Wir schreiben Freitag nachmittag, 13:30 Uhr. Vor einer Stunde noch im Büro stehe ich jetzt an der Talstation der EUB Bergeralm. Ja es liegt noch Schnee auf knapp 1000m, die Sonne scheint, wir haben beinahe 20 Grad. Außer mir will hier niemand mehr Skifahren. Ich kann mir jedoch kaum etwas schöneres vorstellen als die Abfahrten in diesem Skigebiet gänzlich für mich alleine zu haben. Zuerst müssen allerdings noch 1200 Höhenmeter mit den Tourenskiern erklommen werden!
Kurz noch ein paar Fakten:
Anfahrt:
Über Götzens und die A13 in 20 Minuten
Wetter:
Sonne
Temperatur:
Tal: 20 Grad, Berg: 5 Grad
Schneehöhe:
Tal: 0 - 20 cm, Berg bis zu 1,5 m
Schneezustand:
Unten Sulz, Mitte Firn, oben Bruchharsch
Geöffnete Anlagen:
keine
Geschlossene Anlagen:
alle
Offene Pisten:
keine
Geschlossene Pisten:
alle
Wartezeiten:
30 Minuten am Gipfel, wegen Sonnenschein und guter Aussicht
Gefallen:
- Guter Schnee
- Stille
Nicht gefallen:
- einfach gar nichts
Fazit: 6 von 6 Maximalen.
Und los gehts:
Talstation der EUB Bergeralm. Die Schneereste hier trotzen der Sonne. Für mich perfekt, kann ich doch gleich hier die Skier anschnallen:
Erster Blick auf die Talabfahrt, noch gehts hier:
Die Umfahrung ist noch besser in Schuss, das merke ich mir für die Abfahrt:
Die ersten Höhenmeter im Sulz gestalten sich mühsam, Meter für Meter kämpfe ich mich bei 20 Grad plus höher. Wozu eigentlich?
Natürlich um hier skizufahren. 100 Höhenmeter weiter oben siehts mit dem Schnee schon besser aus:
Denen hier sei Dank...
... kann man auf 1000m Mitte April noch skifahren:
Man beachte die Schneeauflage:
Schön langsam wird aus dem Sulz schöner Firn, die Abfahrt ist noch erstaunlich kompakt und nur an der Oberfläche angetaut:
Doch hier ist vorerst mal Schluss. Frechheit, hat man einfach einen Graben durch meine Piste gezogen!
Wie dem auch sei, hier ist jedenfalls keine weiterkommen mehr möglich. Ich wechsle auf die schlecht beschneite Umfahrung und stehe bald mitten in der grünen Wiese. Ab hier heißt es Skier tragen:
Schnell über den Weidezaun geklettert. 50 Meter weiter wars dann Dank Beschneiung wieder weiß:
Nach etwa 1,5 Stunden schwitzen bei den warmen Temperaturen erreiche ich die Mittelstation auf 1600m. Geniale Schneeverhältnisse, sieht aus wie frisch präpariert:
Auf der Roten 2 kämpfe ich mich nach oben. Es ist verdammt warm, man kann es nicht glauben dass der Schnee trotzdem so kompakt ist. Es sind gerade mal die obersten 3cm angefirnt.
Blick zurück. Ein Skigebiet für mich alleine:
Mein heutiges Tagesziel rückt auch in Sicht. Das knapp über 2200m hohe Nösslachjoch. Der Aufstieg erfolgt direkt über diese Seite
Panorama:
Panorama:
Panorama Richtung Inntal:
Hier oben ist der Schnee deutlich schlechter. Eine Bruchharsch, Firn, Sulz, Steinmischung auf der es mühsam ist höher zu kommen:
Doch der Gipfel rückt immer näher:
Nach einer halben Stunde Gipfelrast in der Sonne, gehts über den Hochsonnlift zurück Richtung Bergeralm. Ich habe diese Abfahrtsvariante gewählt, da hier der Schnee wesentlich besser war dank Südseite:
Wieder zurück an der Mittelstation. Die Spuren am rechten Bildrand sind meine. Jeder Schwung ein Genuss:
Fazit: Einfach nur geil!
Mfg, Andi