Pünktlich zum Anschnallen der Skier wurde das Wetter dann noch schlechter und es fing an, leicht zu schneien. Wir machten es deshalb den vielen Bambini-Skikursen nach und übten uns eine geraume Weile an den blauen Pisten der Sessellifte Le Fassane und La Morea, denn in dichten Wolken oberhalb der Baumgrenze und bei Schneetreiben macht uns das Skifahren eigentlich nur selten Spaß.
Als es dann doch etwas heller wurde, wagten wir die Auffahrt mit dem Le Cune.
Hinunter auf die Moena-Seite und mit dem Piavac wieder hinauf.
Bergstation Piavac aufgenommen 11:04 Uhr
unterer Teil der schwarzen „Piavac“ mit gleichnamigem Lift und Pendelbahn
so richtig gut sah das Wetter noch nicht aus
Blick zur Station Valbona
Nach mehreren Fahrten mit der Piavac und der Abfahrung der wichtigsten Pistenvarianten in diesem Bereich (bei übrigens hervorragenden Schneeverhältnissen (ca. 15cm Neuschnee!), aber was sollte man schon anderes erwarten) wagten wir uns an die schwarze Talabfahrt Richtung Moena („Fiamme Oro I“; welche Poesie). Leider hatten wir diesen Entschluss etwas zu spät getroffen. Die Piste ist zwar grundsätzlich sehr schön, sie war aber nach dem ersten Drittel eindeutig zu weich und damit nur sehr mühsam zu befahren, da die steilsten und engsten Passagen im unteren Teil liegen. Schließlich wollten wir gesund unten ankommen und nicht von der Polizia mit dem „Rutschsarg“ abtransportiert werden (wie beobachtet).
Nach der Auffahrt mit der „Stehgondel“ von Agudio sind wir natürlich stilgerecht nach links zur Pendelbahn abgebogen.
Das Wetter wurde jetzt deutlich besser. Links die schwarze und rechts die rote Abfahrt zum Piavac. Zur Station Valbona und ins Tal muß man die Variante ganz rechts (nicht zu sehen) nehmen.
Bergstation Piavac aufgenommen 12:01 Uhr
Blick von Le Cune: Plötzlich zeigt sich das Fassatal und der Rosengarten
So sieht das heute noch aus.
Und so im nächsten Jahr.
Von Le Cune aus sieht man jetzt auch den Lasté und die gleichnamige rote Piste
Rote Abfahrt „Fiamme Oro II", rechts gehts zur "Mediolanum"
Einmal PB ist genug, deshalb bis zum Mittagessen immer nur den Piavac gefahren
Um 12:30 Uhr fährt ein anständiger Mensch nicht Ski, da isst er zu Mittag!
Adieu Pendelbahn
Blick von Valbona nach Le Cune
Nach dem Mittagessen im Chalet Valbona (SB, aber dennoch zu empfehlen) sollte endlich die bisher vernachlässigte Seite des Skigebietes zu ihrem Recht kommen. Also wieder rauf nach Le Cune.
Die Pala di San Martino gibt sich die Ehre. Damit verglichen klein und eigentlich unbedeutend(:)): der Lasté
Auch der Rosengarten ist nun ohne störenden Schleier zu besichtigen.
Und morgen wollen wir uns die Pala-Gruppe mal aus der Nähe anschauen (ich will aber jetzt nicht vorgreifen)!
Hinter dem Le Cune die Lagorai-Kette.
Rauf mit dem Lasté zum höchsten Punkt des Skigebietes auf gut 2.300 Meter. Hier nun endlich auch ein Ausblick zum Latemar.
Die beiden Pisten neben dem Lasté sind – völlig untypisch für die dortigen Verhältnisse –besonders im oberen, flacheren Teil, ziemlich kupiert und wellig. Aus irgendeinem Grund wurde dort nicht mit der üblichen Planierraupe gearbeitet. Dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - aber mal eine Abwechslung.
Latemar-Gruppe, links auf der schiefen Ebene der Pala di Santa die Bergstation des Sesselliftes
Pala di San Martino ganz wild (okay, ist jetzt das letzte Bild davon)
Aber einmal Latemar muss noch sein
Wenn das Wetter noch ein paar Tage mitspielt, dann kommen wir da auch noch hin (nämlich zum Passo San Pellegrino).
Abendstimmung am Le Cune. Die abgebildete schwarze „Direttissima Le Cune“ war immer noch recht gut zu fahren, allerdings aufgrund der Sonneneinstrahlung schon ziemlich weich. Die rote Abfahrt vom Le Cune sowie die Abfahrten vom Lasté waren dagegen noch toll in Schuß.
Ein letzter Blick von Le Cune zurück zum Rosengarten.
Das finale Schauspiel der Garagierung (hier am Lasté) verkündet den endgültigen Feierabend. Vom Campo geht’s über die blauen Pisten zurück nach Castelir.
Fazit:
Ein interessantes Gebiet für einen Tag. Richtung Moena viele auch anspruchsvolle Abfahrten bzw. –varianten. Die Talabfahrt sollte man aber bei warmen Temperaturen frühzeitig in Angriff nehmen. Im Verhältnis zur Alpe Cermis auch am Vormittag sehr wenig Andrang. Absolut zu empfehlen
Gefallen:
Schneeverhältnisse (insbesondere auch die ca. 15cm Neuschnee)
Pistenangebot
Moderne Lifte
Wenig Leute und überhaupt keine Wartezeiten
Mittagessen im Chalet Valbona
Nicht gefallen:
Talabfahrt Richtung Moena leider schon zu weich