Nach dem Mittagessen bei Svenja musste dieser wieder zur Uni und wir zwei machten uns auf den Weg zu den Körperwelten. Die Ausstellung war in alten Güterschuppen in der Nähe des Bahnhofs untergebracht:
In der Ausstellung besteht selbstverständlich Fotografierverbot (auch wenn sich viele nicht daran hielten).
Reingegangen sind wir irgendwie mit einem komischen Gefühl, was aber direkt beim betreten der Ausstellung wieder verschwand. Die Plastinate wirken nicht mehr wie Leichen, sondern eher wie Kunststoffmodelle, die man auch aus dem Biounterricht kennt. Ich hatte also keinerlei Probleme mit der Ausstellung (gut, ich bin auch nicht so empfindlich und hatte auch schon "echte" Leichen in den Fingern, was mich zu meiner eigenen Überraschung relativ kalt ließ). Eklig ist an der Ausstellung sicher nichts. Ich fand die Einzelplastinate am interessantesten, aber auch die Fötus-Reihe (die einzigen Plastinate, bei denen auch ich ethische Bedenken voll verstehen kann). Die Ganzkörperplatinate fand ich persönlich jetzt nicht so toll und deren Posen überflüssig. Wie allerdings sollten sie sonst präsentiert werden? Einfach auf dem Tisch liegen wie eine Leiche? Wie schon gesagt, meinetwegen hätte man die ganz weglassen können.
Der Gedanke einen Menschen komplett in Scheiben zu schneiden ist vielleicht auch etwas makaber, aber das fand ich äußerst lehrreich.
Wir waren wohl rund 2 Stunden in der Ausstellung. Wer noch keine Körperwelten gesehen hat, dem kann ich die Ausstellung durchaus empfehlen. Bei dem Eintrittsreis würde ich mir aber einen erneuten Besuch (auch in einer der anderen Körperwelten) nun aber gut überlegen, den günstig ist das nicht.
Im Anschluss fuhren wir noch mit den beiden Standseilbahnen auf den Königstuhl. Meine Schwester war das erste mal dort, ich hatte ihn bereits letztes Jahr besucht. Daher nur ein paar Fotos als Ergänzung:
Auf dem Weg nach unten machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Heidelberger Schloss. Den gegen Kassenschluss kommt man dann sogar umsonst rein...
Während meine Schwester wieder zu ihrer Freundin fuhr, macht ich mich auf den Heimweg.