In altbekannter Manier (das heisst, mit reichlich Verspätung ) beginne ich nun den Sammelbericht von unserem Osttirol - Urlaub. Wie bereits im vergangenen Januar, haben wir uns auch heuer eine FeWo in Lienz gebucht und von dieser 'Ausgangsbasis' die Skigebiete in der Umgebung unsicher gemacht. Wieder war es eine tolle Woche in netten kleinen bis mittelgrossen, und vor allem leeren Skigebieten. Ich weiss nicht ob wir in der Woche zusammenaddiert 3 Minuten lang an den Liften anstehen mussten. Das Wetter war viel besser als vorhergesagt, nur einen Tag hatten wir Wolken und etwas Schneefall, sonst aber grossteils sonniges Wetter.
Im Detail: zweimal besuchten wir die neue Skischaukel Matrei / Kals, und zwar am ersten Tag (25. 1.) und dann noch einmal am 28. 1. Ganz in meinem Sinne: wo was neues gebaut wurde, darf ein Miki nicht fehlen, Investitionen sollen belohnt werden :
Am 26. 1. sind wir 'fremd gegangen' und besuchten die nordöstlichsten Skiberge der Dolomiti Superski, den Helm ... :
... sowie die Rotwand:
Am 27. 1. fuhren wir bei nicht soo tollem Wetter, aber 15 - 20 cm frischem Powder, nach St. Jakob im Defereggental:
In Sillian waren wir am 29. 1.:
Am 30. 1. besuchten wir die beiden Lienzer Hausberge, am Vormittag den Hochstein ... :
... und am Nachmitag wechselten wir auf das Zettersfeld:
Schliesslich der Tag der Heimreise, Samstag, 31. 1.: unsere Nr. 1 in Kärnten, klar dass ich Heiligenblut meine:
Zuletzt geändert von miki am 04.02.2009 - 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Klar dass Detailberichte kommen, zuerst natürlich die neue Skischaukel Matrei - Kals, IMO die wichtigste Neuerung in Osttirol seit ... ja, seit wann? Sagen wir mal die wichtigste Neuerung seit der Erschliessung vom Thurnthaler, ich glaube das war 1989.
Lange habe ich auf den Bau der Verbindung gehofft, die ganze Story hier im Forum mitverfolgt, gejubelt und dann wieder gezittert, als im letzten Moment noch irgendeine Unterschrift fehlte. Dann habe ich Berichte hier und im slowenischen Forum gelesen, die einen waren begeistert, andere weniger (Z. B. pb1 in seinem Bericht von Ende Januar). Und nun ist es soweit .
Anfahrt: Lienz - Matrei, auf der gut ausgebauten Felbertauernstrasse, grossteils mit 110 km/h unterwegs, knapp 20 Minuten.
Wetter: an beiden Tagen überwiegend sonnig mit einigen hohen Wolken, relativ kalt, ganztags unter 0 Grad.
Schnee: wie viel offiziell angegeben wird, interessiert mich nicht mehr. Auf jeden Fall genug, und für einen Pistenfahrer wie mich auch bester Qualität: griffiger, gut gefestigter Naturschnee mit Kunstschneeunterlage. Interessantes Detail: in Matrei gab es am 28. 1 an 2 oder 3 Stellen sogar frischen Maschinenschnee, ich glaube das waren die einzigen Schneekanonen die in dieser Woche in Osttirol in Berieb waren .
In Betrieb: alle Lifte, alle Pisten offen. Wartezeiten: nur bei der 8EUB in Matrei einmal 2 Minuten, sonst nichts, null, nada!
Am Berg angekommen, die Matreier Seite (vorne der Tellerschlepper Landen, dahinter die Bergstation der 8EUB Goldried I) liegt noch im Schatten:
Aber mich zieht es Richtung Kals - erstens liegen die dortigen Pisten ostseitig, also am Vormittag in der Sonne, und zweitens will ich unbedingt die neue Skischaukel testen. Kurz unterhalb der Bergstation der 2007 gebauten 6KSB Cimaross steht die Bergstation der neuen 8EUB und zwei Pisten führen von der Berg - zur Talstation. Nach links geht die Piste 13, am Pistenplan rot, in Wirklichkeit aber mit schwarzen Tafeln markiert. Hier sieht sie noch recht harmlos aus:
Blick zurück zur Bergstation der neuen Bahn:
Nach dem Ziehweg folgt ein zwar kurzer, aber echt steiler Hang - schwarz ist hier IMO nicht übertrieben. Links und rechts der Piste gibt es viele nette Off - Piste Möglichkeiten. Beachtet die Menschenmassen auf der Piste :
Bergstation der neuen Bahn aus der Nähe, hier gibt es ein Destaurant, Aussichtsplatform, sehr geplegte Toiletten (warmes Wasser, Handtrockner etc., und das alles ohne Treppen). Direkt runter von der Bergstation der neuen Bahn geht die rote Piste Nr. 14, nette mittelschwere Abfahrt, leider im Schatten des Gorner gelegen:
Mittelstation:
Die 'Talabfahrt' nach Kals, Nr. 15a im Pistenplan, verdient ein Kommentar. Erstens ist es keine Abfahrt, nicht mal Skiweg, sondern eine gewalzte Forststrasse. Zweitens war sie bei der Mittelstation als gesperrt ausgewiesen, aber so halbherzig (Tafel + zu kurzer Zaun), dass man problemlos um den Zaun herum fahren konnte. Drittens fuhren alle, aber auch wirklich alle, dort runter, und das 10 m am Liftwart vorbei. Viertens war sie in gutem Zustand - kein Eis, kein Steine, und Lawinengefahr konnte ich im dichten Wald auch keine wahrnehmen. Will sich da die Liftgesellschaft einfach der Verantwortung entziehen? Naja, meir ist es egal, mit befahren von gesperrten Pisten hatte ich niemals grosse Probleme :
Der Ziehweg, sorry, Talabfahrt, erreicht bei der Bergstation des Temblerlifts das alte Skigebiet von Kals. Von dort geht die Piste nach links zum neuen Verbindungsschlepper:
Der Verbindungsschlepper kreuzt den Figollift:
Und nun befinden wir uns im 'alten' Kalser Skigebiet. Jetzt darf ich doch mein Kommentar abgeben: tolle Pisten, breit, steil, leer, gut gewalzt, aber IMO total verplantes Liftsystem. Das habe ich schon im vergangenen Jahr bei meinem ersten Besuch gedacht, heuer sehe ich mich bestätigt: statt 3 fixen 4ern hätten sie lieber eine 4KSB und eine kuze fixe 4SB bauen sollen. Die 4SB Gschlöss ist m. E. überflüssig (das sehen offenbar auch die Liftbosse so, deshalb war sie auch nicht in Betrieb), der Figollift hätte als 4KSB gebaut werden sollen und wesentlich höher hinauf gehen, etwa bis zur Waldgrenze. Blauspitz wäre in diesem Fall nur etwa halb so lang wie jetzt und natürlich fix gebaut. Jetzt dauert die Fahrt mit den beiden lahmen 4ern unendlich lange, da man ja bei jedem Anfänger die Fahrt nochmals verringern muss. Wenn man die interessanten Pisten fahren will, muss man in jedem Fall beide 4er nehmen. Und schaut jetzt bitte nicht in den Pistenplan, dort ist fast alles falsch eingezeichnet ...
Aber genug herumgeplant, wie gesagt, ausser den Liften ist hier alles Toll: Landschaft, Pisten, Sonne . Bergstation Figol / Talstation Blauspitz:
Oberer Teil Blauspitzlift: wieder so volle Pisten ... :
Noch ne Aufnahme von der Blauspitzbahn zur roten Piste 17:
Talstation Gschlöss, 'nur bei Bedarf in Betrieb'. Und Bedarf gab es in dieser Woche nun wirklich keinen. Aber was wird da hinter der Talstation gebaut? Wald gerodet, Terassen in den Hang gegraben, eine halbfertige Brücke, sieht ganz nach einem Hoteldorf o. ä. aus:
Wenn ich schon von den 'Hauptabfahrten' schreibe, dass sie eher leer sind, was soll ich dann von den Pisten im rechten Teil des Gebietes (18 und 20), also im Bereich des ehemaligen Schleppers, die man erst nach einer kurzen Querfahrt auf einem Ziehweg erreicht, sagen?
Pistenzustand nach der Mittagspause:
Nun aber Wechsel zur Matreier Seite - zuerst aber noch zwei Fotos der neuen Bahn:
Die Cimarossbahn, einzige moderne Sesselbahn im Gebiet (Bubbles und Sitzheizung) erschliesst nette Abfahrten am sonnigen Westhang. Vier Pisten, wie sie im Plan eingezeichnet sind, gibt es nicht, aber drei oben und zwei unten sind es wirklich:
Kurz vor vier machen wir noch eine Fahrt mit der neuen 6KSB Goldried II. Was, ihr seht keine 6KSB? Schaut doch auf den Pistenplan, dort steht schwarz (bzw. grün) auf weiss ne 6KSB. Ohne den Zusatz 'Projekt' oder sowas. Wie auch immer, die Bahn liegt noch um 16 Uhr in der Sonne und erschliesst 3 Pisten. Am Pistenzustand kann man erkennen, dass in Matrei mehr los ist als in Kals (links die Bergstation der 4SB Happeck):
Unter uns der SCHL Glocknerblick:
Von der Talabfahrt nach Matrei, die schon im Schatten lag, habe ich leider keine Fotos.
Nun aber zur Bewertung: die Verbindung ist ein Riesenschritt nach vorne, gar keine Frage. Das so entstandene Skigebiet ist mit Abstand das grösste in Osttirol. Aaaber: fertiggebaut oder perfekt ist es noch keinesfalls! Zum ersten fehlt eine richtige Talabfahrt von der Mittelstation nach Kals, der momentane Zustand mit geduldeter Befahrung des offiziell gesperrten Forstwegs kann keine dauerhafte Lösung sein. Noch blöder ist der Zustand mit der Talabfahrt nach Matrei: zur EUB gibt es keine Abfahrt (ja, ich weiss, Grundbesitzer etc.) und die alte DSB vom Ende der Talabfahrt gibt es nicht mehr. Bei unserem zweiten Skitag in Matrei, am 28. 1., fuhren wir die Talabfahrt am Morgen zweimal hintereinander und benutzten den Skibus vom Ende der Piste zur EUB. Das erste Mal klappte es gut, ich habe ja auf den Fahrplan geschaut und mir alles ausgerechnet, beim zweiten Mal mussten wir 20 Minuten auf den Bus warten: der im Pistenplan abgedruckte Fahrplan - guess what - ist falsch ! Der Bus fährt am Morgen und nach 14 Uhr wirklich alle 15 Minuten, zwischen 11 und 14 Uhr aber nur alle 30 Minuten und einmal macht er sogar eine Stude Pause! Auch der Zustand der Talabfahrt ist eine Frechheit: die zwar an sich gut gewalzte und beschneite Piste quert dreimal die Strasse, und diese war fast trocken geräumt und reichlich geschottert . Ich kenne so manche Querung zwischen Piste und Strasse, aber dass eine Strasse die quer über ne Piste verläuft so geschottert wäre, habe ich noch nirgens gesehen. Mus denn jeder Bergbauernhof im Januar mit Sommerreifen erreichbar sein?! Und der Schotter lag nicht nur auf der Strasse selbst, auch die ersten 50 Meter Piste nach jeder Kreuzung waren besser geschottert als der Parkplatz bei unserer Uni .
Kurz zusammengefasst: das 'Grossglockner Resort' braucht in erster Linie zwei richtige Talabfahrten, eine von der Mittelstation nach Kals und eine - inklusive Strassenunterführungen - zur EUB in Matrei. Der Ersatz der DSB Goldried II wäre zwar nett, aber IMO nicht soo dringend. Die geplante, aber wegen der 20 - ha - Regel verschobene 4SB links der Mittelstation der EUB in Kals kann noch warten, momentan fahren dort einfach noch zu wenig Leute und der Bau wäre m. E. momentan (noch) unrentabel. Und mittelfristig wird man im 'alten' Kalser Skigebiet auch über eine KSB, wenigstens als Ersatz der 4SB Figol, nachdenken müssen.
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Danke fuer die tolle Schoenwetterbilder. Es freut mich zu sehen dass die Abfahrt ueber Kals-Matreier Toerl jetzt geoeffnet ist.
Gebaut wird direkt hinter Gschloess die Wasserbecken fuer ein Kleinkraftwerk. Die Terassen gehoeren die Camping, schon letztes Jahr gebaut.
Zum Talabfahrt Kals: geschlossen ist die weil noch nicht ausgebaut (Breite). Soweit ich weiss soll die Forststrasse als Ziehweg (Umfahrung) worden ausgebaut, und die Mittelteil zu einer richtigen Abfahrt ausgebaut worden.
Da ist er, der Bericht, auf den ich mich schon seit Wochen freue !!!
Geht ja schon gut los...bin schon gespannt auf die anderen Tage.
Zu dumm, dass wir uns vier Gebiete rauspicken müssen, mehr Zeit haben wir nicht... welche würdest Du am ehesten bei einer ersten Osttirol-Tour ab Lienz weglassen, Miki?
So, ich hab' mir den Bericht jetzt mal mit Plan am Schreibtisch genauer durchgelesen, obwohl Du ja davor gewarnt hast , und musste schon öfter schmunzeln.
Wenn ich also am Ende des Skitages wieder zum Auto will, sollte ich in Kals einsteigen, oder?! Vielleicht eine doofe Frage, aber trotzdem: Ist es von Lienz nach Kals so viel länger und unpraktischer als nach Matrei oder warum habt Ihr es nicht so gemacht? Oder anders gefragt: Erreicht man die Bergstation der Goldried 1-Bahn nur von oben, also vom Cimaross-Lift per Piste 10 oder auch vom Schlepplift Landen aus (ist mir auf dem Plan nicht klar, ob es da rauf oder runter geht)?
Danke für die Bilder. Aber wenn ich das alles so lese, scheint das Gebiet wohl doch nicht so toll zu sein...der Pistenplan verspricht viel, aber das Versprechen scheint das Gebiet ja nicht zu erfüllen. Schade.
Den Bericht vom Helm gibt es inzwischen im Italien - Topic. Nun aber zu den Fragen:
@Schwoab: die 1. Sektion der DSB im Matrei wurde inzwischen abgebaut. Sie war schon im Vorjahr nicht mehr in Betrieb:
Und jetzt ist sie ganz weg :
@Skihase: 4 Tage Osttirol ab Lienz, das ist doch nicht so schwer: ein Tag Matrei - Kals, ein Tag Sillian, ein Tag St. Jakob und ein Tag Lienz (falls du nicht so fanatisch bist wie wir und nicht zu Mittag vom Hochstein zum Zettersfeld wechseln möchtest, empfehle ich doch eher Zettersfeld, dort kann man es einen Tag lang aushalten, Hochstein wird nach 4 - 5 Fahrten langweilig und ausserdem sind die Pisten am Nachmittag im Schatten).
Nach Kals dauert die Autofahrt von Lienz doch mindestens 15 Minuten länger als nach Matrei. Also ich würde trotz allem in Matrei einsteigen, am Tagesende ins Tal fahren und mit dem Bus wieder zum Auto. Wenn die Lifte eh nicht mehr laufen, nervt mich das Warten auf den Bus wesentlich weniger als während des Skitages . Die Kreuzungen Piste / Strasse sind am Nachmittag weniger schlimm als am Morgen (!), da die Skifahrer den Schnee von oben auf die Strasse schieben und den Schotter tlw. verdecken. Und die Bergstation der Goldried 1-Bahn erreicht man sowohl 'von oben', also vom Cimaross - Sechser kommend als auch mit dem Tellerschlepper Landen (der ist übrigens bis 16:15 in Betrieb, damit alle Anfänger noch zur Bergstation der 6EUB kommen um mit ihr ins Tal zu fahren).
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miki hat geschrieben:
@Skihase: 4 Tage Osttirol ab Lienz, das ist doch nicht so schwer: ein Tag Matrei - Kals, ein Tag Sillian, ein Tag St. Jakob und ein Tag Lienz (falls du nicht so fanatisch bist wie wir und nicht zu Mittag vom Hochstein zum Zettersfeld wechseln möchtest, empfehle ich doch eher Zettersfeld, dort kann man es einen Tag lang aushalten, Hochstein wird nach 4 - 5 Fahrten langweilig und ausserdem sind die Pisten am Nachmittag im Schatten).
Tja, wenn's so einfach wär - aber Heiligenblut (ich weiß, dass das in Kärnten ist, aber gehört für mich zu ner Osttirol-Tour automatisch dazu, hätte ich vielleicht erwähnen sollen...) ist fest geplant, also bleiben nur drei der vier genannten, das ist unser Problem...
Danke für die Erläuterungen zum Einstieg bzw. Ende des Skitages!
Weiter gehts mit dem Dienstag, 27. 1. Die Niederschlagsfront, die sich schon am Vortag mit einigen mittelhohen Wolken angekündigt hatte, ist nun endgültig da. Für solche Tage brauchen wir dringend ein Skigebiet mit Gondelbahn und Talabfahrt im Wald. Hochstein (keine EUB) und Zettersfeld (keine Talabfahrt) scheiden sofort aus, Sillian wäre eine Möglichkeit, aber die Sesselbahnen dort haben keine Bubbles. Bleibt noch St. Jakob, es ist unser erster Besuch dort, im Vorjahr waren wir zwar bei der Talstation, die Lifte waren aber damals wg. Sturm ausser Betrieb.
Nach einer eher abenteuerlichen Fahrt auf der schneeglatten Strasse erreichten wir gegen halb zehn die Talstation der EUB. Das Wetter war bewölkt mit leichtem bis mässigen Schneefall, weniger kalt als an den Vortagen, im Tal gab es -2 Grad. Nach Mittag hörte dann der Schneefall auf, es blieb aber bewölkt und tlw. nebelig.
Schnee: gar nicht schlecht, auf die am Vorabend gewalzten Pisten fielen 15 - 20 cm Neuschnee, im oberen Bereich bester Powder, auf der Talabfahrt etwas schwerer, aber vor allem in der Früh gut zu fahren, am Nachmittag dann schon etwas schwer.
Pistenplan: http://www.bergbahnen-stjakob.at/panorama.php
Erster Blick von der Bergstation der 6EUB zur 3SB Mooserberg 1 - nicht gerade vielversprechend ... :
Da die Sicht oben doch etwas zu schlecht war, machten wir zuerst ein paar Talabfahrten. Die schwarze Piste war ganz nett, vor allem das erste- und zweite mal konnten wir uns unsere Spuren im fast unverspurtem Neuschnee suchen - Mausi scheint es zu gefallen:
Zubringeranlage ins Skigebiet, eine noch recht flotte 6EUB:
Talstation derselben:
Als dann die Sicht oben etwas besser wurde, tasteten wir uns vorsichtig weiter nach oben - zuerst mit der 3SB (der paralelle Schlepper läuft nicht mehr):
Und dann mit der 6KSB Weissspitzbahn, da es immer wieder noch leicht schneite, machten wir die meisten Fahrten mit dieser Anlage - Bubble sei dank!
Rechts der 6KSB gibt es noch den SCHL Almspitzlift, der geht auf 2525 m zum höchsten erschlossenen Punkt im Skigebiet:
Generell muss ich sagen, dass der Skitag besser als erwartet war. Durch die grosse Pistenauswahl und sehr wenige Leute im Skigebiet konnte man selbst um 15 Uhr noch seine Spur im Powder ziehen (es war kein richtiger Tiefschnee, sondern, ich habe es bereits geschrieben, 15 - 20 cm Neuschnee auf gewalzter Unterlage. Aber für einen Pistenfahrer wie mich ein tolles Feeling ).
Von der Talstation der 6KSB erreicht man die rote Talabfahrt:
Manchmal sah es schon so aus, als würde die Sonne es schaffen, aber letztendlich blieb es bei Wolken:
Der letzte Hang der Talabfahrt wird zusätzlich noch durch einen SCHL erschlossen:
Fazit: naja, wenn schon ein Tag wettermässig eher schlecht sein sollte, haben wir wenigstens das richtige Skigebiet gewählt. EUB, zwei Talabfahrten im Wald, 6KSB mit Bubbles. Aufgefallen: selbst für osttiroler Verhältnisse extrem wenige Leute auf den Pisten. Dass auser uns beiden kein Tagesgast bei solchem Wetter hinauffahren wird, wundert mich nicht in geringsten. Aber auch wenn nur die Gäste aus St. Jakob und Umgebung alle hinauffahren würden, sollte das Skigebiet doch wesentlich voller sein. Entweder waren die Beherbergungsbetreibe schlecht ausgelastet oder die Gäste sind dort eher der gemütlichen Art und fahren bei 'Schlechtwetter' gar nicht auf den Berg?
Generell hat das Skigebiet aber keinen von uns von Hocker gerissen . Mag sein dass wir nicht objektiv waren, da wir gerade St. Jakob bei Schneefall besucht haben, alle anderen Skiberge hingegen bei Sonnenschein. Aber alle Pisten liegen mehr oder weniger am selben Hang, haben vergleichbares Gefälle, also von Abwechslung kann da keine Rede sein. Irgendwann in den kommenden Jahren werden wir bei gutem Wetter nochmals nach St. Jakob fahren, aber ich glaube kaum, dass wir unsere Meinug ändern werden. Wenn ich die osttiroler Skigebiete bewerten müsste, wäre St. Jakob weit hinter Matrei / Kals und auch hinter Sillian, eher in der Kategorie der beiden Lienzer Hausberge. Schade, ich habe etwas mehr erwartet ...
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Einen Tag nach dem Schneefall, also am Mittwoch, 29. 1., war die Welt wieder in Ordnung: grossteils Sonne mit einigen hohen Wolken. Sillian war bei der Vorhersage (etwas Sonne im Westen, im Osten Wolken) die natürliche Auswahl - und die Prognose stimmte sogar. Mit jedem Kilometer von Lienz Richtung Hochpustertal wurden die Wolken weniger .
Die fahrt von Lienz dauert etwa 20 Minuten, kaum der Rede wert. Blick auf die Anzeigetafel:
Mit der 6EUB in 2 Sektionen fuhren wir (ohne Anstehen, versteht sich) zur etwa 2100 m hoch gelegenen Bergstation. Bei diesem Anblick kann ich es nicht mehr aushalten, wir entscheiden und zuerst ne Talabfahrt zu machen:
Von der Bergstation der EUB erreicht man die eigentliche Talabfahrt auf einem kurzen Ziehweg. Die Piste hier im Bild ist die schwarze Gratabfahrt, 1a, um diese zu erreichen muss man die 4SB Gadein nehmen - das machten wir dann bei der zweiten Talabfahrt:
Die Talabfahrt in Sillian ist eine meiner Lieblingstalabfahrten, sie passt mir irgendwie: steilere Abschnitte wechseln mit flachen, Waldschneisen mit freien Wiesen, sonnseitig gelegen und toll gewalzt:
Wieder nach oben:
Nach 3 Talabfahrten wechselten wir dann in den rechten Teil des Skigebietes, zur 4KSB Ausservilgratten, die erschliesst oben zwei, unten eine nette rote Piste. Die Bahn hat immerhin etwa 700 m HU!
Immer wieder hört man was vom geplanten Ersatz, aber er steht immer noch: der 2 km lange SCHL Thurntaler. Ich finde ihn inzwischen nicht mal soo nervig, werde ihm aber auch nicht nachweinen wenn er endlich einer 6KSB weicht (inoffiziell soll es 2010 geschehen). Herrliche, nicht sehr steile (eher 'hellrote') und leere Pisten, das ist Mikis Carvingtraum:
Die mit Abstand nervigste Anlage ist die fixe 4SB Gadein, da die sowieso lahme Bahn oft angehalten oder die Auffahrtsgeschwindigkeit verringert wird (fragt mich bitte nicht warum, mir sind keine besonders ungeschicketen Anfänger o. ä aufgefallen), kann die Auffahrt auch 11 Minuten bei einer Streckenlänge von ca. 1 km dauern . Das Foto ist untypisch, die Bahn liegt fast den ganzen Tag in der Sonne, nur kurz vor Betriebsschluss ist dieser Osthang im Schatten:
Nur die Bergstation lag noch in der Sonne:
Fazit: seht netter Skitag in einem guten kleinen Skigebiet. Nun fragt mich bitte nicht, warum ich Sillian wesentlich besser finde als das vergleichbar grosse und ähnlich hoch gelegene St. Jakob. Es gibt nämlich keine einfache Antwort, es ist einfach die Chemie !
Noch was: der gute alte Miki hat gecheckt, wie man sich die Skiline erstellen kan, welche der vielen Nummern vom Skipass ich eintragen muss, wie man die Skiline ins Forum verlinkt. Traraaa :
10000 HM an einem Tag, das ist in einem Wochenurlaub meine Dosis, da kann ich auch an nächsten Tag noch gut skifahren. Bei einem Tagesausflug habe ich auch schon 13000 geschafft, aber dann brauche ich am folgengen Tag Pause ...
Nachtrag: damit ich aber auch in Sillian was zu schimpfen habe, sorgte die Toilette in der Talstation der 6EUB. Schon am Vormittag nicht gerade sauber, nur kaltes Wasser, keine Seife, keine Papiertücher, und kaputte Handtrockner :
Da kann man kaum noch was kaputtmachen:
Highlight: Lichtschalter beim Eingang. Sowas würde ich in Griechenland oder eventuell in Italien erwarten, nicht aber in Österreich . Ist sowas überhaupt legal?
Zuletzt geändert von miki am 08.02.2009 - 07:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Also dass es nur kaltes Wasser gibt ist jetzt eigentlich nicht so besonders...auch das Problem mit der Seife ist mir nicht unbekannt. Wenn es dann aber weder einen funktionierenden Händetrockner noch Papiertücher gibt ist das natürlich ziemlich blöd, weil man dann erst warten muss bis es von selbst trocknet, es sei denn man mag nasse Handschuhe.
Aber der Lichtschalter ist ja echt mal der Hammer...
Was hat es eigentlich mit den ganzen Projekten auf dem Pistenplan auf sich? Sind das so Ankündigungen im Osttirol-Stil oder soll da bald wirklich was kommen. Im entsprechenden Topic gibts nämlich auch schon seit Ewigkeiten keine Neuigkeiten.
@SFL (Projekte auf dem Pistenplan): ganz inoffiziell habe ich erfahren, dass es 2010 so weit sein könnte, es sollen die beiden Bahnen zum Hochrast gebaut werden sowie der lange Schlepper ersetzt werden. Wie es mit der Bahn runter nach Innervilgratten ausschaut, weiss ich leider nicht, aber offenbar gibt es unten im Dorf eine Handvoll ewiggestrige die sich vehement dagegen wehren und eine Gruppe andersdenkender, die eine Erschliessung befürworten.
Nun aber zu unserem vorletzten Urlaubstag und letztem Skitag in Osttirol, Freitag, 30. 1. Am Plan stehen die beiden Lienzer Hausberge, am Vormittag Hochstein und am Nachmittag Zettersfeld. Wenn man nach der Sonne fahren will, ist das die logische Reihenfolge - die ostseitigen Pisten am Hochstein sind ab dem Morgen und bis kurz nach Mittag in der Sonne, das Zettersfeld den ganzen Tag.
Wetter: eigentlich sonnig, nur am Vormittag, bis etwa 11 Uhr, lagen über den Lienzer Dolomiten ein paar hohe Wolken so doof, dass die Abfahrten an den beiden DSBs im Schatten waren, der SCHL der 3. Sektion hingegen in der Sonne. Weniger kalt als an den Vortagen, am frühen Nachmittag wurden die sonnseitigen Pisten am Zettersfeld eine Spur firnig - das erste Mal im Laufe der Woche gab es schwache Anzeichen vom Frühjahrsfeeling, ich konnte sogar meine dicke Mütze gegen das Stirnband wechseln.
Die beiden guten alten DSBs von Wito überwinden zusammen mehr als 830 m HU, der anschliessende SCHL weitere 500 HM. Bei diesen Bildern sind Fragen nach Wartezeiten oder Pistenzustand unnötig, oder?
Die Auffahrt dauert zwar eine halbe Stunge, aber dafür bekommt man auch was: Piste über 1330 m HU, perfekter Zustand, so gut wie leer:
Der Schlepper erschliesst zwei Abfahrten: die sehr breite linke (obere 2/3 nur Naturschnee, unten beschneit) kannten wir bereits vom Vorjahr, die kurvenreiche, sehr nette rechte (nur Naturschnee) war in Januar 2008 wg. Schneemangel gesperrt, also ist es unser erstes Mal:
Mein neuer Hintergrund am Handy. Wenn mir an einem Donnerstag alles schon auf die Nerven geht und ich am liebten meinen Chef samt UNI Maribor irgendwohin schicken und die Arbeit hinschmeissen möchte, sehe ich mir dieses Foto an, atme tief durch, beruhige mich und mache die Schei**arbeit weiter - damit ich mir jedes Jahr ein paar Wochen von dem da leisten kann:
Zoom zu unserem Nachmittagsziel:
Noch ein Vorteil vom Hochstein: Parken direkt an der Piste, bequemer geht es nicht mehr :
Skiline Teil 1:
Die Überfahrt zum Zettersfeld kostete uns ganze 7 Minuten und einige Minuten nach halb eins waren wir schon am Zettersfeld. Anstatt 30 m zur Talstation der 4KSB Steinermandel hinaufzulaufen, fahren wir lieber rechts runter zur 4SB Wartschenbrunn (diese Variante hat - wie auch viele andere - meine Mausi gefunden. Gehfaul, aber erfinderisch):
Dann ging es weiter zur 6KSB Faschingalm, modernste Bahn im Skigebiet mit immerhin 528 m HU:
Im Vergleich zum Hochstein war Zettersfeld zwar etwas besser besucht (OK, weniger Leute als am Hochstein kann es gar nicht geben, ausser in einem LSAP ), einmal mussten wir sogar 2 Sessel abwarten, von Andrang oder vollen Pisten kann aber auch hier keine Rede sein:
Nach der verdienten Pause in der Hütte an der Bergstation der 4KSB ... :
... blieb uns noch knapp mehr als 1 Stunde bis Betriebsschluss, genug um alle 4 Pisten an der 4KSB sowie alle 3 am SCHL Schoberköpfl abzufahren:
Interessantes Detail: eine der Portalstützen ist nur halb so breit wie die anderen, da nur das bergwärts fahrende Seil unten durchgeht. An sich nichts besonderes, leider kann die Raupe da nicht durch. Deshalb wird die Lifttrasse bis zu dieser Stütze mit dem Bully gewalzt, weiter oben wird nur eine schmale Spur gezogen:
Dank der Südlage liegen die Pisten auch noch nach Betriebsschluss in der Sonne:
Skiline Teil 2:
Fazit: noch ein gelungener Skitag, trotz Skigebietswechsel und langsamer Lifte am Hochstein wieder 10000 HM geschafft. Diese beiden Skiberge an einem Tag, das bietet mir gerade genug Abwechslung. Ein ganzer Tag am Hochstein wäre doch etwas eintönig - im Mittelteil gibt es nur eine Piste - und auch am Zettersfeld hält sich die Abwechslung in Grenzen, immerhin schafften wir von 13 bis 16 Uhr alle Pisten, inklusive Essen auf der Hütte. Was dem Zettersfeld fehlt, ist eine längere Piste. Talabfahrt kann ich mir schwer vorstellen (700 m, Südhang, und der heurige Winter ist eher Ausnahme als Regel), aber es war mal eine Variante diskutiert wonach irgendwann, wenn die Zubringerbahn (4EUB, Bj. 1985) ersetzt wird, die Nachfolgerbahn eine Mittelstation auf etwa 1200 m bekommt und bis dort eine Piste angelegt wird. Das finde ich realistisch und wäre IMO eine grosse Bereicherung für des Skigebiet. Das Gelände, soweit man es von der Gondel einsehen kann, wäre auch bestens geeignet, Gefälle ideal für eine mittelschwere Piste. Ein Teil der Piste könnte auf bestehenden Wiesen angelegt werden, damit würden die Schlägerungen weniger brutal ausfallen. Aber ja, ich träume schon wieder . Auch so wie es ist, ist es nett. Und wenn man heuer die 1. Sektion zum Hochstein wirklich durch eine Kombibahn ersetzt, wird es noch eine Spur besser!
Zuletzt geändert von miki am 11.02.2009 - 18:44, insgesamt 1-mal geändert.
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miki hat geschrieben:aber offenbar gibt es unten im Dorf eine Handvoll ewiggestrige die sich vehement dagegen wehren
hat mal wieder sein müssen, oder?
miki hat geschrieben:Was dem Hochstein fehlt, ist eine längere Piste.
ich nehm an du meinst das zettersfeld
miki hat geschrieben:
Talabfahrt kann ich mir schwer vorstellen (700 m, Südhang, und der heurige Winter ist eher Ausnahme als Regel), aber es war mal eine Variante diskutiert wonach irgendwann, wenn die Zubringerbahn (4EUB, Bj. 1985) ersetzt wird, die Nachfolgerbahn eine Mittelstation auf etwa 1200 m bekommt und bis dort eine Piste angelegt wird. Das finde ich realistisch und wäre IMO eine grosse Bereicherung für des Skigebiet. Das Gelände, soweit man es von der Gondel einsehen kann, wäre auch bestens geeignet, Gefälle ideal für eine mittelschwere Piste. Ein Teil der Piste könnte auf bestehenden Wiesen angelegt werden, damit würden die Schlägerungen weniger brutal ausfallen. Aber ja, ich träume schon wieder . Auch so wie es ist, ist es nett. Und wenn man heuer die 1. Sektion zum Hochstein wirklich durch eine Kombibahn ersetzt, wird es noch eine Spur besser!
viel interessanter wär's mmn. hinten runter ins debanttal, osthang, daher besserer schnee und auch von der neigung her schönes "massenskitaugliches" gelände
miki hat geschrieben:...
Generell hat das Skigebiet aber keinen von uns von Hocker gerissen . ... Schade, ich habe etwas mehr erwartet ...
Dieses Fazit enspricht voll und ganz meinen Erwartungen. St. Jakob war früher mein Stammskigebiet. Dort habe ich Skifahren gelernt und war fast jedes jahr dort. Das Skigebiet ist in seiner Abwechslung bescheiden. Leider hatte ich als Kind keinen Einfluss darauf, wo es hin geht. Da ich mich aber so daran gewöhnt hatte, bin ich sogar als junger Erwachsener noch manchmal hingefahren. Aber diese Zeiten sind vorbei. Nichts zieht mich mehr dort hin - vor allem, seit das sehr coole Passskigebiet Stallersattel (St. Jakobs zwietes Skigebiet) geschlossen ist.
Auch schade: Der untere Teil der Talabfahrt (hinter der Seilbahnkreuzung wo beide Talabfahrten zusammenkommen) war früher äußerst anspruchsvoll. Leider hat man Anfang der 80er Jahre diese ziehwegige Umfahrung gebaut durch die Region, wo die Bergstationen der beiden Ende der 80 Jahre gebauten Tal-Übungslifte stehen. Die ursprüngliche Piste hat man dann zunächst als ungewalzte Route belassen und dann ab Ende der 80er Jahre mit einem Befahrungsverbot versehen und aufgeforstet.
Aber es gibt auch ein paar nette Abfahrtserlebnisse im Gebiet:
- Die alte Talabfahrt (im oberen Bereich heute noch als Haupttalabfahrt in Betrieb - unten wie berichtet aufgeforstet) war recht fordernd. Für eine Steigerung ist man direkt in der Trasse des doppelten Einersessels (heute EUB) abgefahren.
- Die längste gewalzte Piste ist weit über 10 km lang. Sie beginnt an der Bergstation Almspitzlift und führt über die neue Talabfahrt oberhalb des Weilers Feistritz entlang und endet im Weiler Rauth auf etwa 1250 Meter NN. Mit mehr als 10 km Länge und 1270 m HD ist sie schon eine Attraktion. Sie ist bis unten gewalzt. Zurück zur Brunnalmbahn geht es mit dem Skibus.
- Vom Almspitzlift steigt man zu Fuß auf den Höhenrücken rechts vom Leppleskofel auf (immer wieder für Lifterweiterungen im Gespräch). Von dort oben lässt es sich herrlich ins Skigebiet oder durch das Bruggeralmtal abfahren. In Verbindung mit der Piste nach Rauth bringt man es auf annähernd 15 km und 1500 m HD.
Damit hat es sich dann aber auch. Die meisten gewalzten Pisten sind langweilig.
... machten wir zuerst ein paar Talabfahrten. Die schwarze Piste war ganz nett, ...
Wo gibt es in St. Jakob eine schwarze Talabfahrt? Ich kenne die alte und die neue Talabfahrt, die beide rot sind - wenn auch die alte deutlich fordernder ist als die neue.
Hier jetzt noch steckbriefartig die Veränderungen im Skigebiet, die ich während meiner Besuchsphase erlebt habe.
1978: Bau des parallelen SL Mooserberglifts 2, dessen Talstation sich 30 Höhenmeter oberhalb der Mittelstation befindet. Grund: Der unterste Hang konnte früher nicht immer gewalzt werden und war für die (zahlreichen) Anfänger eine Tortur. Der Rufname war damals "Selbstbedienungslift" - weil alle anderen Lifte Kurzbügler waren.
1981: Bau der neuen Talabfahrt (von nahe Talstation Weißspitzlift bis zur Zusammenkunft mit der alten Talabfahrt). Da jetzt auch schwächere Skifahrer ins Tal abfahren können, wird im unteren (gemeinsamen) Teil der Talabfahrt eine weite Umfahrung des Steilstückes gebaut - ein besserer Ziehweg. Das alte Steilstück wird zur Route.
1983: Bau der ersten Beschneiungsanlage auf der alten Talabfahrt
1985: Der seit Jahren stillgelegte Lackenlift am Stallersattel wird abgebrochen und auf der Brunnalm als Almspitzlift wieder aufgebaut. Damit klettert der höchste mechanisch erschlossene Punkt von 2450 m auf 2520 m.
1987: Die beiden Tal-Schlepplifte Feistritzlift und St.-Leonhardlift werden neu gebaut. Das alte Steilstück der ehemaligen Talabfahrt wird gesperrt und aufgeforstet.
1989: Der pfeilschnelle Kombilift Mooserberg (SL/ESB) wird durch eine fürchterlich lahme 3SB ersetzt. Der Weißspitzlift wird von (Holz-)Kurzbügel auf Langbügel umgerüstet und mit neuen Rollenbatterien ausgestattet.
1992: Die parallelen Einersessellifte Brunnalm (Bj. 68 und Bj. 73) werden durch die 6EUB ersetzt.
- Innervilgraten: Ja, das musste sein , meine Einstellung gegenüber Verhinderen von Liftprojekten hat sich in den letzten Jahren nicht verändert, nur schreibe ich nicht mehr so oft was ich mit den Typen am liebsten machen würde (das Leben hat mich gelehrt, dass Leute die offen iher eigene Meinung sagen, vor allem wenn sie zu sehr vom Mainstream abweicht, heutzutage nicht gerade beliebt sind - und dabei meine ich nicht in erster Linie das Alpinforum) ... aber manchmal kann ich es nicht anders.
In diesem Zusammenhang gab es gerade in der Woche wo wir in Lienz waren einen Artikel in der Kleine Zeitung über Innervillgraten: http://www.kleinezeitung.at/freizeit/ak ... 6/index.do
Drinnen steht eigentlich nicht neues, der Ort sei ohne Lifte und ohne Schneekanonen und ohne Hotels etc. ach soo cool. Nur ein Satz liess mich aufhorchen:
"Eine Erschließung möchten wir tunlichst vermeiden."
Also wenn man eine Erschliessung vermeiden will, dann ist eine solche definitiv geplant. Und wenn ein Gegner behauptet, 70% der Villgrater seien gegen eine Erschliessung, dann sind es m. E. in Wirklichkeit höchstens 50%, also ist der Ort mehr oder weniger zweigeteilt. Abwarten, wenn die EU die Lanwirtschaftssubventionen kürzt, werden sich einige anders überlegen .
- Hochstein: klar, ich meinte das Zettersfeld, sorry, ist bereits korrigiert
- Talabfahrt Zettersfeld: die Idee mit der Mittelstation stammt nicht von mir, ich habe es irgendwo gelesen, kann es aber momentan nicht finden . So über den Daumen könnte die Abfahrt etwa so verlaufen (Mittelstation etwa auf 1250 m):
Das Debanttal kenne ich nicht, aber wenn das Gelände dort wirklich so geeignet ist, wäre ich auch nicht gegen eine Erschliessung, ganz im Gegenteil. Ich bin nur der Meinung dass es realistischer ist, einen Hang neben einer bestehenden Bahn auszubauen als eine ganz neue Geländekammer zu erschliessen ... am besten aber beides !
@Chasseral: vielen Dank für deine Infos zum Skigebiet von St. Jakob, da ist einiges dabei dass ich bisher nicht wusste.
Schwarze Talabfahrt? Die Info habe ich vom Pistenplan:
Generelle Abschlussbemerkung zu den osttiroler Skigebieten: ich hoffe das meine Kritikpunkte nicht zu scharf klingen. Generell waren unsere beiden Lienz - Urlaube Ende Januar voller Erfolg. So leere und gut hergerichtete Pisten findet man nicht überall. Ich sehe einige der osttiroler Skigebiete als idealen Kompromiss zwischen den Topskigebieten (gross, modern, aber leider teuer und oft überfüllt) und Skibergen 'á lá Starli', also leer, aber mit extrem veralteten Liften und tlw. schlecht hergerichteten Pisten. Auf einigen meiner Fotos kann man gut erkennen, dass es auch die Kombination von leeren, beschneiten und gut gewalzten Pisten + modernen KSBs geben kann. Da kann ich auch damit leben, dass einige der Skigebiete eher klein sind.
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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Skisaison 2025/26: aktuell 10 Skitage = 4 x Kitzsteinhorn, 2 x Mölltaler, 4 Berge, 1 x Obertauern, Zauchensee
Skihase hat geschrieben:... Wenn ich den Link anklicke, ist eine Talabfahrt schwarz...
Im Plan über den Link im dritten Absatz von Mikis Bericht sind - zumindest bei mir - beide Talabfahrten rot.
Interessantes Durcheinander!
Ich vermute, dass die gerade von rot auf schwarz umgestellt haben, um auch eine schwarze Talabfahrt zu haben - reines Marketing. Wobei die Abfahrt schon ein Stück hat (kurz vor der Zusammenkunft mit der neuen Talabfahrt), das zumindest tiefrot ist. Aber es war jetzt 40 Jahre lang rot. Warum dann plötzlich schwarz?
@Skihase: Warum wurde dir ein Pistenplan zugeschickt? Hast du den etwa angefordert? Du willst doch nicht etwa dort hin fahren? Ich kann jedenfalls nur davon abraten.
miki hat geschrieben: Aufgefallen: selbst für osttiroler Verhältnisse extrem wenige Leute auf den Pisten. Dass auser uns beiden kein Tagesgast bei solchem Wetter hinauffahren wird, wundert mich nicht in geringsten. Aber auch wenn nur die Gäste aus St. Jakob und Umgebung alle hinauffahren würden, sollte das Skigebiet doch wesentlich voller sein. Entweder waren die Beherbergungsbetreibe schlecht ausgelastet oder die Gäste sind dort eher der gemütlichen Art und fahren bei 'Schlechtwetter' gar nicht auf den Berg?
TAgesgäste hats da sowieso eher weniger, die Anfahrt ist einfach länger als in die anderen Gebiete. Die kommen erst wenns in Lienz oder Matrei gar nimmer geht oder voll ist. St Jakob ist dafür bekannt das es auch zu Ostern eben nicht mehr als 5 min am Lift zu warten gibt. Übermäßig viele Gästebetten hats da auch nicht.
Aber alle Pisten liegen mehr oder weniger am selben Hang, haben vergleichbares Gefälle, also von Abwechslung kann da keine Rede sein. Irgendwann in den kommenden Jahren werden wir bei gutem Wetter nochmals nach St. Jakob fahren, aber ich glaube kaum, dass wir unsere Meinug ändern werden. Wenn ich die osttiroler Skigebiete bewerten müsste, wäre St. Jakob weit hinter Matrei / Kals und auch hinter Sillian, eher in der Kategorie der beiden Lienzer Hausberge. Schade, ich habe etwas mehr erwartet ...
St Jakob ist auch mehr für gemütliche gemacht, kein Stress, wenig Deppen, Top gepflegte Pisten. Ist im Gegenzug aber auch nicht abwechslungsreich, auch wenn man durch geschickte PIstenkombinationen schon ordentliche Abfahrten hinbekommt. Aber ganz kalr hinkt St JAkob hinterher. Wird sich aber ändern. Laut Aussage unseres Gastwirts und Après Ski Versorgers wird das Land Tirol dieses Jahr mit dabeisein und in max 2 Jahren soll es die seit langem im Raum stehende Bahn auf den Leppleskofl geben die das Gebiet hinter dem Almspitzlift erschließt. Etwa eine Verdopplung des Skigebiets. Man hat bisher nach und nach in Vollbeschneiung investiert, aber vor allem an den Altlasten der vorherigen Bergbahnchefetage zu knabbern gehabt. Die haben sich laut Aussage unseres Gastwirts mit Bergbahngeld private Häuser gebaut und ähnliche Sachen . Die Bergbahnen schreiben seit Jahren schwarze Zahlen, sind aber eine der wenigen Gesellschaften in Tirol die sich -dank Altlasten- dafür fast nix leisten können. Selbst die 6KSB von 2004 ist größtenteils privat finanziert. Jetzt ist man soweit konsolidiert und das Land Tirol legt den Bergbahnen auch keine Steine in den Weg.
Auf/und Nacholenholen was Angebot und Komfort angeht ist auch bitter nötig, nur den Charme sollten sie nicht verlieren.
Chasseral hat geschrieben:
@Skihase: Warum wurde dir ein Pistenplan zugeschickt? Hast du den etwa angefordert? Du willst doch nicht etwa dort hin fahren? Ich kann jedenfalls nur davon abraten.
Ich habe mir alle Osttiroler Skipläne etc. zuschicken lassen, weil wir Anfang März auch ne kleine Osttirol-Tour machen werden (4-5 Tage)...
Und: Ich freue mich sehr!!! Auch auf das Defereggental, denn das was u. a. Spechti geschrieben hat, von wegen gemütlich, leer etc., trifft genau unseren Geschmack. Ich brauche nicht jeden Tag ein Riesenskigebiet, hab auch gerne zwischendurch mal was kleineres... Wir sind auch nicht so fit wie Miki und Mausi, sondern brauchen nach zwei heftigeren Tagen wie in Heiligenblut oder Kals/Matrei mal nen sehr gemütlichen Tag ohne schwarze Pisten - und den wollen wir sowohl am Zettersfeld als auch in St. Jakob verbringen. Bei uns wird dann wahrscheinlich Sillian entfallen, da warte ich eh' lieber, bis der lange Schlepper ersetzt ist ...