Berichte über die Silvretta-Arena Samnaun-Ischgl gibt es hier im Forum schon einige, sogar einen von der selben Woche, in der meine Frau und ich auch vor Ort waren. Vielleicht sehe ich persönlich aber das Schigebiet ein wenig kritischer als Andere.
Mein erster Besuch in Ischgl war im Winter 1984. Damals war das Schigebiet beinahe ausschließlich durch Schlepplifte erschlossen. Die Ausnahmen waren neben den Zubringergondeln die Doppelsesselbahn Höllboden und die Dreiersesselbahn Idjoch.
Das Schigebiet hat mir sofort sehr gut gefallen und ich bin regelmäßig Gast im Paznaun geworden.
Seit meinem ersten Besuch sind die Schlepplifte beinahe ausgestorben und die Kapazität der Lifte wurde drastisch erhöht. Leider habe ich aber den Eindruck, dass die Pistenfläche nicht im gleichen Ausmaß mitgewachsen ist. Wartezeiten wie in den 80ern gehören an den Liften zwar der Vergangenheit an, die Schifahrerdichte auf den Pisten ist aber leider höher geworden. Und seit ich die Liebe zu den Dolomiten entdeckt habe, sind meine Besuche in der Silvretta-Arena sehr selten geworden.
Heuer sollte ich aber wieder auf einen Besuch zurückkommen. Warum? Die Osterferien waren heuer sehr spät. Es galt also ein sehr schneesicheres Gebiet zu finden, im Idealfall kein Gletscher, der Hochsaisonpreise hat. In unserm Quartier in Samnaun konnten wir die „Silberschneepauschale“ buchen (Für den 6-Tage Schipass mussten wir nur 5 Tage Nebensaison zahlen). Das Haus war am Ende der Piste 60 (Laret) keine 5 Gehminuten vom Alpenquell Erlebnisbad entfernt.
Wir hatten die gesamte Woche Kaiserwetter . Der Himmel war meist wolkenlos, ebenso war es meist windstill. Die Temperaturen stiegen im Laufe der Woche an. Morgens im Tal 0 bis 5°C, mittags gegen Ende der Woche bis 15°C. Am Berg war es etwas kälter.
Zum Urlaubsbeginn waren außer den Übungsliften im Tal und dem Schwarzwasserlift alle Aufstiegsanlagen geöffnet, während unseres Aufenthaltes musste die Bodenalpbahn geschlossen werden. Wartezeiten gab es keine (max 4 FBM) und das, obwohl zahlreiche FBM in der Garage blieben, und einige Lifte mit geringerer Geschwindigkeit fuhren.
Obwohl schon zum Urlaubsbeginn einige Pisten geschlossen waren (3,5,7a,14a,37,61,81,…) und im Laufe der Woche weitere Schließungen folgten (36,38,80,…) war der Großteil des Schigebiets geöffnet und gut zu fahren.
Pistenzustand: Morgens pickelhart, Osthänge firnten in der ersten Betriebsstunde auf, dann die Südhänge, spätestens am frühen Nachmittag folgten die West- und Nordhänge. Zum Betriebsschluss waren alle Pisten tief sulzig. Auf Steine musste man überall achten, besonders Schlimm war die Situation auf den Ziehwegen am Palinkopf und am Greitspitz. Von allen meinen Schitagen in dieser Saison war vor allem am Vormittag auf den Pisten der Silvretta-Arena das größte Personenaufkommen, obwohl die Lifte nicht ausgelastet waren.
Fazit: Das Urlaubsziel war richtig gewählt, vor allem wenn man bedenkt, wie schlecht die Schneesituation in anderen Gebieten war. Ich möchte aber nicht mehr in der Hochsaison nach Ischgl, wie groß dort mittlerweile die Schifahrerdichte auf der Piste sein muss, mag ich mir gar nicht vorstellen.
Fotos:
Samnaun – Ischgl 17. bis 22. April 2011
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Re: Samnaun – Ischgl 17. bis 22. April 2011
Ich möchte an den Bericht meines Mannes nicht nur ein paar Fotos anschließen, sondern auch meine Eindrücke von diesem Urlaub kurz schildern:
Sehr positiv hat mich, die doch erstaunlich gute Schneelage im Schigebiet überrascht. Allerdings habe ich ich auch das erste Mal beobachten können, wie Pisten langsam vor sich hin sterben. Die Modernität und der Komfort der Aufstiegsanlagen haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gänzlich negativ finde ich jedoch, wie viele Menschen gleichzeitig auf die Schipisten "geschaufelt" werden.
So kann ich nach der zweiten Samnaun/Ischgl Woche meines Lebens (vor allem der ersten bei Schönwetter) feststellen, dass das Gebiet durch Komfort und Modernität punktet, aber bei mir keine Begeisterung hinterlässt - da für mich als langsameren Genussschifahrer die Pisten sogar am Saisonende zu gut gefüllt sind.
Doch nun zu den Fotos:
Sehr positiv hat mich, die doch erstaunlich gute Schneelage im Schigebiet überrascht. Allerdings habe ich ich auch das erste Mal beobachten können, wie Pisten langsam vor sich hin sterben. Die Modernität und der Komfort der Aufstiegsanlagen haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gänzlich negativ finde ich jedoch, wie viele Menschen gleichzeitig auf die Schipisten "geschaufelt" werden.
So kann ich nach der zweiten Samnaun/Ischgl Woche meines Lebens (vor allem der ersten bei Schönwetter) feststellen, dass das Gebiet durch Komfort und Modernität punktet, aber bei mir keine Begeisterung hinterlässt - da für mich als langsameren Genussschifahrer die Pisten sogar am Saisonende zu gut gefüllt sind.
Doch nun zu den Fotos:
- Dateianhänge
Saison 2021/22: 2x Jauerling, 3x Mönichkirchen, 1x Annerlbauer (Krieglach), 2x Strallegg, 1x Pirstingerkogellift Sommeralm, 1x Teichalmlifte, 1x Schmittenhöhe, 1x Wildkogel-Arena, 1x Stuhleck, 1x Gerlosplatte
Saison 2020/21: 3x Kinderland St. Corona, 2x Schieferwiese, 4x Mönichkirchen, 4x Schmolllifte, 2x Annaberg, 1x Niederalpl, 1x Jauerling, 1x Grebenzen, 1x Pirstingerkogellift Sommeralm
Saison 2020/21: 3x Kinderland St. Corona, 2x Schieferwiese, 4x Mönichkirchen, 4x Schmolllifte, 2x Annaberg, 1x Niederalpl, 1x Jauerling, 1x Grebenzen, 1x Pirstingerkogellift Sommeralm
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