Gelegenheit mit der DSB "Ciampinoi" zu fahren. Diese wurde 1979 an Stelle
eines Stehkorbliftes von 1962 errichtet.
http://www.retrofutur.org/retrofutur/ap ... =100000505
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass dieser Stehkorblift Mitte bis Ende
der 70er Jahre voll aufgeruestet in der Landschaft rumstand, aber zumindest
ueber Weihnachten und Neujahr nie in Betrieb war. Mit Indienststellung der
gleichnamigen Pendelbahn gute 500m weiter unten im Tal, war die Anlage wohl
als "ueberfluessig" eingestuft worden.
Die Talstation ist in total Italo-Retro aussehender Betonbauweise errichtet.
Im Hintergrund steht noch das Talstationsgebaeude der Vorgaengeranlage.
Die Abspannung erfolgt - nicht zu uebersehen - im Tal.
Die geschraubten Seilrollen, Waagebalken und Stuetzen sehen zum Teil sehr
nach LEITNER aus. Es ist zu vermuten, dass ZEMELLA recht ungeniert nachgebaut
hat und/oder diverse Teile aus Sterzing zugekauft hat.
Direkt neben der Station waren diese beiden PRINOTH "Everest" abgestellt.
Aus der Ferne leicht mit dem Sterzinger Pendant zu verwechseln;
Zentralstuetze mit 4er Rollenbatterie.
Portalniederhalter mit 6er Rollenbatterie auf der Leerseite.
Ein Grossteil der Trasse fuehrt durch Hochwald.
Die Zentralstuetzen 16, 17 und 18 im Einfahrbereich der Bergstation.
Interessant ist, dass auf der Leerseite nur 6er Robas an Waagebalken
montiert sind, waehrend auf der Lastseite drei 8er Robas vorhanden sind.
Der Blick des Liftwaerters auf die Strecke.
Auch bei dieser Anlage stammt die Steuerung aus dem Hause BMB.
Die bergseitige Antriebsstation hat einen Unterflurantrieb. Das alte Stationsgebaeude
der Vorgaengeranlage ist seinerzeit total abgetragen worden.
Der Antrieb erfolgt ueber eine Gleichstrommaschine mit 325 PS (239 kw).
Mittig angeordnet ist das grosse Getriebe des ZEMELLA Hauslieferanten
G. ELLI - SEITES aus Mailand.
Auf der anderen Seite des Getriebes befindet sich der Notantriebsmotor.
Hier ist es ein luftgekuehlter 6-Zylinder VM Dieselmotor. Ohne weitere Unter-
setzungsgetriebe gibt dieser bei Bedarf seine Leistung nur ueber eine normale
(vermtl. Einscheiben-) Trockenkupplung an das Hauptgetriebe ab.
Die BMB Motorsteuerung fuer den Gleichstrom-Hauptantrieb.
Da Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre Stromausfaelle zu Spitzenlastzeiten
in Suedtirol nicht ganz auszuschliessen waren, erhielt die gesamte Anlage neben dem
Netzanschluss eine eigene autarke Stromversorgung. In einem Nebenraum befindet
sich hierfuer ein luftgekuehlter 12-Zylinder Turbodieselmotor mit Ladeluftkuehlung, der
einen Gleichstromgenerator (!) antreibt.
Viele Gruesse von der Kueste
Peter