Am 19. Oktober 2008 besuchte ich mit meiner Freundin, nach einem gelungenen Sommerskiwochenende am Kitzsteinhorn, den Predigtstuhl im Reichenhaller Land.
Eine wunderschöne Bahn - kultig und holprig - verliefen die Anfahrt, der Einstieg und die Auffahrt. Angekommen am Kartenschalter wurden wir, unerwartet sehr freundliche von einem Mitarbeiter empfangen, der uns gleich ebenso unerwartet den Gästetarif für eine ermäßigte Fahrt offerierte. Nach gut einer Stunde Wartezeit oben angekommen, konnten wir ahnen warum. Ü60 Paradies juhe – jüngere Gäste werden wohl auch von den Betreibern vermisst und auch trotz einer Ü60 Ausrichtung gerne gesehen.
Blick auf die Strecke der Seilbahn:
Noch eine Kabine abwarten:
Nun was kann man vom Predigtstuhl selbst noch viel neues Berichten? – Wunderschön gelegene Wanderwege mit fantastischem Ausblick auf und über die Talgemeinden. Für körperlich beeinträchtigte Gäste, gut ausgeschilderte, breite Fortbewegungszonen. Leckeres Bier und gute Stimmung auf der Almhütte Schlegelmulde. Besonders hervorheben möchte ich das Engagement der Betreiber, die alle halbe Stunde musikalische Einlagen, in imposant klingender Bergwelt darboten. Sowie die Erlaubnis, die frisch gefüllten Weißbiergläser auf ein sonniges Plätzchen am Hochschlegellift mitnehmen zu dürfen – Also nicht viel!
Wunderschöne Wanderwege durch Latschenfelder:
Atemberaubende Aussichten:
Blick auf die Almhütte Schlegelmulde und die Hochschlegel - ESB:
Almhütte Schlegelmulde:
Es stellte sich heraus, welche weise Entscheidung wir getroffen hatten, nur eine Berg- und Talfahrtenkarte gekauft zu haben. Wir machten uns auf den Weg zum Bergrestaurant für welches ein günstiges Paket, bestehend aus Berg- und Tahlfahrt sowie einem Schlemmermenü, schon unten bei der Talstationskasse angeboten wurde. Wir starten in den Gebäudekomplex von seiten der Bergstation. Dunkel war es, sogar sehr! Die Umrisse einer ersten Stube, uninspiriert eingerichtet, konnten durch uns wahrgenommen werden. Wir machten weitere Schritte und urplötzlich durchbrachen wir sie, eine nicht sichtbare Wand welche die Bergstation vor einem unerträglichen Gestank schütze, entstanden in einer kleinen ja schmuddelig anmutenden Küche. Nicht leicht viel es uns weitere Schritte zu machen, doch der Drang zu forschen lies uns vorankommen. Ein frisches Lüftchen wehte an uns vorbei, oh nein, das war „die“ Servicekraft. Starrend in den Boden mit Fett verschmierter Schürze rannte „die“ Servicekraft an uns vorbei. Herzlich Willkommen? Nun wurden wir schneller, kurz noch den Speisesaal begutachtet, welcher Mottogerecht (gemessen an der Seilbahn) aber schon wieder uninspiriert eingerichtet war und liefen fort, für lange, lange Zeit.
Der wunderschöne Blick in den Speisesaal und wenn man denn darin verweilen möchte, doch wohl meist bedingt durch eine Schlemmerkarte verweilen muss, der eigentliche, wunderschöne Blick in die Berge und Täler:
Wieder zurück zu einem Betreiber und dessen Mitarbeiter, welche ein harmonisches Gesamtkonzept bieten möchten und können. Die Talfahrt mit der Predigtstuhlbahn erfolgte wieder nach gut einer Stunde warten begleitet von vielen interessanten Gesprächen mit überwiegend zufriedenen und freundlichen Gästen. On Top setzte der Wagenbegleiter mit seiner Mundharmonika dem Erlebnis Predigtstuhl den noch letzten, ausstehenden Punkt.
Vergangene Zeiten – die zweite ESB und der RopeTow:
Nun, ja nun interessieren mich eure Erlebnisse, die Ihr mit diesem Berg und seinen Betreibern verbindet. Ja, vielleicht übereinstimmende oder vielleicht doch ganz andere?