Anfahrt: Ettlingen - A5 - Freiburg - Titisee - Feldberg in bescheidenen 1:45 h; Weiterfahrt Muggenbrunn 15 Minuten, Todtnauberg 5 Minuten
Wetter: Auf der Anfahrt bedeckt, am Feldberg bis mittags sonnig, dann Nebeldurchzug, anschließend bedeckt, aber gute Kontursicht, zum Liftschluss Schneefall.
Schnee: Feldberg: 10-30 cm Kunstschnee mit 10-20 cm Neuschneeauflage, Muggenbrunn 20-30 cm Naturschnee, Todtnauberg 10 cm Kunstschnee mit 10-20 cm Neuschneeauflage.
Anlagen geöffnet:
Feldberg: 6KSB und DSB Seebuck, SCHL Resilift, SCHL Zeiger, SCHL Grafenmatt, I + II, 4KSB Rothaus, DSB Weltcup
Muggenbrunn: SCHL Franzosenberg, SCHL Winkel, SCHL Wasen
Todtnauberg: SCHL Stübenwasen, SCHL Kapellenlift, SCHL Bucklift
Anlagen geschlossen:
Feldberg: SCHL Zeller I + II, SCHL Silberwiese I + II, SCHL Hebelwiese
Muggenbrunn: SCHL Köpfle
Todtnauberg: SCHL Scheuermattkopf, SCHL Stübenwasen Gipfellift
Wartezeiten: 0-2 Minuten, einmal am SCHL Grafenmatt 4 Minuten
Gefallen: Piste und Wetter am Seebuck, Pisten Muggenbrunn, keine Wartezeiten
Nicht gefallen: Geschlossene Anlagen am Feldberg, Pistenzustand Fahl, Pistenzustand Todtnauberg
Mehr als eine Woche nach meinem Saisonstart an der Schwarzwaldhochstraße bot sich mir urlaubs- und schneelagebedingt endlich die Möglichkeit für die erste Fahrt der Saison in den Südschwarzwald. Da dort noch viele Gebiete geschlossen waren und ich in der Saison 2008/2009 überhaupt nicht am Feldberg war, standen dieser und die benachbarten Gebiete Muggenbrunn und Todtnauberg schnell als Ziel fest. Am Vortag hatte es im Rheintal und im Schwarzwald tüchtig geschneit, einen Tag später kam schon das Weihnachtstauwetter mit Regen bis in die Schwarzwälder Gipfellagen und 12°C im Rheintal. Der Termin war also gut gewählt!
Während im Rheintal und bis Hinterzarten geschlossene Bewölkung dominierte, zeigte sich am Feldberg unerwarteterweise die Sonne, und eine letzte Hochnebelwolke zog mit meinem Eintreffen vom Seebuck ab. Nicht nur das Wetter war eine positive Überraschung - nein, es war auch noch leer. Trotz der fortgeschrittenen Morgenstunde bekam ich einen Parkplatz am Seebuck in nur dritter Reihe. Am Seebuck ließ es sich klasse fahren. Der Schneefall des vergangen Abends hatte ganze Arbeit geleistet. Hochwinterlich präsentierten sich die Seebuck-Gipfelkuppe und die Waldkante zum Feldberg-Südhang. Normalerweise bin ich am Seebuck recht schnell wieder verschwunden - heute nicht. Das war richtig gut. Nach Fahrten mit allen Seebuck-Anlagen und dem Zeigerlift ging es ungewohnterweise direkt zum Grafenmattlift, wo ich mich in die einzige 4-Minuten-Schlange des Tages einreihte. Dass die Zellerlifte trotz des deutlichen Neuschneezuwachses geschlossen blieben, hat mich enttäuscht. Normalerweise ist das Feldberg-Team dort schneller bei der Sache. So aber wurde erst gegen Mittag begonnen, Zeller I für einen Einsatz am Folgetag per Raupe frei zu räumen. Gegen Mittag zog allmählich dünne graue Bewölkung auf, aber es blieb trocken, und die Kontursicht blieb gut. Von der Bergstation Grafenmatt ging es auf die Rothausabfahrt. Diese war dank Beschneiung immerhin mäßig, aber ohne Hurraschreie zu fahren. Erstaunlich, wie viel weniger Schnee in Fahl lag als am Seebuck. Alle Abfahrten außer Rothaus und Weltcup blieben geschlossen und waren schneemangelbedingt auch unbefahrbar. Ich beließ es bei einem Versuch der Freeridestrecke Fahler Loch. Die Weltcuppiste war nur direkt neben der Rennspur o.k., ansonsten eine Mischung aus hartem Kunstschnee, Eisplatten, verschobenem Neuschnee und ein paar Steinen. Der Fahler Pistenzustand hat mich enttäuscht - es lohnt sich definitiv noch nicht, dort hin zu fahren. Als dann auch noch eine Nebelwand in die Feldbergpasshöhe und das Grafenmatt-Gebiet zog, gab ich meinen Feldberg-Tag nach einer letzten Seebuck-Abfahrt auf.
Eigentlich wollte ich direkt nach Todtnauberg weiter fahren, entschied mich aber instinktiv, zuerst in Muggenbrunn vorbei zu schauen, wo der Franzosenberglift angeblich noch geschlossen war. Eine gute Entscheidung - letzterer beging nämlich unerwarteterweise gerade seinen ersten Betriebstag der Saison. Wenn Franzosenberg- und Winkellift in Muggenbrunn laufen, macht Skifahren dort - nach Mittelgebirgsmaßstäben - so richtig Spaß, und genau so war es dann auch. Beide Hänge hatten Naturschnee. Die Abfahrt des Winkellifts war ebenso perfekt wie ihr Alpenblick, die Pisten des Franzosenberglifts hatten ein paar Steine drin, die man umfahren musste. Nur ungern verabschiedete ich mich für die Weiterfahrt ins benachbarte Todtnauberg.
In Todtnauberg waren neben dem Bucklift (Skischullift), der nicht im Skipass des Liftverbunds Feldberg ist, nur Stübenwasen- und Kapellenlift in Betrieb. Eigentlich hatte ich mich auf die Stübenwasen-FIS-Abfahrt gefreut. Diese war jedoch mit Steinen und Gras durchwachsen - auch dies eine Enttäuschung. Am Kapellenlift war's auch nicht viel besser. Die Stübenwasen-Waldpiste war dagegen sehr gut zu befahren. Stübenwasen-Gipfellift und Panoramaabfahrt blieben leider geschlossen. Gegen 15:30 verschwand der Alpenblick und gegen 16:00 Uhr der Belchen in den Wolken, und pünktlich zum Liftschluss um 16:30 setzte der Schneefall ein.
Fazit: Skifahren am Seebuck bei guten Morgenbedingungen war genial. Ansonsten hat die Tour einmal mehr bestätigt, dass es sich lohnt, einen Skitag am Feldberg am Frühnachmittag abzubrechen und stattdessen die benachbarten Gebiete im Liftverbund Feldberg "mitzunehmen". Wiederholung bei besserer Schneelage ist vorgesehen.
Hier die Fotos:
Feldberg: Heute ist es am Seebuck leer - Parken in vorderer Reihe trotz später Ankunft. Es sind noch keine Schulferien.
Feldberg: 6KSB Seebuck morgens um 10 Uhr - und ganz leer. So schön kann das sein.
Feldberg: Bergfahrt zum Seebuck in die Sonne. Der letzte Hochnebel zieht gerade ab. Die Piste - leer.
Feldberg: Bergstation Seebuck. Die Sonne spielt mit letzten Hochnebelfetzen.
Feldberg: Schönster Pulverschnee am Seebuck mit Alpenblick und dem Nebelmeer über der Schweiz. Mit so guten Bedingungen hatte ich nicht gerechnet!
Feldberg: Von Westen nähert sich bereits die Eintrübung.
Feldberg: Am Seebuck geht es auf einen Abstecher durch den Bergwald zur Bergwachthütte. Hier macht sich der Neuschnee vom Vortag bezahlt.
Feldberg: Ein Stückchen geht es durch den Seebuck-Canalone unter der Bergwachthütte.
Feldberg: Resilift in Blau-weiß.
Feldberg: Zeigerlift in Neuschnee und Sonne.
Feldberg: Talstation Zeigerlift mit Zellerhang, der leider nicht geöffnet wurde, obwohl seit den Schneefällen vom Vortag genug Schnee vorhanden war.
Feldberg: Die einzige Vierminutenschlange des Tages am Grafenmattlift. Eine britische Familie trainierte im Einstieg für die Meisterschaften im Bügelverpassen.
Feldberg: Grafenmattlift mit herrlich leerer Piste.
Feldberg: Stillstand am Silberwiesenlift. Er blieb in der aktuellen Saison bislang ohne Betriebstag - schneemangelbedingt?
Feldberg: Rothausabfahrt. Kräftig beschneit, aber wegen zu unterschiedlicher Schneequalitäten kein Fahrgenuss.
Feldberg: 4KSB Rothaus - auch hier war es leer.
Feldberg: Nur wenige Pisten sind überhaupt geöffnet. Fast ganz Fahl ist schneemangelbedingt gesperrt.
Feldberg: So sieht eine unbeschneite Fahler Piste trotz Neuschnee noch aus - unbefahrbar.
Feldberg: 4KSB Rothaus, Bergstation. Hier war der Neuschnee stark verblasen.
Feldberg: Weltcupabfahrt Fahl. Trotz Beschneiung schlecht zu fahren.
Feldberg: Weltcupabfahrt Fahl. Sie sah von oben besser aus als sie war.
Muggenbrunn: Erster Betriebstag des Franzosenberglifts. Damit hatte ich nicht gerechnet und war entsprechend erfreut.
Muggenbrunn: Abfahrt Franzosenberg. Leider noch mit ein wenig Gras und Steinen, die sich aber umfahren ließen. Allmählich wurde die Sicht schlechter - es trübte nachmittags zunehmend ein.
Muggenbrunn: Winkellift - hier verloren sich 5 Skifahrer. Klasse Piste mit Eins A Naturschnee! Zusammen mit dem Seebuck die beste des Tages.
Muggenbrunn: Winkellift. Der Alpenblick verschwindet in den Wolken.
Todtnauberg: Einstieg Stübenwasenlift. Die "goldene Stunde" in Todtnauberg fiel heute schlechtwetterbedingt aus.
Todtnauberg: Stübenwasenlift.
Todtnauberg: FIS-Piste Stübenwasen. Viel Dreck, Gras und Steine - ich war enttäuscht.
Todtnauberg: Kapellenlift. Seine Piste war auch nicht viel besser. Der Belchen verschwindet nun auch in den Wolken - Zeit, Feierabend zu machen.