Erst mal die Kurzfassung von mir:
In Zelezna Ruda sollen mit EU Geldern ( 16 Millionen Euro !!!!!) ein 6er(8er) Sessellift auf den Spicak und eine 8EUB oder 6EUB oder eine KSB mit Mittelstation auf den Panzer gebaut werden. Am Spicak werden dadurch ein paar Tatra-Poma Lifte ersetzt und am Panzer ein 3km langer Sessellift ( siehe Berichte Topic).
Ich finde das nicht in Ordnung wie mit den EU Geldern umgegangen wird, was meint ihr dazu. Das Skigebiet wird dann wesentlich attraktiver (Skischaukel!) und nimmt dem deutschen Gebiet (Arber) viele Besucher weg, der um soclche Summen zu erwirtschaften sicher 7-8 Jahre braucht. Auch fallen die Liftpreisen in Tschechien viel billiger aus!
So nun der Bericht aus der Zeitung:
Eine neue Sesselbahn auf den Panzer soll den Tourismus in Zelezna Ruda ankurbeln
16 Millionen Euro für touristische Einrichtungen — Hilfe aus Brüssel — Baubeginn in zwei Jahren
von Claudia Winter
Zelezna Ruda. Die tschechische Grenzstadt geht touristisch in die Offensive. In und um Zelezna Ruda sollen in den nächsten Jahren mit Hilfe von Brüssel 16 Millionen Euro investiert werden. Die Stadt lebt vom Tourismus, in ganz Tschechien ist Zelezna Ruda als Wintersportort bekannt. Auf rund 1700 Einwohner kommen 5000 Gästebetten. Im Vergleich dazu: Bayer. Eisenstein hat 2500 Gästebetten. Die meisten Urlauber in Zelezna Ruda kommen aus dem eigenen Land, gefolgt von Holländern und Belgiern. Nur wenige Deutsche verbringen laut Bürgermeister Jiri Vonasek ihren Urlaub in der tschechischen Grenzstadt. "Die kommen meistens nur für einen Tag zum Einkaufen rüber", weiß der Bürgermeister. Seiner Meinung nach wollen die Deutschen nicht auf den gehobenen Standard bei den Unterkünften verzichten. Außerdem seien die Preise in Tschechien nicht mehr so niedrig wie früher.
Die Umgebung von Zelezna Ruda bietet im Sommer ideale Voraussetzungen für Wanderer und Radfahrer. Den Wintersportlern stehen die Areale Spicak ( 1202 Meter), Pancir (1214 Meter), Belveder (900 Meter) und Hojsova Straz (900 Meter) mit zahlreichen Pisten verschiedener Schwierigkeitsgrade zur Verfügung.
Auf den Panzer führt eine einsitzige Sesselbahn. Die Fahrt hinauf auf den Gipfel mit Umsteigen in der Mitte dauert 25 Minuten. "Ein Fall fürs Museum", kommentiert Bürgermeister Vonasek. Die Sesselbahn ist das ganze Jahr über in Betrieb. Rudolf Vlcek schaltet den Lift aber nur ein, wenn mindestens zehn Personen anstehen. Eine Berg- und Talfahrt kostet 45 Kronen. Mit Rad bezahlt man 60 Kronen.
Klar, dass es bei dem Tempo und der Kapazität vor allem im Winter lange Warteschlangen vor dem Lift gibt. Bürgermeister Vonasek träumt schon von der neuen Anlage. In zwei Abschnitten soll die Bahn künftig vom Parkplatz Kaskady über eine Mittelstation auf der bisherigen Trasse hinauf auf den Panzer führen. Die Bahn vom Parkplatz zur Mittelstation wird 1458 Meter lang und bis zur Bergstation sind es nochmal 1254 Meter. "Ob es sich dabei um eine Sesselbahn oder um eine Kabinenbahn handelt, werden die Experten noch klären", sagt der Bürgermeister. Im Sommer wäre seiner Meinung nach gerade für ältere Besucher eine Kabinenbahn besser. Doch die Skifahrer bevorzugen eine Sesselbahn, weil sie dann ihre Skier nicht abschnallen müssen.
Der Skiclub, der die Lifte am benachbarten Spitzberg betreibt, will vom Parkplatz Kaskady ebenfalls einen Sessellift bauen. Somit könnte eine kleine Skischaukel entstehen. Vergrößern wird man dementsprechend natürlich den Parkplatz und auch für die Straße von Zelezna Ruda nach Spitzberg gibt es Ausbaupläne.
Zu dem 16 Millionen Euro (500 Millionen Kronen) umfassenden Gesamtkonzept gehört auch der Agrartourismus. Auf drei Bio-Bauernhöfen im Raum Spitzberg will man den Gästen Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Auch das geplante Böhmerwald-Infozentrum im 40 Kilometer entfernten Modrava fällt in diesen Finanztopf. Bürgermeister Vonasek erhofft sich eine hohe Förderung von der Europäischen Union, so dass für die Stadt noch etwa 20 Prozent der Restkosten bleiben. Baubeginn wird frühestens in zwei Jahren sein.
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