veröffentlicht am 11.04.2008
Autor: keiner angegeben
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Seilbahnwirtschaft fährt Redordumsätze ein
Der letzte Winter hat den Seilbahnen in Salzburg Rekordumsätze beschert. Und das war aus zwei Gründen sehr gut: zum Einen war der Winter 2006/07 nicht gerade erfolgreich, zum Anderen galt es das Geld für die Investitionen in die Skigebiete wieder einzunehmen.
55 Millionen Skifahrer transportiert
Es sind wahrlich ordentlich Summen, mit denen die Seilbahnwirtschaft Jahr für Jahr arbeitet. Mehr als eine Milliarde Euro hat die gerade zu Ende gegangene Wintersaison in die Kassen gespült und dabei 55 Mio. Skifahrer auf die Berge gebracht, sagt Seilbahnen-Obmann Ingo Karl.
"Das ist also weit mehr als das Doppelte der ÖBB und das Vier- bis Fünffache der AUA, was hier bei uns nur allein im Winter befördert wurde", erklärt Ingo Karl.
Immer noch Investitionen in die Zukunft?
Die Seilbahnen geben auch aber viel Geld aus. 523 Mio. Euro wurden 2007 investiert, ein Großteil in neue Beschneiungsanlagen. Das sei angesichts der Klimadiskussion eine Investition in die Zukunft der Branche, sagt Erik Wolf, Geschäftsführer des Seilbahnen-Fachverbands.
"Es gibt für Österreich und für den Alpinen Wintersport von heute auf morgen keine Alternative. Wir haben Studien gemacht, die besagen, dass wir in den nächsten 20 Jahren diese Voraussetzungen noch haben werden, um in diesem Ausmaß wie jetzt noch Wintersport betreiben zu können", meint Wolf.
Investitionen auf Dauer nicht finanzierbar
Angesichts des enormen Investitionsdrangs der Branche kommen von Salzburgs Seilbahnen-Sprecher Ferdinand Eder mahnende Worte. Investitionen von mehr als der Hälfte des Umsatzes seien auf Dauer nicht finanzierbar.
"Mit den 500 Mio. Euro jedes Jahr, da machen wir uns selbst zu Grunde. Die Signale aus dem Bundesland Salzburg für das heurige Jahr sind sicherlich so, dass unsere letztjährigen Investitionsquoten heuer nicht erreicht werden", erklärt Ferdinand Eder.
Unterm Strich bleibt jetzt aber ein zufriedener Blick zurück auf eine kurze, aber erfolgreiche Saison.