Dachstein und Obertauern, das ist ein Gebiet, in welchem Dachstein schon zweimal war, allerdings im lifttechnischen Mittelalter. Damals gab es noch eine sympathische Pendelbahn, 3 Kurvenschlepper, eine größere Anzahl an DSBs, einige andere Schlepper sowie nur 4 KSBs. Dafür gab es den Kehrkopfbereich noch gar nicht.
Mein Besuch in OT war eher kurzfristig geplant worden, „Schuld“ dran waren Schafi und Gerrit, letzterer musste einen Tag im Salzburgischen verbringen, während ein Teil der Familie anderweitig beschäftigt war. Was also tun? Na klar, Schifahren. Über ein Skypegespräch wurde die Idee von einem Schitag geboren, ein Skype 3er Chat besiegelte diesen Schitag. Naja, so startete Dachstein um halb 6 in der Früh von Innsbruck in Richtung Salzburg, von dort aus konnte ich bei Schafi mitfahren. Um 7:40 stellte
ich mein Vehikel in Salzburg ab und meldete mich bei Schafi via Telefon. Letztere holte mich blitzartig ab, wir verstauten mein Glump im Auto und starteten Richtung Obertauern, wo wir gen 8:30 ankamen.
Die elendige Auffahrt auf den Radstädter Tauern hat sich nicht verändert, immer noch die gleichen elendigen engen Kurven, die Flexenstraße kommt mir teilweise großzügiger vor. Dafür kommt man kurz vor Obertauern an der Kehrkopfbahn vorbei – ein Novum für mich. Dennoch zog es uns weiter zur Grünwaldkopfbahn. Hier hat sich das Gesicht etwas verändert: statt der sympatischen PBsteht nun etwas weiter südlich eine moderne 8er EUB… Sonst alles beim alten – halt, der Kirchbühllift hat jetzt Langbügel… Die Schipasspreise waren heute sehr moderat – 20 Euro für die Tageskarte können sich sehen lassen bei Vollbetrieb. So tat der auswärtige Schitag auch im Geldbörsl nicht übermäßig weh. Undso ging es gleich an den Start mit der Grünwaldkopfbahn.
Diese Bahn hat in Dachsteins Seilbahnherz einen besonderen Platz – war sie seine erste 4 KSB mit Bubbles, die er in seinem Leben fuhr.
Mittlerweile hatte auch Gerrit zum Telefon gegriffen und uns seine approximierte Ankunftszeit mitgeteilt, wodurch klar wurde, dass wir etwas Zeit hatten, um den Kehrkopfbereich zu erkunden.
Über die Monte Flu 4er gelangten wir zur Kehrkopfbahn, welche uns durch eine sehr interessante Piste den Start in den Schitag versüßte (Unpräparierter, aber geöffener Acker…). Da wir nun diesen Bereich ausreichend erkundet hatten, zogen wir uns zur Grünwaldkopfbahn zurück, um Gerrit zu empfangen.
Schnell hatten wir uns gefunden, Schhafi und Gerrit wurden miteinander bekannt gemacht und schon starteten wir hinauf zum Grünwaldkopf. Hier hat sich im Vergleich zu meinem damaligen Schulschikurs wenig verändert – lediglich der Grünwaldseelift wurde durch die Grünwaldseebahn (im Pistenplan als Hochalmbahn bezeichnet, aber auf der Leitnertafel als Grünwaldseebahn beschriftet) ersetzt.
Sonst nervt auch immer noch die Seekareckbahn (eine relativ langsame 4 Sb), welche der Vollständigkeit halber mitgenommen werden musste. Die Piste dafür entschädigt für die langsame Auffahrt.
Weiter ging es zur Panoramabahn, welche uns in Richtung Seekarspitze bringt. Auch am „Jumpstart“ beim Ausstieg hat sich bis heute nichts verändert, dafür wartet die Seekareckbahn mit neuen Sesseln als Novum auf.
Über die Bobbahn ging es nun zu letzterer Bahn, die Pisten haben sich nicht verändert, manchmal erscheinen sie etwas verbreitert im Vergleich zu früher, mehr hat sich in dieser Ecke nicht getan. Dafür musste der Seekarecklift (ein Kurvenschlepper) dran glauben und wurde durch eine Leitner 6 KSB/B mit Kurve ersetzt. An den Schlepper erinnere ich mich noch gut, war es doch jener Lift, aus welchem unser Turnlehrer von Winde verweht wurde und er sich anschließend aus dem Tiefschnee neben der Trasse ausgraben musste (was so mancher Schüler durchaus mit einem hämischen Grinser quittiert hat
Auch auf der anderen Seite des Kringsgebietes hat sich einiges getan – die Hundskogel DSB ist einer angeblich quietschenden 6 KSB/B von Leitner gewichen – DM Bahnen hören sich imo. jetzt auch nicht anders an, die Anger 4er ersetzte den Verbindungslift (einem ewig flachem Portalmastenschlepper von DM) und die Schönalm 4er ersetzte einen etwas weiter südlich verlaufenden Schlepper (fragt mich nicht, wie der hieß, ich weiß es nicht mehr).
Und er Zentralliftbereich? Auch hier hat sich was verändert: Der Sonnenlift 2 ist nicht mehr existent (war ein Stemag Schlepper) und die Zentralbahn ersetzte den Zentrallift (recht steiler Schlepper). Die Piste ist auch etwas breiter geworden, aber der Zieher zurück hat sich nicht verändert.
Auch die Pistenbullies im Bereich Krings gibt es nicht mehr – dafür steht hier eine Armada Leitwölfe und ein Beast.
Am Hundskogel gibt es dafür die Schiroute immer noch – und die Buckel sind immer noch so herrlich wie früher. Nur als Erwachsener macht es mehr Spaß als als Jugendlicher.
Über die Angerbahn ging es dann zum Bereich Plattenkar und Edlweis. Hier hat sich einiges verändert – der Kurvenlift wurde durch die Edlweisbahn ersetzt und der Plattenkarlift, welcher im unteren Bereich der Plattenkarbahn begleitete, wurde ersatzlos demontiert. Lediglich die Hütte an der Bergstation steht noch. Dafür steht jetzt eine Schirmbar an der Bergstation der Plattenkarbahn….
Und auch am Schaidberg hat sich viel verändert – eine Prototyp 6 KSB/B von DM ersetzte die DSB, die Piste ist breiter geworden (rein subjektiv), und die Achrain DSB wurde durch eine 4 KSB ersetzt, die Stützen blieben aber die alten, sodass es eine 4 KSB von DM mit Uni G‘s und Girak Beschilderung auf den Stützen gibt.
Weiter ging es in den G-Bereich, bestehend aus Gamsleiten 1 und 2. Letzte kenne ich nur als DSB, und G2 war mir bereits bekannt. Aufgrund eines Events war die Bahn aber gesperrt… Sodass wir es im Zuge der schlechter werdenden Pistenqualität wieder gen Grünwaldkopf zurückzogen.
Dennoch wurde noch die Zehnerkarbahn befahren, welche einerseits die alte PB und andererseits den dritten Kurvenlift im Bereich der heutigen Mittelstation der 8 EUB (Mankeilift) ersetzte. Aber ein professioneller Liftrestesucher wie Gerrit findet auch von diesem Lift noch einen Überrest.
Nun kam noch die letze Schandtat, die Befahrung der Sonnenbahn – über die Zentralbahn und Seekarspitzbahn ging es anschließend hinunter zur Grünwaldkopfbahn, wo Gerrit sich verabschieden musste, da er wieder zurück nach Salzburg musste, um dort einen Termin wahrzunehmen.
Schafi und ich ackerten uns nochmal über die Grünwaldkopfpiste, einmal mit einer Abwechslung über die Grünwaldseebahn und ließen schließlich den Schitag ausklingen. Da wir aber noch etwas Zeit hatten, entschlossen wir uns, die Grünwaldkopfbahn als Fußgänger zu benützen und oben ein kleines Fotoshooting einzulegen.
Um 16:30 verließen wir Obertauern (ich mit vielen neuen Eindrücken) und kamen gen 18 Uhr in Salzburg an, wo ich wieder mein Auto bestieg, tankte und gen Innsbruck entschwand.
Fazit:
- OT ist ein nettes Schigebiet
- Früher kam mir das Gebiet größer vor (aber mit Vergleichgebieten wie Arlberg, Serfaus und Kitzbühel hat es OT schwer, vor allem was Abfahrtslänge und Höhenunterschied angeht).
- Endlich wieder für mich ein paar neue Bahnen gefahren.
- Ich komme wieder.
MFG Dachstein