Der Unterberg zählt schon lange Zeit zu meinen Lieblingsschigebieten im Großraum Wien. Da der Saisonstart wegen Schneemangels heuer relativ spät stattfand (es gibt hier keine Kunstschneeanlage), und ich erst voriges Wochenende von meinem einwöchigen Dolomitenurlaub zurückgekommen bin, bot sich erst heute die erste Gelegenheit dieses Schigebiet zu besuchen.
Anreise mit PKW von Wien auf üblicher Strecke (A2 bis Wöllersdorf, B21 bis Pernitz, dann Landesstraße zum Unterberg). Rückfahrt genauso. Fahrzeit jeweils ca. 1h
Wetter: leider ganztägig Nebel bei rund -5°C
Schnee: lt. Homepage 40-80cm
geöffnete Anlagen:
Alle
Wartezeiten: bis 11 Uhr keine nennenswerten, danach doch bis zu 5 min am Schneidlift und bis zu 10 am Karnerbodenlift
geöffnete Pisten:
Alle
Pistenzustand:
Unmittelbar nach einem Dolomitenurlaub wo man bekanntlich die besten Pisten findet ist es schwer für mich wieder in Ostalpenmaßstäben zu messen. Tatsächlich waren die Pisten voriges Jahr trotz geringerer Schneemenge besser präpariert. Am Hüttenhang, Dorfmeisterpiste und Karnerschlag war es "knollig", am Bischofschlag waren zwischen den Raupenspuren 20cm hohe "Wände", der Karnerboden und die Talabfahrt wurden gleich gar nicht präpariert. Gut präpariert waren die Muldenabfahrt, die Pisten links und rechts vom Schneidlift und auch der Silbergraben, wobei auf letzterem zahlreiche Steine ausaperten und die beiden Pisten vom Schneidlift rasch abgefahren waren.
Zur Talabfahrt ist noch zu sagen, dass in der Heurießklamm zahlreiche Steine lagen, und die Hügel, durch die Nicht-Präparierung, einer blauen (leichten) Piste unwürdig waren. Vor einigen Jahren wurde bei solch einem Pistenzustand am Beginn der Talabfahrt ein Schild mit der Aufschrift "Bedingt befahrbar" aufgestellt. Auf diesen Hinweis verzichtet man schon seit einiger Zeit, was auch schon in einem Bericht von mir in der letzten Saison kritisiert wurde.
Sonstiges:
Irgendwie war der ganze Tag von der Früh weg durchwachsen. Als wir um 8:30 in Richtung Parkplatz fuhren, wurden wir schon 100m vor dem der Kassa nächsten Parkplatz aufgehalten und unfreundlich zum sofortigen Einparken aufgefordert. Auf die Frage warum wir so weit weg parken müssen, bekamen wir zur Antwort, dass sie den Parkplatz für Familien mit Kinder brauchen, und wir Tourengeher nicht näher ranfahren dürfen. Als wir versicherten, dass wir keine Tourengeher seien durften wir weiterfahren, der Idealparkplatz (zwischen Kassa und Pistenende) blieb trotzdem mit Band für uns gesperrt.
Beim Zugangsbereich des Karnerbodenliftes fehlte auf einer Seite das Begrenzungsband, das die wartenden Personen ordnen sollte. So kam es häufig zu seitlichem Reindrängen in die Warteschlange, welches vom Personal geduldet wurde, da es sich meist um Einheimische bzw. Bekannte oder Stammgäste handelte.
Einheimische dürfen sich offensichtlich auch in der SB des Gasthofs bei der Kassa vordrängen.
Fazit:
Nicht nur dass der Belag meiner Schier heute gelitten hat, wie noch nie in dieser Saison, so unwillkommen wie heute und so unfreundlich behandelt wie heute bin ich mir in einem Schigebiet noch nie vorgekommen.
Liebe Piestingtaler! Wenn das am Unterberg so weitergeht gehört er Euch alleine. Ich hoffe für Euch, dass das dann kein finanzielles Problem für ihn wird, wenn ihr alle anderen Gäste wegekelt.
Fotos: Habe ich bei dem Wetter nur fürs Forum, aber nicht fürs Album gemacht.
Unterberg bei Pernitz 14. 02. 10
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Re: Unterberg bei Pernitz 14. 02. 10
War gestern auch am Unterberg und kann deine Ausführungen nicht unterstützen. Abgesehen vom gestern viel besseren Wetter (tw. sogar sonnig) waren die Pistenverhältnisse sehr gut (zwar recht weich, aber dafür wohltuend griffiger Naturschnee) Ich hab´s regelrecht genossen, endlich wieder einmal keine harten Kunstschneepisten vorzufinden! Hatte sogar die Ehre, die ersten Spuren im Wald bis ins Tal (Abfahrt in Richtung Straße) machen zu dürfen. Dort sogar genug Schnee zum (Tiefschnee)Fahren!
Fazit: Wieder ein wunderbares cruisen in einem gemütlichen Schigebiet - ich bleib ein Unterbergfan und hoffe, dass die Schwiglhofers noch lange weitermachen. (gerüchteweise möchten die Inhaber in 2-3 Jahren aufhören und suchen verzweifelt nach Nachfolgern)
Fazit: Wieder ein wunderbares cruisen in einem gemütlichen Schigebiet - ich bleib ein Unterbergfan und hoffe, dass die Schwiglhofers noch lange weitermachen. (gerüchteweise möchten die Inhaber in 2-3 Jahren aufhören und suchen verzweifelt nach Nachfolgern)
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Re: Unterberg bei Pernitz 14. 02. 10
Grundsätzlich bleibe ich dem Unterberg auch noch positiv gesinnt. Es gibt nur sehr wenige Schigebiete, wo das Verhältnis Förderkapazität zu Pistenfläche so schön bemessen ist wie am Unterberg. Da können die Lifte voll ausgelastet sein, auf der Piste ist dennoch viel Platz.kulimuk hat geschrieben:ich bleib ein Unterbergfan und hoffe, dass die Schwiglhofers noch lange weitermachen.
Ich hätte gerne mehr Positives in meinen Bericht geschrieben, aber diesen Sonntag waren die Verhältnisse wirklich unterdurchschnittlich. Vor allem das, was am Unterberg immer das große Plus war, die Freundlichkeit und Herzlichkeit des Personals sowohl bei den Liften, als auch in den Gasthäusern war diesmal nicht vorhanden. Der Gipfel an Unhöflichkeit war die, im Bericht erwähnte, grußlose Aufforderung nicht näher zuzufahren, als wir mit dem Auto anreisten, weil wir ja Tourengeher sein könnten. Vielleicht war das ganze Personal am Samstag bei einem Faschingsgschnas und deshalb unausgeschlafen.
Ich hoffe auch, dass die Schwiglhofers noch lange weitermachen, aber bitte wieder mit dem Lächeln und der Freundlichkeit wie in den letzten Jahren.
Gruß chr