Wetter: Super! Sonne, warm, im Vinschgau heiss
1800 Höhenmeter.
Route:
Nach einem interessanten Wurstsalat gestern abend (Käsewurst als Hauptbestanddteil, war aber sehr lecker) und einem ausführlichen Frühstück gings um 8:30 frisch gestärkt und frohen Mutes wieder los. Heute erwartete uns ein Highlight, das Val d’Uina. Zuerst am Inn entlang entspanntes Einrollen auf einem schönen flachen, leicht abschüssigen Waldweg bis Sur En.
Nun begann der Ernst des Tages. 1200hm am Stück bergan. Kurz auf Bergmontur gewechselt (Helm weg, Arm- und Beinlinge runter) schon konnte es los gehen. Fast sofort in einem wilden, engen Tal, steigt der Weg moderat an mit einigen ganz schön steilen Rampen drin. So zieht es sich bis circa 1500m, dann weitet sich das Tal etwas, der Blick auf die weitere Route im Fels zeichnet sich immer mehr ab, der Weg bleibt aber steil. Auf circa 1800m erreicht man eine Alm, ab dann geht nur mehr ein enger Pfad weiter. Kurz kann man noch fahren, dann geht das lange Schiebestück los (auch wenn’s im Plan mit Pfad eingezeichnet ist). Aber wsa für ein Weg! Im Fels, teilweise mit Tunnel, immer oberhalb einer wilden Schlucht. Das Rauschen des Bachs, vergleichbar einer Klamm. Bombastisch! Ich komm aus dem Schauen nicht mehr raus. Wilde Natur par exellence. Stetig schieben wir hoch, immer wieder die Blicke geniessend. Der Föhn bläst gut, es wird stürmisch. Dann kommen wir um eine Ecke, die Schlucht ist zu Ende, der Wind weg, eine Hochweide auf 2200m tut sich vor uns auf. Kühe, Idylle, schon krass! Um die Ecke Wildheit pur, hier Sanftheit. Ein Pfad, teils fahrbar, teils zu schieben, aber flach.
Gut kommen wir voran, wo bleibt denn die Sesvennahütte? Hunger hätten wir ja nun schon, Natur und radwandern macht hungrig! Noch kurz einen Hügel rauf, dann kommt die Hütte in Sicht. Spagetti obligatorisch, Willkommen in Südtirol! Nun folgt für mich eine Traumabfahrt, gute Schotterwege wechseln sich mit Teerstücken ab, anfangs sausteil (aber griffig) später immer gut fallend. 1200 Höhenmeter vernichten wir so, einfach ein Spass! GPS weist immer den Weg, den Track an jeder Weggabelung fest im Blick. Noch ein paar Strassenserpentinen, schon sind wir in Schleis.
Nun auf einem Weg gen Glurns, der Vinschgau mit 30 Grad wird uns bewusst. Glurns wimmelt von Touristen und Radfahrern, hier ist Sammelpunkt der geführten Touren. Wir gönnen uns ein Eis, die großen Höhenmeter des Tages sind vollbracht, ein paar kleine Steigungen noch, viele Kilometer, Gegenwind und Apfelbäume, immer wieder Apfelbäume liegen nur mehr vor uns. Es geht weiter den Etschradweg entlang, guter Teerweg, zwar viel los aber mal eine Entspannung, bis Prad. Kurz hinter Tschengls geht’s noch mal kurz in die Pampa, quer durch eine ehemalige Kaserne geht der Weg. Kurz durchs Gebüsch, dann sind wir wieder auf einem der zahlreichen Wirtschaftswege. Und Apfelbäume wohin man nur schaut. Wir rollen weiter nach Laasch. Immer weiter auf dem Radweg, konstant bergab
bis Morter.
Hier nun zweigen wir vom Etschradweg ab, ein paar hundert Höhenmeter fehlen uns heute ja noch. In Morter rauf zur Ruine, dann einen kurzen Pfad entlang, wieder schnell bergab gen Latsch, noch mal eine Steigung rauf nach Tarsch. Hier aber nicht gen Tarscher Alm (laut Beschreibungen ist da fast alles zu schieben) sondern wieder runter ins Tal lassen wir es nach Naturns ausrollen. Unser Quartier finden wir sofort, den kühlen Aussenpool geniessen wir kurz, dann machten wir uns auf die zuerst schwierige Suche nach essen – Tipp: immer an der Hauptstrasse bleiben, die Kirche ist nicht das Ortszentrum.
Fazit: wow. Val D’Uina hat mich schwer beeindruckt. Mega Landschaft, da muss ich noch mal hin! Den Vinschgau lieb ich eh, irgendwie gefällts mir da immer. Verglichen mit dem Vortag ein angenehmer Tag.
kurz vor der Abfahrt. An dem Brunnen muss man aufpassen, da kommt einerseits normaler Wasser und aus dem anderen Hahn Mineralwasser raus. Letzteres hatte ich in einer Flasche und es schmeckte gräuslich (musste nur ein paar Schluck trinken, bei nächstbester Gelegenheit hab ichs ausgewechselt).
Kirche von Scuol mit dem Inn.
und mit dem Ort.
am Inn, oberhalb liegt Sent.
es ins Val D'Uina.
dito.
schweizer Gründlichkeit
Blick zurück.
Gegenverkehr!
da hat einer noch immer zu viel Kraft! Haben ja noch ein paar Tage...
Uina Dadaint.
na, wer erkennt den weiteren Weg?
zur Hilfe mal ein Zoom.
schieben!
schöner Radwanderweg.
nun wirds spektakulär.
Schluchtende.
Blick zurück.
ganz schöner Kontrast nach vorne.
blöder Weg, schlecht zu fahren.
Gruppenbild an der Grenze. Einer der Vorteile wenn viele Biker unterwegs sind, einer macht mal ein BIld von uns (die meisten hatten dafür aber meist wenig Zeit, waren alle in Eile und Hektik).
Sesvennahütte.
unser weiterer Weg.
aber erst mal gehts sausteil runter.
aber immerhin idyllisch.
Schlinig.
guter Schotterweg.
der Vinschgau naht!
Prämajur.
das Tal hat uns wieder.
Gurns - bei 30 Grad gönnen wir uns ein Eis.
Gleise der Marmorbahn.
Burg Morter.
Vinschgau.
nicht mehr weit bis zu unserem Quartier.
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