Wie ja hinlänglich bekannt ist, wurde auf der Edtalm im Laufe des Sommers eine neue 6er-Sesselbahn errichtet. Grund genug also, meinem ehemaligen Hausskigebiet einen vorweihnachtlichen Besuch abzustatten. Der Bericht folgt leider ziemlich verspätet, was einerseits durch den Feiertagsstress begründet ist, andererseits aber auch krankheitsbedingt so sein musste.
Die Verhältnisse waren am 23.12.2010 vor allem am Hornspitz (beiderseits) genial - vor allem die Abfahrt am Hornspitz-Express I war sensationell und wurde von 13 Mal runtergeheizt. Der Zwieselalm hatte ich auch einen Kurzbesuch abgestattet, die Verhältnisse dort gelinde gesagt zu diesem Zeitpunkt eine Frechheit - schlampig präpariert, also schnell wieder weg von dort.
Nachdem ich bei der ersten Fahrt an der Edtalmbahn zu früh dran war (Pisten noch hart gefroren), waren die Abfahrten am frühen Nachmittag herrlich aufgefirnt. Demnach bin ich dann einige Male an der Höhbühel 6SB, bzw. an der Edtalm 6KSB gefahren.
Die Edtalmbahn als kuppelbare 6er-Sesselbahn mit orangen Wetterschutzhauben, Kindersicherung und Sitzheizung spielt technisch nahezu alle Stückerln, die derzeit verfügbar sind.
Die Talstation hat man in eine Stahlhalle gepackt, der Grund dafür ist mir jedoch nicht ganz klar.
Blick auf den untersten Teil der Trasse.
Zugang. Menschenleer, wie man sieht.
Sessel vor dem Bahnhof.
Einstieg.
Ausfahrt aus der recht aufwändigen Station. Dafür, dass man in der Skiregion doch eher knapp bei Kasse ist...
Bergstation.
Weitere Bilder - jetzt bei Sonnenschein:
Ein Fangnetz folgt gleich nach der Station, hier wird ein kleiner Graben überbrückt.
Die große Enttäuschung: Den Hang, den wir alle so gerne als Piste gesehen hätten, hat man NICHT erschlossen!!!
Der Hang bleibt den Tiefschneefahrern (so mal genügend Schnee liegt) vorbehalten.
Rechts erkennt man die Talstation des alten Schleppliftes. Pistentechnisch ist absolut nichts an neuen Abschnitten dazugekommen, auf Höhe der ehemaligen Talstation des Schleppers gibt es jetzt einzig eine Querfahrt rüber zur Abfahrt an der Höhbühel-6SB. Das werden lustige Situationen im letzten Steilhang vor der Talstation der 6SB werden.
Piste vom Ochsenkopflift her kommend.
Dadurch, dass die Bahn quasi keine neuen Pisten (abgesehen von der Zufahrt) erschließt, ist sie für Wiederholungsfahrten nur bedingt interessant. Leider - die Bahn hätte mit 211 Höhenmetern für die Skiregion eine gar nicht so schlechte Länge. So verkommt der topmoderne Lift leider mehr oder weniger zur reinen Verbindungsanlage. Da hätte man mehr draus machen können.
Relativ luftig schwebt man der Bergstation entgegen...
Blick gegen das Tennengebirge. Die Föhnwolken sind deutlich zu erkennen.
Lanschi's Privatbahn.
Hier ist die Pistenlösung etwas deutlicher zu erkennen.
Lage der neuen Talstation. Schönes Gefälle rüber von der Zwieselalm her kommend. Der Vorteil der Bahn liegt in meinen Augen hauptsächlich darin, dass man zum Pendeln in beide Richtungen nun jeweils eine Anlage weniger benötigt.
Bergstation, hinten das Gamsfeld.
Blick von der Direktabfahrt an der Höhbühel-6SB. Diese fahr ich recht gerne, wenn es so schön firnig ist (auch wenn die Bahn total lahm ist).
Nun noch ein Bild aus den orangen Bubbles.
Fazit der Bahn: Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die Bahn ist toll, die Piste hingegen weitgehend sinnlos. Als reine Verbindungsanlage definitiv überdimensioniert.