Anfahrt: Hamburg - A7 - Fernpass - Nauders in problemlosen 9 Stunden, Rückfahrt ebenso.
Wetter: Vier Tage Kaiserwetter, 5. Tag Sonne-Wolken-Mix, 6. Tag bewölkt, am Nachmittag riss es nochmal auf. 10 Grad im Tal, 0 Grad auf dem Berg.
Schnee: Alles dabei - teilweise harte Bedingungen morgens; Firn am Mittag; Sulz nur auf den Talbafahrten; Pulverauflage am letzten Tag. Insgesamt hervorragende Bedindungen, am besten in Schöneben.
Geöffnet: Alle Anlagen, alle Pisten bis auf Varianten 9 und 10 in Nauders.
Wartezeiten: Max. 2 min. Bergkastelseilbahn, 1 min. Jochbahn in Schöneben. Sonst nix.
Gefallen: Leere, Schneelage, Verschiedenartigkeit der einzelnen Gebiete, Preise, Freundlichkeit des Personals, Routen am Tscheyeck, Carvingautobahnen, Urigkeit in Maseben, ...
Nicht gefallen: Schlimme Musik auf der Goldseehütte in Nauders
1. Tag: Nauders
2. Tag: Vormittags Haideralm, nachmittags Schöneben
3. Tag: Nauders
4. Tag: Maseben ab Mittag
5. Tag: Schöneben
6. Tag: Nauders
6 Tage Ski für insgesamt 157€.
Jedes Skigebiet im Verbund hat seinen eigenen Charakter, deshalb wird es nicht langweilig.
Nauders bietet 2 schöne rote Talabfahrten, 2 knackige schwarze am Almlift, eine auch am Nachmittag noch ebene Autobahn an der Zirmbahn, etliche rote Varianten an der Gaislochbahn sowie die diversen Möglichkeiten am Tscheyeck - 2 lange rote, eine schwarze Buckelpiste und die Routen vom Gueser Kopf. Insgesamt ein sehr rundes Angebot mit einem guten Lift-Piste-Verhältnis.
Schöneben überzeugt durch perfekten Service in jeder Hinsicht: Perfekte (!) Präparierung, alle Lifte laufen Vollgas, nettes Personal - so soll es sein. Was die Präparierung betrifft, scheinen sie tatsächlich ein Geheimrezept zu haben, für Ende März und milde Temperaturen höchst beeindruckend.
Auf der Haideralm macht die Talabfahrt am meisten Spaß. Die Pisten oben sind kurz aber gut, vor allem die rote hintenrum am Seebodenschlepper. Hütte gemütlich mit gutem Essen. Hätten durchaus ein 2. Mal hinfahren können, haben dann aber drauf verzichtet.
Maseben ist eine ganz eigene Welt.
Dort sind wir an unserem "faulen" Tag hin. Wir hatten von Anfang an einen Tagesausflug geplant und deshalb nur 5 in 6 Tagen im Skiparadies Reschenpass gekauft. Angedacht waren Serfaus und Samnaun, aber dann wurde es Maseben.
Außer uns waren an dem Tag max. 25 andere Skifahrer unterwegs. Ein paar mehr hätten es schon sein dürfen, denn das Gebiet macht seinem Namen Naturschneeparadies alle Ehre, es wäre zu wünschen, dass sie damit eine Nische besetzen können. Herrlich kupierte leichte, aber nicht langweilige Abfahrten am Schlepplift, Talabfahrt mit einer knackigen Steilhang-Variante. Dazu tolles Panorama und das "Atlantis", ein wunderbares Plätzchen Erde. Nicht zu vergessen der "Liftboy" am Schlepper, ein echtes Original.
Der Ort Nauders hat uns auch gut gefallen. Es war allerdings ziemlich wenig los aufgrund der Nebensaison. Insgesamt eine sehr relaxte Atmosphäre.
Alles in allem kann ich die Ecke jedem empfehlen.
Fotographieren war nicht unsere Priorität, es folgen trotzdem ein paar gemischte Impressionen, teilweise von meiner farblich merkwürdigen Handy-Kamera und komischerweise keins aus dem Nauderer Gebiet
Unser Apartment in Nauders (Balkon mit perfekter Ausrichtung = 9 Std. Sonne

Schöneben: In der Jochbahn, auf den Zehner zufahrend, breiteste Piste unter einem

Panorama

Haideralm: Blick auf den Reschensee und ins Langtauferer Tal von der Seebodenspitze (2859m), zu der mein Kollege vom Seebodenlift aufstieg. Unten sieht man dessen Masten.

Blick Richtung Ortler (?)

Gipfelkreuz

Maseben: Gepatsch-Eisbruch

Im Schlepplift

Noch mal, mit Blaustich und roter Piste rechts

Bergstation Schlepplift mit Tourengelände

Rote Piste rechts vom Schlepper, herrlicher Naturschnee, Genuss pur

Links Bergstation Sessellift, rechts Berggasthaus Atlantis

Steile Talabfahrtsvariante von oben (-> direkt unterhalb der - geöffneten - Mittelstation des Sesselliftes rechts abzweigen)

... und von unten (das bin ich und es ist steiler als es aussieht

Trasse Sessellift vom kleinen Parkplatz aus

Talstation und Trasse; vom Parkplatz muss man ein Stück bergabgehen (Achtung, Rutschgefahr); Eingang/Kassa links vom Haus

Ende der Talabfahrt, Gegenhang war schon schneefrei