3 Zahlen? Die des Playmates des Monats? Oder doch die Maße eines Kubus‘? Oder die Nummern die dreier Pisten?
Irrtum:
Tribal 40
Schafi 74
Dachstein 60
Schitage.
Summa Summarum 174 Schitage, die diese drei Personen heuer geschafft haben. Mitsamt der weiteren Begleiter (Tribals Dad, einem Bekannten von Dachstein und dessen Tochter sowie PHB und Zürs) dürfte die Anzahl der summierten Schitage irgendwo zwischen 250 und 300 liegen – der Club der Vielschifahrer sozusagen.
Zum einzelnen Vorgehen: Schafi, die ja nicht grad um die Ecke wohnt, konnte sich dennoch aufraffen, um mit uns an den Arlberg zu kommen. So verließ sie etwa um 6 Uhr Salzburg (andere User werden sie nun endgültig für verrückt erklären – bitte mich aber dann auch in den gleichen Topf werfen, war ich doch gemeinsam mit Schafi und Gerrit am 17.4 in Obertauern – Tagesausflug von Innsbruck wohlgemerkt).
Aber es ist ja möglich, sich die Fahrerei aufzuteilen – da kommt nun Kollege Tribal und dessen Vater ins Spiel – so wurde Schafi in Wiesing aufgegabelt und dann ging es weiter in Richtung Arlberg – jedoch nicht ohne vorher den Dachstein in Innsbruck aufgegabelt zu haben. Da waren sie also zu viert.
Nach einer kurzweiligen Fahrt (an diversen geschlossenen Schigebieten vorbei) erreichten wir St. Anton am Arlberg. Schafi, die hier noch nie Skifahren war, bekam gleich mal eine Einschulung welche Bahn wo hin führt (Begriffe wie SCA Kopf, Weißer Rausch, etc. dürften noch eher fremd gewesen sein
Und so trudelten wir kurz vor 10 am Parkplatz in Zürs ein – ein seltsames Gefühl der Leere erfüllte uns beim Anblick der ewigen Weiten des leeren Großparkplatz‘. Einzig ein gluckerndes Bächlein und der Flexenbach störten die Ruhe. Dann ein anderes Geräusch, ein Auto, Landecker Kennzeichen – ah ja, der Herr Vereinskollege und seine Tochter sind auch da – perfektes Timing täte ich sagen. Es folgte das in Tirol übliche Begrüßungsritual (sic! Da in Vorarlberg) mit den Worten Grias‘ enk, servus. Nachdem wir nun vollzählig anwesend waren, ging es darum, Skikarten zu organisieren, was sich weder als schwer noch zeitaufwändig. Sodann ging es hinunter zur DSB Superbaby – eine modernisierte Girak DSB, die nun langsam ihrem Lebensende in Österreich entgegensurrt. Im Gegensatz zur Hochsaison gab‘s hier natürlich keine Wartezeiten, sodass Schafi ihrer ersten (unspektakulären) Abfahrt auf Arlberger Schipisten rasch auf der Girak DSB entgegenfiebern durfte. Jeder der das Gebiet kennt, weiß, dass die Abfahrt vom Übungshang zur Zürserseebahn / Seekopfbahn einem Ziehweg ähnlich ist, einen kurzen Gegenanstieg beinhaltet und nur etwa 200 Meter ein ordentlicher Hang zum Carven ist.
So ging es hinüber zur Zürserseebahn, welche seit jeher Dachstein‘s Lieblings KSB im Schigebiet Lech – Zürs ist. Das erste Ziel des Tages war klar: Täli (was sonst – der Tag soll schließlich für die Leute, die noch nicht hier waren, gleich mal mit einem Highlight beginnen – und das Täli eignet sich hierfür bestens – eine Piste mit einem knackigen Steilhang am Anfang, dann einem genial kupierten Gelände und schließlich eine rasante Schussfahrt wieder nach Zürs. Oben am Muggengrat wurde sodann mit den Usern PHB und Zürs Kontakt aufgenommen – letzter warte mich noch vor einer eventuell interessanten Schussfahrt zurück nach Zürs. Danach ging es los, hinein in eine geniale Firnabfahrt, welche im unteren Achtel zusehends tiefer wurde – die „Interessantheiten“ waren indes nicht so „interessant“ wie erwartet.
Am zuerst mit Zürs definierten Treffpunkt wurden wir von Zürs empfangen. Für einige wenige Abfahrten gesellte er sich zu uns und erledigte somit einen Streifzug durchs Gebiet – Berge wurden erläutert, wo Gämsen und Steinböcke herumstehen, nebenbei wurde noch einige Steine von der Piste entfernt.
Dieses lose Geröll führt immer wieder für diverse Beschwerden in Schigebieten, es sei jedoch angemerkt, dass gegen derartige Steine nichts zu machen ist – es ist ein Kampf gegen Windmühlen, die Pisten steinfrei zu halten. Woher kommt nun dieses Geröll? Es handelt sich dabei um eine typische Erscheinung im Hochgebirge – durch die Frost - Tauwechsel kommt es immer wieder dazu, dass Gerölle auf Schipisten landen. So manche Gämse und Steinbock dürfte an solchen Steinen auch nicht ganz unschuldig sein.
Der Trittkopf präsentierte sich wie das Täli von der feinsten Seite, welche jedoch nach unten hin sulziger und tiefer wurde. Die unteren Kehren waren dann Sulzsurfing vom Feinsten. Und auch das kann durchwegs Spaß machen.
Weiter ging es hinüber zur Hexenbodenbahn und zur Trittalpbahn. Hier ging es phantastisch gut zu fahren. Derjenige, der die Piste mit einer Maschine bearbeiten durfte, hat hier vorzügliche Arbeit vollbracht.
Sodann führte uns unser Streifzug hinauf über den Seekopf zum Madloch, wo es auch heute keine Wartezeiten gab.
Interessantes gibt’s dann aus dem Madloch zu berichten – betreffend der Österreichischen „Lieblingsnachbarn“ (obgleich ich nichts gegen Deutsche per se habe – aber diese Individuen haben sich bei uns sehr beliebt gemacht) übrigens. Es gibt doch glatt Individuen, die sich darüber aufregen, wenn man an ihnen Vorbeifährt im Abstand von 3 Metern auf einer 5 Meter breiten Abfahrt / Hohlweg. Anschließend wird man als Trottel tituliert, weiter beschimpft, man bekommt erklärt, dass man unkontrolliert Skifahren würde, und die Überfrechheit überhaupt, es wurde mir vorgeworfen stehenzubleiben (an einer Kante). Ich frage mich, wie es manche unserer Lieblingsnachbarn es schaffen, sich derart „beliebt“ zu machen. Gratulation.
Interessanter Vorwurf: wie kann man unkontrolliert Skifahren, wenn man denn jederzeit sicher stehenbleiben kann? Welchen Abstand auf einem 5 Meter breiten Hohlweg muss ich denn halten, wenn links 2 Meter und rechts 3 Meter Platz sind? Da fragst dich also echt, was die im Hirn haben. Meine Empfehlung an diese Individuen lautet: erst mal das Madloch in der Hochsaison erleben, da geht es 1000 Mal knapper zu. Zweitens: wenn man jederzeit stehenbleiben kann, ist man nicht unkontrolliert unterwegs (maximal unschön), drittens: ich hoffe nicht, dass solche Leute einen Führerschein haben, denn im Straßenverkehr geht es teilweise auch recht knapp zu, viertens: ich habe noch nie einen Kapitaleinschlag gehabt und fünftens: bleiben Sie bitte derartigen Pisten fern und bleiben Sie auf hellblauen Übungshängen, dort gehören solche Schifahrer nämlich hin, zu Ihrer eigenen Sicherheit (eine derartige Vorgehensweise würde ich mir von Leuten aller Nationen erhoffen – so könnte man durchwegs einige Unfälle vermeiden).
Rauf ging es mit der altehrwürdigen, aber modernisierten DSB Zugerberg. Die Variante Zuppert und Zuger Tobel war irgendwie leicht aper, sodass wir es absahen, diese zu befahren. Auch die Schirouten um den Zugerberg waren geschlossen.
Um nun PHB aufzugabeln, ging es runter zur Kriegerhornbahn. Anschließend wurde mit PHB die Steinmähderbahn befahren. Die Pisten entlang der Bahn sind zu, da geht leider nichts mehr, obgleich sie zu den schönsten Carvinghängen im Gebiet gehören – die warmen Temperaturen haben hier ein abscheuliches Massaker am Schnee verübt.
Anschließend ging es zum Balmengrat, um dort gemeinsam eine Hüttenpizza zu vernichten. 6 Leute wurden recht schnell satt, und gut war es auch noch.
Anschließend ging es über den Schlegelkopf nach Lech. Hier konnte ich abermals meine bei Lois in Kitzbühel erworbenen Grasschikenntnisse perfektionieren.
Sodann erfolgte die Rückfahrt in einer relativ leeren und ungewohnt stillen Rüfibahngondel in Richtung Zürs. Oben musste noch kurz das Kästle Mountain Museum besichtigt werden (damit unsere versierte Kästlefahrerin mal die Urahnen ihrer Schi kennen lernt
Zum Abschluss des Schitages in Zürs wurde sodann noch einmal der Trittkopf befahren, bevor auch diese Seilbahn ihre Pforten schloss. Das war es dann also.
Sodann erfolgte die Heimfahrt in umgekehrter Reihenfolge, nicht ohne einen Zwischenstopp in St. Anton einzulegen um noch das architektonische Highlight der Galzigbahn hergezeigt zu haben.
Was bleibt zu sagen?
- Grüße nach Zürs zum User Zürs – das Treffen mit dir hat uns sehr gefreut.
- Wir werden wieder kommen (versprochen!)
Pics by Schafi und Dachstein.
MFG von Schafi, Tribal und Dachstein.