kompass aber von den Karten halte ich abseits von Wegen nicht gerade viel), und keine AV25er Karten.....
Wird haufig von Tourengehern benutzt. Gibt sogar immer wieder MTBer die hier runter/rauf fahren.

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