Es sollte der große Abschluss eines tollen Sommerurlaubes werden. Viel Neues aber auch nicht weniger Altbewährtes hatte ich in den 12 Tagen sehen und fahren können, der letzte Tag vor der Heimreise sollte diese Touren abrunden. Die Tage vorher hatte ich mich noch nicht auf ein genaues Ziel festlegen wollen und so schob ich die Entscheidung bis zu besagtem Morgen auf. Durch einige interessante Berichte im Forum aus Verditz war ich auf das Gebiet dort mit seinen 2 ESL und der DSB aufmerksam geworden, zudem soll dort ja in absehbarer Zeit der Betrieb eingestellt bzw. etwas neugebaut werden, was einen Besuch eigentlich schon obligatorisch machte. Allerdings konnte ich meine Begleitung nicht wirklich davon überzeugen, die gut 2,5 Std. Anfahrt in Kauf zu nehmen, auch wenn ich sie mittlerweile mit dem Liftvirus infizieren konnte
Die Vorhersagen und auch die tatsächliche Wettersituation am Morgen machten dem ganzen dann fast einen Strich durch die Rechnung. Es war stark bewölkt, mit zwischenzeitlichen Schauern und ein Gewitter sollte gegen Nachmittag ebenfalls noch heranziehen. Da ich aus einigen Fehlern bei vergangenen Touren gelernt hatte, rief ich vor der Abfahrt am Morgen zunächst in Verditz an, um mich nach dem Betrieb zu erkundigen. Der Mitarbeiter sagte mir, dass auch dort Regen erwartet werde und daher alle Anlagen an diesem Tag ausser Betrieb blieben. Gut, dann halt doch die Alternative im Westen. Zunächst rief ich an der Taubensteinbahn an und erhielt die knappe aber ehrliche Antwort: "Wetter beschissen, Betrieb 0." Mist, ein Ziel fiel also schonmal aus, vom Wallberg und Brauneck erhielt ich aber glücklicherweise die Auskunft, dass die Bahnen trotz des Regens und Nebels in Betrieb waren. Na immerhin! Schnell wurde regenfeste Kleidung eingepackt und los gings.
Wallbergbahn
^Schon aus der Ferne hatte ich die Trasse der Wallbergbahn entdeckt und war einer dummen Fehlinterpretation ins Netz gegangen. Da ich keine Gondeln am Seil sah befürchtete ich schon, dass die Anlage mittlerweile auch nicht mehr in Betrieb war. Am Parkplatz fiel mir dann auf, dass die Bahn ja kuppelbar ist und die Gondeln nur bei Bedarf auf die Berg- bzw. Talfahrt geschickt werden.^
^Alter Plan in der Talstation, unten erkennt man noch die Lifte des ehem. Skigebietes. An der Kasse gab man uns nochmal den Hinweis auf das schlechte Wetter oben, wir fuhren aber trotzdem hoch.^
^Talstation^
^Nen gescheiten Liftler gibts hier auch noch!
^Schon toll diese alte Technik, bei der vieles von Hand gemacht werden muss! Bei den Herstellerdaten bin ich mir nicht ganz sicher: bei liftworld wird für die 4-BGD PHB mit dem Baujahr 1950 bzw. 1991 (wohl ein Umbau oder Nachrüstung) angegeben, in der Bergstation findet sich allerdings auch ein großes Pohlig-Herstellerschild (würde auch eher zu 1950/51 passen), aber auch ein PHB-Schild mit dem Jahr 1951.^
^Ausfahrt aus der formschönen Talstation.^
^Und ab in den Nebel. Entgegen kamen uns kaum Gondeln, ein ungewohntes Gefühl.^
^Die Bauweise der Stützen gefällt mir sehr gut!^
^Wir waren also doch nicht die Einzigen in der Bahn. Mittlerweile fing es wieder zu regnen an.^
^Blick auf den berüchtigten Glaslhang.^
^Nach der ersten Wolkendecke wurde es wettertechnisch kurzzeitig etwas besser. Gut gefallen mir auch die Stützenschilder! Am Walmberg-ESL hatte es genau die gleichen, vllt nen Ticken kleiner.^
^Würd ich mir direkt in den Garten stellen
^Auch die nächsten zwei Stützenkonstruktionen, die nicht normal weiternummeriert sind, sondern mit "I" und "II" eigene Nummern haben, haben mich fasziniert! Wenn man bedenkt, wie langweilig Stützen heute ausschauen, ist das hier fast nen Kunstwerk
^Auch hier hat es die hübschen Laternen!^
^An der Bergstation gibt es dann noch diese riesige Einfahrtstütze.^
^Schad, mit dieser Gondel wär ich viel lieber unterwegs gewesen
^Weil sie so fotogen ist...^
^Natürlich stand ein Besuch der Bergstation der ehem. Kirchlhangbahn (ESL Pohlig, sicher aus den 1950ern) auf dem Plan. Das Wetter hier oben war so schlecht, dass ich mich vor lauter Regen erst garnicht nach draussen wagen wollte. Naja, was tut man nicht alles für ein paar Schrott-Fotos.^
^Ein paar Hinweise auf den ehem. Liftbetrieb lassen sich noch finden.^
^Rechts die wohl namensgebende Kapelle.^
^Wie in vielen anderen Gebieten wird das Gebäude hier ebenfalls als Bullygarage genutzt.^
^Besser als auf diesem Bild wurde die Sicht nicht und so beschlossen wir bald wieder ins Tal zu fahren. Wer an den lsaps am Wallberg interessiert ist, dem seien die Bericht von Widdi und vovo empfohlen.^
^Eigentlich wollte ich die gesamte Station von vorne draufkriegen, aber kurz vorher hatte sich links ausserhalb des Bildes eine Frau an der Hauswand niedergelassen und starrte mich die ganze Zeit über ziemlich blöde an. Scheinbar gibt es also auch mobile lsap-Bewacher, die nicht unbedingt nebenan wohnen, sondern uns arme AFler bis auf den Berg hinauf verfolgen und dann die Motive versauen
^Das Foto musste noch kommen. Nach einem kleinen Plausch mit dem Mitarbeiter in der Bergstation ging es dann schon wieder ins Tal.^
^Die besagten Herstellerschilder in der Bergstation. Mittlerweile habe ich bei Widdis Bericht auch ein Foto gefunden, das die Angaben auf liftworld wohl widerlegt. Sehr dumm, dass ich an der Tafel im Tal vorbeigelaufen bin!^
^PHB vs...^
^Blick in die Bergstation. Der Liftler war erfreulich geduldig und wartete, bis ich meine Fotos gemacht hatte. Scheinbar war der ein oder andere User schon sehr oft hier oben, um auch jede Schraube zu fotografieren. Zur Einstellung des Skibetriebes sagte er mir, dass es sich irgendwann einfach nicht mehr gelohnt hatte, besonders bei der Konkurrenz in der Gegend (oder gehören die größeren Gebiete hier nicht eh einem Besitzer?). Lediglich der Setzberglift wird als nicht-öffentliche Anlage noch vom örtlichen Skiclub betrieben.^
^Zurück im Tal machte ich noch 2 Bilder, bevor es zur nächsten Station weiterging.^
^Eine sehr kultige Anlage von Pohlig/PHB, die hoffentlich noch einige Jahre weiterbetrieben wird! Um das Skigebiet und die beiden ESL oben ist es schade, aber wenn sich der Betrieb nicht mehr lohnt bleibt dem Betrieber irgendwann wohl nichts anderes übrig.^
Brauneckbahn
Nach ein bisserl Fahrerei kam dann irgendwann auch die Brauneckbahn in Sicht. Das Wetter hatte sich weder verbessert noch wesentlich verschlechtert, trotzdem fuhr ich auf gut Glück der Beschilderung Richtung Sommerrodelbahn hinterher. Am Jaudenhang angekommen war aufgrund des Regens natürlich kein Betrieb (schade, so hätte ich noch einen SL mitnehmen können, auch auf dem Weg zum Wallberg war ich an einer geschlossenen SRB samt SL vorbeigekommen...), dafür boten sich die ungewohnt vielen Schlepper für einen Fotostop an
^Rechts müsste der Jaudenhanglift I sein und links entsprechend der IIer.^
^Talstation des IIers.^
^Hinter den Bäumen befinden sich dann noch die beiden Draxlhanglifte. Cool, im Winter muss ich allein der ganzen SLte (oben hat es ja noch mehr) unbedingt mal herkommen!^
^Einstiegsniederhalter des Jaudenhanglifts II. Das sind aber keine gewöhnlichen DM-RoBas oder? Wer ist hier der Hersteller?^
^Dazugehörige Talstation. Schaut aus wie bei Rumpells in der Garage...^
^Jaudenhanglift I, ist der von Heuss?^
^Kurz danach ging es dann ein Stück zurück zur Talstation der Brauneckbahn. Ebenfalls eine 4-BGD von 1957/99. Wie war das mit dem Hersteller? Bei liftworld steht Friedrich Krupp, aber ich meine mich erinnern zu können, dass es da noch irgendnen Kniff gab.^
^Pistenplan. Bis auf ein paar SBen sind das fast noch alles Schlepper! Das Gebiet ist für den nächsten Winterurlaub in der Gegend auf jeden Fall gebucht
^Auf dem Weg zum Einstieg geht man einmal ums Gebäude rum. Leider hat es hier auch nicht mehr die alten Gondeln, sondern dieses CWA-Graffl.^
^Vor dem Einstieg kommt man an diesen Tafeln vorbei, die die Geschichte des Gebietes erzählen. Schön, dass sich mancher Betreiber noch diese "Mühe" macht.^
^Einstieg, leider unscharf.^
^Über sanfte Wiesen geht es Richtung Bergstation.^
^Blick auf die Talstation. Vorne hat es am Boden eine Konstruktion, die das Zugseil vom Boden fernhält
^Die Stützen hier ähneln denen am Wallberg doch etwas, mir gefällts!^
^Ja Servus!^
^Nette Waldtrassierung!^
^Damit es dem AFler beim Fotografieren nicht allzu langweilig wird, hat man hier dann noch einen anderen Stützentyp verbaut, wieder ähnlich wie am Wallberg. Schön mitgedacht von den Ingenieuren damals.^
^Im Anschluss folgen eine paar nicht grün lackierte Stützen. Wurden diese nachträglich eingefügt?^
^Nen ordentlichen Bodenabstand hat es hier also auch
^Blick auf die Garland-3er-Sesselbahn.^
^Könnte das kleine Hüttchen etwas oberhalb des großen Gebäudes von einem Vorgänger-SL stammen?^
^Hier die wohl spektakulärste Stütze der Bahn! Interessant finde ich die rautenförmige Konstruktion, sowie den Zugang von links.^
^Hinten riss es etwas auf.^
^Nebelaufnahmen haben durchaus auch ihren Reiz
^Dann ist schon die Bergstation erreicht.^
^Laufwerk^
^Wer zählt die Reifen?
^Oben angekommen war die Aussicht dank der Wolken dann nicht sonderlich spektakulär und die Beschäftigungsmöglichkeiten begrenzt. Wir entschieden uns dann für das einzig Richtig in so einer Situation: Essen fassen.^
^Ausser den bereits geknipsten SBen war von den anderen Anlagen leider nicht viel zu sehen. Hier nochmal die Ahorn-4er.^
^Etwas oberhalb befindet sich die Bergstation des Garland-3ers.^
^Bei letzt-genannter angekommen. Ist eine DM-Anlage von 1991 ohne viel Schnickschnack.^
^Hier nochmal der Dreh- und Angelpunkt dieser Zustiegsseite.^
^Jetzt klarte es immer mal wieder kurz auf. Dort oben würden wir wenig später die einzigen Gäste sein und eine leckere Currywurst (ich weiss nicht mehr was meine Begleitung hatte) genießen.^
^Aha, nicht alle Bullys sind also im Sommerschlaf! Diese Sommerketten hab ich vorher auch noch nicht gesehen.^
^Scheinbar war an oder mit dem Bully diese kleine Sprengbahn (?) befestigt?!^
^Gut, diese Motive gefallen mir dann doch, trotz oder gerade wegen der ganzen Wolken
^Sogar die Sonne zeigte sich auf einer der Pisten!^
^Da es oben jetzt nicht allzu viel zu machen gab (auf eine ausgedehnte Wanderung hatten wir bei dem Wetter, auch wenn es gerade etwas aufklarte, keine große Lust) fuhren wir nach dem Essen wieder nach unten. So schauten die Gondeln hier früher aus...^
^Schlecht zu erkennen, aber eine der alten Gondeln ist hier direkt vorne auch noch garagiert!^
^Bei der Talfahrt Blick auf den Zuckerhütllift. Allein aufgrund des Namens muss man den Lift mal fahren!^
^Dann plötzlich sah ich eine SB, die mir auf dem Pistenplan garnicht aufgefallen war. Nach kurzem Check der Speicherkarte sah ich, dass sie dort auch garnicht verzeichnet ist. Seltsam, lsap würde sie doch nicht sein, andererseits lässt sie sich aufgrund der Trassierung auch nicht als Alternativer Zustieg ins Gebiet benutzen, da sie unterhalb der Talstation des Garland-3ers endet. Das würde ich mir im Tal dann nochmal genauer anschauen.^
^Bis zum Winter, hoffentlich.^
^Kurz vor der Talstation nochmal der Blick Richtung Berg.^
^In dem Gebäudeteil links müsste man wohnen...^
^Blick vom Parkplatz auf die ominöse SB rechts, davor ist noch der Streidlhanglift zu sehen, den ich bei besserem Wetter auch hätte mitnehmen können.^
^Fast komplette Trasse der SB, davor diesmal der Zielhanglift mit interessantem Stützendurcheinander.^
^Unten hat es die "schlanken" Portalmasten und oben noch die uralt-Fachwerkportale. Warum ist das so?^
^An der Talstation der SB angekommen war das (unspektakuläre) Rätsel schnell gelöst...^
^...^
^Immerhin die erste LST-DSB, die ich gesehen hab. Schon interessant, dass sich der Skiclub hier eine eigene DSB leisten kann. Sonst haben die doch nur so schrottige Schlepper?^
^Trasse^
^Danach sollte es dann zum Abschluss noch nach Bad Tölz zur Blombergbahn gehen. Vom Parkplatz aus wären es laut Navi nur 15 Minuten Fahrt gewesen, leider erhielt ich am Telefon dann aber die Auskunft, dass man aufgrund des Wetters den Betrieb eingestellt hatte. Naja, einerseits schade, dass so vieles an dem Tag nicht geklappt hat, aber seit 2006 ist das Glas ja halb voll und nicht halb leer
^Auf der Heimfahrt wurden wir dann für das schlechte Wetter doch noch entschädigt. Scheinbar hatte Petrus nun doch ein schlechtes Gewissen gehabt
^Drei Stunden verbrachten wir damit, dort im Maisfeld nach dem versteckten Goldschatz zu suchen. Als der Bauer auf einmal mit der Mistgabel auf uns losging machten wir uns schnell vom Acker...^
^Das letzte Bild zeigt einen Teil des ehem. Skigeländes an der Hochplatte. In der Senke oben befindet sich die Bergstation der DSB und von dort ging früher der Rachelhanglift nach rechts runter (rechts von dort, wo man schwach den Weg erkennen kann).^