Für den diesjährigen Skiurlaub ging es, wie bereits letztes Jahr, in die Dolomiten. Ziel war der Ort St. Ulrich, genauer gesagt das Hotel "Ansitz Jakoberhof" etwas oberhalb des Dorfes. Von dort aus galt es die Dolomiten mit den Skiern zu bereisen. Die Anfahrt aus dem Wallis verlief ohne grössere Probleme in gut 5 Stunden und so erreichten wir das Grödner gegen 14:00. Es verblieb also genügend Zeit, um durch den Ort zu bummeln.
Am Abend machte sich Vorfreude auf die anstehenden 6 Skitage bereit. Genaueres dazu später im Einzelnen.
Schneelage:
Tal: 0-5 cm, Berg: 40-130 cm
Pistenplan:
Gibts u.a hier: http://www.snow-online.de/skigebiet/dol ... nplan.html
Anreise:
Visp-Brig-Iselle-Domodossola-Mailand-Bergamo-Lago di Garda-Bozen-St. Ulrich in 5.25 Stunden
Skipass:
6 Tage Dolomiti Superski für Junioren: 143.00 Euro.
1. Tag (28.02)/Seiser Alm
Da wir es am ersten Tag ruhig angehen lassen wollten und das Wetter zudem nicht optimal war entschieden wir uns für die Seiser Alm. Mit dem Skibus ging es zur Talstation in St. Ulrich. Oben angekommen machten wir uns sofort in Richtung Compatsch/Kombibahn Puflatsch auf, da es so schien als würde dort die Wolkendecke aufreissen. Wir täuschten uns nicht, denn wir wurden mit den ersten Sonnenstrahlen belohnt. Als die Sonne mehr und mehr durchkam wechselten wir in den Bereich Goldknopf (4KSB) und fuhren oben einige Male die Speedtrap. Meine Höchstgeschwindigkeit von 94,58 km/h war dem Gegenwind und dem langsamen Schnee zu schulden
Anreise:
Hotel-Talstation in gut 10 Minuten per Skibus
Wetter:
Morgens bedeckt mit leichtem Schneefall, nachmittags sonniger bei -2 Grad auf der Seiser Alm
Gefallen:
nix los
viele Sessellifte
Speedtrap
Nicht gefallen:
Wetter
Wartezeiten:
max. 1-2 Minuten an einigen Sesselliften
Fazit/Bewertung:
4 von 6. Wetterbedingt.
Bilder:
Habe kaum Bilder gemacht, verweise hierbei auf den guten Bericht von Widdi.
Kombibahn Puflatsch, alle wollten auf die Sessel, keiner in die Gondeln. Bj. 2009
4KSB Goldknopf, oben ist die Speedtrap.
Kaum Schnee neben den Pisten.
2. Tag (1.03)/Seceda, Col Raiser & Saslong
Der Tag startete wunderbar sonnig und so machten wir uns mit dem Skibus auf Richtung Seceda (Talstation 8er Gondelbahn St. Ulrich-Furnes). Von Furnes aus weiter mit der PB Richtung Seceda. oben angekommen genossen wir die leeren Pisten und wechselten gegen 11.00 Uhr in den Bereich Col Raiser zur 2er Sesselbahn Cisles die eine wunderbare schwarze Piste erschliesst, auf der ebenfalls nichts los war. Wir machten also einige Fahrten ehe wir mit der SSB Val Gardena Ronda Express von Leitner nach St. Christina hinabfuhren.
Nach dem Mittagessen am Fusse der Saslong ging es via Gondel-/ und Sessellift zum Start. Die Saslong war v.a im oberen Teil noch pickelhart präpariert, man merkte dass hier ein Weltcuprennen stattgefunden hatte. Am späten Nachmittag ging es wieder auf die Seceda um die 10,5 km lange Piste "La Longia" nach St. Ulrich abzufahren. Diese war im unteren Teil bereits sehr sulzig. Nichts desto trotz ein toller Tag!
Anreise:
Hotel-Talstaion mit dem Skibus in 12 Minuten.
Wetter:
Sonnig bei 11 Grad im Tal und 0 Grad am Berg.
Gefallen:
Tolle Pisten
Wenig los
Wetter
Essen
Saslong
Panorama
Nicht gefallen:
etwas warm, daher nachmittags unten sulzig.
Wartezeiten:
Nix, ausser PB Seceda ca. 8-10 Min
Fazit/Bewertung:
5 von 6.
Bilder:
Blick von der Seceda nach St. Ulrich.
Immer noch auf der Seceda in der 4KSB Fermeda.
4KSB Fermeda.
Die angesprochene schwarze Piste.
Die Saslong liegt bevor...
Oben angekommen.
Richtung Sellajoch.
3. Tag (2.03)/Sellajoch, Val di Fassa...
Am dritten Tag ging es bei anhaltendem Sonnenschein mit dem Auto in Richtung Sellajoch. Dieser Skitag lässt sich kaum gliedern, denn es ging kreuz und quer zwischen den Bereichen Sellajoch, Piz Sella, Val di Fassa und Wolkenstein umher. Gegessen wurde direkt an der Piste. Daher verzichte ich hier auf grossartigen Text und lasse die Bilder sprechen.
Anreise:
Hotel-Wolkenstein-Sellajoch mit dem Auto in einer halben Stunde.
Wetter:
Sonnig; Tal: 8 Grad, Berg: -2 Grad
Gefallen:
Wetter
Pisten
kein Anstehen
Essen
Nicht gefallen:
etwas warm
Wartezeiten:
nie mehr als 1-2 Minuten
Fazit/Bewertung:
5 von 6. Fast perfekt.
Bilder:
Piz Seteur
4KSB Citta dei Sassi
Noch einmal.
Älterer 3er Sessel von Leitner (Sasso Levante). Bj. 1988.
Richtung Val di Fassa/Belvedere
SL Passo Sella, schon irgendwie besonders...
...wenn man sich das hier anschaut. Also wie gesagt, wenn einer noch `nen Gartenschlauch bei sich rumliegen hat, den er nicht mehr braucht, bitte melden.
Weiter in Richtung Wolkenstein. 3er Sessel Fungeia von Leitner. Geneigte Länge: 135 m, Höhendifferenz 31m.
Wolkenstein.
Ciampinoi-Gondel.
4. Tag (3.03)/ Seiser Alm
Der morgendliche Blick aus dem Fenster verhiess nichts Gutes. Der Himmel war bedeckt und es schneite leicht. Es sollte also wieder auf die Seiser Alm. Der Tag verlief ähnlich wie mein erster Skitag, mal abgesehen davon, dass der Himmel nicht aufriss. Das einzig Positive an der ganzen Sache war der Neuschnee und so ging es gegen 13:30 Uhr wieder ins Tal nach Seis am Schlern zum Mittagessen. Damit war dieser doch eher enttäuschende Tag beendet.
Anreise:
Hotel-Talstation in 10 Minuten mit dem Skibus
Wetter:
Leichter Schneefall bei -4 Grad.
Gefallen:
Neuschnee
Nix los
Nicht gefallen:
Wetter (keine Sonne)
Wartezeiten:
Max. 1-2 Minuten an den Sesselliften.
Fazit/Bewertung:
3 von 6. Wegen Schlechtwetter.
Bilder:
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5. Tag (4.03)/ Sellaronda grün
Das Wetter sah an diesem Morgen vielversprechend aus und so ging es mit dem Auto nach St. Christina, zum 2er Sessel Monte Pana, einem guten Einstieg für die Sellaronda. Über den Tag gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es war wunderbar und es war nicht so viel los wie ich es erwartet hätte. Die besten Pisten waren an diesem Tag meiner Meinung nach die in Arabba, denn sie waren relativ lang und anspruchsvoll. Natürlich lag auch der ein oder andere Abstecher drin, z.B nach Porta Vescovo. Da wir einige Pisten auch mehrmals fuhren erreichten wir St. Christina erst gegen 14:30. Dort liessen wir den Tag bei einem (viel zu grossen) Kaiserschmarrn ausklingen, denn es waren nur noch einige Meter bis zum Auto.
Anreise:
Hotel-St. Christina mit dem Auto in gut 10 Minuten.
Wetter:
Sonnig, nachmittags ein paar harmlose Schleierwolken; Tal: 11 Grad, Berg 1 Grad.
Gefallen:
Pistenpräparation
Landschaft
abwechslungsreich
Wetter
rel. geringe Wartezeiten
Nicht gefallen:
etwas warm
Wartezeiten:
bis zu 8 Minuten (Sass Bece-Sessel)
Fazit/Bewertung:
5 von 6.
Bilder:
Habe heute kaum Bilder gemacht, verweise auf den Bericht vom 5.03
Blick in Richtung Porta Vescovo.
6. Tag (5.03)/Sellaronda & Marmolada
Bei strahlendem Sonnenschein stand heute die "Königstour" auf dem Programm: Die Sellaronda mit einem Abstecher auf die Marmolada. Wir sollten nicht enttäuscht werden, denn es war das Highlight der Woche. Der Einstieg war der selbe wie am Vortag, der Monte Pana-Sessel. Auch die ersten Fahrkilometer waren die selben (Monte Pana-Val di Fassa-Belvedere), doch dann wechselten wir ins Gebiet Porta Vescovo, wo wir das Mittagessen einnahmen, und anschliessend zur Marmolada. Doch was erwartete uns? Eine lange Schlange an der PB! Keine Wunder bei einer Förderkapazität von unter 1000p/h. Wir stande also etwa 30 Min an ehe es in Richtung Gipfel ging. Oben aber wurden wir für alles entschädigt: Ein tolles Panorama und eine Pulverabfahrt von über 1000 Höhenmeter, der Pulver war nur im oberen Teil etwas zerfahren, unten wurde er immer besser. Anschliessend wechselten wir wieder auf die Sellaronda und fuhren den letzten Teil über Wolkenstein nach St. Christina. Was ein toller Tag!
Anreise:
Hotel-St. Christina in 10 Minuten per Auto.
Wetter:
Sonnig; Tal: 11 Grad, Marmolada -7,5 Grad.
Gefallen:
tolle Pisten
Abwechslung
neue Ecke, wo ich noch nie war
Marmolada
Essen
Panorama
Landschaft
Wetter
Nicht gefallen:
Wartezeit an der Marmolada-PB
etwas warm
Wartezeiten:
Max. 3 Minuten ausser Pb Marmolada (30 Minuten)
Fazit/Bewertung:
6 von 6. Trotz Wartezeit an der PB einfach top.
Bilder:
2er Sessel Monte Pana.
Monte Pana - schöne Piste.
Die Seiser Alm ist zu sehen.
Bereich Porta Vescovo.
Porta Vescovo.
Marmolada, einfach genial. Es folgen 2 weitere Fotos.