Debatte über Gipfel Euro in Österreich

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andyman1609
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Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von andyman1609 »

Heute in den OÖN gefunden (Genehmigung vorhanden):


Quelle: OÖN vom 16.07.2008, http://www.nachrichten.at/regional/710380


[quote]
Quelle: OÖN vom 16.07.2008, http://www.nachrichten.at/regional/710381

mfg Andi

So langsam wird es mir zu bunt. Medienregeln beachten!

MfG Florian

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3303
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Re: Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von 3303 »

Für den Normalwanderer wüsste ich auch nicht, wie sich das kassieren einer Gebühr umsetzen lassen sollte.
Ausnahme vielleicht einige völlig vermarktete, erschlossene und überlaufene "Massen"gipfel.

Wenn ich da so an manche Berge denke, auf die nur 5 Leute die Woche hochgehen, dürfte sich der Verwaltungsaufwand auch kaum rechnen.

Ansonsten lehne ich sowas natürlich generell ab (auch wenn ich in der Regel nicht nach Österreich fahre ;-), schließlich zahle ich im Urlaub ja schon die Taxe.

Ich stelle mir gerade vor, wie das am Wegesrand jemand sitzt, bei dem man ein Tickt ziehen muß...
andyman1609
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Re: Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von andyman1609 »

Für die von dir genannten erschlossenen und überlaufenen Massengipfel, gibt es ja meist eh irgendeine Mautstraße, Parkplatz oder Seilbahn, da könnte man dies ja einfach auf die ohnehin existierende Gebühr draufschlagen.

Ansonsten macht es nicht viel Sinn, ich denke wer der Bergrettung etwas gutes tun will, der spendet halt einmal im Jahr einen gewissen Beitrag oder zahlt die Mitgliedsgebühr, etc.

mfg Andi
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Re: Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von Dresdner »

Für einige exponierte Berge wie den Großglockner sollte eine Gebühr schon umsetzbar sein. Zudem sollte sie regulierend darauf einwirken, dass sich die Anzahl der Besteigungen in einem für die Natur erträglichen Rahmen bewegt.
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Re: Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von molotov »

völlig sinnlos meiner meinung nach:
wegen ein paar euro wird der leichtsinnige unerfahrene trotzdem kommen
blieb die konsequenz es teurer zu machen, folge: es kommen nur noch reiche unerfahrene, die erfahrenen weniger wohlhabenden suchen sich was anderes.....
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3303
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Re: Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von 3303 »

Also ich bin ja wie gesagt prizipiell gegen so eine "verbürokratisierung" der Gesellschaft, die sich mittlerweile zumindest in den Köpfen einiger "Vorreiter" scheinbar bis in Hochgebirgsregionen erstreckt.
Immer Neue Ideen von Juristen, Gesetzgebern und anderen Organen einer solch massiven Regulierung stehen krass im Gegensatz zu meinem Empfinden einer für mich sehr hoch stehender Freiheit.
Das gilt jetzt auch für irgendeinen "Bergführerschein" oder so.
Soweit irgendwie möglich, würde ich Länder oder Gegenden, in denen solche Gesetze oder Regelungen auf mich einwirken, meiden.
Da die Meinung vorherrschend in vielen anderen Bereichen (s. auch Helmpflicht und Pistenpolizei bez.Wintersport) bereits jetzt größtenteils anders ist, ist mir klar, dass Leute mit einer Sicht der Dinge, wie ich persönlich sie mein Eigen nenne, in vilelen Regionen bald auf verlorenem Posten stehen werden.
Die Gesellschaft will scheinbar diese Verbürokratisierung.

Das Wichtigste: All diese Regelungen werden außer für die Geldbeutel derer, die mit Gebühren oder als Anwälte mit Rechtsstreiten oder... ihr Geld verdienen, nichts bringen.
Keine geringere Belastung der Natur, keine zusätzliche Sicherheit, nichts.
Selbst wenn zum Großglockner weniger Leute kämen, laufen sie halt woanders rum und/oder fallen dann woanders runter ;-)
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Re: Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von TPD »

„sei in der Schweiz seit Jahren üblich“.
Habe mich zwar noch nie mit diesem Thema beschäftigt. Aber das ist das erste Mal, dass ich von diesen Gipfelgebühren in der Schweiz höre.
Welche Gipfel wären dann davon betroffen ?

Kann mir eigentlich nur folgende Varianten vorstellen.
- Irgendwo auf dem Weg (z.B bei der letzten Hütte vor dem Gipfel) befindet sich ein "Sparschwein", wo die Leute gebeten werden eine Obolus zu geben. Nun gehört es einfach zur Ethik eines Bergsteigers dass er freiwillig etwas spendet.
- Die Bergführer erheben für die Besteigung eines bestimmten Gipfels eine Zusatzgebühr. Dies würe dann nur diejenigen betreffen, die einen Bergführer gebucht haben.
- Die Gebühr ist in den Übernachtungskosten in der Berghütte enthalten.

Aber dass man ein Ticket kaufen muss um den Gipfel XY zu besteigen wäre mir neu.
Vor Allem sehe ich dann auch Probleme bei der Kontrolle. Weiss nicht, ob man dann rechtlich gegen die Leute vorgehen kann, die sich weigern ein Ticket zu kaufen.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
andyman1609
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Re: Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von andyman1609 »

Man könnte ja den Gipfel des Matterhorns abriegeln und ein Mauthäuschen aufstellen. Nur wer bezahlt, darf durchs Drehkreuz zum Gipfelkreuz. Wär dann ein super Studentenjob, die Maut zu kassieren :wink:

mfg Andi
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Re: Debatte über Gipfel Euro in Österreich

Beitrag von miki »

Also ich bin ja wie gesagt prizipiell gegen so eine "verbürokratisierung" der Gesellschaft, die sich mittlerweile zumindest in den Köpfen einiger "Vorreiter" scheinbar bis in Hochgebirgsregionen erstreckt.
Immer Neue Ideen von Juristen, Gesetzgebern und anderen Organen einer solch massiven Regulierung stehen krass im Gegensatz zu meinem Empfinden einer für mich sehr hoch stehender Freiheit.
Das gilt jetzt auch für irgendeinen "Bergführerschein" oder so.
Soweit irgendwie möglich, würde ich Länder oder Gegenden, in denen solche Gesetze oder Regelungen auf mich einwirken, meiden.
Da die Meinung vorherrschend in vielen anderen Bereichen (s. auch Helmpflicht und Pistenpolizei bez.Wintersport) bereits jetzt größtenteils anders ist, ist mir klar, dass Leute mit einer Sicht der Dinge, wie ich persönlich sie mein Eigen nenne, in vilelen Regionen bald auf verlorenem Posten stehen werden.
Die Gesellschaft will scheinbar diese Verbürokratisierung.
Ganz meine Meinung, leider sind Leute mit solcher Einstellung offenbar heutzutage klar in der Minderheit :cry: . Alles regeln, alles festschreiben, immer mehr die Freiheit beschränken (natürlich immer für ein höheres Ziel, sei es der heilige Umweltschutz oder die depperte Sicherheit - geht - vor Phrase), ich habe ehrlich gesagt Angst um die Zukunft :( .

Zum Topic: Die Idee finde ich auf jeden Fall total daneben, Leute die sowas überhaupt öffentlich vorschlagen würde ich gerne mal kennenlernen. Wie schon einige meiner Vorredner gesagt haben, gibt es etliche Möglichkeiten, diesen Beitrag über das Seilbahnticket, Strassenmaut, Parkplatzgebühr, touristische Taxe bei der Übernachtung etc. zu bekommen. Aber Gipfelmaut? Nein danke, der Berg / Region / Land, wo man das einführen würde, sieht mich nie wieder :evil: .
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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Skisaison 2025/26: aktuell 10 Skitage = 4 x Kitzsteinhorn, 2 x Mölltaler, 4 Berge, 1 x Obertauern, Zauchensee
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