Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

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snowflat
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Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von snowflat »

Uff ... sehr tragisch :( Beileid den Angehörigen.

24-Jähriger bei Elektroarbeiten am Stubaier Gletscher getötet
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Drahtseil
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Drahtseil »

Schrecklich!!! Wie kann einem Elektromonteur soetwas passieren???
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valdebagnes
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von valdebagnes »

Schrecklich!!! Wie kann einem Elektromonteur soetwas passieren???
Unterhalte dich mal mir einem Elektromonteur, der in dem Geschäft arbeitet. Hier stehen leider oft die penible Einhaltung der Sicherheitsvorschriften im krassen Gegensatz zu den knappen Zeiten, die man dafür bezahlt bekommt.
Eine reflexartige Bewegung wie z.b. der Griff nach einem herunterfallenden Schraubendreher, kann dann schon zum Verhängniss werden.
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mic
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von mic »

Tragisch...bleibt abzuwarten wie und was genau passiert ist.
Aber gerade ältere Anlagen stechen auch oft durch freie offene Stromschienen bzw. nicht vorhandenen Berührungschutz hervor. Da ist eine Eigensicherung durch Schutzkleidung alle mal wichtiger wie Arbeitszeiten.
Ist es eine solche Anlage soll man nie jemand allein arbeiten lassen.
Bei neuen Anlagen besteht ein nahezu 100% Berührungschutz.

Auch die Vorgesetzten des Mannes werden sich einiges fragen lassen müssen.
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Drahtseil
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Drahtseil »

Ist es nicht üblich bei Arbeiten mit Starkstrom diesen Abzustellen??? Ich denke nicht das die Bahn in Betrieb war.
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Che »

Aus meiner Schule hat auch mal einer 3 Finger verloren,...Strom abgestellt und nicht dran gedacht, dass die Notstromversorgung nach einer gewissen Zeit anläuft. Sowas ist dann allerdings ein Fehler, den man verhindern kann und muss!

Es gibt jedoch auch Situationen, wie beschrieben, da reicht ein kleiner Schreck oder ähnliches..manchmal muss man eben unter Spannung arbeiten- man kann es nicht immer verhindern. Andererseits benötigt es meist mehr wie 230V bis man umfällt, ich denke die 230V AC haben die meisten Elektriker schonmal gespürt..und auch 400V DC sollen keine Seltenheit sein..
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Ram-Brand
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Ram-Brand »

Es gibt schon mal die 5 Sicherheitsregeln zum Schutz.

Außerdem darf man nicht so eben einfach unter Spannung arbeiten.
Dafür muss man geschult werden und auch die richtige Schutzausrüstung haben.


Jedenfalls sind die meisten Stromunfälle durch einhalten der 5 Sicherheitsregeln vermeidbar gewesen. Dies wird sich wohl vermutlich auch bei diesem tragischen Unglück wieder herausstellen.

Und ob 230V oder 400V ist recht egal.
Der Strom bringt dich um, nicht die Spannung. Ab 50mA Strom wird es kritisch.

Ein Weidezaun hat z.B. 3000 bis 10000V und tötet nicht.
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Drahtseil
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Drahtseil »

Wie viel Volt hat so ein Elektromotor eigentlich???

Che hat geschrieben:...Andererseits benötigt es meist mehr wie 230V bis man umfällt
Auch 230 Volt oder noch weniger können tödlich sein. Kommt natürlich auch auf die Situation drum herum an.
Che hat geschrieben:...ich denke die 230V AC haben die meisten Elektriker schonmal gespürt..und auch 400V DC sollen keine Seltenheit sein...
An einen Stromschlag mit 230 bzw. 400 Volt errinnert man sich bestimmt sein Lebenlang. Das gefühl ist doch etwas anderst wie beim Stromschlag vom Kuhzaun.
So ein Schlag kann gefährlige Verletzungen im Körper zur folge haben, wenn er nicht tödlich ist. Mit Strom ist eben nicht zu spassen.

Interessanter Link zu Stromschlagen und deren Auswirkungen und Folgen: http://de.wikipedia.org/wiki/Stromunfall
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Che
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Che »

Dann bräuchte so manch einer aber ein sehr großes Gedächtnis ;) Ich weiß ja nicht, aber es soll Monteure geben denen das mind. 1* in 3 Wochen passiert..aber es stimmt,..es kann glimpflich ausgehen,..muss aber nicht :naja:
Es hält sich auch so gut wie keiner dran sich nach einem Schlag sofort in ärztliche Behandlung zu geben.


Ich vermute 690 oder 400V Ac,..
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Drahtseil
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Drahtseil »

Che hat geschrieben:...es soll Monteure geben denen das mind. 1* in 3 Wochen passiert..
WWWAAASSS :surprised: 1X in 3 wochen einen Lebendsgefährlichen Stromschlag bekommen!!! Wie wird so jemand Elektriker??? Der Spiel ja mit seinem Leben!!!
Che hat geschrieben:...Ich vermute 690 oder 400V Ac,..
Aha, danke :D
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mic
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von mic »

...ja genau 1x in 3 Wochen ist klar!!
Wieder mal einer mit den "Traumschiff" unterwegs.
Welche Referenzen hast den vorzuweisen wenn Du solche Weisheiten verbreitest?
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Christopher
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Christopher »

Auch mein Beileid den Angehörigen, tragisch, zumal das schon der zweite tödliche Arbeitsunfall am Stubaier seit einem Jahr ist! :-(
Gruß Chris
_________
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Che »

Ich bin Elektriker.
Und ich kenne Einen dem das ständig passiert. Ich selbst habe glaube ich 4 mal bisher eine gewischt bekommen.
Man nehme einen Duspol, misst zwischen Phase und Null und es fließt kein Strom. Kommt man an die Phase, bekommt man eine gewischt,..und woran liegt's? Null nicht aufgeklemmt..soll passieren, auch wenn es nicht sein dürfte. Wenn zuvor ein Laie am Werk war können viele Dummheiten passieren.
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Fiescher »

Che hat geschrieben:Ich bin Elektriker.
Und ich kenne Einen dem das ständig passiert. Ich selbst habe glaube ich 4 mal bisher eine gewischt bekommen.
Man nehme einen Duspol, misst zwischen Phase und Null und es fließt kein Strom. Kommt man an die Phase, bekommt man eine gewischt,..und woran liegt's? Null nicht aufgeklemmt..soll passieren, auch wenn es nicht sein dürfte. Wenn zuvor ein Laie am Werk war können viele Dummheiten passieren.
Ich glaube es Dir, daß Du solche Kollegen hast. Ein Spezl von mir ist Stark-Strom-Elektriker bei der Bahn. Der lacht über den Kraftstrom, also 360 Volt.
Ich selbst bin ja, als E-Triebfahrzeugführer (Lokführer) auch geschulte Elektro-Fachkraft obwohl ich nie eine "Stromer"-Ausbildung genossen habe. Aber viele Unfälle passieren leider durch Routine und Unachtsamkeit.
Denn wenn ich durch Altbau-Loks (durch den Maschinenraum) bei eingeschaltetem Hauptschalter gehe, sind auch auf manchen Bauteilen bis zu 15.000 Volt drauf. Und diverse Handgriffe zur Störungsbehebung müssen auch unter Spannung getätigt werden. Und da kann ein falscher oder zu weiter Griff auch mit bischen Pech der letzte sein.
Es gibt aber auch einige Kollegen die werfen bevor sie den Maschinen-Raum bei den Altbauloks betreten immer den Hauptschalter, aber in der alltäglichen Praxis ist diese Vorgehensweise eigentlich viel zu umständlich.
Da heißt es halt Vorsicht walten lassen und vorher 2 x schauen und sich vergewissern was man macht.
Und die 110 Volt durfte ich auch schon mehrfach austesten.....
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Emilius3557 »

Ich selbst bin ja, als E-Triebfahrzeugführer (Lokführer)
Cool! Jetzt verstehe ich erst die Aussage: "ich stecke in Jesenice mit meinem Güterzug fest..." :D aus dem anderen Topic...
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...
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Ram-Brand
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Ram-Brand »

An einen Stromschlag mit 230 bzw. 400 Volt errinnert man sich bestimmt sein Lebenlang. Das gefühl ist doch etwas anderst wie beim Stromschlag vom Kuhzaun.
Diese Aussage zeigt, das Du Laie bist.
Es hat noch kein Elektriker auf dieser Welt so was bekommen. Und deshalb kann man sich daran nicht erinnern.


Wenn ich einen Stromschlag bekomme, dann wohl in Ampere (A) und nicht in Volt (V).

Strom fließt und Spannung steht an.
Strom tötet und die Spannung sorgt für den brennenden Schmerz.


Und ich kann leider auch sagen, der Kuhzaun tut mehr weh als die 230V.
Dafür ist der Kuhzaun nicht tödlich.
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Rüganer »

war unpassend, sorry
Zuletzt geändert von Rüganer am 20.09.2011 - 18:04, insgesamt 1-mal geändert.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Ram-Brand
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Ram-Brand »

Hmm, ich denke das passiert hier nicht zum Thema. Stell es bitte ins Witzeforum.

Hier sollten wir nicht vergessen, das jemand gestorben ist.
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Drahtseil »

Ram-Brand hat geschrieben:...Es hat noch kein Elektriker auf dieser Welt so was bekommen. Und deshalb kann man sich daran nicht erinnern...

Willst du behaupten, das noch niemand einen 230V Stromschlag bekommen hat?
Mein Bruder hat zufällig einmal einen Stromschlag mit 230V bekommen. Und der meinte, dass das um einiger Schmerzvoller sei als ein Stromschlag am kuhzaun.
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von ATV »

Dein Bruder hat sicher auch keinen STROMSCHLAG von 230V bekommen. Strom und Spannung ist ein Unterschied. Ein Kuhdraht hat übrigens über 2700V Spannung. Ausschlaggebend ist aber der Strom der durch den Körper fliesst und da ist bei 0,1 A Sensemann. BTW Seilbahnen in Österreich sind meist Gleichspannung
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Drahtseil »

ATV hat geschrieben:Dein Bruder hat sicher auch keinen STROMSCHLAG von 230V bekommen. Strom und Spannung ist ein Unterschied. Ein Kuhdraht hat übrigens über 2700V Spannung. Ausschlaggebend ist aber der Strom der durch den Körper fliesst und da ist bei 0,1 A Sensemann. BTW Seilbahnen in Österreich sind meist Gleichspannung
Ich konkretisier die Aussage ein wenig:

Es handelte sich um 230 Volt Wechselstrom mit 16 Ampere.
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von ATV »

:lol: Ist gut.

Wechselspannung 230V und ein Strom von 16A Das wird wohl abgesichert sein daher ist die Aussage Witzlos. Der Strom ergibt sich aber aus der Spannung und dem Widerstand (Impedanz), hier der menschliche Körper hat ein Widerstand von zwischen 1 kΩ bis 2,4kΩ Strom=Spannung/Widerstand 230V /1000Ω ergibt 0.23A = Tödlich.
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von Drahtseil »

ATV hat geschrieben:
...Wechselspannung 230V und ein Strom von 16A Das wird wohl abgesichert sein daher ist die Aussage Witzlos...
Sollte man denken. Die leitung hatte eine einfache Sicherung (Keine FI-Sicherung). Die hatte allerdings nicht ausgelöst (warum auch immer). Hat es aber trotzdem überlebt.
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Re: Mitarbeiter in Stromkreislauf der Eisgratbahn geraten

Beitrag von mic »

Drahtseil hat geschrieben: Ich konkretisier die Aussage ein wenig:

Es handelte sich um 230 Volt Wechselstrom mit 16 Ampere.
nee auch falsch! Es handelt sich um 230 Volt Wechselspannung und es ist eine Überstormschutzeinrichtung mit 16 Ampere (LS- Schalter (Automat/ neu MCB) oder Schmelsicherung (Altbau) 16A) vorgeschaltet! Und die werden für den Leitungschutz vorgeschaltet.

Hoffen wir mal das auch ein Fi bzw RCD eingebaut war. Das ist das der Grund warum der Kollege noch heil ist. Oder er stand halt doch "recht gut isoliert" und hatte richtig richtig Glück. :D


Aber wie MM schon sagte 16 Ampere "gegen Erde" kannst vergessen! Das tut nicht gut.

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