Noch ein paar (diesmal wirklich nur „ein paar“
Am Morgen herrschte bei der Ankunft erst mal gedämpfte Stimmung – es regnete leicht und viele Leute standen trotz des Mittwochs am der EUB nach Hochsöll an. Doch die sollten sich oben ganz gut verteilen, denn eine Hälfte wollte unbedingt den ganzen Tag an der 4KSB Aualm fahren und die andere Hälfte an der 2. Sektion der Seilbahn von Söll zur Hohen Salve hinauf. Die anderen Pisten waren relativ bzw. z.T. auch absolut leer.
Die erste Abfahrt führte über den Steilhang „hinter“ der Hohen Salve bis zur Kälbersalvenbahn. Dieses schwarze Gaumenschmausstück lies sich hervorragend fahren – aber leider führt da direkt ja kein Lift hinauf. Nach der Kälbersalvenbahn wechselten wir zur 8KSB Foisching, die jedoch auch einige der vielen Leute anzog, so dass wir hier nicht alt wurden. Während ich unten auf meinen Kollegen wartete, spähte ich noch zur LSAP-Talstation des alten Foischingschleppers, dessen Trasse ich vor anderthalb Jahren noch abgelaufen bin.
Mit der DSB Schernthann fuhren wir am Meisten – die Piste trotz des Morgengetröpfels in gutem Zustand und lediglich bei der ersten Auffahrt mussten wir an der Talstation anstehen. So kam ich als Freund alter Bahnen auch noch ein bisserl auf meine Kosten..
Nachdem wir uns an der Filzbodenbahn die Beine in den Bauch gestanden hatten – ich möchte nicht wissen, wie es da an sonnigen Sonntagen zugeht – kamen wir irgendwann bei der Aualmbahn an. Der Himmel war hier noch dunkler, die Piste schon ausgefahren und wie immer musste man auch an dieser Bahn ewig anstehen. Der Hochalmlift war abgebügelt – ich glaube, der läuft nimmer. Wenigstens unternahmen wir dann noch eine Fahrt mit dem Holzalmlift, einem der letzten Schlepper hier oben und sicherlich noch der urigste. Schmiedalm und Rannhart dürften ja ein wenig neuer sein, meiner Erinnerung nach.
Nach unserer Rückkehr zur Hohen Salve kehrten wir erst mal ein. Als wir die Hütte wieder verließen schien plötzlich die Sonne und der restliche Tag sollte frühlingshaft warm bleiben. Durch das wirklich gute Essen und den Sieg des schönen Wetters fiel der Schitag natürlich dann schon viel besser aus.
Bei Sonnenschein ist so eine Auffahrt in einer fixen DSB immer ganz entspannend, finde ich.
Und noch einmal hoch...(Die Bahn müsste 1977 einen ESL ersetzt haben, oder?)
Jetzt wurde der Schnee hier in der Sonne halt recht weich – so wechselten wir nach Hochsöll rüber, wo es aber nicht viel besser war. Aber lieber so als das morgendliche Grau in Grau.
Am Einstieg der 3SB – unten kommt die 8EUB hoch, neben der man noch die Trasse der alten DSB sieht.
Seit 29 Jahren verrichtet diese Bahn nun mehr ihren Dienst – vorher stand hier ein Wopfner-ESL.
Ich kann mich noch immer nicht daran gewöhnen, dass der kultige Wopfner-ESL (Sektion III 1970-2008) weg ist
Auch schon eine betagte Anlage – die 1988 erbaute Rigibahn schleicht sich langsam bergauf. Hat seinerzeit einen Gittermastenlift weiter rechts ersetzt.
Liftkreuzung mit der DSB Kasbichl.
Rigibahn und Mond...
Der Steilhang überm Hexen6er...
Zoom zur DSB Salvenmoos. (Ehemalige DSB Hochsöll vom Tal herauf, hat mal irgendwer geschrieben...)
Hexen6er-Zoom. Die Abfahrt war z.T. total verbuckelt.
4SB Rinnerbahn – hier war an der Piste der Schnee noch recht gut, drum fuhren wir gleich nochmal.
Zoom zum Hexen6er, wo oben die Abfahrt halt leider schon verdorben war.
Brr – die Stöcklbahn ist das total lahme Ding. Da hätten's wirklich besser den Schlepper stehen lassen können.
Mein Kollege und ich wollten dem Trubel entlaufen und entschieden uns für eine Abfahrt nach Itter hinunter. Dazu ging es erst mal mit der alten DSB Kasbichl hinauf...
Die Salvistabahn – eine der wenigen 4EUBs, welche die Modernisierungswellen der letzten Jahre überlebt hat. Dann auch noch mit den alten Kabinen – in Scheffau gibt es ja auch noch eine.
Die Abfahrt war zwar weich, aber landschaftlich sehr schön und wenig besucht.
1989 wurde hier die erst drei Jahre zuvor errichtete DSB zur 4EUB umgebaut.
Zurücklehnen, Füße ausstrecken, Ausblick genießen...
Spätnachmittagsstimmung an der Rinnerbahn.
Die recht kurze DSB Salvenmoos nahmen wir zurück Richtung Hochsöll.
Dort nahmen wir noch 2 x die Keatbahn in Anspruch und vergnügten uns auf den Buckeln...
ohne Worte...
Am Ende ging es nochmal bis zur Salvenmoosbahn – hier ein Blick zur Talstation der lahmen Stöckl-4SB von 1988.
Irgendwie mag ich diese kurze, alte DSB...
Sesselliftfahrt über einen Misthaufen – gibt 10 Punkte auf der Nostalgieskala...
Nach der Talabfahrt war dieser Tag auch schon wieder zu Ende. Zwar war der Schnee recht aufgeweicht, aber ich mag das ja immer noch lieber als diese Kunsteispisten im Hochwinter. Ich war darüber hinaus sehr froh, dass es am späten Vormittag einen Wechsel von Regen hin zum Sonnenschein gegeben hatte. So wurde es trotzdem noch ganz nett in diesem Massenschigebiet, in dem es aber ja auch ruhigere Ecken wie die Talabfahrt nach Itter gibt. Mal sehen – nächste Saison werde ich vielleicht mal wieder die andere Seite (Scheffau/ Ellmau) besuchen...