Das eine Gebiet weiter südlich, als ich jemals zum Skifahren war, das andere Gebiet am bislang weitesten nördlich.
Das eine Gebiet mit riesigen Höhendifferenzen von bis zu 2000 HM am Stück, das andere Gebiet mit gerade mal knapp über 100 Höhenmeter.
Das eine Gebiet mit 90% aller Pisten an einem einzigen Hang, das andere Gebiet über viele Berge in allen erdenkliche Himmelsrichtungen.
Das eine Gebiet eines der höchstgelegenen Skigebiete, die ich je besucht habe - mit einer Bergstationshöhe von 3520 m das fünfthöchste Gebiet in meinem persönlichen Ranking, das andere Gebiet mit gerade mal 800 m Bergstationshöhe das am niedrigsten gelegene Gebiet mit mehr als 2 Liften, in dem ich jemals war.
Krasse Gegensätze, aber beide Gebieten haben die Gemeinsamkeit, dass sie bei den Niederländern sehr beliebt sind.
Pré de la Poste
In dieses Teilgebiet hatte ich sehr geringe Erwartungen gesteckt. Nach den beiden ersten Abfahrten schienen sich diese noch ncht einmal zu erfüllen. Eine breite, von Bäumen durchsetzte Wiese, die oben flach ist und unten steil; der Schnee ruppig gefroren, nachdem er tags zuvor durchgematscht war. Das erschien nicht so als das Gelbe vom Ei. Kurze Zeit später entdeckten wir aber die Schmankerl des Gebietes und die doch nahezu vorbildlich vorhandene Abwechslung. Es gibt 5 schwarze Pisten; die beiden äußeren Sektoren biten völlig andere Hänge als die breite Mitte und auch die unteren Pisten am Haupthang biten mit einem klase Kanonenrohr (ich liebe solche Mulden) eine geländetechnsiche Abwechslung, die man in Mittelgebirgen oft vermisst.
Obwohl nur 3 von 8 Skiliften sowie der Rodellift in Betrieb waren, konnte man nahezu alle Pisten erreichen und befahren. Bei den beiden schwarzen Pisten ganz rechts (Wettkampf- und Schnazenhang) musste man unten mit ein paar Stockschüben herausschieben, bis man den Ziehweg zum Osthanglift erreicht hat. Der Schanzenhanglift selbst war nicht in Betrieb, was den Vorteil hatte, dass dort außer uns beiden niemand gefahren ist und die Pisten optimal griffig waren. Am gegenüberliegenden linken Ende waren die beiden Tenne-Lifte nicht in Betrieb. Den Tenne-Steilhang konnte man aber über die Dorfabfahrt erreichen. Der Steilahng selbst war nicht beschneit und durch die Wärme zuvor zu Bruchharsch geworden. So entstand ein extrem fordernder Freeridehang, was mir viel Spaß bereitet hat. Die Tenne-Übungspiste konnte man per Lift nicht erreichen. Die war top präpariert und über einen 200 Meter langen Fußmarsch über eine leicht ansteigende Straße zu erreichen - kein Problem. Weiterhin war der untere Teil der Piste 9 (Untere Postwiese) mangels Liftbetrieb und ausreichend Schnee nicht befahrbar. Der Rest war offen und befahrbar. Im Skigebiet war fast kein Mensch, die Pisten mit schlechter Schneequalität (ruppig durchgefrorer nach Matsch-Tag) waren sehr fordernd und die Pisten am Schanzenhanglift war ausgezeichnet. Leider waren im unteren Teil zum Osthanglift teilweise abgefahrene Stellen - einige fanden sich auch unten am Westhang.
Pistenplan
^^ Bergstation
^^ Unterer Teil Westhang
^^ Tolle Muldenpiste im Kanonenrohr
^^ Schwarze Wettkampfhangpiste - super griffig, außer uns (Snowotz und ich) ist da noch niemand gefahren.
^^ Rodellift, hat Spaß gemacht - bin 2mal gefahren
^^ Tenne-Steilhang
^^ Osthanglifte
^^ Schwarzer Schanzenhang - auch super griffig
^^ Die unteren Hänge am Osthanglift, die unten auf einem Home-Run zusammen laufen, waren bei zu wenig Schnee abgefahren; man konnte aber am Rand ausweichen.
^^ Blick vom Westhang zum ungewalzten Tenne-Steilhang und gewalzten Tenne-Übungshang
^^ Blick vom Tenne-Übungshang zum Westhang
^^ Blick vom Tenne-Steilhang (Freeride) zur unteren Postwiese
^^ Obere Postwiese
^^ Rodellift und Wettkampfhang, der optimal griffig war
^^ Im Rodellift; die Rodelpartie war durchaus eine lustige Abwechslung
Fazit: Durchaus nett
Alta Stenberg
In Alta Stenberg ist ein Talkessel mit 6 Liften in alle Richtungen erschlossen, wobei die Lifte oben recht kurz sind. Rechts sind die Hänge stiler als links. Weiterhin gibt es den Schwedenhanglift, der rechts auf leichter Piste in ein Nachbartal hinabführt. 4 von 7 Liften waren in Betrieb. Befahrbar waren die Pisten an 6 Liften. Die genial steile (wenn auch kurze) Piste am Steilhanglift konnte man von der Bergstation Kapellenlift über einen kurzen Fußmarsch auf einem Weg erreichen. Die Pisten am Westfalenhang 2 konnte man mittels ein paar Grätenschritten vom Brüchtallift aus erreichen. Dass die beiden Lifte nciht in Betireb waren hatte den großen Vorteil, dass die Hänge noch jungfräulich waren. Insgesamt war kaum jemand im Skigebiet. Da das Skigebiet an den Tagen zuvor geschlossen war, herrschten traumhaft griffige Schneeverhältnisse. Die Pisten selbst sind topographisch recht uninteressant. Sie führen gerade an den Liften hinunter. Aber der griffige Schnee hat tolle Carvingmöglichkeiten eröffnet und der jungfräuliche Steilhang war der absolute Hit.
Pistenplan
^^ Blick vom oberen Bereich Westfalenhang 1 auf den Talkessel, wo Sonnenlift und Kapellenlift laufen
^^ Kapellenhang im Zoom
^^ Schwedenhang
^^ Blick vom Steilhang auf Sonnenlift und Brüchetallift
^^ Jungfräulich gewalzter Steilhang mit Blick auf Sonnenlift und Brüchetalluft
^^ Eine der beiden Pisten am Westfalenhang 2 - auch jungfräulich
^^ Schwarze FIS-Strecke am Westfalenhang 1
^^ FIS-Strecke von unten. Hier zeigt sich, dass es noch keine Unterlage vor dem Schneefall hatte.
^^ Westfalenhang 2
^^ Blcik vom Sonnehang auf den Steilhang
^^ Westfalenhang 1
^^ dito
^^ Kapellenhang
^^ Nochmal Steilhang von oben
Fazit: Topographisch unter den Erwartungen, aber Schnee genial
Nuffschleifer-Reitschul'
Das Flutlicht ist eine klasse Szenerie. Interessant, wie konsequent hier die kleinen Hügelchen erschlossen sind. Topographisch interessant fand ich nur die Piste Büre-Herrloh. Höhepunkt war die unbeleuchtete schwarze Piste am St.-Georgs-Schanzen-Hang. Recht schön auf den Kanten fahrbar waren die mäßig geneigten Pisten Rauher Busch und die Piste an den Herrloh-Übungsliften samt Verlängerung bis zum Quick-Jet. Alle anderen Hänge waren recht bescheiden: Uninteressant direkt an den Liften abwärts führend und entweder mit Erde durchsetzt oder mit Kunsteis glatt gerutscht. Dennoch eine mords Gaudi. Unangenehm war, dass beim Möppi an allen Tischen geraucht wird - auch im Ess-Bereich. In Hessen wäre dies nciht erlaubt.
Pistenplan
^^ Büre-Herrloh
^^ Poppenberg
^^ Poppenberg
^^ Snowotz am Einstieg
^^ Geister am Ausstieg
^^ Büre-Herrloh
^^ Mit dem Quick-Jet auf den Poppenberg
^^ Kustschnee-Flutlicht-Effekte
^^ Blick vom unbeleuchteten Schanzenhang zum Quickie-Hang
^^ Geister-Sessel am Rauhen Busch
^^ Büre-Herrloh
^^ Poppen 2
^^ Kleine Büre - nur schwach beleuchtet
^^ Herrloh-Übungshang
^^ dito von oben
^^ DSB Schanze unbeleuchtet
^^ DSB Schanze
^^ dito mit etwas längerer Belcihtungszeit
^^ Snowotz mit 8 sec belichtet. So wird die dunkelste Gestalt hell.
Gesamtfazit: Genialer Tag. Optimale Runde rund um den Kahlen Asten mit coolen Momenten. Mit 76 Liftfahrten an einem Tag der absolute Hammer. Mein Muskelkater dankt es mir.