Einschneidendes Erlebnis (nicht nur wegen dem scharfen Wind sondern auch wegen der Dauer) war ein einstündiger Stillstand der Zürserseebahn. Alle 15 min. kam eine Durchsage, dass „der Lift im Moment nicht verwendet werden kann“, man arbeite an einer Lösung. Als nach 1 Stunde die Bahn dann leergefahren wurde, gab es aber als Entschädigung eine Entschuldigung und ein warmes Getränk im Zürserseerestaurant (auch wenn die anfangs nichts davon wussten, hat aber dann doch geklappt).
Frechheit des Tages waren die Kellner, die behaupteten, sie haben nichts mit den Bergbahnen zu tun, obwohl das Restaurant sehr wohl dazugehört.
Wettertechnisch hatten wir alles. Einige Tage waren extrem kalt, andere extrem windig, nachts und manchmal tagsüber gabs ne ordentliche Portion Pulverschnee von oben, sehr viel Sonne und fast zu warm war es auch mal.
Geöffnet war eigentlich immer alles, ausser der Schafalplift, weshalb ich meinen geliebten „Langen Zug“ nicht vom Rüfikopf fahren konnte. Zwischendurch war hier und da mal die Trittkopf-, Madloch- und Steinmähderbahn wegen Wind geschlossen.
Schneelage auf der Piste war vollkommen zufrieden stellend. Offpiste ging dank Neuschnee auch einiges.
Nur die Preise in Lech waren auch mal wieder typisch. Direkten Vergleich zwischen St. Anton und Lech haben wir mit Käsespätzle gemacht. In St. Anton im neuen Restaurant auf dem Rendl kosten die Spätzle 8,40 und man bekommt eine riesen Portion, die vollkommen ausreichend war, dass mein Bruder und ich uns die geteilt hatten. In der Sonnenburg in Oberlech kostet die Portion, welche nur halb so groß war (ohne Übertreibung) dann aber 12-13,-. Geschmacklich identisch.
(Bericht über Arlberg Ost mit der neuen Rendlbahn gibt’s auch noch)
Ach ja, es war sehr leer in dieser Weihnachtswoche. Angestanden hat man nirgends (also höchstens 3-4 Sessel gewartet).
Aufgefallen ist mir, dass sehr viele Sessel überall hingestellt wurden, quasi als Ruhebänke, z.B. an der Talstation Schloßkopfbahn. Wo noch, weiß ich gerade nicht, aber da sind definitiv welche dazugekommen.
Richtung Oberlech (und ich glaube auch noch in andere Richtungen) werden neue Kleinbusse eingesetzt. Die letzte Haltestellte „Schlössle“ in Oberlech ist die Strasse weiter zum Tal runter versetzt worden (mit großem Wendehammer), wodurch die Leute, die im Schlössle und Umgebung wohnen jetzt weiter laufen müssen. Aber auch wir, die im Bereich Salome wohnten, mussten jetzt weiter bergauf gehen, da die Haltestelle verschoben wurde. Naja, für die Busfahrer praktisch, aber die Leute, die in Oberlech ganz weit oben wohnen, müssen nun weiter zur Bushaltestelle laufen (Bus muss man halt nehmen, wenn man Kleinkind dabei hat, als Selbstversorger einkaufen muss oder abends in Ort will).
Des Weiteren haben sich die Oberlecher selber ein großes Heizkraftwerk gebaut (also mit eigener Beteiligung). Die Halle ist extra groß, damit sie viel Holzschnitzel für den gesamten Winter früh und auf Vorrat einkaufen können. In diesem Jahr baut Zürs sich selber auch was (weiß nicht genau was, entweder ein Wasserkraftwerk für Strom oder auch ein Heizkraftwerk). Als nächstes baut sich Lech in das Tal, wo die Abfahrt „Langer Zug“ durchgeht, ein Wasserkraftwerk. Ein Bild vom neuen Heizkraftwerk gibt’s weiter unten.
Eine negative Sache noch, die aber auch irgendwo verständlich aus Sicht des Liftlers ist. Unsere erste Abfahrt im Urlaub geht immer von unserer Unterkunft zur Talstation des Übungslifts Oberlech, da wir den fahren müssen, um die Kinder zur Skischule Oberlech zu bringen. Diese Talstation hat keine Skikassa. Bisher konnten wir einfach so durch und jeder einmal hochfahren, damit wir uns halt in Oberlech an der Petersbodenbahn die Karten kaufen konnten. Diesmal ging dies leider nicht, wir hätten uns jeder eine Einzelfahrt für 1,30 (glaube ich) kaufen müssen.
Glaubt der Mann echt, dass 5 Erwachsene und 2 Kinder da irgendwie auf die Piste kommen und er ihnen nicht glauben kann, dass die sich tatsächlich gleich einen Skipass kaufen??? Naja naja. Ich will ja nicht nur meckern mit Liftstillstand und sowas, denn ansonsten machen die Bergbahner in Lech-Zürs ja einen super Job und wir sind ja nicht ohne Grund schon seit Jahrzehnten hier.
Die Bilder sind entstanden mit Kamerahandy Sony Ericsson K800i, Canon Powershot A580 und Canon EOS 450d (mit Tamron 28-200mm Objektiv, die Dämmerungsaufnahmen zusätzlich mit Stativ, die Superzooms mit Daddys 70-300mm Sigma Objektiv).
Alle Bilder wurden mit der EBV Canon Digital Photo Professional nachbearbeitet.
Panoramen wurden ohne viel Aufwand mit Canon PhotoStitch zusammengefasst.
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Super, 1A Werbung für Skischuhe an der Talstation der Steinmähderbahn!
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Sonnenaufgang über Lech mit Omeshorn und Mehlsack, wo schon die Sonne raufscheint
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Dämmerung über dem Rüfikopf
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Am Schlegelkopf brennt schon Licht
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Blick auf Kriegerhorn- und Petersbodenbahn
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Kriegerhornbahn im Zoom
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Omeshorn, Hausberg von Lech. Rechts hinter der Tanne ist die Muggengratbahn und vorne unten die Stütze der PB Oberlech, beide hole ich mir mit dem 300mm Teleobjektiv mal ran
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Muggengratbahn im Zoom (Bild 19 ist genau aus der Gegenrichtung aufgenommen)
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Stütze der PB im Zoom
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Rüfikopfbergstationen im Morgengrauen
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Und mit 300er Tele mal rangeholt
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Das neue Heizkraftwerk der Oberlecher. Davor die schlafenden Sessel der Schloßkopfbahn
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Und in das Tal gegenüber (oberhalb von Stubenbach) kommt als nächstes ein Wasserkraftwerk (hab vergessen ob jetzt dieses oder nächstes Jahr)
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Bergstation Schloßkopfbahn. Streitigkeiten mit einem der Grundstückseigentümer verhindern seit Jahren den Bau einer schicken KSB.
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In meinem Engadin-Bericht habe ich das Flair von St. Moritz bemängelt. SO WIE HIER muss für mich der ideale Skiort aussehen. Etwas Verkehr, links und rechts ein wenig Apres Ski unter den Schirmen abends mit Heizstrahlern, Einkaufsläden im Zentrum rund um den Rüfiplatz von Spar bis Strolz-Moden, eine nette Kirche und der richtige Baustil wie hier im Bild wird auch überall eingehalten! Kein riesiges Schlosshotel wie in St. Moritz oder eine „The Rocks“-Einkaufspassage wie in Laax stören. In Serfaus gibt es nur eine enge Strasse, die nicht zum Flanieren einlädt, während man hier auch noch 1-2 Nebenstrassen und direkt einen rauschenden Bach hat.
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Die neue Muggengratbahn. Ok, optisch stand hier vorher quasi ein kleines Holzhäuschen als DSB, aber die Garage und die Uni-G neben dem See stören überhaupt nicht, da unterhalb der gesamten Umgebung gelegen (Seekopf liegt höher). Die Stützen sind jetzt auch nicht viel größer als die der vorherigen DSB. Und Bubble war hier dringend notwendig, da den ganzen Tag im Schatten!
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Oh was spiegelt sich denn da!
16a
Die Madlochbahn spiegelt sich an den Fenstern der Garage (auch wenn dies erst im Nachhinein bei der Bearbeitung aufgefallen ist)
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Und ein Blick über den See zur Madlochbahn. Tja auch diese ist sehr kalt und es bilden sich oft lange Schlangen. Aber eine KSB würde die Madlochpiste nicht vertragen…
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Uni-G Bergstation.
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Unten rechts, wo man Oberlech sieht, habe ich mal einen Rahmen gezeichnet, von wo aus das Bild 07a in Gegenrichtung gemacht wurde.
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Die Verglasung ist gut gegen den starken Wind, der hier oben oft vorherrscht. Man hat aber Stahlseile zwischen der Verglasung und dem Fels rechts daneben gezogen, so dass man hier nicht mehr durchschlüpfen kann in den Steilhang.
Erwähnen kann man auch noch, dass eine richtige „Staublawine“ von oben auf die Piste Zürser Täli niederging (quasi hinter der Verglasung) und den Skiweg oben traf. Gesehen hatten wir das am 20.12. gegen Mittag kurz bevor dieses Foto entstand. Von hier aus sah das ganze erst fast schon bedrohlich aus, aber der auf diesem Bild nicht erkennbare starke Wind hatte quasi den gesamten Schnee fortgeblasen, sodass nur ein Bruchteil den Skiweg unterhalb der Wand im mittleren Bereich des Bildes traf.
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Blick auf die Hänge östlich von Zürs vom Zürser Täli aus. Umrahmt habe ich (von links nach rechts) die Bergstationen der Bahnen Trittalp, Hexenboden und Trittkopf.
Da der untere Ziehweg vom Zürser Täli für Snowboardfahrer eine ewige Latscherei ist und ich daher immer über den Parkplatz abkürze, wäre eine Bahn hoch quasi von unterhalb des Bildes (Flexenpasshöhe) in Richtung Trittkopf wünschenswert. Dafür allerdings bräuchte man dann auch einige Abfahrten im Bereich Ochsenböden (direkt vor mir) oder Flexenmulde (rechts der Ochsenböden). Das sind aber wiederum hervorragende Tiefschneehänge!
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Die beiden KSB-Stationen im Zoom
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Und noch ein Weitwinkel vom Zürser Täli aus. Hoffentlich erkennt man alle Rahmen, die ich eingezeichnet habe. Also von links nach rechts die Bergstationen der Rüfikopf-, Trittalp- und Hexenbodenbahnen. Unterhalb der beiden KSBs habe ich einen runden Kreis um die große Stütze der Trittkopfbahn gezeichnet und zwischen dieser Stütze und Zürs habe ich einen Kasten gemacht um die Bergstation der Übungshang-DSB. Die soll wohl als nächstes ersetzt werden, ich bin mal gespannt, mit was. Eine Verbindung vom Parkplatz bis zum Hexenboden wäre ja auch nicht schlecht oder??? Die Pisten dort oben haben auch genug Kapazität.
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Einige Stunden später, in der Zwischenzeit hatten wir kurz nach Mittag einen ungemütlichen Aufenthalt von etwa einer Stunde in der Bahn, die im Bild gerade eingefahren wird.
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Ja auch Tage mit ordentlich Neuschnee gabs!
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Abends der Blick auf Lech und die Rüfikopfbahn. Links das neue Heizkraftwerk
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Weihnachten am Arlberg
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Ufos am Arlberg. Ich zähle drei Erscheinungen.
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Die Lichter schweben knapp oberhalb der Piste. Oder wie erklärt Ihr Euch, dass zwischen Lichtern und Piste nichts als Luft ist
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Rüfikopfbahn im Zoom. Ich wusste gar nicht (hat mir dem Alter zu tun), dass die rechte Rüfikopfbahn zwei Tragseile hat und die linke nur eins.
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Bergstation der rechten Rüfikopfbahn mit neuem Metallanstrich (selbe Farbe, aber halt neu). Ne Ladung Holzlack wäre aber auch nötig.
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2. Stütze der rechten Rüfikopfbahn. Die linke hat nur eine. Föhnwolken dahinter. Die Zeit der Kamera stimmt nicht (falls einer auf Dateiinfo klickt), es war halb vier und wir ganz allein im Skigebiet zwischen Lech und Zürs.
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Das Tal mit Zug gen Westen. Links Omeshorn und Mehlsack dahinter, rechts Kriegerhorn
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Und Zoom noch mal aufs Kriegerhorn. Links im Bild Zugerbergbahn und Balmalpe (irgendwie titeln die sich Österreichs erste Ökohütte oder so).
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Blick nach Norden über das Auenfeld und das Skigebiet von Warth-Schröcken hinweg gen Flachland. 4, 5 oder mehr Wolkenschichten waren zu sehen!!!
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Föhnwolken im Anmarsch (Farbspiel sehr einfach durch Spielerei im Tonkurvenbereich erreicht)