Kritik an gekühltem Wasser

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
hagelschlag
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Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von hagelschlag »

http://salzburg.orf.at/news/stories/2511673/

Hauptaussage:
Die grüne Landessprecherin Astrid Rössler spricht von Maßlosigkeit und Energieverschwendung: „Wir lehnen es ab, dass hier weiterer Stromverbrauch dazukommt - in dieses ganze Spiel mit künstlicher Beschneiung und Sitzheizungen auf den Liften. Das alles treibt den Energieverbrauch noch weiter hinauf, während wir im Winter die knappsten Ressourcen haben.“

Gerade im Tourismus wird viel zu wenig Wert auf Energiesparen und Naturverträglichkeit gelegt, so Rössler.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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Werna76
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Werna76 »

:top:
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Theo
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Theo »

Energiesparen könnte man wirklich an vielen Orten. Wirklich messbar was bringen würde es in Europa aber nur an einem Ort, wenn man jetzt mal die Sachen nimmt wo zum leben nicht unbedingt notwendig sind.
Dann sollen sie doch mal während der Beschneiungszeit das CERN in Genf abstellen, das gleicht den Verbrauch mehr als aus.
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von GMD »

Sitzheizungen sind Energieverschwendung, das kann man nicht wegdiskutieren! Auch frage ich mich, ob ein Saisonstart Mitte November tatsächlich erstrebenswert ist.
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GMD
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von GMD »

Will der Kunde das wirklich? Oder hat man ihm dieses Bedürfnis per Werbung eingepflanzt?
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i-Sl
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von i-Sl »

Ja Ja, in Zeiten in denen überall Bilder von weißen Flecken in grün-brauner Landschaft zu sehen sind liegt es anscheinend im Trend gegen Schneekanonen zu wettern, ob es Sinn macht oder nicht. :evil: Wahrscheinlich fährt die Dame auch noch selbst regelmäßig Ski und ist dabei dann auch auf Kunstschnee unterwegs oder betreibt zumindest irgend eine andere energieintensive Freizeitaktivität, aber das ist ja dann etwas ganz anderes. :roll: Es ist doch mal wieder typisch, praktisch alle Freizeitaktivitäten brauchen in erheblichen Maße Energie, aber nur auf den Skigebieten wir herumgehackt. Als ob die Grünen in ihrer Freizeit nur zu Hause sitzen und häkeln würden (bei ausgeschalteter Heizung natürlich, sonst verbraucht man ja Energie :wink: ), einfach nur scheinheilig so was :nein:
Und dann immer der tolle Vorschlag mit schneeunabhängigen Angeboten, dumm nur das eben genau der Schnee im Winter das entscheidende Abgrenzungsmerkmal der Alpen zu andere Tourismusdestinationen ist. Keinen Schnee kann man überall haben, dafür muss man nicht in die Alpen. :wink: Entsprechend muss man eigentlich nur 1+1 zusammen Zählen können um darauf zu kommen, was die Konsequenz wäre, wenn man auf schneeunabhängige Angebote setzt, nämlich massive Gästeeinbrüche, die gerade in den Alpentälern dann auch zu massiver Arbeitslosigkeit führen. Aber solche einfache wirtschaftlichen Zusammenhänge sind für die Grünen anscheinend schon zu hoch :evil:
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Dachstein
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Dachstein »

GMD hat geschrieben:Will der Kunde das wirklich? Oder hat man ihm dieses Bedürfnis per Werbung eingepflanzt?
Beachte, wie voll die Gletscher zu dieser Zeit sind - da ist nicht nur die Werbung dran schuld... Und ja, auch die Gletscher machen Maschinenschnee...

Aber typisch: Anstelle über die Leute zu wettern, die ihren Einkauf von der Ecke mit dem Auto heimfahren, anstelle zu Fuß, wird nicht gewettert, aber gegen einen Branchenzweig, von dem sehr viele Jobs abhängig sind - ich nenne das mal kurzfristig. Die Herrschaften sollen sich mal überlegen, wie es in den Alpen anschauen würde, wenn es keinen Wintersport gäbe. Traurig nämlich!

MFG Dachstein

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i-Sl
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von i-Sl »

GMD hat geschrieben:Sitzheizungen sind Energieverschwendung, das kann man nicht wegdiskutieren! Auch frage ich mich, ob ein Saisonstart Mitte November tatsächlich erstrebenswert ist.
Bei den Sitzheizungen geb ich dir Recht, die brauchts wirklich nicht.
Aber ein früher Saisonstart hat nicht unbedingt einen höheren Energieverbrauch bei der Beschneiung zur Folge, der Maschinenschnee für die Grundbeschneiung würde ja sowieso produziert werden, einfach um das Weihnachtsgeschäft und den weiteren Saisonverlauf zu sichern. Das sieht man ja auch gut daran, dass auch Gebiete die erst im Dezember in die Saison starten oft schon im Oktober mit der Beschneiung beginnen, einfach um sicherzugehen. Dann kann man diesen Schnee aber genauso gut auch schon nutzen um im November Skibetrieb anzubieten.
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von baeckerbursch »

Die Herrschaften sollen sich mal überlegen, wie es in den Alpen anschauen würde, wenn es keinen Wintersport gäbe. Traurig nämlich!
Wintersport kann auch Wandern, Rodeln, Langlaufen, Eislaufen, Schneehschuhgehen, Skitourengehen, Spazierengehen, Courling, Skispringen, Bobfahren, Eisstockschießen, Skating u.v.m. sein. :wink:
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von powder-fan »

Auch wenn ich kein Fan der ganzen Beschneiung mit samt der Begleiterscheinung bin würde ich gerne mal folgendes wissen: Wieviel Energie braucht man den pro Gast? Also Gesamtenergieverbrauch Beschneiung / Zahl der Skigebietseintritte
Und das dann mal in Relation zum Energieverbrauch der Anreise ins Skigebiet, nem Transatlantik Flug etc...

Außerdem: Gerade in Österreich mit dem extrem hohen Anteil der Wasserkraft am Energiemix müsste die entstehende C02 Menge ja eher klein sein oder?
Dann sollen sie doch mal während der Beschneiungszeit das CERN in Genf abstellen, das gleicht den Verbrauch mehr als aus.
Meines Wissens ist eigentlich geplant das die Beschleuniger am CERN im Winter nicht zu betreiben. Das geschah bisher nur um die immensen Verzögerungen aufzuholen wenn ich mich recht entsinne.
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von baeckerbursch »

Nun ja, ich glaube Spaziergänger, Wanderer und evtl auch Eisläufer und Rodler gibt es mehr als Skifahrer :wink:
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3303
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von 3303 »

Dachstein hat geschrieben:Die Herrschaften sollen sich mal überlegen, wie es in den Alpen anschauen würde, wenn es keinen Wintersport gäbe. Traurig nämlich!

-----------------------------

Das sind aber keine Breitensportarten... Hier wird gezielt auf den Breitensport Skifahren gesetzt, das ist die Cashcow, und eben nichts anderes - logische Schlussfolgerung ist die gezielte Weiterentwicklung in diesem Bereich. Freilich gibt es auch andere Sportarten, nur die sind hier nur ergänzend zu werten.

MFG Dachstein
Oben stellst du den gesamten Wintersport in Frage, wenn es um die Diskussion der Notwendigkeit von Kunstschnee- und Sitzheizung geht und jetzt relativierst du bereits wieder. Geht das ewige Gerangel schon wieder los :roll:

baeckerbursch hat geschrieben:Nun ja, ich glaube Spaziergänger, Wanderer und evtl auch Eisläufer und Rodler gibt es mehr als Skifahrer :wink:
Genau. Beispielsweise dort, wo ich oft den Winterurlaub verbringe, ist das alpine Skifahren für einen Großteil der solventen Klientel Nebensache. Und ein Großteil des Umsatzes und ganz besonders des Gewinnes wird abseits des alpinen Skifahrens gemacht. Man kann nicht alles pauschalisieren.
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Dachstein
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Dachstein »

3303 hat geschrieben:
baeckerbursch hat geschrieben:Nun ja, ich glaube Spaziergänger, Wanderer und evtl auch Eisläufer und Rodler gibt es mehr als Skifahrer :wink:
Genau. Beispielsweise dort, wo ich oft den Winterurlaub verbringe, ist das alpine Skifahren für einen Großteil der solventen Klientel Nebensache. Und ein Großteil des Umsatzes und ganz besonders des Gewinnes wird abseits des alpinen Skifahrens gemacht. Man kann nicht alles pauschalisieren.
Schon, nur würden die hohen Gewinne immer noch so hoch sein, wenn ein Leitbetrieb Skigebiet dank Schneemangel nicht aufsperren kann? Übrigens auch zu anderen Wintersportarten braucht man Schnee, die brechen dann auch weg. Nur vom Spazierengehen wird sich kein Tourismus halten (um es mal überspitzt zu sagen). Und wenn ich mir so die Tourengeher im Moment anschaue, wie sie wie die Lemminge die Maschinenschneebänder rauflatschen...

MFG Dachstein
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von schneesucher »

powder-fan hat geschrieben:Auch wenn ich kein Fan der ganzen Beschneiung mit samt der Begleiterscheinung bin würde ich gerne mal folgendes wissen: Wieviel Energie braucht man den pro Gast? Also Gesamtenergieverbrauch Beschneiung / Zahl der Skigebietseintritte
Und das dann mal in Relation zum Energieverbrauch der Anreise ins Skigebiet, nem Transatlantik Flug etc...

Außerdem: Gerade in Österreich mit dem extrem hohen Anteil der Wasserkraft am Energiemix müsste die entstehende C02 Menge ja eher klein sein oder?
Dann sollen sie doch mal während der Beschneiungszeit das CERN in Genf abstellen, das gleicht den Verbrauch mehr als aus.
Meines Wissens ist eigentlich geplant das die Beschleuniger am CERN im Winter nicht zu betreiben. Das geschah bisher nur um die immensen Verzögerungen aufzuholen wenn ich mich recht entsinne.
Volle Zustimmung, die Energie, die man für die Beschneiung braucht dürfte im Vergleich zu der Energie die für Hotel, Unterkunft, Anreise braucht recht gering sein. Die meiste Energie wird ohnehin indirekt für Konsumartikel aufgewendet. Neuer Fernseher, Neue Ski, Neues Handy, Herstellung eines Autos usw. nur da regt sich komischerweise gar niemand auf.

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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von 3303 »

schneesucher hat geschrieben: Volle Zustimmung, die Energie, die man für die Beschneiung braucht dürfte im Vergleich zu der Energie die für Hotel, Unterkunft, Anreise braucht recht gering sein. Die meiste Energie wird ohnehin indirekt für Konsumartikel aufgewendet. Neuer Fernseher, Neue Ski, Neues Handy, Herstellung eines Autos usw. nur da regt sich komischerweise gar niemand auf.
Naja, die Technik am Berg wird ebenso produziert, transportiert etc.. Und die technischen "Konsumgüter" pro Pistenkilometer bzw. deren Produktions-, Wartungs- und Entsorgungsaufwand hat sich, vorsichtig geschätzt, in den letzten 30 Jahren sicher verdreifacht, wenn nicht deutlich mehr.

Die tatsächliche Ökobilanz wird politisch aber selbstverständlich in der Regel verschwiegen - volle Zustimmung.

Das liegt aber daran, dass der Wirtschaftskreislauf in Gang gehalten werden soll. Obsoleszenz spielt dabei natürlich auch eine Rolle und ist ebenfalls politisch gewollt. Der Umwälzungsprozess wird als endlose Spirale vorangetrieben, indem beispielsweise gesetzgeberich ständig neue Richtlinien erlassen werden, die Konsum fördern. Wenn man mal überlegt, was heute alles für notwendig gehalten wird, um Skifahren zu gehen. Präventionswahn ist hier ein Baustein, um die ständig auszuwechselnde, zu erweiternde und auszutauschende Ausrüstung um Bausteine wie Helme, Panzer etc. auszuweiten. Komfortwahn erfordert weiteren Austausch von Bahnen. Gesetzgeber und Werbung manipulieren den Kunden. Hohe Kapazitäten erfordern mehr Kunstschnee und mehr Geländeplanierungen. Neue Verhältnisse auf den Pisten fördern den Wunsch des Kunden nach weiterer Prävention. Gleichermaßen von Betreibern, Konzernen und Legislative gewollt ist diese Enwicklung, die sich fortsetzen wird.
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Pistencruiser
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Pistencruiser »

3303 hat geschrieben:Das liegt aber daran, dass der Wirtschaftskreislauf in Gang gehalten werden soll. Obsoleszenz spielt dabei natürlich auch eine Rolle und ist ebenfalls politisch gewollt. Der Umwälzungsprozess wird als endlose Spirale vorangetrieben, indem beispielsweise gesetzgeberich ständig neue Richtlinien erlassen werden, die Konsum fördern. Wenn man mal überlegt, was heute alles für notwendig gehalten wird, um Skifahren zu gehen. Präventionswahn ist hier ein Baustein, um die ständig auszuwechselnde, zu erweiternde und auszutauschende Ausrüstung um Bausteine wie Helme, Panzer etc. auszuweiten. Komfortwahn erfordert weiteren Austausch von Bahnen. Gesetzgeber und Werbung manipulieren den Kunden. Hohe Kapazitäten erfordern mehr Kunstschnee und mehr Geländeplanierungen. Neue Verhältnisse auf den Pisten fördern den Wunsch des Kunden nach weiterer Prävention. Gleichermaßen von Betreibern, Konzernen und Legislative gewollt ist diese Enwicklung, die sich fortsetzen wird.
Diese Systematik, die du hier richtig beschreibst bezieht sich jedoch auf das gesamte globalisierte Wirtschaftssystem. Was für alle anderen Konsumkreisläufe gilt, stellt in der Wintersportindustrie mit all ihren Ablegern und Seitensträngen lediglich die logische Fortsetzung des Systems dar in dem wir uns bewegen.
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Werna76 »

Bin mir sicher, dass hier viele mitdiskutieren die weder den Hang dort kennen noch den ORF-Beitrag dazu gesehen haben.
Dachstein hat geschrieben:Wenn der Kunde will, dass er im November Skifahren kann, dann will es der Kunde so. Er zahlt dafür, also bekommt er es auch.MFG Dachstein
Frage ist zu welchem Preis Dachstein! Glaub kaum, dass die paar Hansln die dort herumgerutscht sind einen kostendeckenden Preis für die Liftkarte gezahlt haben.
Vielleicht sollten die Wagrainer mal kritisch hinterfragen ob es für ihre Höhenlage wirtschaftlich sinnvoll ist Schulschikurse im November anzubieten.
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Dachstein
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Dachstein »

Werna76 hat geschrieben: Vielleicht sollten die Wagrainer mal kritisch hinterfragen ob es für ihre Höhenlage wirtschaftlich sinnvoll ist Schulschikurse im November anzubieten.
Gut, wieviel kostet heutzutage ein Skikurs für Eltern? Einiges - daher ist es nicht verwunderlich, dass die Eltern die Schulen teils drauf drängen, in Zeiten auszuweichen, wo es eben günstiger ist. Dann hat man noch das Problem mit den Prüfungen - also weicht man möglichst in Zeiten aus, wo man keine Prüfungen hat - vor Weihnachten ist die zweite Staffel der Schularbeiten vorbei und die dritte fern... Und sowas kommt raus. Hätten wir Schnee, hätten wir diese Diskussion nicht.

@ 3303: Komfortwahn: den hast du überall! Hat dein Auto eine Klimaanlage? Früher wären wir locker ohne eine ausgekommen, aber wir haben sie eben. Oder ein Auto über 100 PS? Eigentlich kommt man mit 70 auch ans Ziel... usw... Man darf imo. nicht nur auf den angeblichen Komfortwahn in Skigebieten kritisieren, sondern muss den ganzen Komfortwahn der heutigen Gesellschaft hinterfragen. Nur das findet eben nicht wirklich statt.
ich gebe übrigens zu: ich habe ein Auto über 100 PS und eine Klimaanlage auch.

MFG Dachstein
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baeckerbursch
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von baeckerbursch »

Ich denke die Umweltschützer wie die Skigebietsbetreiber sollten sich nicht zu wichtig nehmen.

Im übrigen ist der Skitourismus keine klassische Cash Cow. Die Cash Cow erfordert nämlich nach der klassischen BCG Matrix nur geringe Investitionen.
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Wombat »

Dachstein hat geschrieben:
GMD hat geschrieben:Aber typisch: Anstelle über die Leute zu wettern, die ihren Einkauf von der Ecke mit dem Auto heimfahren, anstelle zu Fuß, wird nicht gewettert,
Genau. Ausserdem schadet Bewegung nichts. Gibt aber noch was beim Einkaufen, wo die Leute nicht nachdenken. Heute hab ich Trauben aus Brasilien gesehen. :stupid: Das ist genauso widersinnig wie frische Spargeln aus Mexiko oder Knoblauch aus Argentinien. Aber wir gleiten in die Klimadiskussion ab .....
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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von Foto-Irrer »

Ich denke gerade hundertfünfzig Jahre zurück, die bettelarmen Bergbauern in Lech und Zermatt, die sich über erste Hoteliers aufregten. :-D

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Re: Kritik an gekühltem Wasser

Beitrag von molotov »

Das einzige was man an diesem Thread wunderschön sehen kann ist, dass keiner an seiner Verhaltensweise etwas ändern möchten, stattdessen zeigt jeder mit dem Finger auf andere und sagt sich: "Die Anderen sind doch genauso schlimm oder sogar schlimmer, da sollen doch erstmal DIE sich ändern"
Freunde so wird das nix!
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