Artikel über Neuigkeiten in der Schweiz 2003/2004

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Jojo
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Artikel über Neuigkeiten in der Schweiz 2003/2004

Beitrag von Jojo »

Mit Volldampf in die Schneesaison

Das Neuste und Modernste im Schweizer Winter


«Die Höhe macht's», sagt Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus. In unserem Land liegen die 10 höchstgelegenen Skistationen im Schnitt 370 Meter höher als in den umliegenden Alpenländern, und in 29 Wintersportorten befinden sich die Bergstationen auf über 2800 Meter Höhe. Ein Europarekord und Garant für Schneesicherheit. Doch das genügt nicht, um sich auf dem hart umkämpften Markt zu behaupten. Vor allem die grösseren Ferienorte haben für die kommende Schneesaison tüchtig investiert, denn der Gast will stets das Neuste und Modernste. Mit einem Werbebudget von 6,2 Millionen Franken lanciert Schweiz Tourismus die umfangreichste Winterkampagne seit Jahren.

Leicht angehoben wurden die Preise von Tageskarten in den Top-Destinationen, kaum Aufschläge gibt es an kleineren Orten. Wer sich im Voraus gut informiert, kann vielerorts Rabatte herausholen. Zu günstigeren Konditionen fahren beispielsweise Familien und Zugreisende. Die SBB bieten für 36 Top-Skiorte «Snow'n'Rail Packages» an; das kombinierte Zugbillett (Hin- und Rückfahrt) mit Skipass für 1, 2 oder 6 Tage gewährt eine rund 30-prozentige Ermässigung. Neu im Angebot sind Grächen, Bosco Gurin und das Skigebiet Lauchernalp. Rund 200 Millionen Franken wurden in den Bau und in die Erneuerung der Bahnen und Lifte investiert, und es entstanden für Nichtskifahrer neue Wanderpfade, Schlittelwege, Bergrestaurants.

Im Wallis errichtete man neben zwei spektakulären Gletscherbahnen auch einen kuppelbaren Vierersessellift auf der Bettmeralp als Ersatz des Schlepplifts Wurzenbord, und ab diesem Winter wird es eine Gondelbahn von der Gemmi-Passhöhe nach Daubensee geben. Einen Snowpark mit 25 000 Quadratmeter Fläche erhielt Crans- Montana, und in Nendaz propagiert man eine neue Big-Air-Schanze, die Boardern hohe Sprünge ermöglicht. Zu erwähnen ist die neue Streckenführung der Médran-Hauptpiste, die sowohl Skifahrern als auch Boardern mehr Platz bietet. Zustande gekommen ist der Zusammenschluss des Skigebiets Erner Galen und des Aletschgebiets. Im Zermatter Gornergratgebiet ist die neue Gifthittli-Sesselbahn eingeweiht worden. Der Gast kann sich in rund 6 Minuten von Riffelberg zum Gifthittli unterhalb der Station Gornergrat transportieren lassen. Auf die Wintersaison in Betrieb stehen neuerdings auf insgesamt 7,5 km automatische Beschneiungsanlagen: Gletscher-Theodulsee, Theodulsee-Sandiger Boden, Breitenboden- Gant-Rotweng sowie Untere National. Umgebaut wurde das Skitestcenter auf dem Trockenen Steg. Zahlreiche Walliser Ferienorte bieten ihren Gästen die Möglichkeit, Reservationen, Bezahlung und Aufladen des Skipasses via Internet oder per Telefon von zu Hause aus vorzunehmen.

Auch Graubünden bietet Neues. In Samnaun führt auf Schweizer Seite eine moderne Sechsersesselbahn von Alp Trida nach Blais Gronda; die zweite Sektion von der Talstation Greitspitze zum Viderjoch ist für 2004 geplant. Bei der Bergstation Motta Naluns oberhalb Scuol führt nun anstelle der drei alten Schlepplifte eine Sechsersesselbahn nach Schlivera; sie erschliesst eine wundervolle breite Piste. Der Kleinskilift in Stierva über dem unteren Albulatal wurde an einen anderen Standort verlegt und um 200 Meter verlängert. Nach wie vor ist er für die Gäste des Orts gratis. Seewis im Prättigau errichtete einen Kinderübungslift auf dem Gelände des bestehenden Skilifts. Total beschneit werden im Engadin die Talabfahrten Marguns-Celerina und Furtschellas sowie das Skiübungsgelände Alp Languard. Entstanden ist dort ein Ponylift mit Comfort-Tellern. Savognin meldet die Erneuerung und Modernisierung des letzten Abschnitts der Beschneiungsanlage. In Arosa neu beschneit wird der Bereich Weisshorn, Sattelhütte und Mittelstation. Eine Novität bildet seit dieser Saison der «Alpen-Club Micky Maus», wo die Kinder Schritt für Schritt das Skifahren und Snowboarden mit Micky und seinen Freunden lernen.

Kreditdatenträger

Die «graubündenCARD», der Datenträger in Kreditkartenformat mit Gültigkeit in ganz Graubünden, ist noch attraktiver geworden: Via Internet lässt sich der gewünschte Tages- und Mehrtagesskipass auf die Karte laden - und schon öffnen sich die Drehkreuze. Der Gast kann für ein Guthaben von 500 Franken Skitickets im Wert von 540 Franken konsumieren. In der Alpenarena gibt es für Ski- und Boarder-Anfänger das Beginner-Ticket zu 38 Franken, frei wählbar für Flims, Laax, Falera. Neu ist die Surselva-Saisonkarte: Inbegriffen ist die unbeschränkte Fahrt auf den Bergbahnen von Vals, Péz Mundaun-Obersaxen, Brigels-Waltensburg-Andiast, Disentis, Sedrun und Weisse Arena. Und schliesslich: kein Anstehen mehr bei der Signalbahn in St. Moritz.

Novitäten auch im Berner Oberland. Grindelwald propagiert den Vierersessellift Läger am Männlichen, und der Schlepplift Schild im Skigebiet von First wurde in einen Vierersessellift umgebaut. Beschneit wird die 4 km lange Talabfahrt von First über Grindel nach Grindelwald. Die erste Sektion der Schilthornbahn von Mürren nach Birg ist saniert und mit Panoramagondeln ausgestattet. Total revidiert wurden die Silleren- Bahnen bei Adelboden. Die LenkCard gibt's für 3 bis 6 aufeinander folgende Tage; eingeschlossen sind die Bergbahnen, MOB, Ortsbusse sowie der freie Eintritt ins Hallenbad und auf die Kunsteisbahn. Neuerdings beschneit werden die beiden Talabfahrten Lenk-Betelberg. Stark ausgebaut wurde das «Swiss Snow Kids Village» bei der Mittelstation der Betelbergbahnen; neu in Betrieb ist ein Ski-Lernpark mit Hindernissen. Der Freestyle-Park auf Mägisalp in Hasliberg ist ausgebaut und nun auch für Skifahrer benutzbar.

Auch in der Ostschweiz tut sich allerhand. Eine topmoderne Bergbahn ist zwischen Alt St. Johann und Alp Selamatt eröffnet worden. Die wahlweise mit kuppelbaren Vierersesseln oder geschlossenen Gondeln ausgestattete Anlage ersetzt die in die Jahre gekommene Sesselbahn. Von Wildhaus geht's mit einer modernen Vierersesselbahn von Oberdorf nach Gamsalp, und auch die technische Beschneiung ist in diesem Gebiet ausgebaut worden. In Flumserberg ermöglicht der neue Skilift Twärchamm nun eine schnellere Verbindung zwischen den Skigebieten Maschgenkamm und Prodalp. Wer in Flumserberg nur von Montag bis Freitag Wintersport betreiben will, kann neuerdings eine Saisonkarte für 490 Franken erstehen.

Und die Neuigkeiten aus der Zentralschweiz: Der Skiclub Engelberg feiert dieses Jahr sein 100- Jahr-Jubiläum mit unter anderem einer Ausstellung im Talmuseum über die Entwicklung des Skisports. Neue mobile Beschneiungsanlagen sind in den Gebieten Jochpass, Trübsee und Kanonenrohr im Einsatz. Auf Trübsee gibt's nun ein Kinderschneesportgelände, und der Yeti-Park auf dem Ristis wurde erneuert.

Nichtskifahrer und Schneeschuhläufer

Immer mehr Leute, die die Stille in der Natur suchen, entdecken das Winterwandern. Allein die Bergbahnen präparieren im Winter um die 1200 Kilometer Wege; hinzu kommen Hunderte von Kilometern in und um die Ferienorte. Neues: Ein Wanderpfad führt nun fast durch das ganze Samnauntal (5 km), und dies parallel zur neu errichteten Loipe. Präpariert wird ein durchgehender, rund 17,5 km langer Pfad am Südhang des Tals von Sufers nach Hinterrhein. Kinder und Erwachsene tauchen auf dem Wintersagenweg ab der Alp Selamatt ob Alt St. Johann an 12 Stationen in eine Märchenwelt ein. In San Bernardino ergänzt der 2 km lange gepfadete Weg «La Valeten» das Angebot von insgesamt 14 km Winterpfaden. Neu ist hier die 3,5 km lange Langlaufloipe Pian Doss. Am Schamserberg entstand ein Panoramaweg auf der Sonnenseite von Lohn oder Mathon Richtung Nutschias-Libi (8 km). Ein Nordic-Walking-Programm offeriert Savognin. Immer mehr im Trend liegt das Schneeschuhlaufen. Neu ausgeschilderte Routen findet man in den Gebieten Gerschnialp, Unter- Trübsee, Trübsee und Brunni-Ristis. Schneeschuhwege melden neuerdings auch Anzère, Charmey, Moléson, Schwarzsee, Lötschental, Les Diablerets, Crans-Montana, Nendaz, Goms, Lenk im Simmental, Jaun, Nätschen/Gütsch bei Andermatt, Axalp ob Brienz, Schwarzwaldalp, Hasliberg Gummenalp, Maloja, Furtschellas ob Sils und Mettmenalp ob Schwanden, wo bei Vollmond Schneeschuhtouren organisiert werden. Brigels präsentiert den ersten Schneeschuh- Geocaching-Parcours der Schweiz für Wissbegierige. Ein einmaliges Naturerlebnis versprechen die Airboard-Schneeschuhtouren auf den Pizolgipfel, viel Spass die Schneeschuhwanderungen mit Übernachtung in Biwak oder Alphütte in der Umgebung von Sörenberg.

Schlitteln ist nach wie vor beliebt. Neben der bestehenden Schlittelbahn wird nun auch die alte Bobbahn von der Schatzalp ob Davos aus präpariert. Neue Abfahrten sind ab der Saaseralp, der Bergstation der Madrisabahn, nach Saas hinunter (8,5 km), am Hinterrhein bei Splügen, von der Fiescheralp nach Lax, von Ruckli nach Fussmatte bei Jaun, auf dem Rigi von Kulm über Schwändi nach Klösterli und von Scharmoin, der Mittelstation der Rothornbahn, hinunter zur Talstation möglich. Eine Schlittada organisiert Savognin: Der Gast wird mit modernen Motorrädern auf den Berg gebracht, worauf eine kurvenreiche Schlittenabfahrt folgt. Erstmals können in Flumserberg den ganzen Winter über Tages- und Mehrtagestouren mit einem Schlittenhundegespann gebucht werden. Eine neue Snowtube- Anlage entstand im Skigebiet Milez bei Sedrun. Und nach einem sportlichen Tag im Schnee ist Wohlfühlen im Wasser angesagt. Die Wellness- Hotels sind um zehn Betriebe erweitert worden, die klar definierte Qualitätskriterien erfüllen. Im Park-Hotel Waldhaus in Flims wird die neu erstellte Anlage im Dezember teileröffnet; die Fertigstellung ist für Juni 2004 geplant. Dem Betrieb übergeben wird auch das Solebad mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten im 4-Sterne-Hotel Waldegg in Engelberg.

Rita Ziegler
Quelle: http://www.nzz.ch/2003/12/04/to/page-article994RN.html
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
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