Sessellift Altenberg

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Jay
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Sessellift Altenberg

Beitrag von Jay »

Sächsische Zeitung
Dienstag, 30. September 2003

Der Sessellift nimmt auch das Moosmännel mit
Stadt Altenberg gibt den Lift in Rehefeld ab / Verein will ihn umfassend auslasten
Von Franz Herz

Die Stadt Altenberg übergibt den Betrieb des Sessellifts in Rehefeld an den Verein zur Förderung soziale Projekte im Osterzgebirge. Dieser will den Lift besser auslasten mit einem umfassenden Konzept, das weit über die Wintersportnutzung hinaus reicht.

Einstimmig entschied der Stadtrat Altenberg, dass der „Verein zur Förderung sozialer Projekte im Osterzgebirge“ (FSP) ab November den Doppelsessellift im Ortsteil Rehefeld betreiben soll. Die Gemeinde Rehefeld-Zaunhaus hatte 1992 die Anlage am Hemmschuh errichtet. Richtig froh wurde sie damit nicht, ebenso wenig die Stadt Altenberg, der sich Rehefeld später anschloss. Der Lift brachte seither regelmäßig Verluste.

Hoffnungen ruhen auf dem Verein

Nach der Entscheidung vom Montag ruhen die Hoffnungen auf dem Verein. Dieser bekommt den Lift zu moderaten Bedingungen. Die Kreditbelastungen bleiben bei der Stadt. Seinerzeit hatte die Gemeinde rund 920 000 Euro aufgenommen, um die Anlage zu bauen. Die Belastung für Zins und Tilgung zu tragen, würde den Verein überfordern.

Auch sagte Bürgermeister Thomas Kirsten zu, dass die Mitarbeiter, die jetzt an den Verein mit übergehen auch von der Stadt wieder zurück übernommen würden, sollte das Vorhaben nicht aufgehen. Der Verein muss den Lift betreiben und diese Kosten tragen. Er bekommt einen langfristigen Vertrag, kann aber jährlich aussteigen. Sowohl Kirsten als auch FSP-Vereinschefin Monika Rasehorn sehen optimistisch der Ausgliederung entgegen. „Der Verein stellt den Lift in ein Gesamtkonzept“, sagt Kirsten. Dieses Konzept läuft schon seit vergangenem Winter.

Im Januar kaufte der FSP in Italien für 20 000 Euro einhundert Rodelschlitten, um die Naturrodelbahn neu zu beleben und den Lift besser auszulasten. 16 000 Fahrten wurden in der kurzen Saison dann verzeichnet. Das ist ein beachtlicher Anfang.

Die Rehefelder wollen sich in den kommenden Wochen kundig machen, welche Trendsportarten angeboten werden können. Damit wäre es möglich, sich von der Konkurrenz benachbarter Schlepplifte abzuheben. Denn für manche der neuen Wintersportvergnügen ist ein Sessellift Voraussetzung.

Neben der intensiveren Winternutzung will Monika Rasehorn den Lift auch in den wärmeren Jahreszeiten nicht still stehen lassen. „Wir haben die Moosmännelwanderungen begonnen.

Aussichtsmöglichkeit im Gespräch

Das Stück auf den Hemmschuh ist aber gerade für Ältere ganz schön anstrengend. Das könnte doch mit dem Lift zurückgelegt werden“, nennt sie eine der Ideen. Auch mit der Forstverwaltung hatte sie schon beraten. Und der stellvertretende Bärenfelser Forstamtsleiter André Kubatzsch, will in den amtlichen Archiven klären, warum der Weg auf den Hemmschuh „Turmsteig“ heißt. Sollte dort einmal ein Turm gestanden haben? Das wäre eine Steilvorlage für die FSP-Verantwortlichen, eine solche Aussichtsmöglichkeit neu zu schaffen, und mit dem Lift Touristen dorthin zu schaffen.

Keine Konflikte mit der natürlichen Umgebung

Monika Rasehorn liegt aber vor allem etwas daran, dass sich alle neuen Konzepte für den Lift mit der Rehefelder Natur vertragen müssen. Hier gab es schon Konflikte. Um den Liftbetrieb wirtschaftlicher zu gestalten, sollte die Skipiste verbreitert werden. Dafür durften aber keine Bäume gefällt werden, weil der Hemmschuh unter europäischem Flora-Fauna-Habitat-Schutz (FFH) steht. Es gibt allerdings woanders Lifte, die auch im FFH-Gebiet stehen. Dort will sich Frau Rasehorn kundig machen, welche Erfahrungen auf Rehefeld übertragen werden können.

Ganz wesentlich baut sie aber auf das Engagement ihrer Mitbürger im Ort und die Unterstützung anderer Stellen wie der Stadtverwaltung. Wenn der Elan der vergangenen Saison anhält, sollte das kein Problem sein. Jeden Mittwoch trafen sich engagierte Rehefelder, um das zurückliegende Wochenende auszuwerten und das nächste vorzubereiten. Ehrenamtliche bewachten beispielsweise den Parkplatz. Die Einnahmen kamen in die Vereinskasse. „Auf solche Aktivitäten ist der Verein angewiesen“, sagt Monika Rasehorn.

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Beitrag von skikoenig »

...um die Naturrodelbahn neu zu beleben ...
Die Rede ist von einer Winterrodelbahn, richtig?

Also, Sommerrodelbahn her!
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