Anfahrt:
München-Oberstaufen in 3 Stunden - Verzögerung wg. Ersthilfe bei einem Autounfall auf der A96
Oberstaufen-Günzburg-München in 3 Stunden - geplanter Umweg
Wetter:
19.2 Schneefall und Sauwetter, sonst Sonne
Temperatur:
0- -5 Grad
Schneehöhe:
100-200cm
Schneezustand:
traumhafter Pulverschnee
Gefahren mit:
Hochgratbahn
Steibis/Imbergbahn alles ohne Kirchhanglift und Dreistarlift
Nicht Gefahren mit:
Hündle - trotz der Aussicht auf leckeres Käsebrot liess sich die Familie mit dem Nostalski nicht locken.
Wartezeiten
0-20 min. Extremeren Wartezeiten zwischen 10-11 an der Imgergbahn und ab 11 an der Hochgratbahn ausgewichen.
Gefallen:
Wetter
traumhafter Pulverschnee
Freeriden
Almdudler Park
Gesamtpaket Oberstaufen Plus, Skipass in Übernachtung inbegriffen
Preis-Leistungsverhältnis
Familienfreundlichkeit
Anlagenmix
nicht Gefallen:
Wartezeiten durchschnittlich 10 min
Nordlift und Imbergbahn permanent überlastet, das hat uns von ein paar schönen Abfahrten abgehalten.
Fazit Urlaub:
5 von 6 Maximalen
Nachdem wir bereits Fasching 2011 in Oberstaufen waren sind wir auch 2012 wieder nach Oberstaufen gefahren. Warum: es hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Außerdem habe ich auch bessere Schneeverhältnisse spekuliert. http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 45&t=38854
Für Aldi-Oberstaufen Angebot kamen wir dieses Jahr zu spät. Dafür haben wir dann unabhängig davon im Herbst noch das Hotel Mühlenhof gefunden, dadurch zwar etwas teurer aber auch besser. Ein nettes kleines sehr familiäres Hotel in Weissach, ruhig gelegen, mit gutem Komfort (Sauna, Minischwimmbad) und ordentlichem Essen (im Vergleich zur Hotelfabrik von Mondi). Die Bewertungen bei Holidaycheck zwar etwas übertrieben, aber es hat mich doch extrem positiv überzeugt. Der singende Wirt, schöne Zimmer, das Super-Frühstück, ausreichende gute Lage nahe beim Skibus...
Wir hatten bis auf Dienstag eigentlich immer folgenden Plan: lang schlafen, frühstücken, mit dem Auto spät zum Lift, dafür Skifahren bis die Lifte schliessen. Hat gut gepasst. Nur für das Hochgrat habe ich diesen Plan angepasst: früh aufgestanden, Hektik gemacht und früh mit dem Skibus zum Hochgrat. Dann zurück zum Imberg.
Wenn man später dran ist, bekommt man meistens wieder einen Parkplatz in der Nähe der Imbergbahn oder direkt neben dem Fehrlift. Nach 11 geht auch die Schlange an der Imbergbahn.
Am Imberg sind wir eigentlich hauptsächlich gleich über die Talabfahr zum Bärenloch gefahren. Die meiste Zeit dann am Hohenegg im Park und Bärenlochlift verbracht. Seltener mal den Fluhexpress, Fuchskar. Nordlift nur zum Tagesende. Am Tagesende gerne noch ein, zwei Wiederholungsabfahrten an der Imbergbahn - auch wenn selbst um vier noch 5 Minuten Wartezeit waren. Aber die Varianten waren es immer wert. Schneeverhältnisse waren immer optimal, neben den Pisten auch nach drei Tagen Sonnenschein noch Powder, nur oben am Fluhexpress nach 2 Tagen Sonnenschein etwas abgerutscht und hart. Das ist halt das positive im Familienskigebiet - da wird auf der Piste gefahren und nicht nebendran
Zu den einzelnen Tagen:
Samstags aufgrund später Anfahrt und des Autounfalls auf der A96 nicht ski gefahren, sondern gleich in die Sauna...
Sonntags Schneefall, Wind. Schnee sehr schwer, feucht, teils schlechte Sicht ("Styroporschnee"). Im Bereich Hohenegg und Bärenloch ging es auf den Pisten noch. Trotzdem zwischendurch am Fluhexpress die großen Kinder rechts ins Gelände gejagt: White-out, schwerer und verwehter Tiefschnee. Es gibt nichts besseres um größeren fortgeschrittenen Kindern Skitechnik beizubringen
Montags (leicht) bewölkt, manchmal etwas sonnig. Selber Plan - Bärenloch, Hohenegg manchmal Fluhexpress. Durch Kinderwunsch oft im Almdudler Park. Durch den Schneefall aber optimale Schneequalität. Abseits Tiefschnee, meist kurze Stücke, aber eben auch
Dienstags Traumtag. Gleich zum Bus und zum Hochgrat. Schließlich habe ich ja bewußt den Tag mit Sonne abgewartet. Außerdem wollte ich, dass sich der Neuschnee zumindest ein bisschen setzt. Bei LWS 3 langt es einen Tag später auch noch. Dort Freeride. Aufstieg in den Starthang nach Genuss der Aussicht. Wer dort den Pistenziehweg fährt ist selber schuld. Erst immer ganz rechts entlang oben rechterhand der Gondeltrasse, dann unter der Gondeltrasse. Lustige sind die zwei Steilstufen unter der Trasse... Ganz oben war an ein zwei Punkten nur eine geringe Schicht Pulver auf einer harten Eisschicht. In der Trasse musste ich mal abschnallen, da mein Sohn den Stock verloren hat - ich bin sofort bis zur Hüfte eingesunken und musste ganz schön wühlen um den Stock wieder zu bekommen. Auf dem letzten Hang zur Piste- welche überraschenderweise knallhart war.
Zweite gefahrene Route war der Seelenkessel. Dort wieder Traumpulverhänge, teilweise dann schon mit etwas Sonne. Relativ links in den Wald und dann nochmals Powderhänge neben der Unterlauchabfahrt. Zwischendurch im Wald anspruchsvoller. Bei der ersten Abfahrt konnte man direkt zur Gondel durchgehen, bei der zweiten stand man dann bis zur Galerie und so wuchs die Schlange bis man unten im Foyer stand - das war für uns das Zeichen, dass wir besser zur Imbergbahn wechseln. Der Rest des Tages war wieder geprägt durch Almdudler Park und Bärenloch. Dazwischen nochmal Rotzgraben. Noch immer gut fahrbar. Trasse Langholzlift leider hinüber - verharscht, vereist, fürchterlich. Highlights natürlich Hochgrat. Ich liebe diese solitären Gondelbahnen in einem engen Talschluß, welche nach oben großartige Hänge und Aussichten eröffnen. Bei so guten Bedingungen ein absoluter Topberg der seinesgleichen sucht.
Mittwochs wieder zur Imbergbahn und dort den ganzen Tag rumgefahren. Highlight waren die immer noch guten Hänge am LSAP Auenfeldlift. Schade, das sind immer noch tolle Hänge und wären eine gute Alternative zur Talabfahrt. Aber was soll's als Freeride auch schön. Highlight: Routen am LSAP Auenfeld.
Was mir am Imberggebiet gefällt und was nicht habe ich ja bereits mit chasseral in seinem Steibis-Topic diskutiert. Bilder folgen noch.
Als Familiengebiet ist Oberstaufen immer noch eine Topdesitination, wenn man in Ruhe einen schönen Urlaub verleben möchte, die Vielfältigen kleinen Gebiete mit kurzen Liften kennenlernen will. Solange es Oberstaufen Plus in der jetzigen Form gibt auf jeden Fall ein Tipp (da sind Veärnderungen geplant). Nichts zum Kilometerfressen, keine Apres Skisause. Nein, gutes Gesamtkonzept. Die Familie geht zum Imberg, zum Freeriden ans Hochgrat und für die Ruhe zum Hündle. Dazwischen ins Hallenbad, die Hütten oder sonstwohin. Bei guten Schneeverhältnissen genial. Letztes Jahr hat mein großer Sohn schon etwas gemeckert - dieses Jahr war er total begeistert und beeindruckt, da auch er an seine Grenzen gekommen ist (Whiteout, Hochgrat).