Viel muss ich nicht mehr erzählen, das meiste dürfte bereits bekannt sein. Die Sesselbahn, die den Gast von Feldis auf die Motta führt, stammt aus dem Jahre 2004. Sie ist ein Produkt aus Goldau. Von 1965 bis 2004 drehte an derselben Stelle ein Kombilift von Brändle seine Runden, der vorher schon in Pizol fuhr. Im Sommer betrieb man ihn als ESL, im Winter als Skilift. Deswegen konnte man keine Schlitter o.ä. hinauftransportieren, was in Feldis inzwischen genau so wichtig ist wie das Skifahren. Ausserdem hatte man immer wieder Probleme mit der Trassee, wegen Schneemangel (unten) oder Wasser auf der Trassee (Der Lift überquert im Mittelteil Nassgebiet). Als die Betriebsbewilligung ablief, entschied man sich für eine fixe Zweiersesselbahn.
Vor der Brändleanlage existierte ein weiterer Skilift von Tebru. Er hatte eine vollkommen andere Trassee, die heute vollkommen verwachsen und nicht mehr zu sehen ist. Die Fundamente der Tal- und Bergstation stehen noch. Dieser Skilift war nur 7 Jahre in Betrieb, was aber auch kein Wunder war. Der Skilift war, wie vielmals bei Tebru, zu schwach. Wartezeiten von bis zu 1h waren nicht selten, dazu kamen regelmässige Seilentgleisungen wegen falschem Abbügeln...
Zurück zur Gegenwart.
Dank vorausgegangenen, teils ergiebigen Schneefällen präsentiert sich heute, am 15.2.09, praktisch ganz Graubünden in Weiss.
So fahren wir durch ein angezuckertes Rheintal Richtung Domleschg, um dann von Rothenbrunnen über Tomils und Scheid nach Feldis zu gelangen, wo die Sesselbahn schon längstens läuft...
Die Sesselbahn Feldis-Mutta und die Namensgeberin der Sesselbahn, die Motta.
Hier oben, auf fast 2000 Metern, ist die Umgebung stark eingeschneit...
Die Bergstation ist in Sicht.
Eiszeiten...
Nach einigen Fahrten auf den Pisten "Tom Dooley" und "Südhang" (inkl. "Slalomhamg"), allesamt frisch präpariert und super zu fahren, kommt meine persönliche Lieblingspiste, der "Nordhang" dran. Er führt in die entgegengesetzte Richtung und offenbart einen traumhaften Ausblick auf das Rheintal.
Hat irgendwie was finnisches...
Der Aussichtspunkt der Nordhangpiste. In der Mitte unten Chur.
Frisch präpariert, wunderbar zu fahren, richtig genial. Der Nordhang.
Durch den Wald schlängelt sich die Piste "Tom Dooley".
Blick zurück. Wirklich schön zu fahren.
Der Fulberg. Hätte mal mit einer Liftanlage erschlossen werden sollen, welche von einer zweiten Anlage, einer von Plaun digls Mats auf den Tgom'Aulta führen sollte, erreicht worden wäre. Mit diesen zwei Liftanlagen wären Pradaschier und Feldis miteinander verbunden gewesen.
Anstatt die Piste, die zurück zur Sesselbahn führt, nehmen wir die Nordhangpiste Variante "Feldis".
Man stelle sich vor, vor etwa 20 Jahren stand hier unten noch kein einziger Baum!
Nur die ganze Zeit die präparierten Pisten abzufahren, geht mal gar nicht.
Blick auf die Nordhangpiste. Früher verlief die Nordhangpiste etwas anders: Sie bog vorne links ab, heute ist sie ideales Freeridegebiet.
Die alte Nordhangpiste, im oberen Teil schön flach...
Doch danach wird sie brutal steil.
Fulberg, der Berg hintendran müsste das Stätzerhorn sein.
Alle Bilder kann man ab hier anschauen: http://www.mircotscharner.ch/galerie/th ... p?album=81
Feldis ist ein Geheimtipp für Skifahrer und Schlittler, welche einen ganzen Tag lang die Sonne geniessen möchten - Feldis gilt als eine der sonnigsten Ortschaften Graubündens. Die Pisten sind abwechslungsreich, und obwohl die angegebenen 12 Pistenkilometer nach wenig aussehen: Das ist mehr als man denkt! Die Pisten führen durch Wald und Lichtungen, langweilig wird es ganz sicher nicht. Ein richtig heimeliges Skigebiet zum Wohlfühlen!