Schladminger Berge, 25. - 27. 6. 2008 + 25. - 27. 6. 2010

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miki
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Schladminger Berge, 25. - 27. 6. 2008 + 25. - 27. 6. 2010

Beitrag von miki »

Heisse Woche in Maribor, noch heissere Prognose (am Mittwoch bis +34), dazu am Mittwoch, 25. Juni Nationalfeiertag in Slowenien und ein paar Tage Urlaub vom Vorjahr habe ich auch noch, und die muss ich bis Ende Juni 'verpulvern'. Da muss ich nicht lange überlegen, was zu machen ist, sondern eher - wohin? Allzuweit will ich für 3 Tage nicht fahren, aber die Dachstein - Tauern Region mit weniger als 3 Stunden Anfahrtszeit wäre gerade das richtige.

Ehlich gesagt, verlief der Trip ganz anders als ich ihn noch wenige Tage zuvor geplant habe. Aber keinesfalls schlechter, muss ich sofort dazuschreiben. Schon im vergangenen Jahr habe ich im Internet das Angebot vom Berggasthof Scharfetter am Hauser Kaibling gefunden (siehe hier: Halbpension mit Frühstücksbuffet und Abendmenü + gratis Seilbahnbenützung = 40€, finde ich mehr als günstig. Und die Aussicht, auf 1840 m die Nacht zu verbringen, der Hitze im Tal zu entfliehen, gefiel mir am besten. Als ich einen Tag vor der Abreise dort angerufen habe, dann herbe Enttäuschung: die Zimmer stünden erst am Freitag Abend zur Verfügung, momentan gibt es unter der Woche nur Restaurantbetrieb, aber keine Zimmervermietung. Und 'so kurzfristig' kann man es mit der Gratis - Seilbahnbenützung eh nicht arrangieren, man muss 'einige Tage vorher' per Fax die Daten schicken damit die Sommercard an der Talstation auf uns wartet usw. Irgendwie hatte ich das Gefühl dass iman sich dort oben nicht gerade um Gäste bemüht :wink:.

Na gut, dann eben nicht, kurfristig umgeplant: Anreise am Mittwoch, mit der ersten Bahn auf den Hauser Kaibling, Tagesziel der 2543 m hohe Höchstein (angeblich 6 Stunden Auf- und Abstieg), mit der letzten Gondel ins Tal und dort ne Bleibe suchen.

(schon jetzt sei verraten: auch da kam was dazwischen ... aber schön mal der Reihe nach)

OK, schon das mit der ersten Bahn war ne Fehlplanung: zu lange geschlafen, zu viele Baustellen auf der Autobahn, zu lang bei Mc Donalds in Liezen gefrühstückt, auf jeden Fall waren wir erst um 9 bei der Talstation der urigen 8er PB:
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Oben angekommen, unangenehme Überraschung: selbst hier, auf 1840 m, war es sehr warm bis heiss, dazu schwül und kaum Wind. Blick zur Bergstation:
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Senderbahn mit Blick zur Planai:
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Im Bereich Kaiblingalm mit Blick zur Dachsteingruppe:
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Und weil es so schön ist ... :
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Bis zur 2250 m hoch gelegnenen Kaiblingloch - Scharte brauchten wir fast 2 Stunden ... :
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... und bis zum Gipfel fehlten uns immer noch etwa 300 HM, dazu waren die Sicherungen am Weg noch tlw. schneebedeckt:
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Ohne viel bedauern haben wir uns entschlossen, die viel zu heisse Tour abzubrechen (selbst auf der Scharte war es heiss, kaum Wind und brennende Sonne), machten lieber ne lange Pause und bewunderten die Umgebung (Fernsicht gab es in der schwülen Luft kaum). Z. B. den Moaralm See:
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Da wir es am Rückweg nun nicht mehr eilig hatten, machten wir zuerst den kleinen Umweg über die 2150 m hohe Bärfall Spitze, von wo der Moaralmsee noch besser zu sehen ist:
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Der zweite Umweg ging zum 2015 m hohen Gipfel des Kaibling. Hier am Kamm war es wieder extrem heiss, kein Lüftchen bewegte sich :evil: , deshalb war diese Erfrischung umso willkommener (das Foto wo ich den Kopf in den Schnee stecke zeige ich nicht!):
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Seltene Gelegenheit, ein Foto von der Bergstation des Gipfelschleppers zu machen (weil im Winter ist er eh fast nie in Betrieb):
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Ein See der anderen Art - aber ich finde auch diese sehr schön :wink::
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Sender, Lifte, Pisten und - ja, richtig gesehen, Schneereste auf der Piste!
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Die meisten Pisten am Kaibling sind vorbildlich mit T60 auf Turm bestückt:
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Rückblick auf unseren Weg mit dem Kaibling (genau über der Doppelstütze der Quatralpina), Bärfallspitze (rechts oberhalb der Bergstation) und unserem unerreichtem Ziel :cry: im Hintergrund:
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An der Bergstation sind wir erst nach 16 Uhr angekommen, wir hatten gerade noch ne halbe Stunde Zeit um was zu trinken (so durstig war ich schon lange nicht mehr) und ein Wurstbrot zu essen, um 16:45 ist letzte Talfahrt:
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Fazit Teil 1: interessante historische klein - PB, und auch die Tour wäre bei besseren Verhältnissen ganz nett und auch bequem in 6 - 7 Stunden zu schaffen. Aaaber: bei vorhergesagten +34 Grad im Tal, schwüler Luft und kaum Wind war es auch auf 2000 m viel zu heiss für eine Bergtour, das sollte ich inzwischen schon wissen. Bei der Bergstation konnte man gerade im Schatten sitzen, ohne ins Schwitzen zu kommen. Evtl. wäre der Tag für den Dachstein geeignet. Irgendwann (aber nicht heuer) kommen wir wieder, aber es darf erstens nicht so heiss sein und zweitens nehmen wir dann wirklich die erste Gondel oder übernachten oben, damit wir nicht auf die letzte Talfahrt um 16:45 angewiesen sind.

(to be continued ...)
Zuletzt geändert von miki am 01.07.2010 - 22:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von philipp23 »

Fängt ja schonmal interessant an. Danke für die Bilder!

Das mit dem Gipfellift am Kaibling ist wirklich so eine Sache. Ich würde die Bergstation auch mal ganz gerne sehen. Und zwar im Winter mit den Ski; aber immer, als ich dort war, hatte der Lift zu (Lawinengefahr auf der Route hintenrum?!?).

Sag mal, hast du noch mehr Bilder von der urigen PB auf den Kaibling? Das ist auch so ein Lift, von dem's leider recht wenig Bilder gibt. Und selbst damit gefahren bin ich auch noch ned...
Soweit ich weiß, hat die PB eine Mittelstation, an der man umsteigen muss. Oder?
Weißt du auch zufällig den Hersteller?

Ich freu mich schon auf die anderen Teile!
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von gernot »

unglaublich hässlich die schneekanonen im sommer...
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gerrit
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von gerrit »

philipp23 hat geschrieben: Das mit dem Gipfellift am Kaibling ist wirklich so eine Sache. Ich würde die Bergstation auch mal ganz gerne sehen. Und zwar im Winter mit den Ski; aber immer, als ich dort war, hatte der Lift zu (Lawinengefahr auf der Route hintenrum?!?).
Der Lift war heuer im Jänner offen und außerdem musste ich zu meinem Schrecken entdecken, dass in die Osthang-Route einfach eine Piste hineinpräpariert war.

Ansonsten: Wieder mal ein interessanter Miki-Ausflug.
Schneekanonen sind wirklich alles andere als ästhetisch, aber leider gehts halt nicht mehr ohne..... :(
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von andyman1609 »

gerrit hat geschrieben:Schneekanonen sind wirklich alles andere als ästhetisch, aber leider gehts halt nicht mehr ohne..... :(
Ohne gehts nicht aber wegräumen könnte man sie im Sommer, genauso wie die Lanzen. Diese "Unsitte" hat es meiner Meinung nach früher nicht gegeben, aber seit einiger Zeit werden die Kanonen auf den Türmen und die Lanzen im Sommer einfach stehengelassen. Hab das bis jetzt eigentlich eh nur in diesem Skigebiet gesehen, aber gut, ich meide diese im Sommer meist...

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Schwoab
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von Schwoab »

Miki wieder mal ganz großes Kino, vielen dank. Bin schon auf die nächsten Tage gespannt!
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miki
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von miki »

unglaublich hässlich die schneekanonen im sommer...
Das muss wohl ein Tippfehler sein ... du wolltest bestimmt schön schreiben, oder :wink: ? Gottseidank kann man über Geschmack nicht streiten, ich finde den Anblick cool und dazu noch beste Werbung für die Wintersaison, so etwa: hier gibts im Winter garantiert Schnee.

(die ganze Werbung zum Thema Schneesicherheit im Internet, Druckprospekten etc. macht bei mir nicht mal annähernd einen so tiefen Eindruck wie z. B. der Blick auf die Talabfahrten vom Kaibling mit den dicht aneinander aufgebauten T60, sorry)

Nun aber zum Bericht. Um 17 Uhr im Tal angekommen, Schock Nr. 2: in Schladming 31 Grad 8O ! Heisst: Quartier so hoch wie nur möglich suchen, entweder Rorhmoos oder Ramsau. Ich habe mich für die erste Variante entschieden, kurzer Stop in Tourismusbüro (Vermieterkatalog) und weiter Richtung Hochwurzen. Dieses Haus wenige Gehminuten unterhalb der Talstation der GUB sah uns sympatisch aus:
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Der Eindruck - das muss ich an dieser Stelle loswerden - war nicht falsch. ÜF 26 Euro/Person, kein Kurzübernachtungszuschlag, neu eingerichtetes Haus mit sehr schöner, moderner Ausstattung, freundliches Ehepaar, überdachter Parkplatz. Das Aussenthermometer zeigte selbst hier auf etwa 1100 m noch +26 Grad, aber drinnen war es angenehm kühl. Und das beste: das Haus ist Mitglied bei der Sommercard, das heisst man bekommt für die Zeit des Aufenthaltes eine Karte mit welcher man alle Seilbahnen, Bäder, Mautstrassen etc. in der Region kostenlos und uneingeschränkt benuten kann (Ausnahme: Dachsteinbahn 1 x pro Woche). Mehr Infos: http://www.sommercard.info. Absolut empfehlenswert!

Nachdem in der Nacht ein Gewitter durchgezogen ist, war der Morgen sehr angenehm kühl, die Luft frisch und die Aussicht vom Balkon für einen wie mich einfach genial - die sollten speziell für Alpinforumler mit 'Zimmer mit Blick auf Liftbaustelle' werben :wink: :
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Da muss ich mal das Objektiv wechseln:
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Vor dem Frühstück ein kurzer Spaziergang .. ach, das ist Leben :lol: :
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Nach dem Frühstück (prädikat: für eine kleine Privatpension ausgezeichnet, 3 Sorten Käse und 4 Sorten Wurst, ausser den Standardsemmeln gute Auswahl an Vollkornbrötchen, Müsli, Joghurt etc.) nun die Frage: was jetzt? Ich habe schon was geplant gehabt, aber jetzt mit der Sommercard in der Hand muss man ja so viel wie möglich ausnutzen. Trotz grenzwertiger Wetterprognose (etwas Sonne, viele Wolken, immer wieder Schauer) war die Entscheidung nicht schwer und eine halbe Stunde später parkten wir an der Talstation der Dachstein - Südwandbahn:
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Obwohl ich schon einige Male oben war (ich glaube 6- oder 7 x), finde ich die Bahn immer wieder beeindruckend:
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Noch beeindruckender die Tiefblicke über 3 Etagen (Talstationsbereich auf 1700 m, Ramsau auf 1100 - 1200 m, Tal auf 700 - 800 m) von der neuen Sky - Walk Aussichtsplatform:
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Die beiden Minilifte am Gletscher sind ausreichend dokumentiert, ich finde ein Foto ist genug:
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Sehr erfreulich finde ich die Tatsache, dass die beiden Lifte voll waren, am Hunerkogellift (vorne) gab es sogar kurze Wartezeiten. Geschätzte 90% der Benutzer waren Boarder, der Rest Freestyle - Skifahrer (deshalb war das durschnittliche Publikum am Dachstein, z. B. in der PB oder im Restaurant, auch wesentlich jünger als z. B. in Schladming oder am Rohrmoos, wo man sich manchmal wie in einem Pensionistenwohnheim vorkam ...).

Da das Wetter entgegen der Prognose halbwegs hielt, machten wir die kurze Gletschertour rund um die Dirndl - Gipfel ... :
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... zur Dachsteinwarte - Hütte:
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Das Wetter war kurzfristig sogar so gut, dass wir ernsthaft die Besteigung des Dachsteins überlegt haben. Dann siegte aber doch die Vernunft, wir hatten ja unsere Klettersteigausrüstung nicht mit, und soo ganz einfach ist es oben ja auch nicht - wir waren vor Jahren schon mal am Gipfel. Also blieben wir auf der Hütte, wo man offenbar die Tische und Bänke im Winter unter dem Schnee lässt ...
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... und genossen nochmals die Aussicht:
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Kurz nachdem wir mit der PB ins Tal kamen, versteckten sich die Gipfel in den Wolken:
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Der Rest des Tages war für die Forumler weniger interessant, für mich aber keinesfalls unangenehm: zuerst Badespass - das Wetter war entgegen der Prognose sonnig, obwohl mit 21 - 22 Grad am Ramsauer Plateau wesentlich frischer als am Vortag - an der Ramsau - Beach, mit Sommercard kostenlos (IMO viel angenehmer als irgendein chloriertes Freibad, schmimmen mit genialster Aussicht auf die 4SB Rittisberg mit der in Bau befindlichen Rodelbahn auf einer Seite und Dachsteinmassiv auf der anderen), dannach 'Heimfahrt' nach Schladming mit dem Umweg über Filzmoos und Eben:
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Am späten Nachmittag planten wir noch die 'Wilde Wasser' Tour im Untertal zum Riesachwasserfall, aber vorher wollten wir noch im Gasthaus *namevergessen* am Ende der Strasse ins Untertal was essen. Aber nach den grossen Portionen deftiger, guter Pfannengerichte (Spätzle, bei mir mit Rahmsauce und Speck, bei Mausi mit steirischem Käse überbacken) waren wir beide viel zu satt un zu faul, um noch irgendwelche Treppen zu steigen :wink: , deshalb liesen wir den Tag am Hauptplatz in Schladming bei einem Bier ausklingen (und der Regen wartete bis wir im Auto waren, dann schüttelte es wieder die halbe Nacht).
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von lanschi »

Nett.

Frage zu Eben: Konntest du irgendwas bzgl. Bautätigkeiten erkennen? Die neue 6er-SB sollte ja mittlerweile in Bau sein (auch wenn man von unten nicht rauf sieht, aber vielleicht liegt ja was herunten rum...).
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Schwoab
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von Schwoab »

lanschi hat geschrieben:Nett.

Frage zu Eben: Konntest du irgendwas bzgl. Bautätigkeiten erkennen? Die neue 6er-SB sollte ja mittlerweile in Bau sein (auch wenn man von unten nicht rauf sieht, aber vielleicht liegt ja was herunten rum...).
Auf dem Bild der Talstation ist doch ein blauer Doppelmayr-Container zu sehen, oder täusche ich mich da?

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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von philipp23 »

xxx

ps: war mein Fehler, hab mir da n ganz schönen Quatsch zusammengereimt :roll: Sorry!
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von miki »

@Lanschi: ja was glaubst du warum wir von Ramsau nach Schladming über Filzmoos & Eben gefahren sind :wink: ? Ausser dem Sessel:
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gibt es keine Anhaltspukte bzgl. Bautätigkeiten, keine Baustelle, keine Liftteile, nichts.

Nun aber (endlich) zu Tag 3, Freitag, 27. 6. Nach Regen und Gewittern in der Nacht war es am Morgen wolkig und sehr kühl, was ich für einen Kurzbesuch an der nahegelegenen Baustelle nutzte:
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Weiter Fotos im News - Topic!

Nach dem (wieder sehr gutem) Frühstück machten wir uns auf den weg zum ersten Ziel des Tages, 'Alpinsteig und Wandererlebnis Wilde Wasser' (das war wir schon am Vortag geplant hatten, aber wg. zu vollem Bauch nicht umgesetzt haben ;D ). Daz fährt man ins Untertal, bis ans Ende der öffentlichen Stasse beim Gasthaus Riesachfall. Die Steirer haben sich da wieder was besonderes ausgedacht: die Strasse ist zwar keine Mautstrasse, man muss aber 5 Euro Parkgebühr bezhlen - wenn man keine Sommercard besitzt, für uns was es kostenlos.

Im Tal fliesst der Bach noch ganz ruhig ... :
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... nur wenige Gehminuten vom Parkplatz erreicht man den untern Wasserfall, wo man auf der Aussichtsplatform ganz schön nass werden kann:
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Weiter geht es zuerst zum Riesachwasserfall, lt. Prospekt 'dem grössten Wasserfall der Steiermark':
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Und dann weiter am neu gebauten 'Alpinsteig durch die Höll' mit toller Hängebrücke:
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Unser Endpunkt war der malerisch gelegene Riesachsee, inkl. vieler Fotopausen etwa 1 Stunde 15 Minuten vom Parkplatz. Ins Tal geht man am besten am Fahrweg, der Steig wäre im Abstieg wohl nicht soo toll.
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Zum Mittagessen fuhren wir mit der GUB Hochwurzen zur Gipfelhüte: gutes Essen, es gibt auch günstige 'kleine Portionen'. Wir konnten gerade noch auf der Terasse zu Ende essen ...
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Letzte Sonnestrahlen geniessen ... :
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... dann zog es von Westen und Süden zu:
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und in weinigen Minuten begann es zu regnen, deshalb verzichteten wir auf die geplante Tour auf den 1919 m hohen Rossfeld - Gippel (1 Std. von der Hochwurzen) und fuhren mit der EUB ins Tal.

(noch nicht zu Ende :wink: )
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von Schwoab »

Wann soll eigentlich das Parkhaus in Schladming an der Planaibahn fertig sein?
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von andyman1609 »

Wahrscheinlich spätestens bis zu Beginn der Wintersaison, also Ende Oktober :wink: . Man darf wohl wieder erwarten, dass bei demenstprechenden Temperaturen und Niederschlag die Schladminger so bald wie möglich öffnen. Ich denke sie haben es letzte Saison nicht bereut.

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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von miki »

Nachdem die Ratefrage gelöst ist, kann ich den Bericht nun abschliessen (keine Angst, es gibt nur noch 5 Fotos :wink: ). Für den Heimweg hatte ich mehrere Varianten im Kopf, natürlich die schnellste, aber auch mit Abstand langweiligste über Liezen und Graz, dann die interessantere über Obertauern und Katschberg und dann auf der Tauernautobahn gen Süden oder eine, die ich noch nie gefahren bin: bei Liezen auf die Autobahn, in Trieben aber wieder runter und über Hohentauern ins Murtal und über Obdach nach Ostkärnten.

Und wenn man schon an einem Skigebiet vorbeifährt, und das an einem welches hier im Forum kaum dokumentiert ist, wäre es doch eines Forumlers unwürdig, ohne ein paar Fotos nach Hause zu kommen, oder?

Panoramatafel des Skigebietes:
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Der erste Lift von Links startet fast im Dorfzentrum, falls man bei Hohentauern überhaupt von einem Zentrum reden kann (immerhin gibt es an der gegenüberliegenden Strassenseite vom Lift die Volksschule und zwei Gasthäuser):
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Die anderen Beiden Lifte, rechts im Panorama, starten gut 1 km weiter nördlich, ebenfalls neben der Hauptstrasse, nahe des Gasthofes Moscher (unweit gibt es dann auch ein Hüttendorf):
Bild

Antrieb des kleinen Liftes:
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Generell ist mir aufgefallen, dass die Lifte und noch mehr die Pisten einen sehr gepflegten Eindruck machen, der Ort ist idyllisch gelegen und sehr ruhig. Negativ aufgefallen ist mir hingegen die Abwesenheit jeglicher Anzeichen einer Beschneiungsanlage - auch auf der HP werben sie mit 'Naturschneepisten'. Ob es Wassermangel ist, Geldmangel oder Sturheit, ist mir unbekannt, IMO wäre es aber schade, wenn das kleine Gebiet wegen mangelndem Schnee schliessen würde.

Fazit: 3 tolle Tage in der Obersteiermark verbracht, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fahren wir in diesem Sommer mindestens noch einmal auf einen Kurzurlaub (2 - 3 Tage) in die Alpen - in diesem Fall bringe ich bestimmt wieder Liftfotos mit :wink: !
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von gerrit »

Früher gab´s mal beim "Dorfzentrum" gegenüber vom E-Lift auch einen durchaus nicht so kurzen Schlepper, der allerdings meines Wissens einen anderen BEsitzer hatte. Die noch existierenden LIfte gehören zum GH Moscher, der auch das Hüttendorf betreibt. Hier dürfte der finanzielle Hintergrund wohl nicht so üppig sein, um eine Bewässerungsanlage aus dem Boden zu stampfen.
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von Gletscherfloh »

Schön mal Fotos von Hohentauern hier im Forum zu sehen.
Der Lift im Dorfzentrum, den gerrit meint, gehörte der "Tauernwirtin". Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen den Besitzern gab es nie eine gemeinsame Liftkarte. Anfang der 1990er Jahre wurde dann der Betrieb dort (gab eine schmale, oben ziemlich steile Piste) eingestellt und später wurde der Lift abgebaut. Heute ist die ehemalige Pistentrasse bereits ziemlich zugewachsen.

Mitte der 1990er Jahre wurde dann die "Skischaukel" (nicht zuletzt mit Geldern aus den EU-Strukturfonds) Hohentauern-Moscher errichtet (d.h. der Lift vom GH Passhöhe den Hang hinauf, wo man dann von der Bergstation entlang eines Skiweges rüber zu den Moscherliften queren kann).

Das Skigebiet ist sehr nett (immerhin bis doch ca. 600 Hm Abfahrt, gibt auch eine ziemlich steile Buckelvariante) und so gut wie nie überfüllt. Das Feriendorf gehört zum Hotel Moscher, der auch (wieder) Besitzer des Skigebietes ist (kurzfristig hatte er das Skigebiet an ein anderes Liftunternehmen verkauft, mittlerweile ist - wenn ich mich nicht täusche - wieder zurückgekauft worden).

Hohentauern zählt zu den ältesten Wintersportorten der Steiermark. Der alte Moscherlift war einer der ersten überhaupt in der Steiermark. Hohentauern ist ziemlich schneesicher und normalerweise war/ist der Betrieb auch ohne Schneekanonen den ganzen Winter über möglich. Wie es allerdings im Jahr 2006/07 war weiss ich nicht, aber ich glaube, dass am Hang direkt oberhalb vom Hotel Moscher im letzten Winter bereits Schneekanonen in Betrieb waren. Vollbeschneiung gibt's aber ganz sicher nicht.

Hohentauern selbst ist an sich kein ausgesprochener Touristenort, sondern war traditionellerweise Bergbauort (Magnesitabbau Veitsch-Radex). Das Werk in Trieben gibt's ja immer noch, aber der Bergbau ist seit einigen Jahren geschlossen. Von Trieben bis zum Bergbau nördlich von Hohentauern gab es eine mehrere Kilometer lange Materialseilbahn.

Hier ein Foto (vom 27. April 2008) mit Blick auf Hohentauern. Darüber die Schneisen des Skigebietes. Der alte, abgerissene Tauernwirtlift führte auf den Waldgipfel links vom Ort.
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miki
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Re: Schladming und Umgebung, 25. - 27. 6. 2008

Beitrag von miki »

Vorwort: es ist mir bekannt, dass es bei Sommerberichten ungewöhnlich ist, ein 2 Jahre altes Thema auszugraben und den neuen Bericht ins alte Topic weiter zu schreiben. Aber ich bin eher der faule Typ :wink: und spare mir damit einiges an Schreiberei, vor allem weil wir a) zwischen den beiden Berichten auf den Tag genau 2 Jahre liegen und b) in der selben Frühstückspension, ja sogar im selben Zimmer gewohnt haben.

Also, der 25. Juni ist in Slowenien immer noch Feiertag :wink: , kam diesmal praktischerweise auf einen Freitag und die Wetterprognose war auch ... naja, halbwegs gut: Freitag Mix aus Wolken und Sonne, trocken, Samstag: viele Wolken mit einigen Schauern, Sonntag: viel Sonne mit wenig Wolken. Nach kurzem Überlegen haben wir uns dann doch entschieden, wie geplant nach Schladming zu fahren, nach dem Motto: im Sommer ist (im Gegensatz zum Winter) das Wetter eh immer sonniger und wärmer wie vorhergesagt.

Am Donnerstag habe ich dann in haus Bergfried angerufen, die hatten noch genug freie Zimmer und am Freitag um 7 Uhr waren wir Richtung Norden unterwegs, um 10 waren wir schon in der Pension wo wir von der Vermieterin die Sommercards bekamen, dann ging es los zur ersten Tour. Bei wechselhaftem Wetter wollten wir eher was halbtägiges und nicht zu hochalpines unternehmen, ausserdem war ich ganz heiss auf die Reiteralm (warum wohl :twisted: ?), so fiel die Wahl auf den Reiteralm - Rundwanderweg, eine leichte Wanderung mit Ausgangspunkt beim Speichersee Reiteralm über zwei leichte aussichtsreiche Gipfel und die Gasselhöhe wieder zum Ausgangspunkt, offiziell 3.5 - 4.5 Stunden:
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Dem Weg machten wir in der (aus welchem grund auch immer) 'empfohlenen Gehrichtung' im Uhrzeigersinn, also starteten wir beim grossen Speicherteich:
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Dann ging es weiter, zuerst auf breitem Weg durch den Wald, vor uns der 2133 m hohe Schober:
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Unter uns liegt der Unter See :wink: :
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Nach einer dreiviertel Stunde ist der Obersee, auf 1950 m zwischen dem Schober und dem Rippetegg eingebettet, erreicht:
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Zum Wetter: es wechselten viele Wolken mit etwas Sonne, bei etwa 15 grad gab es ideale Wanderbedingungen. Und herrliche Landschaft, nach knapp einer Stunde Gehzeit ist vom Skizircus kaum noch was zu sehen:
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Nachdem man den Grat erreicht hat, ist es zum 2126 m hohen Rippetegg nur noch ein Katzensprung:
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Blick von der Gasselhöhe zurück zum Schober (links) und Riepetegg (rechts):
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Herrliches Panorama, oder? 6KSB, 4 KSB, Baustelle 8EUB, Speicherteich, der kaum von einem Natursee zu unterscheiden ist ... nur der Dachstein, der will sich nicht aus den Wolken zeigen:
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Damit war unsere leichte Einstiegstour zu Ende, der Rest des Tages war auch noch interessant - zuerst köstliche Käsespätzle auf der Terasse der Reiteralm - Hütte, danach detailierte Baustellenbesichtigung und am Abend ein gemütliches Bier in Schladming, danach schlafen unter einen dicken Daunendecke bei offenem Fenster und maximal 10 Grad Aussentemperatur ... that's life :P (obwohl, streng genommen handelte es sich diesmal nicht um Hitzeflucht, in den Tagen war es auch in Maribor noch angenehm ... ).

Noch ein Foto von der Reiteralm - Strasse auf den Muldenlift: so kann ein professionell gemachte Piste ein halbes Jahr nach dem Ende der Bauarbeiten aussehen, wenn man es professionell macht ... das sollten sich ein paar Verantwortliche vom Pohorje mal anschauen:
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Re: Schladminger Berge, 25. - 27. 6. 2008 + 25. - 27. 6. 201

Beitrag von miki »

Tag 2, Samstag, 26. 6. Laut Prognose der schlechteste der 3 Tage, viele Wolken, wenig Sonne, ein paar Schauer, die meisten zu Mittag und am frühen Nachmittag. Nun ja, so schlimm wird es wohl nicht werden, eine kurze Tour wird sich schon ausgehen. Plan: mit der Bahn auf die Planai und dann zum 2134 m hohen Krahbergzinken, etwa 1.5 Stunden:
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Wegen der Baustelle der neuen Talstation ist die 6EUB, obwohl die Bahn selbst nicht ersetzt wird, verständlicherweise nicht in Bertieb. Als Ersatz fährt der Golden Jet und ab dessen Bergstation alle 20 Minuten ein Bus zur Planai, mit Sommercard natürlich kostenlos. Also:
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Ziel in Sicht, das Wetter eher grenzwertig:
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Der Aufstieg ist nett und bequem, an sich nichts besonderes, bietet aber nette Tiefblicke, z. B. auf die Mitterhausalm (noch empfehlenswerter wird dieser Gipfel sein, wenn mal der Bau der 8KSB losgeht :twisted: ). Die Planai liegt schon hinter uns:
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Gipfelkreuz:
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Senderbahn, fast aus der Vogelperspektive:
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Untertal auf der anderen Seite des Grates:
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Dass das Wetter letzendlich besser war als vorhergesagt, brauche ich wohl nicht zu betonen, oder? Generell habe ich in den letzten Jahren gemerkt, dass im Sommer das Wetter immer, aber auch wirklich immer, 'besser' ist als vom ORF vorhergesagt (in diesem Fall war es mir zwar recht, oft ist es aber nicht der Fall): statt Wolken gibt es Sonne, statt Regen wechselnde Bewölkung, und wenn mal heftige Gewitter vorausgesagt werden, gibts letztendlich maximal einen kurzen Schauer. Interessant aber, dass es im Winter leider oft andersrum ist, da gehen wir bei 'wechselhaftem Wetter mit etwaas Sonne und kurzen Schneeschauern' skifahren und dann ists den ganzen Tag nebelig mit starkem Schneefall. Da kriegt man manchmal schon den Verdacht, dass die winterliche Tourismusindustrie die lieben Meteorologen ... nein, ich schreibe es nicht, ihr wisst schon was ich meine :wink: .

Auf jeden Fall, das wetter wurde sogar immer besser:
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Seltene Gelegenheit einer Sommerfahrt mit dem Golden Jet, da muss ich unbedingt ein paar Fotos von der Talfahrt machen:
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So, nun war es halb drei, wir waren im Tal und von Regen keine Spur. Zeit zum Mittagessen - und ich habe da eine Idee. In knapp 10 Minuten waren wir an der Talstation der urigen 8er PB in Haus:
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Immer noch Schnee auf dem Kaibling - und es ist letzte Woche Juni:
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Die 8PB auf den Hauser Kaibling ist eine der wenigen historischen Bahnen, wo ich mir nicht unbedingt einen Ersatz wünsche - im Winter ist sie eh total unwichtig, und für den Sommer ist sie ideal! Beim Scharfetter gab es dann bei idealen Temperaturen (so um 18 Grad ... da kreige ich erst wirklich Appetit) wieder leckeres Essen, danach machten wir noch einen kurzen Spaziergang, ein paar Bahnen wollen da fotografiert werden :wink::
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Zu Ende war der Tag damit zwar noch nicht, Fotos gibt es aber keine mehr: da die Tagestour doch etwas kurz war, haben wir uns nach dem abendlichen Bier am Schladminger Hauptplatz noch entschieden, den breiten Weg am Talabch entlang hinauf nach Untertal zu gehen. Fotos wären bei der Dämmerung eh nichts geworden, aber der Weg ist absolut empfehlenswert, sehr kühl immer am Wasser entlang, und nach etwa 30 Minuten öffnet sich die schmale Schlucht und man steht im weiten grünen Talboden des Untertals. Kaum zu glauben, wie man in einem Ort, den man zu kennen glaubt, immer wiedr noch versteckte Ecken findet, und das nur wenige Gehminuten vom Zentrum 8O ...
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Re: Schladminger Berge, 25. - 27. 6. 2008 + 25. - 27. 6. 201

Beitrag von miki »

Gerade erst gemerkt: da fehlt doch noch was, und zwar der letzte Tag. Ja, so schnell sind drei Tage Traumurlaub in einer wunderschönen Region zu Ende ... warum nur ziehen sich drei tage im Büro so unendlich lange :nixweiss: ?

Noch ein letzter Blick vom Zimmerbalkon zur Hochwurzen - interessant der Vergleich mit dem Bild, das ich vor genau 2 Jahren von der selben Stelle gemacht habe:
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25. Juni 2008:
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An diesem Sonntag war die Wetterprognose endlich so wie man es bei einem Wanderurlaub erwartet: sonnig mit etwas Wolken, trocken, wärmer als an den Vortagen, aber noch nicht heiss. Unser Ziel an diesem Tag war der Höhenwanderweg von der Hochwurzen zu den Giglachseen und dann zur Ursprungalm, von dort mit dem Wanderbus (mit der Sommercard ebenfalls inklusive) wieder zum Ausgangspunkt. Kartenausschnitt: hier!

Irgendwo in einem Wanderführer habe ich gelesen, dass die Gehzeit vom Hochwurzen zur Ignaz Mattis Hütte mit 4,5 Stunden angeschreiben ist und von dort zur Ursprungalm noch 45 Minuten. Inklusive Pausen also etwa 6 Stunden, mehr als genug Zeit zwischen der ersten Gondel um 9 Uhr und dem letzten Bus um 17. Also nichts wie los:
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Vom Hochwurzen - Gipfel geht es zuerst etwa 100 HM breit und bequem bergab in den Hüttecksattel ... :
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... danach immer noch bequem 150 HM hinauf auf das Rossfeld:
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Hier werden die richtigen Dimensionen dieser Tour sichtbar: das Ziel befindet sich hinter dem letzten Gipfel im Kamm :? :
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Es folgen wieder 100 Hm Abstieg und dann, im Latterfuss Sattel, der Schock: Ignaz Mattis Hütte 5,5 Stunden. Da marschiert man von der Hochwurzen in der Überzeugung dass es 4,5 Stunden dauert, läuft 1 Stunde (in die richtige Richtung :wink: ) und dann erfährt mann dass man noch 5,5 Stunden Gehzeit vor sich hat ... dass ist fast so schlimm als wenn im Hochsommer eine fix vorhergesagte Kaltfront plötzlich 'gecancelled' wird. Also weiter, zum 1982 m hohen Guschen ... :
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... über den 2009 m hohen Schneider und rechts am Hochfeld vorbei:
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Immer weiter ... :
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Scheideck, 2339m, wird ebenfalls rechts umgangen:
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Schon ein langer Weg der da hinter uns liegt:
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Tief unter uns liegt der Landauer See:
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Ohne Worte:
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Vor uns: Kamp Spitze, 2390 m. An der müssen wir noch links vorbei, dann sollten wir die Giglach Seen erreichen ... :
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Den teilweise noch eisbedeckten Klammsee lassen wir links liegen:
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Über ein paar harmlose Schneefelder ... :
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... am malerischen Bretter See vorbei:
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Endlich: der Giglach See, 1921 m hoch gelegen, mit der Ignaz - Mattis Hütte liegt unter uns:
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Bis wir die genannte Hütte erreicht haben, war es fast schon 16 Uhr, also war der zweite Wegweiser richtig: von der Hochwurzen, wo wor um halb zehn losgegangen sind, brauchten wir genau sechseinhalb Stunden, allerdings in sehr gemütlichen Tempo :wink: . Ohne Pause gingen wir dann die Schotterstrasse runter ... :
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... und erreichten 15 Minuten vor 5 die idyllisch gelegene Ursprungalm, die Zeit reichte gerade um ein grosses Glas Buttermilch zu trinken, bis der Bus da war:
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Fazit: sehr empfehlenswerte Tour, eher wenig HU, aber lang. Geniale Blicke auf alle Seiten, dank der Kammlage auch im Hochsommer wohl nicht allzu heiss. Unbedingt die erste Gondel zur Hochwurzen nehmen, falls man mit dem Bus zurückfahren möchte.

So, der Traum war damit zu Ende, der Körper fuhr wieder in Richtung Maribor, die Seele spaziert immer noch irgendwo zwischen der Hochwurzen und einem der vielen Seen an denen wir an diesem Tag vorbeigegangen sind und sie bleibt so lange dort, bis wir wieder in einen Wanderurlaub irgendwohin in die Alpen fahren (was hoffentlich nicht allzulange dauern wird, ich hab da schon eine gute Idee :wink: ). Und nach schladming kommen wir bestimmt auch noch, 2011 wahrscheinlich nicht, aber so in 2 oder 3 Jahren sicher. Die eine oder andere Liftbaustelle wird sich dann bestimmt auch wieder finden :P !
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